Steht endlich für eine Veränderung ein!

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Mal wieder kursiert in den Pro- AFD- Gruppen ein Video, welches einen dunkelhäutigen zeigt, der eine Frau verprügelt, während ein Kind daneben sitzt und fern schaut.

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Natürlich, wie immer sehr brutal und die Gewalt, ist auf keinen Fall zu entschuldigen. Doch interessant fand ich, dass die „Posterin“ Es mit dem Titel „Das sind die neuen edlen Wilden aus Afrika“ versehen hatte. Wie nicht anders zu erwarten wurde das Video mit einem Shitstorm nach dem anderen kommentiert. Beleidigungen, Mordandrohungen und Moralkeulen wurden geschwungen. Alles unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit.

Jetzt könnte man Fragen, Sahra warum postet du das? Wir wissen das doch alle…

…Na ja genau deswegen, weil jeder weiß wie eine Gruppe von Menschen bewusst Hass gegen eine andere Gruppe schürt, der soweit geht, dass Menschen mit anderem ethnischem Aussehen, bei manch einem nicht einmal ein Lebensrecht besitzt. Dieses Denken befindet sich nicht nur innerhalb Facebook, es ist auch überall auf den Straßen zu spüren. Und ehrlich gesagt für mich ist es erschreckend. Erschreckend wie Tatsachen verdreht werden (Denn dieser Mann kam gar nicht aus Afrika (das ist ein Kontinent immer noch), sondern war Bürger der USA), um Wut gegen Menschen zu schüren, die noch nicht mal hier angekommen sind. Und die Gesellschaft lässt es zu. Wisst ihr was das letzte Mal passiert ist, als der Mensch Antihumanistisches Verhalten zugelassen hat? Nein? Dann schaut in die Geschichtsbücher!

Hallo wacht doch endlich auf! Trump verbietet Menschen Einlass nach Amerika wegen einer Religion. Früher waren es die Juden heute die Muslime. Wollen wir wirklich auf die ersten Konzentrationslager warten bis wir endlich sagen: Hey! Halt, irgendwo ist eine Grenze überschritten?

Man sagt mir ich wäre eine Gutmensch der die Realität nicht sieht…

… Ich habe eher das Gefühl ich bin von Menschen umgeben die zum einen die Realität verdrängen indem sie sich in ihrer Blase der westlichen Zivilisation verstecken, in welcher alles toll ist, auch wenn alle jammern… Hallo wie viel Millionen haben Dschungelcamp verfolgt? Und wie viele haben letztens Bachelor angeschaut? Wie schlecht kann es einem Land gehen wenn die Mehrzahl, Zeit hat sich stundenlang solch fragwürdige Sendungen reinzuziehen? Dort geht es nur darum, dass andere sich profilieren… Also so schlecht kann es uns doch nicht gehen…?!

Ja und die andere Hälfte rennt mit Schaum vor dem Mund durch die Straßen, Medien und durchs Leben schon sensibilisiert auf den Feind, der Schwarze Feind… Der nur darauf wartet Europa einzunehmen.

Die Politiker heulen nur noch herum, da hetzt der eine gegen den andern und es scheint als hätte man kleine verletzte Kinder im Amt, die über Leben und Tod entscheiden. Die Medien erzählen nur noch schön verpackte Geschichten anstatt auf Tatsachen basierende Nachrichten und die Werbung zeigt uns wie toll doch alles ist wenn wir ökologisch Leben.

Alles spielt verrückt und wir machen weiter. Einfach so, weil wir nicht bereit sind Veränderungen zu akzeptieren. Weil wir nicht bereit sind uns von der Angst zu lösen und uns einzugestehen, wir haben Alle wirklich alle auf diesem Planten versagt. Da ist keine Nation besser oder schlechter. Wir könnten es angehen und sagen: Hey, wir reisen das Rad herum. Wir stehen auf, setzen uns zusammen und fangen als eine Welt an unsere Verantwortung zu übernehmen. Wir gehen die Probleme tatsächlich an, als nur davon zu sprechen. Wir machen dieses ganzen überflüssigen Konsumtempel platt, schaffen das Geld das uns versklavt ab, wir geben allen die gleiche Chance, wir stehen füreinander ein, respektieren und tolerieren uns und hören auf nur länger davon zu sprechen Werte zu verteidigen sondern Leben sie tatsächlich!

Oder was denkt ihr?

Liebe Grüße und einen wunderschönen Morgen 🙂

Sahra

Dein Leben, deine Chance, dein Weg!

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Dass, das Leben aus Höhen und Tiefen besteht ist uns allen bekannt. Jeder durchlebt einmal oder mehrere Male Phasen in seinem Leben, an welchen er glaubt am Tiefpunkt zu stehen. Vielleicht ist es eine Trennung, der Tot eines geliebten Menschen oder aber die schmerzende Vergangenheit, die das aktuelle Leben trüb wirken lässt. Vielleicht aber ist es auch die aktuelle Zeit, die eine miese Stimmung in einem hervorruft. Uneinige Politiker und Zeiten, welche sich verändern sorgen immer wieder für Unmut.

Doch macht es Sinn, sich all dem Negativen zu ergeben und sich und sein Leben aufzugeben?

Du hast nur ein Leben und diesen Moment. Du weißt nie ob es morgen wieder vorbei sein kann, also nutze deine Chance und mache wonach dir der Sinn steht. Strahle dein Glück aus, zeige was in dir steckt und finde deine eigenen persönlichen Talente! Denn, du bist wunderbar!

Hör nicht auf die Stimmen jener, die dir weiß machen wollen, dass du nichts leisten kannst oder nicht gut genug bist. Lass dich von niemanden unterkriegen! Verfolge deine Ziele und bedenke immer, dass nicht das Ziel, das ist was es zu erreichen gilt, sondern der Weg dorthin deine Persönlichkeit wachsen lässt.

In diesem Sinne, einen schönen Tag und Liebe Grüße

Sahra Warrelmann :*

Und wer Lust hat mich verrückt und singend zu sehen hier ein Link zu meinem aktuellen Video 🙂

Shine Bright! Du bist das was zählt!

Wenn Regierungen versagen erhält das Volk Macht!

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Zwischen zwei Fronten gefangen, entscheidet sich der Bürger für Kapitulation. Er wählt das geringere Übel  seiner Versklavung. Seit Jahren ausgebeutet, manipuliert, gedemütigt und jedes Recht versagt, fällt es dem Bürger schwer noch Energie für den Kampf zu mobilisieren. Er ergibt sich seinem Schicksal stumm als auch laut. Wider des Lebenserhaltungstriebs, wünscht sich der verzweifelte und verwirrte Bürger nur eines; Ruhe! Mit den selbstsüchtigen, egoistischen und in der Persönlichkeit gekränkten Staatsoberhäuptern und Staatsoberhäupterinnen, bedeutet die ersehnte Stille allerdings der eigene Tod.

Wir sind uns egal geworden! Sind wir uns noch wichtig?

Schauen wir das Trauerspiel in den USA an, wo ein aufmüpfiger, streitlustiger, Frauen verachtender Egomane, das höchste Amt bekleiden darf, scheint es als hätten sich die amerikanischen Bürger vollkommen aufgegeben. Der von Gott gesandte Trump (für das hält er sich), konnte nicht anders als den Kampf um die Präsidentschaft gewinnen. Schließlich stand er in Konkurrenz mit einer ebenso fragwürdigen Frau. Eine offensichtlich machtbesessene Heuchlerin, die sich genauso wenig für die Frauenrechte interessiert, wie ihr Gegenspieler- Ihr Name Hillary Clinton.  Bei dieser aussichtslosen Wahl, sollte die Welt Verständnis und Mitleid für die US-Amerikaner aufbringen.

Zwei Menschen, die verhaltensauffälligen Kinder gleichen, eingesetzt um bedeutungsvolle Posten zu vertreten, als Sprachrohr der Bevölkerung.  Die eine möchte alles zerbomben und der andere alles besitzen. Sie sind mit Werten ausgestattet, die in das 18. Jahrhundert passen allerdings nicht in das Heutige. Klingt nach fortschrittlichen, verantwortungsbewussten, objektiven und logisch denkenden Führungspersönlichkeiten. So etwas wünscht sich doch jeder? Präsidenten, die nicht ins Weiße Haus gehören, sondern fern ab der Zivilisation, wo sie ihr Verhalten reflektieren sollten. Manch ein einfacher Bürger würde bei solchen Verhaltensmuster, als gesellschaftsunfähig bezeichnet werden und auf Anraten von Psychologen in eine Psychiatrie eingewiesen. Begründung: Persönlichkeitsstörung, Frustrations/-Aggressionsstörung, Fremd und- Eigengefährdung.

Realitätsfremde Politiker kennen wir ja, in allen Ländern. Es ist nichts Neues. Nichts was von der Norm abweicht. Den Regierungsvorsitzenden ist ja ziemlich alles zuzutrauen. Doch spiegeln Politiker nicht das Volk wieder?

Warum lässt das amerikanische Volk, solche Menschen als mögliche Präsidenten zu? Kommt keiner auf die Idee zu sagen:

„Hey, da vertritt kein einziger meine Interessen! Ich möchte keine Lobbyisten, die mich vertreten. Ich möchte endlich gerechte Verteilung von Ressourcen. Mir geht es tierisch auf den Nerv, dass ich nichts kaufen kann ohne damit Korruption oder Ausbeutung zu unterstützen. Ich finde es alles andere als okay, dass meine Lebensmittel mehr Medikamente enthalten, als in einer Dorfapotheke lagern. Ich möchte meine Freunde nicht hassen, nur weil sie anders als ich aussehen. Ich möchte mich nicht zwischen meinen Talenten und meinem Überleben entscheiden müssen. Ich will nicht dafür bezahlen müssen, geboren worden zu sein. Täglich muss ich bis zum Umfallen arbeiten, um für eine Entscheidung zu bezahlen, die ich nie getroffen habe.  Ich möchte meine Liebenden nicht betrauern müssen, weil sie im Krieg sterben oder traumatisiert wurden. Einem Krieg, dem ich weder zugestimmt habe, noch verstehe oder gar eine ehrliche Einsicht darüber habe. Ich möchte nicht übermäßig konsumieren und von heiteren Bildern im Fernsehen, abgelenkt werden! Ich möchte, dass die Menschen nicht nur über Werte sprechen, sondern sie Leben. Wo bleibt die versprochene Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit für alle, ganz gleich in welchen Kreisen er sich bewegt. Leben wir denn noch im Mittelalter? Aufgeteilt in ungerechte Hierarchien, die wir anzunehmen haben, weil sie durch die Natur bestimmt sind? Ich möchte ein Mitbestimmungsrecht, denn schließlich bin ich ein Teil des Volkes und somit ein Teil der Regierung! Ich fordere Transparenz und die Chance neue Systeme zu entwickeln, ohne mein Leben fürchten zu müssen, weil es noch zu viele gibt, die das Alte bis zum bitteren Tod verteidigen. Menschen, die lieber sich und alle mit sich herum in den Untergang stürzen wollen, als einzusehen falsch zu liegen. Menschen, die den Lauf der Veränderung nicht verstehen und was sie nicht verstehen muss ausgelöscht werden. Ich möchte Wahlen, in welchen ich tatsächlich eine Wahl habe!“

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Kaum einer wagt sich solche Worte zu sagen. Ja, die US-Amerikaner. Doof sind, die ja schon! Sonst würden sie, sich ja verteidigen und solche Aussagen wären Alltag. Uns Deutschen würde es, so nie ergehen. Wir sind aufgeklärt und intelligent. Wir stammen von Dichtern und Denkern ab. Ein stolzes, hochentwickeltes Volk, dessen Glanz selbst Weltmeere überwindet. Wir können mit Moral umgehen. Unsere Werte sind am rechten Fleck. Großzügig und für alle offen, ja das sind wir Deutsche!  Nein, wir würden niemals geistig verwirrte, für uns sprechen lassen. Ungerechtigkeit nehmen wir nicht hin. Unsere Straßen sind täglich von schreienden Demonstrierenden, gefüllt. In unserer Freizeit tüfteln wir nach Möglichkeiten für eine friedliche Veränderung. Wir reflektieren ständig unser Verhalten, das zeichnet uns aus.

Oder ist es nicht eher so, dass wir lediglich auf Facebook und Co. unseren Missmut verdeutlichen und ihn beim Gang zur Arbeit im Wandschrank hängen lassen? Ist es nicht so, dass wir unseren Protest nur dann zeigen wenn, wir Talk Shows wie „Markus Lanz“ oder Kabarettsendungen gefüllt mir Parodien wie „Die Anstalt“ verfolgen? Spüren wir Auflehnung nur in hitzigen Diskussionen mit Freunden und Bekannten?  Eine wirkungsvolle Empörung empfinden viele hierzulande in kreative Challenges. Um den Protest gegen ein ausbeuterisches Einzelhandelsunternehmen kund zu tun, schütten sich, die Konsumgegner vor der Geschäftskette ein Getränk über den Kopf. Welch, eine grandiose Form des Boykotts! Drei Fragen, an dieser Stelle, an die Teilnehmer der Challange: Habt ihr euch das Getränk davor dort gekauft? Oder habt ihr es geschenkt bekommen? Oder habt ihr jemand anderen darum gebeten euch etwas zu kaufen?

Ich weiß nicht wie ihr das seht, doch einen Protest sehe in Aktionen wie diese nicht.  Oder zeichnet sich Rebellion darin aus, erst den boykottierten zu unterstützen und dann Verschwendung von Lebensmitteln praktizieren? Sollte dies der Fall sein, sind wir ja alle mit unserem Konsumverhalten auf dem richtigen Weg.

Also um es kurz zu halten, wir Deutsche sind einfach toll. Als grandiose Nation sind unsere Politiker eine Frauke Petry, Angela Merkel, Sahra Wagenknecht, Peer Steinbrück, Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier, Thomas de Maiziere, Wolfgang Schäuble, Andrea Nahles, Ursula von der Leyen und und und.

Jedem wird bestimmt zu den Einzelnen etwas einfallen, was sie als sinnvollen Sprecher der Demokratie ausscheiden lässt, richtig? Falls nicht, wäre es ratsam sich mit diesen Menschen auseinander zu setzen. Ihnen einmal tatsächlich  zuhören und vielleicht findet der ein oder andere heraus wofür unsere Sprecher eigentlich stehen. Was sie in unserem Namen aushandeln.

Mir stellen sich erneut Fragen.

Warum überlegen wir uns kein neues System und werfen das alte über Bord? Glauben wir, so viel Sicherheit in dem jetzigen zu finden? Was würde passieren, würden wir dem Geld keinen Wert mehr bemessen? Wären wir dann nicht mehr in der Lage, mit unseren Händen, Produkte herzustellen? Könnten wir keine Häuser mehr bauen oder Auto fahren? Müssten wir dann alle stumm stehen oder sitzen bleiben, verdammt zum ewigen nichts tun?

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Oder könnten wir trotzdem Landwirtschaft betreiben und eine neue Form des Handelns finden? Könnten wir damit Leben, das ein anderer genauso viel besitzt, wie ich selbst? Könnten wir akzeptieren, dass jede Arbeit gleichwertig ist und somit wichtig für das Bestehen einer Gesellschaft? Stimmen wir zu, dass in jedem, das Recht auf Leben inne wohnt oder wollen wir noch immer differenzieren, nach eigenen Vorstellungen und sie zur Definition der Allgemeinheit erklären? Möchten wir alle Jahrhunderte einen globalen Disput über Geleichberechtigung, Gleichheit und dennoch Individualität führen aber entgegengesetzt handeln oder beginnen wir endlich, uns eine Welt zu schaffen, die auf diesen Werten beruht?

Aber vielleicht gefällt es uns ja. Vielleicht sehen wir die Regierungen wie unser Leben, als Parodie eines Kabarettstücks.

Wollen wir uns wirklich ergeben und so tun als seien wir dem Schicksal erlegen? Werden wir auf ewig nur von Veränderungen sprechen, allerdings nie handeln?

Warum fassen wir den Mut nicht zusammen und beginnen etwas nie Dagewesenes? – Eine friedliche Revolution und somit eine Evolution der Menschheit. Geschaffen von Menschen, die ihren Verstand nutzen und sich nicht von verletzten Emotionen lenken lassen!

In jedem von uns stecken Talente, die wir alle verwenden können um etwas Großes zu schaffen.  Oder müssen unserer Fähigkeiten weiterhin in einem tödlichen Schauspiel eingesetzt werden, indem wir alle Akteure und Zuschauer zugleich sind?

Was sagst du? In welcher Welt möchtest du Leben?

Die Regierungen werden nicht für dich einstehen. Die Frage ist also, stehst du für dich ein? Glaubst du an Möglichkeiten und an dich?

Lass Veränderung nicht länger in Worten Wirkung zeigen, sondern sei du sie selbst! Du bist kein eingezwängter Bürger, inmitten von zwei Gewalten, die dich einnehmen! Du bist ein Mensch und geboren mit dem Recht auf Leben! Also Lebe und steh für dein Leben ein! Lass nicht länger Menschen über dein Leben entscheiden, die mit ihrem eigenen noch nicht einmal zu recht kommen!

Fight for your and our peaceful revolution.

Love

Sahra

Wo ist dein inneres Kind?

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Am Anfang war das Kind, das den Grundstein legte für mich, mein Erwachsenes Ich.

Ist es nicht erstaunlich, Kinder können stundenlang im Schnee tollen, ohne die Kälte zu spüren. Sie rennen und klettern auf Spielplätzen, Müdigkeit interessiert sie nicht. Sie erfinden Welten und können in Sekunden verschiedene Rollen übernehmen. Ihre Unterhaltungen wirken primitiv obwohl sie Konflikte mit Bravur lösen. Sofern ihnen eine eigenständige Lösung von Auseinandersetzungen geboten wird.

Irgendwie faszinierend nicht wahr? Trotz der kurzen Lebenszeit sind Kinder mit Energie und Wissen ausgestattet, welche unerschöpflich zu sein scheinen.

Im Kindergarten spielten die Kinder über eine Stunde ohne Anzeichen von Kälte im nassen Schnee. Das kalte Nass floss ihnen dabei in die Öffnungen der Kleidung. Teilweiße ohne Handschuhe, formten sie Schneebälle. Die Finger färbten sich rot, die Gesichter aber, zeigten weiterhin breite Lächeln. Es waren keine Anhaltspunkte von Unwohlsein oder Erschöpfung zu sehen. Ich allerdings, zitterte am ganzen Leib. Unter einem Dach suchte ich Schutz vor dem Schnee. Er sollte ja nicht meine Haut berühren. Diese Kälte war ja nicht auszuhalten. Durch meine Kamera beobachtete, ich ein zwei jähriges Mädchen, das mit ihrem drei Jahre älteren Spielkumpanen, mit einem Eimer ausgerüstet unter einem Stoffdach, Wasser sammelten. Dabei fliesten immer wieder Tropfen in die Ärmel. Während ich ihnen fröstelnd zusah fragte ich mich:

  • Haben die eigentlich keinen Hunger?
  • Spüren sie die Kälte nicht?
  • Warum kann ich nicht, mehre stundenlang, geschweige denn eine halbe Stunde am Stück, es sei denn ich bin darauf vorbereitet, rennen?
  • Wie schaffe ich es, einen Schneeball ohne Handschuhe 20 Minuten in der Hand zu halten ohne später meine Finger amputieren zu müssen. (Man, stell ich mich an! 20 Minuten gefrorene Hände werde ich wohl aushalten können! Die Menschen ohne Obdach halte täglich mehr aus!)
  • Seit wann bin ich so empfindlich und warum?
  • Lag es an der Pubertät? Sind wir danach nicht mehr so resistent? (Wobei da, konnte ich auch stundenlang mit Freunden im Winter draußen sitzen. Ja irgendwann wurde es Kalt, aber es war eher nebensächlich in Anbetracht des Spaß und den Unterhaltungen. 🙂 )

Ein Wettrennen zwischen Erzieher und Kindern, riss mich aus meinen Gedanken heraus. Ich musste schmunzeln, da die Kinder eifrig die Strecke auf und ab rannten, während die Erzieher nach kurzer Zeit aufgeben mussten. Doch für einen flüchtigen Moment konnten sie mit der Ausdauer der Kinder Schritt halten. Für einen Augenblick, waren sie im Moment.

Ich bin gestern nach langer Zeit wieder von zu Hause, in die benachbarte Stadt (fünf Kilometer Entfernung) gelaufen. Eigentlich laufe ich gerne. Es hilft mir den Kopf frei zubekommen. In letzter Zeit war ich zu faul und traute mich ehrlich gesagt nicht wirklich spazieren zu gehen. Ich alleine, keine Ablenkungsmöglichkeiten, das bedeutete, mein Verstand wird sich mit mir konfrontieren. Ich werde über mich und mein Leben nachdenken. Dazu hatte ich die Tage wenig Lust.

Gestern allerdings nahm ich mir vor, mich mit meinen unbeantworteten Fragen auseinanderzusetzen. Noch bevor ich die Haustür verlassen hatte, war mein „Mind“ schon im Hochprozess, sodass ich schon vor meinem Spaziergang sortiert war. Also nichts mehr mit „Kopf-Frei-Laufen“. Ich entschied mich meine Kamera einzupacken und einfach mal, zum Markt, einen Ort weiter zu laufen. Aus meinem Örtchen in der Natur angekommen, begann für mich etwas Erstaunliches.

Die Kinder im Kindergarten fielen mir wieder ein und gleichzeitig erinnerte ich mich, an meine eigene Kindheit. Wie, ich Fantasiewelten aufbaute während ich unterwegs war. Als ich sechs Jahre alt war, zog ich in einen naheliegenden Wald, während ich ihn durchquerte, stellte ich mir vor, in einem Märchen zu sein. Ich war eine Prinzessin auf der Suche nach Beeren und Kräuter für eine Zaubermixtur, denn natürlich war ich auch eine unbesiegbare Hexe. Ich bin von einer Stelle zur nächsten gehüpft, habe Armeinsen beobachtet und Vögel singen hören. Ich war glücklich, denn ich war überwältigt von der Fülle an Möglichkeiten in der Welt. Ich empfand den Wald, als unendliche Dimension, die ich selbst bei all meiner zur Verfügung stehende Zeit, niemals voll und ganz ergründen könnte.

In Kindheitserinnerungen schwelgend, streifte ich durch einen kleinen Wald. Raben flogen an mir vorbei. Zwei setzten sich nur wenige Meter von mir entfernt nieder, um zu futtern. Wahnsinnig intelligente Vögel, welche selbst über Generationen Menschen bzw. Menschengruppen unterscheiden können. Ein super Erinnerungsvermögen und logische Fähigkeiten.  Die Situation nahm mich ein. Mit der Kamera versuchte ich die Momente festzuhalten. Doch keines der Bilder, spiegelte das wieder, was ich gerade fühlte. Ich gab es auf und lief weiter. Immer lauter nahm ich meine Umwelt war. Ich hörte Grillen zirpen, Vögel zwitschern und die Blätter im Wind wehen und mit einem Mal fühlte ich mich in die Zeit zurückversetzt. Keine Gedanken oder Sorgen zischten durch meine Synapsen. Keine nervige Stimme, die mich daran erinnerte, was ich noch alles tun müsste oder was ich noch einkaufen wollte. Ja nichts vergessen! Die Schule war egal und die Unstimmigkeiten im sozialen Leben rückten ins nebensächliche. Nur ich, das Laufen und die Umgebung spielten eine Rolle. Kurz dachte ich, ich würde zu so einer naturverbundenen Öko-Frau heranwachsen, die in Filmen meist eine esoterische Rolle einnimmt. Ich wollte schon in Panik ausbrechen, bis ich feststellte, dass ich nicht an Hokuspokus oder sonstiges in diese Richtung glaube. Obwohl ich weiß, dass sich so manches nicht ergründen lässt und einige Mythen und Legenden bestimmt ihre Berechtigung haben. Solange ich etwas nicht klar ausschließen kann, kann ich nicht sagen, dass es nicht existiert. (Schrödingers Katze?) Doch dieser Ansatz geht in eine andere Richtung.

Wie als sechs Jährige war ich vollkommen im Moment. Jetzt wollte ich wissen, was alles möglich ist wenn, Stressgedanken mir nicht meine Energie rauben.

Mit meinem Rucksack auf dem Rücken, meiner Kamera an meiner Seite und den Stiefeln im kalten Schnee, auf dem Weg zum Wochenmarkt, fühlte ich mich (trotz Kamera) auf mittelalterlicher Expedition. Geschlüpft in die Rolle, einer Bauerskauffrau(Eine Mischung aus Bäuerin und Kauffrau) von Dreizehnhundertschlagmichtot, beobachte ich meine Umwelt. Ich trotzte Kälte und Berge um mich für das Wochenende mit Gemüse und Obst einzudecken. Auf einmal schien ich von Kraft und Energie aufgesucht worden zu sein. Ich spürte vollkommene Freiheit und Glück und war überfraut in einem solch einfachen Moment so euphorisch zu sein. Leute glaubt mir, ich war ohne Bewusstseinserweiternde Einflüsse. Ich versuche meinen Körper gerade zu „entgiften“ also mal frei von dem übermäßigen Konsum, in allerlei Hinsicht, zu leben. Das heißt, ich reduziere mein Rauchverhalten (ich bin am aufhören, mal gibt es Tage da rauche ich, dann nicht, dann wieder… bis es sich ganz ausschleicht, also ohne Druck aber bewusst), ernähre mich von regionalen und gesunden Produkten, verzichte weitgehend auf Plastik et cetera. Aber nicht weil ich vegan oder plastikfrei Leben möchte, sondern weil ich zum einen wissen möchte, ob ich tatsächlich Veränderungen spüre und zum anderen, weil es so wenig zu kaufen gibt, wenn man darauf achtet, beispielsweiße Firmen zu vermeiden, die mit Ausbeutung arbeiten et cetera.  Aber auch darauf möchte ich nicht näher eingehen, da es ein zu langes anderes Thema ist.

Um auf meinen Spaziergang zurück zukommen, ich war also  vollkommen klar und Frau meiner Sinne. Ich wusste, dass ich mich jetzt nicht in einem psychotischen oder manischen Schub befand. Ich war einfach nur Hier und im Moment.Meine Arme streckten sich zur Seite aus und ich sprintete den Berg abwärts. Es war ein riesen Spaß. Es war mir gleich ob jemand mir dabei zusahen und auf den Gedanken kommen könnte ich sei verrückt. Die Neugier packte mich. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt einfach mal wieder die Berge herab zu rennen und mir vorzustellen am Ende wartet die Ziellinie. Irgendwann kam ich an einem Bach vorbei. where-is-the-love-blog

Die Brücke über dem Bach war mit Schnee bedeckt. Ich blieb stehen, denn der vorbei plätschernde Bach und die schneebedeckte Brücke, wirkten auf mich, wie eine Szene aus einem Märchen. Eine grandiose Winterlandschaft. Unmittelbar vor der „Haustür“. Ein Filmmoment, geil! Ein langer Ast zu meinen Füßen erregte meine Aufmerksamkeit. Ein Stift, für die Leinwand, Schnee. Ich zeichnete Worte in den Schnee und erfreute mich am Malen. Wie ein Kind, ohne Empfinden von Kälte.  Blätter dienten mir als Model. Ich war Minuten damit beschäftigt sie passend zu positionieren. Und, das mit höchster Konzentration. Für ein Foto meines „Kunstwerks“ stellte ich mich auf die schmale Brücke und balancierte entlang der Mauern. Ohne Angst. Ohne Gedanken wie: Was könnte passieren wenn, ich ins kalte Wasser falle? Oh, ist das tief! Oder, oder oder … .

Was nicht bedeutet, dass ich die Gefahr nicht abschätzte oder vorsichtig war, was meine Schritte anbelangte. Wieder auf dem Boden, mit Bild in der Tasche fiel mir eine Kletterszene meines Sohnes ein. Er kletterte auf ein Spielgerüst. Ich erinnere mich, wie ich in jeder seiner Bewegungen einen möglichen Fall sah. Er dagegen, stieg von Sekunde zu Sekunde höher, als wäre es sein täglich Brot. An einer Stelle rutschte er leicht ab. Ich sah ihn schon am Boden mit geöffnetem Kopf liegen. Ein kurzer lauter Schrei konnte ich mir nicht unterdrücken (Eindeutig ein Angstproblem, zu der Zeit). Mein Sohn erschreckte sich und verlor daraufhin, für einen Bruchteil, einer Sekunde die Haltung. Schnell fand er wieder Halt und kletterte weiter, um vom Ende runter zu rutschen. Unten angekommen rennt er auf mich zu und brüllt lächelnd: „Mama, warum hast du geschrien?“ Ich: „Weil, ich dachte du bist ausgerutscht und fällst auf den Boden!“ Mein Sohn daraufhin: „ Ich hab mich festgehalten! Ich habe aufgepasst. Ich bin erst abgerutscht, als du geschrien hast.“

Ich musste damals Lachen. Ja. Kinder wissen meist, mehr im Vergleich zu uns und können oftmals Gefahren besser einschätzen. Sie sind durchaus frei von Ängsten und Sorgen, was ihnen eine Objektive Herangehensweise ermöglicht. Sie fürchten sich nicht, weil sie nicht wissen was Furcht tatsächlich bedeutet. Sie kennen Leid nicht, wie wir Erwachsene es kennen.

Wir Erwachsene, die aufgrund der schmerzhaften Erfahrungen aufgehört haben, an das Gute, das jetzt und den Glauben zu vertrauen. Wenn, ich von Glauben schreibe meine ich nicht den Religiösen. Ich meine der Glaube und das Urvertrauen an sich selbst und daran, dass man alles schaffen kann. Der Glaube, der uns sagt, dass es für alles eine Lösung gibt. Dazu ist nur tüfteln an Möglichkeiten notwendig. Dies Ausprobieren und jenes Versuchen und irgendwann mit ein bisschen Geduld, findet man schon etwas um dem Erfolg näher zu sein. Die Herangehensweise von Kindern.

Ich bin weitergelaufen, in Gedanken an meinen Sohn und wie viel ich eigentlich von ihm lernen kann. Noch immer hoch motiviert, rannte ich einen Berg hoch, denn ich war am Markt verabredet und war spät dran. Wieder fühlte ich mich in die Zeit zurück versetzt. Nun war ich eine mittelalterliche Kauffrau, mit der Mission den Markt zu erkunden. In der Stadt angekommen, war ich von den Details begeistert, obwohl ich nicht das erste Mal dort war. Die selbstgebauten Bänke an den Häusereingängen, die verschnörkelten Fensterläden und die vielen Mauermalereien aus der Zeit der ersten Städte, beindruckten mich. Der Wind brachte Gerüche von gebrannten Mandeln, warmen Winterspeißen und frisch gekochten Gemüse mit. Uhh, mein illusionäres Gefühl wurde von der Welt perfektioniert.

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Ich fühlte mich wie eine Königin, zu allem im Stande. Es war wunderbar und das, obwohl es „nur“ ein einstündiger Spaziergang war. Für mich war es ein toller Ausflug. So habe ich das alleine bisher noch nicht erlebt.

Wisst ihr, wann ihr das letzte Mal frei von allem wart und einfach mal im Moment? Wann ihr aufgehört habt, die Fantasie zu nutzen? Wann war euer geistiger Moment des Erwachsenwerdens? Kennt ihr solche Ausflüge alleine? Wenn, ja würde ich gern eure Erwachsenes-Kind- Moment lesen. Bin gespannt.

Mein Sohn, ein großartiger Weiser, wie aller Kinder. Er berät mich auch bei meinem aktuellen Projekt. Der Bau von Fotolichtboxen für meine Arbeit. Er hat sie mit mir konstruiert. Bilder stelle ich bei Fertigstellung ein. Warum, ich das jetzt schreibe? Weil, Kinder eine ausgeprägte Fantasie besitzen. Geht es ums erfinden und konstruieren, kommen sie auf Ideen, die wir nicht sehen. Auch wenn, Kinder noch nicht die Sprache und Möglichkeiten haben, sich mitzuteilen, verstehen und können sie mehr als wir ihnen manchmal zutrauen. Oder was denkt ihr?

Ich wünsche euch einen schönen Sonntagabend, gestaltet ihn nach euren Vorstellungen.

Ich werde wieder weiter basteln. Freue mich von euch zu lesen.

Love each other  ❤  ❤

Sahra Warrelmann

Warten auf…

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… ein besseres Leben!

Wie viel Zeit haben wir bereits mit warten verschwendet? Hier meine ich nicht die Zeit, die im Stau, auf dem Bahnsteig oder in überfüllten Wartezimmern verbracht wurden. Selbst wenn, ich zugebe, diese Zeit könnte sinnvoller genutzt werden.
Ich spreche von den Stunden, Monaten und Jahren in welchen wir vergeblich auf den Sechser im Lotto gewartet haben, um die Millionen zu ergattern, die zu dem beschwerdefreien Leben führen, nachdem sich der ein oder andere sehnt. Natürlich ist nicht jedermann an einem Leben in Reichtum interessiert. Unzählige einsame Seelen streifen durch den Tag, wartend auf die eine richtige Person. Den Seelenverwandten, der einen ganz und gar versteht und die Lücke im Herzen schließt.

Ist es nicht Liebe oder Reichtum dem wir wartend, verzweifelnd hinterher trauern, leiden wir wegen den unerfüllten Träumen.

Irgendwann wenn, wir nur genug Geduld aufbringen und lange genug warten kommt das Glück in unsere Arme gesprungen und belohnt uns mit der Erfüllung unserer Sehnsucht.
Während die Zeit vergeht, das Verlangen mehr und mehr in den Hintergrund rückt, nimmt die anfängliche Hoffnung und Euphorie ab. Was einst mit Vorfreunde geduldig erwartet wurde, verblasst. Enttäuschung und Frustration breitet sich aus. Unzufriedenheit füllt das Warten.

Mit den verstrichenen Tagen kehrt auch das Bewusstsein der Sterblichkeit ein. Das Leben ist endlich. So auch die zur Verfügung stehende Zeit. Sind wir uns dessen im Klaren, betrauern wir unser vergangenes Verhalten. Um sonst gewartet, ist das Resultat. Für nichts die Zeit verschwendet. Die Lebenszeit im Wartezimmer verbracht. Die zukünftige Zeit ist wage, nicht klar und womöglich knapp.

Erkennen wir unsere kostbare verstreichende Zeit, müssen Stunden füllen, was Jahre nicht konnten. Also erwachen wir aus unserem geistigen Koma und versuchen jede Sekunde zu füllen. Möglichst viele Sexpartner und Beziehungen aller Art aber kaum Freundschaften, Tiefe und Nähe. Viel kaufen, besitzen und konsumieren, schließlich MUSS alles mal durch die Finger geglitten sein. Orte werden bereist, die Welt wird entdeckt aber nicht gesehen.

Am Ende unserer Expeditionen stellen wir fest, das Glück hat uns noch immer nicht geküsst. Die Lücke schließt und öffnet sich ganz gleich, ob wartend durch die Zeit oder rennend. Die Tage vergehen wie im Flug, das Leben bleibt noch immer endlich. Während wir warten, hoffen wir auf kommende Tage, die uns das Leben spüren lassen. Sind wir am rennen, warten wir darauf die absehbaren Tage in Ruhe verbringen zu können. Erholung im Kreise der Liebenden.

Warten Warten Rennen Warten Rennen Kopflos herum irren Warten

Wann leben wir? Wann nehmen wir unser Leben in die Hand und erkennen, dass uns nichts bleibt als das Jetzt? Den jetzigen Augenblick, der schon morgen vorbei sein kann! Wann, hören wir auf nach dem Leben anderer zu trachten? Sein wie jemand anderer ist Alles, nur nicht man selbst!

Wann hören wir auf, Sprüche wie:„Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter!“, als Vorwand der Bedeutungslosigkeit dem Leben gegenüber zu sehen?

Wir laufen durch unsere Leben, bedauern nie erlebte Ereignisse, bejammern missglückte Geschehnisse und trauern um eine Zukunft die es nie geben wird, anstatt zu leben!
Sprüche schmücken Profile. Jeder stimmt ihnen zu aber keinen lebt nach ihnen. Wir zitieren Philosophen, heilige Bücher, Politiker und sonstige Vorbilder, doch verhalten uns entgegen der weisen Worte.

„Jeder will die Wahrheit hören, doch wenn, sie gesprochen wird kann sie keiner verkraften!“

Ja, ja die Wahrheit, ist ein Gut mit dem wir nicht umgehen können. Selbst wenn, wir sie fordern. Denn Wahrheit bedeutet den Lügen seiner eigenen Realität und verschobenen Wahrnehmung entgegenzutreten. Der Wahrheit ins Auge zu sehen ist für niemanden einfach. Schließlich weist der Abgleich immer Differenzen auf. Meine Wirklichkeit stimmt niemals hundertprozentig mit der eines anderen überein und schon gar nicht mit der Realität. Natürlich verunsichert das. Es führt zu Selbstzweifeln. Klar, wo zu viele Variable aufeinander treffen fehlt Klarheit und dies verunsichert. Doch Achtung, Unsicherheit ist bekanntlich der Tod der eigenen Persönlichkeit.

Wissen wir nicht was wir wollen, wohin wir eigentlich in unserem Leben wollen, welche Interessen wir verfolgen oder was wir als eigene Talente bezeichnen können, wandeln wir durch das Leben. Entweder wartend auf dem Abstellgleis oder im Eiltempo zum niemals haltenden Zug.

Also worauf wartest du? Darauf, dass alles einfach wird? Es wird nicht einfacher. Das Leben ist nicht einfach. Es ist hart. Aber gerade das macht es doch wahnsinnig spannend. Höhen und Tiefs, Auf und Abs, die uns weiter bringen, die uns stärker und schlauer machen, wodurch wir Wissen erhalten und in Weisheit verwandeln können.

Worauf wartest du? Auf irgendjemanden oder irgendwas? Etwas, dass dir einen Grund zum Leben gibt? Jemand der für dich kämpft oder aufsteht? Irgendjemand der deinen Weg bestreitet und es dir einfacher macht?

Worauf wartest du? Auf die Chance deines Lebens?
Sei kein Suchender, Wartender oder Rennender! Sei ein Reisender deiner eigenen Geschichte und erforsche dich und dein Leben! Erkunde dich und entdecke deine Talente und dich selbst!

Es wird niemand kommen und dein Leben für dich in die Hand nehmen!
Lege deinen Stress und alles was dich Nerven und Zeit kostet beiseite. Nutze deine Energie für dein Wachsen! Baue dein Können aus und entwickle deine Fähigkeiten für DEIN Leben! Für dein Glück!

Also raus aus deinem imaginären Sofa, beiße deine Zähne zusammen und ziehe dich aus deiner Unzufriedenheit heraus. Steige ein in den Zug deines Lebens!
Mach was draus und verschwende deine Zeit nicht mit warten! Du bist der Ingenieur deiner Welt!

Hab eine schöne Bauzeit 🙂

Liebe Grüße
Sahra

Fragen an die Philospohen unserer Zeit

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Hallo meine Lieben,

ich habe vor zwei Tagen eine E-Mail an die Philosophen unserer Zeit gesendet, mit der Hoffnung Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Ich habe zwar zwei Rückmeldungen erhalten, mit welchen ich nicht gerechnet habe und mich sehr gefreut haben. In diesem Zuge auch danke an Herrn Vittorio Hösle, ein deutscher Philosoph der an der Universität in Indiana lehrt. Danke für die Rückmeldung und den tollen Tipp 🙂

Trotz der Meinung der Philosophen, interessiert mich auch die Meinung der Bevölkerung. Deshalb veröffentliche ich nun einen Auszug meiner E-Mail und hoffe auf Denker und Mitdenker die sich den Fragen annehmen. Ich freue mich auf Anregungen und Diskussionen. Auf Ideen und Antworten. Dann viel Spaß euch beim Lesen.

Einen wunderschönen Tag euch allen. Genießt die Sohne draußen und zeigt euren Liebenden wie toll Sie sind. In diesem Zuge… Ich liebe euch :* (Das ist nicht nur so daher geschrieben)

Hallo liebe Philosophen unserer Zeit :) :)

Vorweg, fühlen Sie sich nicht persönlich betroffen, dass ich Sie im Einzelnen nicht persönlich Anrede. Ich möchte Sie alle damit nicht abwerten. Es ist mehr ein Ausdruck meiner Faulheit. Angesichts dessen, das ich hoffe auf meine Fragen Antworten zu erhalten, ist es einfacher wenn, ich die E-Mail-Adressen einfach kopiere. Fühlen Sie sich dadurch nicht angegriffen. Ihr Namen habe ich aber nicht einfach kopiert und eingefügt. Ich habe mich im Vorfeld nach Ihnen erkundigt. (Klingt das nach einem Starker? 🙂 )

So nun komme ich auf den Punkt. Sie wissen ja noch immer nicht worum es sich handelt. Ich muss Sie allerdings warnen, ich denke sehr chaotisch. Es tut mir also leid, sollten Sie etwas nicht nachvollziehen können. Ich habe versucht mich zu strukturieren, was in Anbetracht der Fülle an Fragen in meinem Kopf und dazugehörigen Gedanken schwierig war. Aber ich denke das verstehen Sie.

Ich besuche seit 3 Monaten wieder die Schule um mein Abitur nachzuholen. Meine Lehrer und ich finden uns häufiger in Diskussionen wieder, die leider schon zu Beginn ihr Ende finden und meine Fragen unbeantwortet bleiben. Was mich etwas frustriert, weil ich die Schule besuche um etwas zu lernen und nicht um mir schnell Informationen einzuhämmern, die ich allerdings nach kurzer Zeit wieder vergesse, da mein Gehirn keine Zeit hat sie zu verarbeiten. Als ich meine Lehrer darauf ansprach, meinten sie: „Das ist halt das Bildungssystem. Das ist halt so, nur wer schnell lernt gehört zur Elite, kann mitmachen.“

Was hat lernen mit Schnelligkeit zu tun? Es ist ein Prozess, der auf Wiederholungen beruht und ich weiß nicht wie wiederkehrende Wiederholungen schnell ausgeführt werden können. Das, was da in der Schule passiert, hat meiner Meinung nach nichts mit lernen zu tun. Doch, das ist ein Thema das ich jetzt nicht ausführen möchte, ich schreibe Ihnen ja schließlich wegen meiner Fragen.

Also dann mal los:

Warum glauben wir, wir können nicht gegen unsere menschliche Natur handeln wenn, wir uns täglich wider unseres Seins verhalten?
Warum gehen wir unachtsam mit uns und unserer Umwelt um wenn, wir nicht wissen wie wir Alternativen schaffen können?
Warum versklaven wir uns selbst, indem wir destruktive von uns geschaffene Systeme verteidigen?
Warum glauben wir an Geister, Aliens, Drachen, Gott und Götter aber nicht an die Möglichkeit die Lösung unserer Probleme in uns selbst finden zu können?
Warum wehren wir uns gegen Dinge, die wir nicht verändern können?
Warum beschäftigen wir uns mit Fragen wie: Welche Kleidung trägt der oder das? Der hat das und das gesagt und getan Warum beschäftigen wir uns nicht mit unseren Fehlern und versuchen selbst die Veränderung zu sein?
Warum kritisieren wir andere und meinen Allwissend zu sein, wobei wir bei der Frage nach unserem wahren befinden und warum wir handeln wie wir handeln, ins Stottern kommen?
Warum leben wir für Geld anstatt für das Leben?
Warum befinden wir uns Global in einer Opferrolle? Jeder meint er wäre am ärmsten dran und jeder um ihn herum hätte es verdient unter zugehen, den alle anderen sind schuld, das es mir schlecht geht und deswegen darf ich so handeln, wie ich handele

Wir glauben an Wahrsager, wir schaffen technische Höchstleistungen um die Bevölkerung zu überwachen. Wir hören Gespräche ab und wenn, uns nicht jemand gegen unseren Willen abhört, dann geben wir selbst private Einblicke in unser Leben, durch das Internet. Innerhalb Sekunden können wir wenn, wir wollten und das richtige Know How haben, alles voneinander wissen, dennoch sind wir, uns alle vollkommen fremd. Zumindest empfinde ich es so. Kaum einer weiß eine richtige Unterhaltung zu führen. Wir fühlen uns verloren, wenn wir sagen müssen was in uns vorgeht, was wir denken und was wir wirklich wollen. Wer wir sind und wonach wir tatsächlich streben. Wir können Wissen ansammeln, Geschichten schreiben, doch nur selten schaffte es einer sich selbst zu erkennen.

Ich fühle mich manchmal dem Chaos erlegen und frage mich, warum ich über all das meinen Kopf zerbreche. Eigentlich könnte es mir egal sein, ob mein Nachbar wählen geht oder nicht. Ob in China einer umgebracht wurde, ob in den USA gerade jemand wieder unschuldig bei einer Gang-Schießerei ums Leben gekommen ist, ob Frauen in Indien vergewaltigt werden, Firmen in Bangladesch einstürzen, Medien das präsentieren, was das Volk hören will, ein junger Mann in Syrien oder im Irak gerade enthauptet wird, ob ein kleines Kind gerade an Hunger elendig verreckt, ob gerade irgendein Mensch auf dem Weg, in die Freiheit, im Meer ertrinkt. Es könnte mir alles egal sein, denn ich bin doch hier und bei mir ist doch alles okay. Manchmal frage ich mich auch, ob ich verrückt bin. Wie könnte ich mich sonst mit so etwas auch wenn, widerwillig befassen?

Ich habe mir mal sagen lassen man muss erst verrückt werden um klar sehen zu können. Vielleicht stimmt es, vielleicht auch nicht. Ich glaube nur wenn, sich mein Weltbild verrückt, habe ich eine neue Perspektive erkannt und bin zur Erkenntnis erlangt.
Das Denken bin ich gewohnt und macht mich nicht wirklich verrückt. Es mehr die Ignoranz gegenüber der Fragen die mich stört.
Ist es tatsächlich wichtiger den Schülern Informationen einzuhämmern, seine Zeit in Konsum zu ertränken oder den Haushalt zu erledigen, als sich Gedanken darüber zu machen, wie ich in der Welt lebe, welchen Einfluss ich habe, ob ich zerstörerisch lebe oder tatsächlich in meinem Wohle und im Wohle aller lebe? Ist es nicht wichtiger sich zu fragen, wie es möglich ist glücklich zu sein, als sich zu fragen wie viele Rechnungen zu begleichen sind? Ist es richtig sich in die Gesellschaft einzufügen wenn, man eigentlich das Meiste davon verabscheut? Aber schon bei der Frage nach dem Richtig und Falsch scheitern wir. Wir glauben oftmals richtig zu handeln, obwohl wir nicht einmal eine gemeinsame Definition finden können. Trotzdem leben viele in dem Glauben richtig zu handeln, auch wenn daraus destruktive Folgen resultieren.

Ich frage mich: Ist es wichtig jeden Morgen aufzustehen und einen Beruf nachzugehen, der nichts von alledem vertritt, wofür ich einstehe aber mich am Leben hält, wodurch ich gleichzeitig immer schön im Strom schwimme? Ist es das? Gibt es mir tatsächlich Sicherheit? Was aber wenn, der Strom in eine Richtung fließt, die ich nicht für richtig halte und beim besten Willen nicht nachvollziehen kann auch wenn, ich durchaus in der Lage bin zu verstehen, warum und wieso der Strom diese Richtung eingeschlagen hat? Es bleiben also nur wenige Optionen um dem ganzen zu entfliehen, sofern man es für falsch hält, mit im Strom zu schwimmen. Entweder ich kämpfe dagegen an, was dazu führt, dass ich wahrscheinlich trotz maximalen Aufwands scheitere. Der Mythos einer allein, kann die Welt verändern, hat einen kleinen Hacken. Ja einer alleine KANN es schaffen, wenn er nicht davor an der Last zusammengebrochen ist. Also eher destruktive Option. Also wäre da noch die Option etwas komplett anderes als der „Mainstream“ aufzubauen. Machen viele aber Ist auch eher joa Man gehört nicht richtig dazu, ist aber voneinander abhängig, so ne geduldete Co-Abhängigkeit. Macht auch nicht glücklich, ist allerdings besser als im Kampf unterzugehen. Der Großteil wählt dennoch die Option „Mitschwimmen“. Warum auch immer. Und so kommen wir wieder zu meinen Fragen

… die Menschen scheinen keine glücklichen Lebewesen zu sein. Sie zerstören, wüten und interessieren sich nicht für den Morgen, obwohl sie mehr im Morgen als im Jetzt leben. Wir verleugnen uns täglich am laufenden Band und handeln wider unsere Natur, unseres Rhythmus. Durch Technologie wollen wir Evolution erreichen, beispielsweise durch einen Chip der das Gehirn mit einem IQ von 1000 ausstattet. Und dann? Was soll dann passieren? Werden wir dann intelligenter? Verstehen wir uns dann besser? Finden wir dann den Sinn unseres Lebens und unserer höheren Bestimmung, zu der, der Mensch angeblich auserkoren sei? Kommen wir dann endlich in das lang ersehnte Paradies, da es die Utopie auf Erden nicht gibt? Werden wir dann einsehen, dass Krieg nicht durch Waffen lösbar ist, sondern durch Verstand, durch Einsicht? Sind wir dann in der Lage zu verstehen, dass wir mit dem Hass nichts anderes schaffen, als unsere eigene Vernichtung? Nicht etwa eine dieser schrecklichen apokalyptischen Szenen durch Tod und Gewalt. Denn irgendwas lebt immer, selbst wenn wir noch keine Mikroskope haben um es sichtbar zu machen. Wir lähmen uns, denn wir verursachen Stillstand. Und was ist wohl das Schlimmste für ein Lebewesen? Stillstand. Wie sollen wir wachsen, wie sollen wir lernen ohne Bewegung?

Eine schon seit Jahrhunderte andauernde Schleife von der wir glauben, dass sie für unsere Entwicklung notwendig sei. In der Psychologie spricht man von einer Art Zyklus des Wachstums, der besagt das, unser Leben daraus besteht immer wieder dieselben Erfahrungen zu machen, auf anderen Ebenen und mit anderen Mitspielern. Dadurch sollen wir wachsen und uns entwickeln. Ja wir entwickeln uns. Aber für das was wir könnten, viel zu langsam. Wir könnten in Frieden leben, wir könnten jedem „natürliche“ Sicherheit garantieren und wenn wir wollten, könnten wir heute dem Hunger ein Ende setzen. Hallo! Wir sind in der Lage zum Mond zu fliegen, wir können innerhalb Tage Einkaufspassagen errichten, Gesetze verabschieden und in Sekunden mal eben 1 h Wald abholzen, wir können unglaubliche Kräfte und Zeit darin aufwenden andere zu demütigen

Wir sind Tiere wie alle anderen auch. Der Vogel hat seine Flügel. Wir werden niemals fliegen können auch wenn, wir unsere Zeit damit verschwenden es uns zu wünschen. Die Fische haben ihre Kiemen, was Ihnen ermöglicht unter Wasser zu leben. Jedes Tier besitzt Fähigkeiten, dem es ermöglicht seine Umgebung zu verstehen, mit ihr umzugehen und darin zu leben und zu überleben. Wir Menschen, die auch nur Tiere sind, haben den Verstand. Unsere Einzigartigkeit. Wobei es auch sein könnte, das es nur der aufrechte Gang ist. … Spaß beiseite. :)

Wir haben also unseren Verstand. Jenen, den wir erst seit einer kurzen Zeit erforschen. Hin und wieder gab es Zeiten, in welchen sich Bevölkerungen, mit dem Verstand auseinandersetzten. Aber diese erloschen immer wieder. Auch verständlich, die Forschung des Menschen ist zäh und immer wenn, man meint, man hätte die absolute Erkenntnis, tritt eine neue Frage in den Raum die alles Vorherige über Bord wirft.

Doch möchte ich, auf meinen vorigen Gedanken eingehen. Der Mensch und sein Verstand. Was ist mit ihm alles möglich. Wir können, verstehen, begreifen, wir können logische und unlogische Zusammenhänge erkennen, wir können mitfühlen, wir können uns Dinge vorstellen, die nicht da sind und mittels unseres Verstands, in etwas Greifbares verwandeln. Wir sind Meister der Sprache und können mit Anstrengung sogar mit einer andern Spezies kommunizieren. Aber ich möchte jetzt nicht auflisten zu was wir mittels unseres Verstandes fähig sind.

Also werden wir doch auch in der Lage sein, unsere Energie in eine andere Richtung zu investieren? Oder sind wir tatsächlich dem Animalischen, in uns erlegen? Sind wir doch nur Marionetten unseres Selbst, geschaffen durch unsere Gedanken und kontrolliert von unseren Gefühlen, unfähig zu entscheiden? Sind wir Opfer höherer Gewalten und leben ein bereits vorbestimmtes Leben, weshalb es keine Rolle spielt, sich um wahre Werte wie, Ehrlichkeit, Toleranz, Reflexion, Respekt, Nächstenliebe, Realismus, Gerechtigkeit, Empathie und so weiter Gedanken zu machen. Würde das dann bedeuten, das Leben ist bedeutungslos und dient nur der Verschwendung, der Verletzung, der Gleichgültigkeit, der Ignoranz und Grausamkeit und ist ein endloser Kampf, basierend auf unserem Ego? Spielt es dann eine Rolle irgendetwas zu wünschen oder sein zu wollen, wenn man es eh nie erlangt, da es einen vorbestimmten Weg gibt? Weil es halt alles einfach so ist? Sind wir deswegen alle müde und vegetieren vor uns hin und versuchen Phasenweise auszubrechen? Sind wir deswegen nur zufrieden und nicht glücklich?

Aber vielleicht ist auch all das unwichtig, weil wir tatsächlich einfach nur Menschen sind. Trotz unseres Könnens versuchen wir nicht uns selbst zu erforschen, nein wir erforschen alles andere und wollen uns darin finden. Und somit setzen wir Puzzleteile zusammen um die Antwort nach dem Ich, dem Leben und des Seins zu finden und das obwohl wir nicht mal wissen, ob diese Puzzleteile ein Teil unserer Selbst widerspiegeln. Anhand von Affengehirnen wollen wir zu uns selbst finden. Was kann uns ein Affe, der zwar unser nächster Verwandter ist, über uns sagen? Wir können nur annehmen aber wissen, wissen werden wir von solchen Forschungen nichts. Haben wir uns einmal gefragt, wer wir sind? Diese Gedanken in unserem Kopf, woher kommen sie? Warum sendet mein Gehirn gerade jetzt dieses Signal aus? Warum verknüpft es diese Ereignisse und andere nicht? Warum, tippe ich jetzt gerade diese Worte auf meiner Tastatur? Natürlich, weil ich eine Intention habe. Die treibt mich an. Doch, warum habe ich diese Intention? Na ja, ich hoffe mir dadurch Antworten auf meine Fragen aber gleichzeitig, wünsche ich mir auch Anerkennung für meine Gedanken und Verständnis für meine Worte. Und warum möchte ich das? Weil es mich überleben lässt. Ich brauche eine Form von Bestätigung um zu überleben. Die Art der Bestätigung, hängt ganz von meinen Bedürfnissen und Prioritäten ab. Aber warum reicht es, ein paar Worte zu tippen und schon fühle ich mich besser, stärker und ein Stück gewachsen? Und ist es wichtig? Ich frage mich z.B. auch was passiert bei einer Berührung, wenn sich Hände streifen. Sie kennen sicher das Gefühl. Aber was wird da ausgelöst, welche Hormone werden produziert und warum zum Teufel sendet mein Körper ein Signal. Es ist schließlich nur eine Hand die mich streift. Ist es ein Schutzmechanismus der sich automatisch aktiviert? Aber durch was wird er aktiviert und wodurch schaltet er sich wieder ab? Und woher weiß mein Gehirn, dass da eine Hand ist wenn, ich sie nicht mal gesehen habe? Durch das fühlen? Aber woher weiß meine Hand, dass es sich um eine andere Hand handelt. Es mögen zwar alles nur banale Prozesse sein, aber wenn ich mir vorstelle was da alles gleichzeitig passiert, finde ich es schon erstaunlich. Informationen die ich täglich aufnehme aber dennoch nicht bewusst. Was wäre, wäre der Verstand in der Lage all das bewusst zu steuern? Und, ist auch das wichtig?

Soll ich mich also weiterhin im Strom bewegen und versuchen etwas zu sein was ich nie werden kann. Soll ich wie andere die keine Mittel haben, eine bestimme Schule zu besuchen, verdammt sein einer Tätigkeit nachzugehen, die ich weder beherrsche noch mag. Oder soll ich wie der Millionärssohn, in Vaters Fußstapfen treten und Manager werden, obwohl ich lieber mit meinen Händen, Monumente erbaue? Soll ich Kindergärtnerin sein, weil es dem noch immer klassischen Bild, der mittleren Mittelschicht-Frau entspricht? Oder wäre es als Feministin in einer Bank angebrachter? Nein vielleicht, werde ich Model eines Modelabels, das geschützt durch den Mantel des Ruhms Menschen ausbeutet um Papier, Münzen und Zahlen in einem Computer zu generieren. Aber das wäre auf Dauer menschenunwürdig. Vielleicht bin ich lieber Kassiererin, an der Kasse einer Supermarktkette, welche ihre Mitarbeiter ausbeutet, Waren aus Ländern einschifft und damit eine Menge Ressourcen verschwendet? Aber nicht nur das, die bezogene Ware stammt aus sogenannten Entwicklungsländern. Dort wo Menschen, ausgebeutet werden hungern müssen und täglich mehr sterben, als manch ein 9 jähriger hierzulande, an seinem neusten Smartphone zockt. Und während ich mich im Rad drehe, sitze ich abends nach dem Feierabend auf der Couch und lade Bilder von mir, auf allen möglichen Social Network Sites hoch, natürlich tausendfach gefiltert, davor geschminkt. Bevor ich mein Gesicht in Make Up eingehüllt habe, um perfekt auszusehen und weniger ich selbst, habe ich mich in ein enges Kleid eingezwängt, damit mein Körper zur Geltung kommt. Natürlich sitzen meine Haare perfekt, auch wenn sie zu 90 % aus Plastik bestehen. Unter die tollen natürlichen spontanen Aufnahmen schreibe ich dann: Ich nach dem Feierabend. Während ich den Post tausendmal am Abend abrufe, um mich auch zu vergewissern, dass meine künstlich erstellte Welt weiterhin real ist. Ich laufe also durch die Straßen, fernab der Realität unglücklich, in der Illusion alles richtig zu machen. Und da wären wir wieder beim Richtig und Falsch.

Das Problem ist, wir sind keine makellosen Puppen, keine Götter, keine Engel. Ich glaube eher noch daran, dass wir Schauspieler in irgendjemandes Traum sind, als Götter

Wir sind Menschen ganz gleich welcher Welt oder Realität. Wir können denken. Und wieder frage ich mich, zu was wir wohl im Stande wären wenn, wir unsere einzigartigen Fähigkeiten nutzen könnten. Dabei denke ich, nicht an übersinnliche Fähigkeiten oder eine neue Form der Evolutionsstufe.

Es muss ja klein anfangen. Beispielsweise damit, dass wir überhaupt anfangen zu uns selbst zu finden. Zu was wären wir wohl fähig wenn, wir all unsere Talente nutzen würden und sie nicht nur in Castingshows zum Einsatz kommen? Wer könnten wir sein, wären wir keine Sklaven des Geldes? Wie würde die Welt aussehen wenn wir nicht mehr für unser Überleben arbeiten, sondern für unser Leben?
Manchmal stelle ich mir vor, wie wir Menschen jeder, für sich seine Interessen nachgeht. Eine Gruppe oder vielleicht ein Land voller Musiker, die nichts weiter tun, als den ganzen Tag an neuen Songs arbeiten und somit die Welt mit Musik einhauchen oder Physiker, die mit ihren Beweisen und Erkenntnissen neue Möglichkeiten schaffen. Eine Horde Philosophen, die nichts anderes tun, als die Fehler des Jetzts aufzudecken und nach Lösungen zu forschen, die Fragen aufbringen und somit den Menschen immer wieder, in die richtige Richtung schubst, wenn sie vom Weg abgekommen sind. Wie wäre es mit einer Gruppe von Tüftlern, die seit ihrer Jugend nichts anderes außer entworfen und kreiert haben. Stellen Sie sich Schulen vor, an welchen wir lernen zu sein und nicht zu haben. Wir lernen, wie wir miteinander umgehen, welche Talente die eigenen sind und diese verbessern. Wo Lehrer unterrichten, die möchten und nicht müssen und wo Schüler gerne lernen, weil sie Wissen und nicht Informationen vermittelt bekommen wollen. Wo Konflikte als Anreiz zur Verbesserung dienen und nicht als Zeugnis des Scheiterns gewertet werden. Stellen Sie sich Menschen vor, die miteinander über ihre Bedürfnisse und Probleme sprechen, anstatt den Nächsten abzustechen oder sich in die Luft, zu jagen. Stellen Sie sich Menschen vor, die zuhören und verstehen, weil sie interessiert sind, weil sie wirklich zuhören und nicht nur hören, was sie hören wollen. Eine Utopie? Mag sein. Doch wir haben auch nie an das Internet geglaubt, nicht wahr?

Utopie ist es nicht wirklich. Auch wenn, es nicht einfach ist. Denn, es würde bedeuten, wir müssten uns neu definieren und neue Werte zu lassen, altes abstreifen und uns für Veränderungen öffnen. Wir müssten eventuell Abstriche machen und verzichten, um glücklich zu werden. Wir müssten uns eingestehen, dass wir auf dem falschen Trichter sind als auch das ein oder andere an harter Arbeit erfordert. Es ist nicht so leicht seine Wahrnehmung zu verändern. Es ist schwer etwas abzulegen, was lange zu einem selbst zählte. Zumal es auch Unsicherheit hervorruft. Es ist ein Kampf und weitaus schwieriger, als den alten Gewohnheiten treu zu bleiben. Wissentlich, das es einem selbst schadet. Also sind wir wieder an dem Punkt und in dem Kreis, indem wir schon vorher waren. Wir schwimmen mit im Strom und geben uns selbst auf.

Man hat mir mal gesagt, Depressivität sei die schlimmste Erkrankung, da der Mensch seinen Urantrieb verliert, weil er seine natürlichen Instinkte abstellt. Er verliert seinen Überlebenswunsch. Also das was uns am Leben hält. Depressive werden auch gerne als lebende tote bezeichnet. Und wenn ich mir so anschaue wie die Gesellschaften der Welt sich verhalten würde ich sagen, diese Epoche könnte man die Depression nennen.

Doch wie gesagt, ich glaube selbst manchmal verrückt zu sein. Was denken Sie?
Weiter Schwimmen, Kämpfen oder fliehen? Oder ergibt alles drei keinen Sinn? Sind da vielleicht doch mehr als nur drei Optionen?

Ich wünsche Ihnen anlässlich der feierlichen Zeit schöne Tage und einen schönen Jahreswechsel

auch wenn sich nichts verändert oder vielleicht doch? Noch eine kurze Frage, glauben Sie, dass wenn, sich die Erde um die Sonne dreht etwas im Kosmos entsteht und wir deswegen so scharf darauf sind die Jahreswende zu feiern? Gibt es uns vielleicht irgendwelche Kräfte auf irgendwelchen Frequenzen die wir nicht wahrnehmen? Oder irgendwas, außer den Bräuchen, was mir das Verständnis, für die Feierlichkeiten gibt. Was gibt es uns das Jahresende zu feiern? Können wir dann das alte Jahr abschütteln? Gehen wir dadurch das neue Jahr anders an? Zelebrieren wir ganz automatisch wie eine Art weltweite Meditation? Oder dient es der Gemeinsamkeit? Oder sind auch diese Fragen unwichtig?
Nun denn jetzt habe ich Sie genug aufgehalten.

Alles Gute Ihnen und ihren Liebenden und lassen Sie es sich gut gehen, wo auch immer sie gerade sind.
So dann Tschüssi, Ade und alles Gute

… Die gerne Schreibende…

So jetzt habt ihr genug gelesen 🙂 Ich wünsche auch euch allen einen guten Rutsch und freue mich auf eure Antworten. Kommt gut ins neues Jahr 🙂

Liebe Grüße

Eure Sahra

 

Die Macht der Ignoranz – Ein Bild tausend Worte…

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Standard

Ignoranz findet sich überall. Im Alltag, auf der Arbeit, in der Schule, der Uni, zwischen Nachbarn, in der Politik, in den Medien, unter Freunden, unter Liebenden, zwischen Feinden…

… die Liste lässt sich mit unendlichen Worten fortsetzen 🙂

In einem Zitat dessen Urheber ich leider nicht kenne, heißt es:

„Ignoranz ist ein Gift, das Liebe, Freundschaft und alle guten Gefühle tötet.“

Dalai Lama wählte diese Worte:

„Wo Ignoranz der Herrscher/Meister ist, gibt es keine Möglichkeit auf wahren Frieden.“

Ich bezeichne Ignoranz als Henker der Realität. Warum? Wie kann Ignoranz ein Henker sein und was hat es mit der Realität zu tun? Das ergibt doch keinen Sinn oder doch?

Aber bevor all diese Fragen beantwortet werden schauen wir uns die Ignoranz näher an 🙂 Vorneweg falls jetzt ein wissenschaftlich aufgebauter Beitrag über Ignoranz erwartet wird… Beeep. Falsch… Jetzt kommen ganz viele Geschichten und Beispiele aus dem Alltag…

Die leichtfertige Ignoranz

In der achten Klasse standen eine Freundin und ich auf einen Mitschüler unserer Stufe. In einer Mathe Stunde, wie soll es auch anders sein, sprachen wir über unseren Schwarm in der ersten Reihe. Auf dem Platz neben ihm sein bester Freund Alex. Irgendwie entwickelte sich das Gespräch in eine Diskussion über den eigentlich bedeutungslosen Alex. In diesem Zuge flüstere meine Freundin flüchtig: „ Ja den Maik finde ich ja schon toll! Aber der Alex, ja der…

… der ist mir gleichgültig. Ich hasse ihn nicht, liebe ihn nicht er ist einfach egal.“ Paradoxer Weiße war er mindestens zwei Schulstunden an diesem Tag  unser Gesprächsinhalt.

Damals stimmte ich ihr zu, ohne ihrer Aussage einer Bedeutung zu schenken.

Die automatische Ignoranz

Menschen gibt es wie Sand am Meer. Na ja fast. Schon allein im Bahnhof begegnen mir unzählige Gesichter. Es ist unmöglich für EINEN Menschen jeden vorbeigelaufenen Menschen als wichtig einzustufen. All die Informationen, die wir in einem Moment gleichzeitig aufnehmen würden.  Unser Gehirn filtert unsere Eindrücke um nicht zu überladen.

Betrachte das Bild für einen Augenblick.

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 Abstrakte Kunst eines mir noch Unbekannten Malers
(Wer seinen Namen kennt kann ihn mir gerne schreiben, dann kann ich ihn hier einfügen 🙂 )

Was ist dir als erstes aufgefallen?

Hast du die zweite Frau auf dem ersten Blick erkannt? Kannst du die Schrift des Malers lesen 🙂 ?Wie viele Fenster sind zu erkennen? Wie viel Straßenlaternen leuchten? Die Farbe des Regenschirms der hintern Person ist welche? In welcher Farbe ist das Zimmer im dritten Stock, das dritte Fenster von links? Kannst du die Farbe des vorderen Regenschirms nennen?

Meine Lösungen findest du am Ende des Blogs.

Beim ersten Betrachten wirst du wohl nicht alle Fragen beatworten können oder doch? Wenn ja schreib es mir 🙂 Erst als du Teile des Bildes ausgeblendet hast und dich auf den Regenschirm konzentriert hast, konntest du sagen das er rot ist. Wenn du jetzt hinschaust weißt du es, weil du es ja genauer betrachtet hast.

Du legst während du etwas betrachtest deinen Fokus auf bekannte und unbekannte. Dabei sortiert dein Gehirn. Es gleicht die aufgenommen Informationen mit Gefühlen, Erinnerungen und Erfahrungen ab. Auch wenn dein Auge alle Informationen des Bildes schon in den ersten hundertstel Sekunden die Einzelheiten des Bildes aufgenommen und an das Gehirn weitergeleitet hat, nimmst du bewusst lediglich die gefilterte Version wahr.

Demnach betreiben wir, in jedem Moment an dem wir Leben, Ignoranz?

Ja, aber nein. Und warum?

Was wir nicht kennen nehmen wir nicht wahr, was uns nicht interessiert nehmen wir nicht wahr. Deswegen wird Ignoranz auch gerne mit Unwissenheit oder Desinteresse gleichgesetzt.

Um sein Blickfeld zu erweitern braucht es also eine Motivation. Etwas das dir den Antrieb gibt auch Dinge zu betrachten die du vielleicht bisher für unmöglich gehalten hast. Oder für etwas das dich bisher nicht interessiert hat. Den beim näheren Betrachten findet man oftmals etwas das einem dann doch gefällt.

Die gleichgültige Ignoranz

Ignoranz kann auch mit fehlendem Interesse gleichgesetzt werden. Lethargie beschreibt allerdings nicht den vollen Umfang der Ignoranz. Es ist lediglich ein Teilaspekt.

Aber was bedeutet Gleichgültigkeit?

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Gleichgültigkeit bedeutet für etwas oder jemanden kein Interesse aufbringen. Es beinhaltet Desinteresse, löst das Gefühl von Wertlosigkeit aus. Die Gleichgültigkeit lässt nachlässig und teilnahmslos werden, wodurch der eigene Schutz nicht mehr gewehrleistet werden kann. Nicht nur das, Gleichgültigkeit kann sich auch in Missachtung verwandeln die zur Abneigung und Intoleranz heranwächst.

Ein dauerhafter Zustand in der Gleichgültigkeit kann zum Zerfall führen durch mangelhafte Versorgung von lebenswichtigen Bedürfnissen.

Ein Beispiel:

Ihr kennt doch diese klassischen Teenie Filme?! Wenn, nein schaut euch  „Juno“, „30 über Nacht“, „Lol“ oder „Einfach zu haben“ an. Falls dein Herz Action begehrt: „Hakers im Netz“ eignet sich hierfür hervorragend J  So, euer Kopf ist nun frisch mit Teenie Problemen gefüllt, dann kann es mit dem Beispiel losgehen.

Ein graues Küken wird von den beliebten High -School- Kids gemobbt. Durch irgendeinen glücklichen Zufall verwandelt sich der unbeliebte Charakter nach einigen Strapazen in einen selbstbewussten beliebten Star.

Da ich das Gefühl habe, das in solchen Filmen der Schwerpunkt auf dem Erfolg ist, durchleuchten wir den neuen Star an der Schule vor seinem Aufstieg. Als er noch der unbedeutende Schüler war, der nichts zu sagen hatte. Der nicht attraktiv und anziehend wirkte. Etwas unbeholfen und tollpatschig.

Wie schaut es wohl im Inneren eines solch jungen Menschen aus?

Wie fühlt es sich an nicht wertgeschätzt zu werden? Was geht in einem Missachteten vor? Wie fühlt es sich an wenn sich jedes Wort in Luft auflöst, weil es kein Gehör findet?

Um zu verstehen wie sich jemand fühlt der Ignoranz erfährt ist es hilfreich es nachzuempfinden. Stelle dir folgendes Szenario vor:

Es gibt da eine Sache, die dich seit Wochen plagt. Es ist beinahe unmöglich nicht an diese Sache, zu denken.  Versuchst du dich abzulenken und nicht an deine bedrückende Angelegenheit zu denken, erinnern dich alltägliche Momente ständig daran. Es wird von Tag zu Tag stärker. Du möchtest es loswerden und dich jemanden anvertrauen. Anstatt ein Gehör oder Hilfe erhältst du Ignoranz. „ Es ist nicht an der Zeit. Es ist nicht wichtig genug. Morgen, morgen klären wir die Sache.“ Bekommst du von deinem Umfeld zu hören. Stell dir das Gefühl von Ablehnung vor, dass sich langsam vom Magen in den Körper verteilt. Spüre den leichten Stich ins Herz. Nicht gravierend und auch nicht stark schmerzend allerdings spürbar. Du stehst mitten in deinem Zimmer und bist mit deinen Gedanken und Gefühlen alleine. Dein Problem ist nicht geschrumpft. Du findest keine Lösung. Durch dein Gehirn schießen tausend Gedanken willkürlich hin und her, mal ergeben sie einen Sinn, mal wunderst du dich selbst über ihre Herkunft. Doch das ist nicht alles. Du bist immer noch alleine. Nicht etwa weil du es so wolltest. Nein du bist dazu gezwungen. Am liebsten hättest du jemanden bei dir. Aber da ist niemand. Zu deinem ohnehin schon nerviges Problem, mischt sich Ablehnung und Einsamkeit durch Ignoranz und das lässt Verzweiflung, Wut und Angst aufkommen.

Umso mehr Zeit in diesem Zustand vergeht, umso handlungsunfähiger wirst du. Du wirst unsicher, fühlst dich nicht gut genug, nicht wertvoll genug. Somit passieren dir vermehrt Fehler, du wirst unaufmerksamer. Die unangenehmen Gefühle kompensiert dein Gehirn mit einer Leere, um an dem Schmerz nicht zu zerbrechen. Irgendwann beginnst du dich zurück zu ziehen, deine Stimme wird leiser. Und Voilà eine graue Maus ist geboren.

Ignoranz ist demnach nicht nur mit Desinteresse und Gleichgültigkeit verbunden. Sie löst eine Kettenreaktion von Gefühlen, Bedürfnissen und Zustände aus, welche Einsamkeit, Isolation, Depression, Krankheit und Tod verursachen können.

Das Waisenkinder-Sprachexperiment von Friedrich dem zweiten bekräftigt den Zerfall durch Ignoranz.

Friedrich der II war deutsch-römischer König im 13. Jahrhundert. Aufzeichnungen zufolge, stahl er zwei Müttern ihre Säuglinge und übergab sie Ammen zur Pflege. Diese beauftragte er die Babys ohne Zuwendung und Worte zu erziehen. Anhand dem Experiment wollte er feststellen ob hebräisch, griechisch oder Latein die Ursprache des Menschen ist.  Doch das Experiment scheiterte. Die Säuglinge starben noch bevor sie sprechen konnten. Der Mangel an sozialer Bindung und Austausch von Emotion blieb den Kindern fern wodurch sie verkümmerten.

Die heutigen Studien und Modelle der Psychologie stützen sich unteranderem auf Experimente wie dieses.

Die schützende Ignoranz

Ignoranz verursacht nicht nur Schaden, sie dient auch als Schutzfunktion. Ich unterscheide dabei von destruktiven und konstruktiven Schutz. In anderen Worten der Schutz kann dir schaden oder dir helfen.

Halt, war die Funktion des Schutzes nicht Verwüstungen zu mildern bzw. zu verhindern?  Ja im Grunde schon aber…

… Anhand von zwei Geschichten erkläre ich euch die Unterschiede.

Ignoranz als bereichernder Schutz (konstruktiv)

Rachels (36 Jahre berufstätig) Vater starb. Sie liebt ihn sehr. Um mit dem Verlust zu Recht zu kommen meidet sie über einen Zeitraum bestimmte Lokale oder Orte, die sie an ihren Vater erinnern. Bilder aus vergangen Tagen drängt sie sofort weg. Sie beginnt ihr Arbeitspensum zu erhöhen, lenkt sich mit Abenden mit Freunden ab und versucht so wenig wie möglich alleine zu sein und auf andere Gedanken zu kommen. Sie blendet ihren Vater vollkommen aus ihrem Leben aus. Kommt irgendwo das Thema Tod auf, verlässt sie den Raum, schaltet auf einen anderen Kanal oder beamt sich in Gesprächen, in ihrer eigenen Welt, dort lässt sie den einen oder anderen Song zehn Mal auf und ab spielen. Sie ignoriert den Tod ihres Vaters und alles was damit in Verbindung steht.

Damit Rachel den Verlust überwinden kann, muss sie zunächst ignorieren was sie verloren hat. Eine permanente Konfrontation mit dem Tod ihrer Vaters würde sie in irgendeiner Form lähmen. Das wiederum bedeutet, dass es ihr unmöglich ist alltägliche Strukturen zu befolgen. Kann Rachel nicht ihre gewohnten Strukturen verfolgen, gerät ihre Balance aus den Fugen.

zahnrad-balance-gesundheit

Ist das Gleichgewicht nicht gegeben, geraten wir Menschen in Stress. Nicht den positiven Stress, den wir zum Überleben brauchen. Nein, der sogenannte Distress tritt ein und sorgt in Rachels und auch in allen anderen Leben, für  Komplikationen. Der negative Stress zeigt sich zu Beginn in vergleichsweise harmlosen Symptome, wie Unruhe, Müdigkeit und so weiter. Chronische negative Belastung kann allerdings zu ernsthaften Schäden führen.

Ganz schön cool, was unser Körper, Hirn und Geist alles so kann und wie es uns hilft selbst mit den schwersten Ereignissen umzugehen.

Doch halt! Nicht um sonst heißt es, jede Medaille weißt zwei Seiten auf. Wie oben schon angedeutet ist Schutz nicht gleich Schutz. Er kann auch schaden. Etwa wie Eltern, die versuchen ihre Kinder vor Unheil zu bewahren, indem sie ihre Sprösslinge in Watte einpacken und sie fernab der Realität leben lassen. Das mag zwar gut gemeint sein, aber das Kind und später der Erwachsene lernt nicht wirklich etwas dabei. Im Gegenteil, er/sie wird später darunter leiden.

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Aus diesem Grund schütz unser inneres Versorgungszentrum mithilfe der Ignoranz. Durch sie gelingt es Rachel nicht alle wichtigen Zahnräder des Lebens lahmzulegen. Das hilft ihr beim Über- bzw. Weiterleben.  Hat sie die Trauer überwunden, wird sich die Ignoranz zurück ziehen und ihr die Möglichkeit zur Verarbeitung geben.

 

Ich ignoriere dich und verschließe mich! – Wie Ignoranz einem selbst schadet! (destruktiv)

Dipl. Ingenieur Steaven Martes leitet seit sieben Jahren ein recht erfolgreiches Kleinunternehmen. Die Firma erbte er von seinem Vater. Eigentlich war es nie sein Wunsch in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Er tat es dennoch. Seine Angestellten bezahlt er nach dem Mindestlohn (eigentlich noch drunter, aber das muss ja keiner Wissen 😉 ). Er legt keinen Wert auf Sicherheitsmaßnahmen und erledigt lediglich die allernötigsten Dinge. Die Einnahmen der Firma investiert er in Risikoreiche Bauunternehmen, um seiner wahren Leidenschaft zu folgen. – Das konstruieren von extravaganten Objekten. Es konnte schon das ein oder andere Mal passieren, dass er sein Geld verzockte. Dabei handelte es sich meist um hohe Summen, die er mit den Firmeneinnahmen abdeckte. Seine Angestellten riefen schon mehrfach Sondersitzungen ein um über die Zustände der Firma zu sprechen und Martes zum handeln zu bewegen. Sogar Gewerkschaftsvertreter erschienen vor seiner Tür. Dipl. Ingenieur Martes ignoriert jedoch die Realität, lebt in Saus und Braus und löst Konflikte über Dritte, wie seinen Anwalt.  Bei der letzten Weihnachtsansprache der Firmenfeier spricht er, von schwarzen Zahlen und höhere Löhne. Zum Beweis seiner Großzügigkeit übereicht er einem langjährigen Mitarbeiter, auf der extra großen Bühne, einen riesen Check in Höhe von vier Bruttomonatsgehältern. Bei einer Befragung für ein Interview der regionalen Zeitung, beichtet der Beschenkte, der Journalistin im Geheimen folgendes:

„Das macht er jedes Jahr. Organisiert eine pompöse Weihnachtsfeier mit allem möglichen Schnick Schnack. Essen vom Feinsten, Bands die ein Vermögen kosten und Deko die selbst die schnulzigsten Frauen-Hochzeitsfilme in den Schatten stellen. Jeder muss sich schick herausputzen. Für die Kamera und das Image versteht sich. So eine Heuchelei. Mann! Wir sind ein traditionelles Handwerksunternehmen. Das ganze Jahr über lässt er uns arbeiten wie Tiere. Ich weiß nicht wann in den letzten sechs Jahren einer unserer Maschinen vollfunktionsfähig war oder ich meine Überstunden bezahlt bekommen habe. Er ignoriert die Wahrheit und Realität. Er glaubt alle würden ihn lieben und die Welt wäre nur für ihn gemacht. Dabei würde keiner eine Träne vergießen wenn, er morgen von einem fetten Daimler überfahren würde!“

Dipl. Ingenieur Steaven Martes ist natürlich frei erfunden aber derartige Formen der Ignoranz finden wir täglich überall.

Wir ignorieren die Wahrheit, die uns offensichtlich sagt, dass wir auf der falschen Spur fahren. All das, weil wir uns nicht mit uns selbst auseinander setzen wollen und uns eingestehen wollen, dass wir Fehler begehen. Also klammern wir uns an eine Illusion die uns schadet.

Das beste Beispiel hierfür ist auch die Ignoranz der Medien, der Bevölkerung, der Politik, der Lehrer, Schüler,____________________, hier kannst du weitere Beispiele einfügen… .

Wir finden Ignoranz überall. Sie lässt sich auch nicht ignorieren oder totschweigen. Sie dient dem Schutz, kann aber auch Zerstreuung verursachen. Sie ist kühl, distanziert und knall hart.

Macht sie das nun zum Henker der Realität?

Ich denke, ja! Ignorieren lässt sich gleichsetzen mit dem Versuch etwas zu löschen oder zumindest vorübergehen auszublenden. Auch wenn, dies im Alltag ständig passiert indem unser Gehirn die aufgenommen Informationen(Gerüche, Geräusche, Bilder und sonstige Eindrücke) filtert, sodass wir nicht überladen.  Ignorieren wie bewusst, machen wir nichts anderes was unsere Gehirn im Alltag automatisch ausübt( allerdings in einer anderen Form). Dadurch selektieren wir die Realität und blenden womöglich wichtige Teile aus, wodurch wir uns im schlimmsten Fall selbst schaden.

In der achten Klasse bin ich leichtfertig mit der Ignoranz umgegangen, denn es schien nicht wichtig. Über die Jahre habe ich Menschen, Zustände, Gefühle und Bedürfnisse Ignoriert. Ganz normal. Macht mal halt so. Denke ich heute darüber nach erstaunt mich die Macht der Ignoranz. Ich blende mit ihr nicht nur Worte, Gespräche, Gegenstände oder Menschen aus, nein, ich bin auch in der Lage mir eine komplett fiktive Welt aufzubauen. Diese ist allerdings äußerst instabil, da sie zerbricht sobald man mit der realen Wahrheit konfrontiert wird.

Aber auch das ist noch nicht alles. Die Verletzungen die in jenen „Ignorierten“ ausgelöst, gefestigt und geformt wird ist enorm und darf nicht vergessen werden.

Jeder kennt das Gefühl, das leere stechende Gefühl, das dir sagt, du bist gerade vollkommen unwichtig. Das was du machst ist unwichtig. Der, der du bist ist unwichtig. Ich denke jedem ist das schmerzende Gefühl klar. Jeder von uns hat bereits in irgendeiner Form Ignoranz erfahren können. Irgendwie erstaunlich, dass wir jeder Zeit die Macht haben, willkürlich solche Gefühle auszulösen oder?

Was haltet ihr von der Ignoranz? Wo begegnet sie euch oder ist euch begegnet?

Sollte die Thematik mehr diskutiert werden oder ist es schlichtweg egal?

Freue mich auf eure Meinung und Kommentare 😉

Habt einen schönen Tag

Liebe Grüße

Eure Sahra :*  ❤