Kann der Mensch sich ändern?

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Hallo ihr Lieben,

ich wünsche euch einen wunderschönen Start in den Tag und auch in die Woche. Ich hoffe ihr seid alle gut in den Tag gestartet und seid voller Energie.

Veränderung beginnt im Kopf oder?
Schenkt man den Sprüchen wie: „Der Mensch ändert sich nicht!“ seinen glauben könnte man durchaus meinen, dass der Mensch zur Veränderung nicht fähig sei. Auch Thukydides ein Griechischer Historiker aus der Antike, war der Auffassung, dass selbst unzählige Jahre ins Land ziehen können, der Mensch aber gleich bleibt.

Ganz schön trostlos wenn man bedenkt, dass all die Bemühungen sich zu verändern um sonst wären.

Wären da nicht optimistisch ausgerichtete Personen wie Karl Jaspers, ein Philosoph und Psychiater aus dem 20. Jahrhundert der zurecht sagte, dass der Mensch sich nur im Einzelnen und von sich heraus verändern kann.

Ich schließe mich Karl Jaspers, Kant, Buddha und Co. an, die daran glauben, dass eine Veränderung möglich ist, sowohl physisch wie psychisch.
Natürlich ist das nicht einfach, da es mit Arbeit verbunden ist. Es bedarf Disziplin, Selbstreflexion und Empathie um das eigene Sein in eine andere Richtung zu lenken.

Unmöglich ist eine Veränderung nicht, sie setzt allerdings Willenskraft und Mut voraus.

Habe Mut, du selbst zu sein. Habe Mut, dich nach deinen eigenen Vorstellungen zu verändern.

Freue dich an deinen Wandlungen und hab Spaß dabei eine andere Form deiner Selbst zu entdecken.

Love and Peace und einen wunderschönen Tag euch noch.

Was glaubt ihr, ist der Mensch zur Veränderung im Stande? Und was war eure bisher größte Veränderung im Leben?

Meine Veränderung:

Das Linke Bild zeigt mich letztes Jahr im Sommer. Nach einigen Höhen und Tiefs konnte ich mich zu der Person verändern, die ich schon immer sein wollte. Ich habe an Selbstbewusstsein gewonnen, mich selbst lieben gelernt und begonnen, den Fokus auf meine Stärken und nicht auf meine Schwächen zu legen. Wenn mich heute etwas beschäftigt, meditiere ich oder treffe mich mit Freunden. Ich versuche meine Probleme konstruktiv zu lösen und niemanden für meine Fehler verantwortlich zu machen.  Meine innere Einstellung zu mir und der Welt, wird du meinen Körper sichtbar.

Das Rechte Bild zeigt mich 2 Jahre vorher. Ich war ziemlich unsicher, depressiv und hasste mich selbst. Zwar versuchte ich etwas Positives an mir zu finden, scheiterte aber weil für mich die negativen Eigenschaften überwogen. Fühlte ich mich traurig, versuchte ich meinen Kummer in Essen, Tabak und Marihuana zu ertränken. Ich wollte nichts mehr spüren und mich der Realität entziehen. Jeder Tag war ein Kampf und ich war schon froh drüber wenn es einen Tag im Monat gab, an welchem ich Freude empfinden konnte.

Verdienst du Liebe?

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Diejenigen, die Liebe und Zuwendung am meisten ablehen und am wenigsten verdienen, sind meist jene, die sie am meisten brauchen.

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Wir kommen oftmals schnell zu dem Entschluss, dass Leistung X vorrausgesetzt wird im Liebe zu empfangen. Schließlich verdient nicht jeder Liebe, zumindest sagt dies der Volksmund.
So sollte der Mensch, der Liebe mit seinen Anhängern ( Aufmerksamkeit, Wertschätzung & Geborgenheit) erfahren möchte gewisse Attribute vorweisen. Letzendlich dürfen nur jene in den Genuss der Liebe kommen, die offenherzig, liebevoll und ehrlich sind.

Jemand der sich nichts zu Schulden kommen lässt, darf sich stolz Liebender oder Geliebter nennen, wo doch Liebe bedingungslos ist?!
Da kann schon mal die Frage aufkommen was mit all den Menschen ist, die aus Unwissenheit handeln oder niemals lernten zu lieben aber dennoch den Wunsch danach pflegen. Haben sie keine Liebe oder gar Respekt verdient?

Ein Kind was in einem Umfeld aufwächst, wo der grobe Umgang miteinander zum Alltag gehört, wo körperliche und seelische Verletzungen an der Tagesordnung sind und Liebesentzug eine Form der Motivation darstellt, hat nie gelernt aufrichtig zu lieben oder es zu zu lassen. Später wenn es selbst Erwachsen ist, führt es das Sozialverhalten des Umfeld fort. Wie soll es auch anders sein ohne konstruktives Vorbild?
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Für Menschen, die unter derartigen Verhältnissen aufgewachsen sind, ist Liebe geben wie auch nehmen ein Fremdwort, auch wenn die Liebe paradoxerweise in ihnen steckt.
Wir werden alle mit einem Herz voller Liebe geboren, in uns allen steckt das Gute.

Daher bedenke immer, wenn dir ein distnzierter oder gar gefährlich wirkender Mensch begegnet, dass auch er nur ein liebendes Kind ist, welches vergessen hat sich selbst und seine Mitmenschen zu lieben oder schlimmer noch es nie erfahren und gelernt hat.

Urteile nicht über andere oder bewerte sie, da du nicht in ihren Schuhen steckst und selbst nicht fehlerfrei bist. Selbst deine ehrenwertesten Handlungen können einen anderen verletzen.

Wir stecken alle in einem lebenslangen Prozess der Weiterentwicklung und sind somit niemals perfekt, aber dennoch sind wir immer in der Lage aufrichtig zu lieben, wenn wir wollen und offen mit uns selbst und unseren Mitmenschen umgehen.

In diesem Sinne

Love❤ and Peace✌

Sahra Latifa Warrelmann

Die alten Geschichten ihre heutigen Kriege!

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Wenn ich mir früher alte Geschichten von vergangenen Tagen anhörte, dann handelten sie von kalten Kriegen, deprimierten Rationen, harter Wiederaufbau, der Mauer und die verfeindeten Ostdeutschen.

Heute sitze ich in einem Zimmer und lausche einer anderen Geschichte, aus vergangenen Tagen zu. Dort sind die Zeiten ebenso deprimierend gewesen. Frauen wurden legal vergewaltigt und bei einer Schwangerschaft getötet. Die Kinder, dieser Frauen, wurden als Sklaven gehalten, die Männer ausgepeitscht und wie Vieh zum Arbeiten getrieben und in den meisten Fällen schrecklich getötet. Erst im Jahre 1994 endete diese Geschichte, die mit 20 Jahren noch in der nahen Vergangenheit liegen.

In beiden Fällen handelt es sich um starke Völker, die versuchten für Ihre Rechte einzustehen und Frieden für ihre Bevölkerung zu schaffen. Auch wenn sie sich gegenseitig durch Gewaltakte auslöschten, wohnte in allen Mut, Disziplin und der Will zu überleben inne.

Durchaus positive Eigenschaften, wäre da nicht die naive Ablehnung einander kennen zu lernen. Der Grund im gegenseitigen Hass ist verschieden. Für die einen ist ihr Glaube eine Barriere, die anderen fürchten den Kontakt zu fremden Personen und wieder andere halten den Jahrhunderte alten Groll aufrecht, ohne selbst so Recht zu wissen, was dahinter steckt.

So werden Kriege geführt, wo der Grund für ein Großteil der Bevölkerung noch immer unbekannt ist. War es in geplatzter Scheck, der das Fass zum überlaufen brachte? Oder sorgte der Fall von irgendwelchen imaginären Zahlen, auf irgendeinem ebenso befremdlichen DAX für Aufregung. Es könnte auch das Gedicht, einer Person im öffentlichen Leben sein welches, eine Kriegserklärung rechtfertigen könnte.

Warum wer, was macht ist meistens unklar, eines ist allerdings spürbar, das jeder von uns die Konsequenzen trägt, ob er/sie nun möchte oder nicht.

Wir sehen in Europa eine von Korruption gesteuerte stolze Arbeitergesellschaft, wo schon Kinder in der 4. Klasse einen Nervenzusammenbruch bekommen, wenn sie die zwei im Mathematik auf Chinesisch-Leistungskurs nicht packen. Wo auf der einen Seite der Straße eine Packung Nudeln zehn Euro kostet, dennoch des Status wegen noch einen 5-er drauf gezahlt wird. Läuft man dann auf die andere Straßenseite kann man eine Dame im Rentenalter dabei beobachten wie sie in die Mülltonnen greift um Pfandflaschen zu sammeln. Wahrscheinlich für das Essen am Abend.

Wir Leben in einem Land, wo scheinbar alles möglich ist, wenn man nur genug leistet und ausreichend gebildet ist. Schauen wir allerdings genau hin ist uns bewusst, dass nicht Fleiß und Willenskraft Indikatoren für Erfolg sind, sondern die Fülle des Geldbeutels oder aber die Zahlen auf dem Konto.

Wenn es schon nicht in Europa rund läuft und einiges geleistet werden muss, um Standards zu schaffen, die für Gleichberechtigung, Frieden und Humanität stehen, wie sieht es dann in den sogenannten Entwicklungsländern aus. Den bereichen der Erde, wo Geld ein seltener Begriff zu sein scheint und der Großteil der Bevölkerung die Neuzeit in Ketten begonnen hat.

Afrika, Teile aus Asien, Südamerika und unabhängig Inselgruppen wie Jamaika und Haiti, ist das Leben ebenso mit Konflikten der anderen Sorte gefüllt.

Noch immer von Europa und den USA besetzt, geleitet oder geführt, was auch gerne mal unter den Namen Entwicklungshilfe fällt, versuchen die Einheimischen Gruppen ihre Unabhängigkeit, zu gewinnen und die tägliche Korruption, zu minimieren. Was schwer fällt im Anbetracht der Tatsache, dass in den meisten Ländern immer noch die Sprache und Kultur der ehemaligen Kolonisten gefordert wird. Eine eigene Gesellschaftsstruktur kann kaum eines der ehemalig besetzten Ländern entwickeln oder ausüben. Sie müssen sich an die Bedingungen „fremder“ Völker halten. Als wäre es nicht schon anstrengend genug eine Marionette eines Marionettenstaats zu sein, fehlt es den ressourcenreichen Ländern an Ressourcen(für die eigene Bevölkerung). Wie soll es auch anders sein, liegt das Recht die eigenen Mittel zu nutzten bei Menschen mit Hilfebedarf nicht vor. So schuften Farmer, Handwerker, Studenten und andere berufstätige jeden Tag stundenlang unter harten Bedingungen, zu einem mickrigen Lohn für die Supermärkte in Europa und den USA.  Familien versuchen ihren Kindern eine Ausbildung oder wenigstens den Schulabschluss zu finanzieren, damit diese nur den Hauch einer Chance haben, aus der Armut zu entkommen. Doch im Grunde wissen auch sie, dass sie maximal einem Kind eine Ausbildung garantieren können und das selbst diese wertlos ist. Denn auch in diesem Teil der Welt, ist nicht Leistung und harte Arbeit entscheiden für Erfolg, sondern die Fülle des Geldbeutels.

In allen Teilen der Welt glauben wir unsere Probleme im Fremdenhass zu finden. Denn würden wir aufeinander zugehen und unsere Anfeindungen beiseite legen, würde sicherlich der ein oder andere Krieg vermieden werden. Die Vermutung rechts vs. links, schwarz vs. weiß wäre erneut ein Problem unserer Zeit, scheint im rechtsorientierten Präsidenten und im zunehmenden Wachstum von patriotischen Sympathisanten des Nationalsozialismus bestätigt zu sein.

Doch schauen wir genauer hin, ist die Rassentrennung eine vorgeschobene Begründung, gleich wie die Angst vor dem Islam, die unsere Angst vor der Veränderung kaschieren soll.

Alles verändert sich, rasant und vollkommen unübersichtlich. Das Straßenbild, ist jeden Tag anders und die Anforderungen an den modernen Menschen wachsen stündlich. Der Konkurrenzkampf in der Zivilisationen führt zum Burn-Out der Menschheit. Während die einen angespannt durch den Tag rennen und davon überzeugt sind, die nächste Kriese wartet bereit hinter der Ecke, wollen die anderen Stur an alten Werten festhalten. Wieder andere glauben nun endlich ihre Rechte einfordern zu müssen und ein anderer Teil versucht das ganze Weltgeschehen zu verdrängen und sehnt sich schon nach dem Tod.

Es scheint als wäre keiner mit den Zuständen zufrieden, dennoch sind die Bemühungen in eine gemeinsame Richtung einzuschlagen immer noch sehr gering.

Welch eine Verschwendung wenn ihr mich fragt. Wo wir doch alle voneinander lernen können. Wir könnten all die Erfahrungen, die jede Nation über die Generationen gesammelt hat, verbinden und das Wissen nutzen um Strategien zu finden, die Brücken schaffen und nicht einreisen. Vielleicht lernen wir irgendwann, dass wir alle gleich sind und die Vergangenheit nicht mehr rückgängig machen können. Keine Nation ist unschuldig, daher sollten wir aufhören nach Fehlern zu suchen und anfangen Stärken zu finden.  Wir haben nun lange bewiesen, dass wir in der Lage sind etwas zu finden, was uns stört, vielleicht sollten wir nun herausfinden wie gut wir darin sind, etwas zu finden was uns zusammen bringt.

Adaption anstatt Separation

Love and Peace

Sahra L. Warrelmann

Gerechtigkeit im Kleid verpackt

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Wo keine Gerechtigkeit ist, ist keine Freiheit und wo keine Freiheit ist, ist keine Gerechtigkeit.“    

                                                                                          Johann Gottfried Seume (1763 -1810)

           deutscher Schriftsteller, Philosoph, Reisender ein Bauernsohn mit vielen Talenten.

Wir nutzen Bäume um daraus Papier herzustellen, das dann für unzählige Anträge verwendet wird.

Anstatt diesen unsinnigen Papierwahnsinn zu stoppen und mittels unseres Verstandes eine Alternative zum Geld zu finden, zerstören wir Lebensräume und nehmen uns das Wichtigste, was wir haben. Die Luft zum atmen.

Wie wird unsere Welt wohl aussehen, ohne Pflanzen, Tiere und sonstiges Ökosystem, das dafür sorgt, dass wir überhaupt existieren können. Wir jagen Tiere einfach nur des Status wegen. Für unsere Kosmetik müssen zahlreich gezüchtete Arten sterben. Einfach nur, damit wir uns das Gesicht anpinseln können oder mit weicher Haut überzeugen können. Wegen des maßlosen Konsums sterben Arten aus, sind die Meere überfischt und dreckig. Zig Küken werden einfach geschreddert, weil es uns wichtiger ist, dass wir günstig alle Zeit und überall Lebensmittel kaufen können. Ob wir sie dann auch brauchen sei dahingestellt. Weil wir gar keinen Bezug mehr zu unseren Konsumgütern haben und es für selbstverständlich erachten, dass wir nur zum nächsten Einkaufzentrum laufen müssen, damit all unsere Wünsche erfüllt werden, bekommen wir gar nicht mehr mit, dass die Menschen, die jeden Tag stundenlang in kleinen, kaum belüfteten alten und brüchigen Fabrikhallen, für unser 5 Euro T-Shirt, vor die Hunde gehen.

Jeden Tag laufen Massen durch die Straßen der Dörfer und Städten. Sie rennen von der Arbeitsstelle nach Hause. Von zu Hause steigen sie schnell in ihre Autos um nur mal eben schnell zum Supermarkt zu fahren. Alles wird schnell erledigt und für nichts bleibt Zeit. Der Tag sollte 48 Stunden haben aber selbst die würden nicht ausreichen um das Pensum zu erfüllen, das erfordert ist.

Ständig bleibt etwas liegen, ständig glauben wir nicht alles erreicht zu haben. Selbst wenn wir unsere Ziele erreicht haben, können wir uns nicht zurück legen. Schließlich müssen wir den erfüllten Traum festhalten. Wir dürfen ja nicht mehr nach unten fallen. Nicht mehr wie zuvor hart arbeiten müssen um das Haus finanzieren zu können oder in den langersehnten Urlaub zu reisen. Auch für die Konsole, die wir schon lange im Auge hatten, wollen wir nicht mehr so hart sparen. Also arbeiten wir noch mehr, haben noch weniger Zeit und streben gleichzeitig nach noch höheren Zielen, die noch mehr Leistung fordern. Das Leben ist eben hart. Das wissen wir alle. Es ist kein Kinderspiel, doch vor allem ist es wie es ist!

Aber warum traurig sein? Warum sich deswegen runter ziehen lassen? Schließlich ist doch alles wunderbar. Zumindest zeigen das die Medien. Denn dort verhilft das lila, rote und blau gepunktete Lippenbalsam zu strahlenden Lippen. Sexy und verführerisch aber das Beste kommt erst noch, er ist ganz und gar von natürlichen Ressourcen, vegan und BIO. WOW, ein solches Produkt kann doch nur Freude in einem hervorrufen. Hat das vollkommen überteuerte Lippenbalsam nicht unser Gemüt erhellt, dann schaffen das sicherlich die unzähligen Werbebanner, die das Straßenbild zieren. Überall wo man hinschaut, will irgendjemand etwas von uns. Ob es der komisch schauende Politiker ist, der mit seinem steifen Lächeln, suggerieren will, das er und seine Partei die richtige Wahl zur Veränderung ist oder das überglückliche Paar, das natürlich perfekt durch trainiert in Badekleidung zur Buchung eines reduzierten Traumurlaubs animiert.

Welch ein Wunder das wir bei all der Reizüberflutung nicht mehr in der Lage sind durchzuatmen, für uns zu sein und mal in Ruhe über die eigene Meinung und Werte nachzudenken. So ist es bei all dem Stress klar, dass man sich nicht mehr dafür interessiert, dass täglich Menschen für unseren Konsum sterben. Es ist ja schon Normalität.

Seitdem ich klein bin, höre ich in den Nachrichten von Krieg, von irgendwelchen Meinungsverschiedenheiten, von Promis die Kinder bekommen haben und Terroristen. Ich sehe Bilder von dünnen dunkelhäutigen Kindern, die mit Blähbauch und Fliege im Auge, mir zu verstehen geben, dass sie gerade dabei sind zu verhungern. Wie soll mich heute ein Bild von einem Kind, das gerade tot vom Meer an den Strand angespült wurde erschrecken? Das schockiert mich nicht, das überfliege ich während den Morgennachrichten. Da rege ich mich dann ne Stunde wieder auf, dass so ein Bild schon gleich mal meinen Tag versaut hat. Warum strahlen die das auch wochenlang aus. Gibt es denn nichts anderes mehr. Ja, es ist traurig, aber ja das passiert halt jeden Tag. Es kann halt nicht jeder überleben und außerdem ist es ja so weit weg. Warum sollte es mich dann interessieren? Fuck! Mein Bus, ich komme zu spät.

Und schon habe ich das Kind wieder vergessen. Schon bin ich wieder im Kreislauf. Ich laufe mit. Ich mache mit. Ich wundere mich über die Zustände in der Welt, ich beschwere mich, rege mich auf, dennoch bin ich nicht bereit, nein mir fällt es nicht mal auf, dass ich ein Teil des Ganzen bin.

Vielleicht weiß ich es irgendwo tief in mir, dass die Welt am Arsch ist, ja vielleicht stört es mich sogar. Dennoch steige ich morgen wieder in den Bus ein und verschwende 10 Minuten meines Lebens in welchen ich mich über die verspätete Bahn aufrege, anstatt mich zu fragen warum wir nicht alle mal einen Gang runter schalten können.

Warum können wir nicht ehrlich miteinander umgehen? Warum führen wir Kriege, die gar nicht unsere sind, von welchen wir nicht einmal die Details kennen? Warum verteidigen wir Menschen, die unser Geld rauben, die keine Versprechen einhalten können und sich am Morgen wenig für den Arbeiter interessieren, der sich täglich widerstandslos kaputt ackert und dafür lediglich gut leben möchte. Er möchte Entscheidungen treffen und nicht wie ein kleines Kind, alles vor den Tisch gesetzt bekommen.

Wir legen unser Verantwortung in Menschen, die auch nur Menschen sind. Die leider auch wie wir, am Morgen eher in Gedanken bei ihren Sorgen sind, als bei den Problemen der Menschheit.

Vielleicht sehen wir Menschen irgendwann, dass wir alle nur Menschen sind, wir machen alle Fehler. Aber um die Fehler zu beheben und aus ihnen zu lernen, reicht es nicht nur über sie zu reden und sie hinzunehmen. Es reicht nicht zu sagen, es ist halt so. Man lernt erst aus Fehlern, wenn man beginnt sein Verhalten zu ändern.

Haben wir nicht in all den Jahrhunderten gelernt, dass sich die Geschichte wiederholt.

Ein Königreich beutet das Andere aus, Stämme schlachten sich gegenseitig aus, Kulturen gehen unter weil sie ihre Umwelt zerstören, Ländern rauben und vergewaltigen die Frauen und Kinder, der Gegner wegen Ressourcen, die irgendjemand mal als besonders wertvoll abgestempelt hat. Nationen unterdrücken sich und Systeme betrügen und lügen. Das ist nichts Neues. Das gab es schon immer. Sollten wir das nicht langsam leid sein?

Anstatt immer wieder aufeinander einzuhacken, sich aufzustacheln und provozieren, wäre es nicht toll, wenn man gemeinsam beginnen würde aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen?

Sind wir schließlich nicht Menschen?

Wir sagen doch immer, wir sind besser als die Tiere. Wir stellen uns in jeder Hinsicht über sie, dennoch nutzen wir kaum, das was uns von den anderen Lebewesen unterscheidet. Unser Gehirn wird täglich abgeschaltet. Wir wollen es gar nicht nutzen. Nicht umsonst boomt der Kapitalismus. Mit der Reizüberflutung, dem von a nach b hechten, ständig etwas unternehmen, schaffen wir doch eines, wir schalten uns ab.

Unsere Gedanken sind täglich mit Dingen gefüllt, die eigentlich gar nichts mit uns zu tun haben. Was sollte es mich interessieren was mein Nachbar oder Kollege denkt, wenn ich dieses Kleidungsstück trage oder wenn ich meine Musik zu laut höre? Ich sollte mich lieber fragen, warum trage ich das und warum muss ich jetzt so laut Musik hören? Wie würde es mir ergehen, wenn jemand plötzlich nachts um drei voll aufdreht?

Durch Empathie erhalten wir nicht nur mehr Verständnis für unsere Umgebung sondern auch für uns selbst. Wodurch wir erkennen, dass wir erst etwas verändern können, wenn wir verstehen, dass wir genauso mit unserer Umwelt umgehen sollten, wie wir selbst behandelt werden wollen.

In diesem Sinne, euch einen schönen Tag ❤

Nimmt euch Ruhe und genießt die Zeit, die ihr habt.

Love and Peace

Sahra Latifa Warrelmann

In der Sprache steckt der Rassismus… Die Angst auf allen Seiten!

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Hallo Mensch,

ich möchte dich auf eine kleine Reise mitnehmen. Eine Reise in eine andere Welt, die dir vielleicht bekannt aber irgendwo verschlossen ist. Du brauchst dafür kein Gepäck, kein Geld oder ein Ticket, alles was du brauchst, ist deine Vorstellungskraft.

Stell dir vor, du bist gerade einmal ein paar Monate alt. Deine Eltern haben dich voller stolz erwartet. Sie halten dich in ihren Armen und freuen sich über jedes Lächeln, das über dein Gesicht huscht. Ich liebe dich, sagen sie dir und wollen dich kaum aus den Händen legen. Du wächst in einem behüteten Umfeld auf. Du eignest dir das Laufen, Springen, Essen und Sprechen an. Von deiner Familie lernst du Worte aneinander zu reihen und zu Sätzen zu formen. Natürlich sprichst du in der Sprache deiner Umgebung. Das Wort der Mutter. Du lernst dich auszudrücken und zu verständigen. All das passiert rasant, da dein „kleines“ Gehirn schnell neue Bahnen knüpfen kann.

Nun bist du sechs Jahre alt, die Einschulung steht kurz bevor. Ganz aufgeregt freust du dich auf dein neuen Alltag. Die Schule ist für dich vergleichbar mit einem Schloss, dass dir ermöglicht deine Fähigkeiten auszubauen. Du lernst zu schreiben, zu rechnen und befasst dich spielerisch mit dem Lösen von Aufgaben. Der erste Schultag steht kurz bevor. Am Abend zuvor konntest du kaum deine Augen schließen. Mehrere Male betrachtest du deinen neuen Schulranzen, der mit allen möglichen Dingen, die du zum Lernen brauchst gefüllt ist. Auch deine Kleidung strahlt vor Glanz. Dein Eltern hatten sich abgemüht, um dir eine neue Schulkleidung kaufen zu können. Noch vor zwei Tagen, stand deine Mutter im Zimmer und wusch mit ihren Händen deine neuen Hosen und bügelte dein Hemd faltenfrei.

Noch ein paar Minuten, dann darfst du das Schulgebäude betreten. Du bist ganz aufgeregt und wartest mit den anderen 1. Erstklässlern vor den scheinbar riesigen Schultüren, bis dein Name aufgerufen wird und du einer Klasse eingeteilt wirst. Endlich sitzt du im Klassenzimmer. Die Lehrerin tritt in dein neues Klassenzimmer, was ab heute dein zuhause, für ein paar Stunden am Tag sein wird. Sie begrüßt euch, doch du verstehst nichts. Du bist verwundert, fragst dich ob du dich verhört hast oder vielleicht in der falschen Klasse bist. Auch die anderen Kinder schauen verwirrt umher. Erneut spricht die Lehrerin etwas in einer Sprache, die du nicht verstehst. Plötzlich fällt dir der Ausflug, in die Stadt mit deinem Vater ein, dort hatte er mit einem Geschäftsmann in dieser unbekannten Sprache gesprochen. Nach ein paar Sekunden klärt die Lehrerin, euch auf. In der Sprache, die du zuhause gelernt hast und jeder in deiner Umgebung sprichst, sagst sie dir, dass nun mehr nicht die Sprache deiner Eltern deine Muttersprache ist, sondern die Sprache, die sie eben gesprochen hatte. Du verstehst zwar ihre Worte, aber kannst den Sinn nicht nachvollziehen. Wie kann eine Sprache, die dir fremd ist nun deine Muttersprache sein?  Wie sollst du so schnell lernen und verstehen?

Du stellst der Lehrerin, die Fragen, die dich beschäftigen. Mit einem Lächeln antwortet sie dir:Ich verstehe dich, doch unsere Muttersprache wird nicht als Amtssprache akzeptiert. Wir müssen eine Sprache sprechen, die Menschen sprechen, die wir nie zu vor gesehen haben!“ Warum, fragst du dich. Auch auf diese Frage hat die Lehrerin eine Antwort:

Weißt du, vor einigen Jahrzehnten, kamen Männer in unsere Land. Sie nahmen uns alle Rechte, versklavten unsere Frauen, Kinder und Männer. Sie sprachen uns das Leben ab. Mit ihren Waffen, töteten sie jeden, der nicht ihre Religion und Kultur annehmen wollte. Sie zerrissen Familien und verschifften Menschen in andere Länder. Sie nahmen ihnen Heimat, Rechte und Freiheit. Es gab nicht mal einen Grund, sie sahen es als ihrer Bestimmung. Sie besiedelten unsere Länder und zwangen uns ihre Sprache zu sprechen. Wer sich weigerte musste sterben oder wurde gefoltert.“

Die ganze Klasse ist still bei den Worten der Lehrerin. Ein Junge in der letzten Reihe bricht das Schweigen. „Warum müssen wir noch heute ihre Sprache sprechen, wenn diese Männer schon längst tot und weg sind?“ Wieder lächelte die Lehrerin und antwortete:

Weil die Nachfahren der Männer noch immer glauben, wir wären nicht fähig alleine zu leben. Sie glauben wir bräuchten ihre Hilfe um zivilisiert zu sein. Sie glauben, wir hätten nur einen Überlebenschance wenn wir sind wie sie. Erst wenn wir arbeiten, schlafen, sprechen und glauben wie sie es tun, werden sie uns als Menschen ansehen. Doch in Wirklichkeit ist es nur ein Vorwand. Sie sehen uns niemals als Menschen an. Wir sind die zweite Klasse, wir sind die Menschen, die nicht mal in den Schulen ihre eigene Sprache lehren dürfen. Wir werden noch heute von Länder beherrscht die Kilometer von uns entfernt sind. Die niemals in unseren Regionen gelebt haben, die nicht wissen, wie wir unseren Alltag gestalten, welche Probleme wir behandeln müssen, welche Anforderungen wir meistern müssen und letztendlich wer wir überhaupt sind. Sie haben uns eine Identität gegeben und uns unsere eigene entzogen. Sie nehmen uns unsere Ressourcen und schüren Hass in unsere Gemeinden. Noch heute drohen Sie uns mit Tod und Leid, benehmen wir uns nicht nach ihren Maßstäben.

Sie lassen, Männer und Frauen an ihren Grenzen ertrinken, die nichts weiter als ein Recht auf Leben wollen, aber kommen in unsere Länder und benehmen sich als wäre unser Kontinent ein Einkaufsgeschäft. Als könnten sie sich alles nehmen, denn es steht ihnen „ja“ alles zu. Bis heute wissen wir nicht, warum sie glauben diese Rechte zu besitzen. Sie bestimmen über richtig und falsch nach ihren Maßstäben und lassen andere Ansichten gar nicht zu. Denn schließlich sind, sie das zivilisierte Volk. Ein Volk, für das Geld mehr bedeutet als der Mensch.

Ich liebe Schüler, muss euch heute eine Sprache lehren und Geschichten erzählen, die nicht unsere sind, weil ein Teil der Welt denkt, Gott zu sein.

Ihr liebe Schüler müsst mit dem Glauben aufwachsen, ihr seid nur Kinder und später Männer und Frauen zweiter Klasse. Ihr werdet niemals die Möglichkeit auf ein Studium, eine Arbeit oder Ausbildung bekommen, weil ihr niemals genug Geld verdienen werdet. Warum? Weil wir noch immer Sklaven der sogenannten ersten Welt sind.“

Lieber Reisender,

ich habe dich in eine Welt mitgenommen, die echt ist. Es ist unsere Welt. Auf meinen Reisen durch die Geschichte der Menschen bin ich auf unterschiedliche Personen, mit verschiedenen Erfahrungen gestoßen. Ich habe Leid gesehen, habe die Wahrheit gespürt und die Realität erkannt.

Mir wurde in der Schule beigebracht, Afrika sei der arme Kontinent voller Krieg, Leid und Hunger. Die Menschen dort seien entweder, Vergewaltiger, Mörder und andere Kriminelle oder arme verwaiste Kinder. In den Medien wurde ich zeit meines Lebens von Bilder überschüttet, die Blähbauch zeigten, Leichenstücke und Löwen, wenn es um Afrika ging. Noch heute glaubt so mancher Afrika ist ein Land und kein Kontinent bestehend aus 54 Länder. Viele wissen nicht einmal, dass jede einzelne Nation ihre eigene Kultur, Sprache und Entwicklung hat. Die meisten glauben, alle sind schwarz und gleich. Sie glauben, die Bewohner dieses Kontinents kennen nichts außer Elend und Leid und wären ausschließlich zu Gewalttaten fähig. Sie hätten aufgrund ihrer Armut keine Bildung, kein Wissen und keine Fähigkeiten. Für mich war es selbstverständlich dass in den ehemaligen Kolonien, die Sprache der Kolonialländer gesprochen wurde. Ich sah es immer als praktisch an, mit dunkelhäutigen in Englisch, Französisch oder deutsch sprechen zu können. Ich hatte mich nie gefragt, was ihre Muttersprache ist und warum sie so gut eine europäische Sprache sprechen können.

Es war doch klar. Aber wenn ich mir vorstelle, ich wäre mit Deutsch im Kindergarten und zu Hause aufgewachsen und in der Schule müsste ich plötzliche Mandinka, Idoma oder arabisch sprechen, würde ich mir auch total dumm vorkommen.

Denn, was wir alle vergessen ist:

Im Kontinent Afrika, gibt es sicherlich Menschen, die durch die von Europa und Amerika geschürten Kriege, nun psychisch gestört sind und ihre Landsleute und andere töten, misshandeln und Missbrauchen oder einfach schon mit einem gewissen Gewaltpotenzial geboren werden. Doch bei der Anzahl der Menschen, ist das nur ein kleiner Prozentsatz. Es gibt solche und solche. Was der Großteil von ihnen allerdings nicht ist, ist dumm.

Wenn ich mir überlege, dass die meisten von ihnen 4- 7 Sprachen fließend sprechen, mit ihren Händen, Plantagen pflegen, Häuser bauen, Straßen und Städte planen und das all ohne Hilfsmittel wie wir sie in der westlichen Welt kennen, dann muss ich meinen imaginären Hut vor Respekt ziehen.

Ich schaffe es nicht einmal für das Abitur eine dritte Sprache fließend zu lernen, weil es meinen Verstand überfordert. Ich kann mir auch nicht zutrauen, ein komplettes Haus mit Wasserversorgung und Elektrizität zu bauen ohne einen Techniker oder das Internet um Hilfe zu bitten. Ich wüsste nicht einmal wie ich aus den Rohstoffen brauchbare Wände formen könnte.

Wir haben hier in der „ersten Welt“ alle Privilegien und müssen kaum noch irgendetwas selbst tun. Ein Besuch im Supermarkt und schon ist für Nahrung gesorgt, beim Arzt wird auf unsere Gesundheit geachtet, die öffentlichen Verkehrsmittel, das Auto und andere Fahrzeuge bringen uns von A nach B, wir sind überall mit Menschen durch das Internet verbunden, unsere Heizung hält uns warm, nicht einmal laufen müssen wir noch, bei den neu modernen Spielzeugen, mit denen unsere Kinder durch die Straßen ziehen.

Wir haben alles was wir brauchen und darüber hinaus. Selten müssen wir unser Gehirn wirklich anstrengen und tatsächlich für unser Überleben kämpfen.

Oder wann bist du das letzte Mal auf offener Straße mit einer Waffe bedroht wurden? Wann hast du dich das letzte Mal vor einem Bombenhagel verstecken müssen? Ist bei dir auch gestern einfach jemand in dein Haus eingebrochen und hat deine Familie, vor deinen Augen getötet, vergewaltigt und gefoltert? Musstest du heute morgen auch um 3 Uhr aufstehen, um dir sauberes Wasser am Fluss 10 km von dir entfernt, zu schöpfen? Hast du auch das letzte Mal vor 3 Monaten entscheiden können ob du Saft oder Wasser trinkst, weil kein Geld da ist? Wirst du heute auch den Beamten mit deinem letzten Geld bezahlen, dass du sicher in die nächste Stadt reißen darfst? Müssen deine Kinder heute wieder für einen Euro Landsleute und Touristen die Beine breit machen, damit die Familie essen kann? Wenn du abends auf den Weg nach Hause bist, hast du dann auch Angst, dass wie gestern ein guter Freund, auch du entführt wirst, aufgeschnitten und deine Organe entnommen werden, weil in irgendeinem Land, jemand eine neue Niere braucht und dafür Millionen zahlen kann, dem es vollkommen egal ist, woher das Organ stammt?

Ich weiß nicht, wenn ich jeden Tag mit der Bahn fahre, von A nach B komme, ist meine größte Sorge ob die Bahn oder der Bus mal wieder Verspätung hat. Ganz schlimme Ängste bekomme ich zu Verkaufsoffenen Sonntagen. Ein Familienfest für groß und klein. Wenn alle am siebten Tag in die Stadt rennen. Weil es Luftballons und Rabatte gibt, kauft sich manch einer irgendetwas, von dem er noch gestern gesagt hat: „oh das brauche ich nicht und ist eigentlich zu teuer.“ Was mir daran Angst macht ist, dass von Montags bis Samstags und in manchen Regionen auch bis Sonntags, die Geschäfte geöffnet sind und somit fast jederzeit die Möglichkeit geboten wird, die Stadt aufzusuchen und shoppen zu gehen. An Verkaufsoffenen Sonntagen, wird die Zeit nicht in Ruhe mit der Familie genutzt, nein sie wird zum sinnlosen Geldausgeben mit der Familie genutzt. Juhu. Jedem das seine, warum es mich nervt und ich Ängste bekomme ist:

Alles ist voller Menschen und mein Bus hat Verspätung, weshalb ich meine Anschlussbahn nicht bekomme und wie du ja von meinen vorherigen Worten weißt, ist die Sorge eine Bahn zu verpassen meine größte und einzige Angst. Ich habe sogar mal einen gesehen, der vor Angst, die Bahn könnte nicht kommen, 20 Minuten verärgert und wütend ins Telefon brüllte. 20 Minuten brauchte er, um den Schock der verpassten Bahn zu verdauen.

Ein paar Wochen zuvor war ich in einem Einkaufsgeschäft, auf der Suche nach einem Deo, lief mir eine Mutter mit 2 Kindern entgegen. Das kleinere Kind stand in der Spielzugabteilung und wollte irgendwas glänzendes haben. Seite Mutter lehnte das ab und bat ihm zu folgen. Sie durchquerten die Regale, als der ältere Junge fragte: Mama warum sind wir hier, wenn wir nichts brauchen?“ (Kinder sind sooo intelligent) Da meinte die Mutter plump: „Wir brauchen nichts, aber vielleicht könnten wir ja was gebrauchen.“

Dabei huschte ein Lächeln über mein Gesicht. Wir könnten ja was gebrauchen! Ja ich meine wenn man Langeweile hat, sein Geld ausgeben will und seine Lebenszeit mit dem kaufen von sinnlosen Dingen, die man in seiner Wohnung horten kann, nutzen will, ja gerne. Aber warum behauptet dann die Bevölkerung, sie wäre arm? Es ginge ihnen so schlecht?
Es geht uns so schlecht, dass der Großteil sogar noch Sonntags shoppen kann und somit die Wirtschaft ankurbelt. Selbst der Harz 4 Empfänger nimmt bei solchen Veranstaltungen teil und der Obdachlose profitiert durch die kauffreudigen Massen.

Vor ein paar Wochen bekam ich eine Nachricht eines deutschen Bürgers… ich erwähne das, weil es die erste ehrliche Antwort ist, die ich seit der ganzen Flüchtlingsdebatte und Islampropaganda gehört habe.

Er sagte er hätte nichts gegen die ankommenden Menschen, er glaubt auch nicht dass jeder einzelne böse ist und ihm sein Leben nehmen wird. Es gibt viele, die einfach nur ein besseres Leben wollen und das hier in Deutschland. Wer kann ihnen das schon verübeln. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass sie uns vertreiben werden. (Bei diesem Satz wollte ich schon aufhören zu lesen, weil ich dachte es würde sich wieder um eine dieser Hetztiraden handeln, aber ich las weiter.) Sie werden uns vielleicht nicht mit Waffen vertreiben aber mit Intelligenz. Die Menschen, die hier hergekommen sind, haben gelernt zu überleben und das unter den schlimmsten Umständen. Sie haben Dinge gesehen, die wir nun durch das Fernsehen kennen und stehen dennoch gerade da. Das sind starke Menschen, die zu besseren Gegebenheiten, noch größere Taten vollbringen können.Während unserer Jugend beigebracht wird zu folgen. Sie verblöden durch Medien, haben keinen Bezug mehr zu der Realität und müssen sich durch das was sie besitzen profilieren. Sie wissen nicht was es bedeutet zu leiden oder auf etwas zu verzichten, da die meisten alles haben und noch mehr. Und wenn es heißt der Stärkerer gewinnt, dann wären es sicherlich nicht sie.

Mir gaben die Worte sehr zudenken, weshalb ich auch für mich beschloss die andere Seite zu sehen, mich mit Menschen aus Afrika beschäftigte. Denn auch wenn ich selbst halb Afroirgendwas bin, habe ich die Kultur so nicht erlebt. Ich bin in den Genuss der europäischen Erziehung gekommen.

Ich lernte Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennen und ich war überrascht und bin es an manchen stellen immer noch. All das was ich gelernt hatte, traf nicht zu.

Ich wurde nicht in einem Flüchtlingsheim vergewaltigt oder musste bei einem Moslem still in der Ecke sitzen. Ich wurde nicht geschlagen oder bedroht. Jeder von ihnen war/ist respektvoll und verständnisvoll. Natürlich unterscheiden sich unsere Kulturen sehr.

Es gab Momente wo ich dachte, okay jetzt haut der mir eine in die Fresse oder ist total aggressiv, aber das war gar nicht so. Es war die Art zu gestikulieren und etwas zu formulieren, die ich nicht kannte. Natürlich gab es auch wegen der Sprache Missverständnisse, die manchmal zu hitzigen Diskussionen führten, wo wir dann am Ende merkten, dass wir uns nicht beleidigen wollten sondern eigentlich zustimmten. Hätten nicht beide Seiten versucht die Missverständnisse durch andere Worte, Übersetzer und Co aus der Welt zu schaffen, hätten so mache Gespräche sicherlich bei mir den Eindruck hinterlassen, dass der ein oder andere mega einen an der Klatsche hat. Natürlich haben sie in manchen Dingen unterschiedliche Ansichten, aber das habe ich auch mit meinem Nachbar und dennoch mag ich ihn. Ja das ist halt so bei Individuen.

Ich habe in den letzten Monaten viel gelernt unter anderem:

– Wir Europäer sind nicht unschuldig

– Afrika ist nicht unschuldig

– Der Mensch ist nicht unschuldig

Und wir haben alle aus unterschiedlichen Gründen Angst miteinander zu kommunizieren. Der Deutsche fürchtet sich vor dem Afrikaner und Muslimen, der das Land einnehmen kann und der Afrikaner und Muslime fürchtet sich vor dem Deutschen, der sein Geld dazu nutzt mit Waffen Krieg anzuzetteln.

Jeder hat einen Grund sich zu hassen oder besser zu sein als der andere. Jede Seite glaubt im Recht zu stehen und über Fairness zu entscheiden. Fakt ist, beide Seiten agieren vollkommen Falsch.

Wir sollten aufeinander zu gehen, aufhören uns irgendwas in die Schuhe zu schieben. Anfangen einander zuzuhören und endlich für Gleichheit einstehen. Wir sollten beginnen uns mit der Wahrheit auseinanderzusetzen und nicht jeden Tag uns mit Lügen zu dröhnen. Wobei viele mittlerweile den Fernseher nicht mehr anschalten können, weil sie wissen es kommt nur Schrott darin.

Trauen wir uns doch zu sagen wovon wir uns fürchten.

Sagen wir endlich uns macht Angst, dass sich alles rasant verändert. Dass Arbeit alles ist, Firmen über Gesetze entscheiden und alle scheinbar den Bach runter geht. Sagen wir endlich, dass wir es nicht in Ordnung finden, dass geisteskranke Menschen gewählt werden müssen, damit überhaupt jemand merkt, dass was schief ist. Sagen wir doch, dass wir nicht aus Protest wählen wollen, sondern weil wir tatsächlich eine Wahl haben.

Warum geben wir nicht zu, dass ein Großteil der westlichen Bevölkerung, schon ein Kreuzchen gesetzt hat und auf die Rente besser den Tot wartet? Weshalb können wir nicht sagen, dass ein Wochenende nicht reicht um sich auszuruhen und mit dem Stress zurecht zu kommen?

Nein da erfinden wir lieber Slogans wie „Lebe im Moment“, kreieren Bezirke wie den Silicon valley, wo Menschen schon bei ihrer Arbeit leben und für den Schlafplatz, die Lebensmittel ein halbes Vermögen ausgeben und dann behaupten frei zu sein. Wir schreien nach Freiheit, Individualität und Veränderungen in den Systemen aber wagen uns nicht die Schritte dafür zu gehen.

Egal ob schwarz oder weiß, aus Amerika, Afrika, Europa, Asien oder Australien, warum lassen wir zu, dass wir uns vom Geld versklaven? Warum machen wir all das mit? Und warum ist unsere Furcht vor der Veränderung und damit den Verlust der Sicherheit größer als der Wunsch nach Freiheit und Glück?

Es reicht nicht Ratgeber über das Glück und Frieden zu lesen, erst unsere Taten lassen unsere Worte wahr werden.

Anstatt uns anzufeinden und Dinge zu finden warum wir uns hassen und damit unser aller Leben durch, Terror, Gewalt, Psychoterror, Krieg, Mord usw. zu erschweren, könnten wir doch mal Anfangen die Energie in Lösungen zu stecken? Anfangen Gemeinsamkeiten zu finden und diese Auszubauen? Anstatt permanent an den Fehlern zu zerbrechen?!

Ich finde es schade, dass wir weltweit versagen, doch noch schlimmer finde ich, dass wir glauben alle dabei im Recht zu liegen.

Noch ein kleiner Gedankenanstoß:

Ein weiser Mann sagte mir einmal folgendes:

Seitdem der weiße Mann, den schwarzen Mann als Frei gesprochen hat, bezeichnet er ihn als böse, unmündig und dumm. Er hat ihm zwar die Freiheit geschenkt, aber sein Leben kontrolliert er immer noch.“


Was haltet ihr von dieser Aussage?

Nun könnte ich ewig über Rassismus, die folgen der Industrialisierung und des Imperialismus schreiben, denn das Thema ist weitläufig und kontrovers. Es trägt viele Lügen aber auch Wahrheit. Es darf nicht nur von einer Seite betrachtet werden. Doch eines steht für mich fest, wer die letzten Jahrhunderte verdrängt und glaubt, die Geschichte würde sich nicht wiederholen oder sei Grund für die heutige Situation, der ist blind und wird niemals in der Lage sein, etwas zu verändern.

Wir müssen verstehen lernen, dass unser Handeln folgen hat und nicht nur für uns. Alles hat eine Auswirkung und wenn ich dich Konsequenzen heute nicht spüre, kann ich mir dennoch sicher sein, dass ich oder ein anderer sie irgendwann spüren wird.

Deswegen, ist Ehrlichkeit, Offenheit und Wahrheit der Schlüssel zum Frieden und wenn wir wollen können wir alle das noch erleben… oder was denkt ihr?

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag 🙂 Genießt den Frühling und die Sonnenstrahlen.

Behandelt jeden, wie ihr selbst behandelt werden wollt und nutzt das Leben 🙂

Liebe Grüße Peace and Love   (Fight for peacefull (R)Evolution! Fight for Freedom. And be a peacefull warrior)

Sahra Warrelmann   

Titelbild Copyright by SWNaturalart

Was dem Mensch fehlt und was er glaubt zu brauchen.

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Der Mensch, ein verblüffendes Tier. Er wundert sich über Spott, den er erntet obwohl er selbst seinen Nachbarn, Kollegen oder Chef verspottet. Er ist entrüstet, wenn ihm mit Wut begegnet wird, obwohl er vielleicht einige Minuten zuvor wegen einer Nachricht, der verspäteten Bahn, der geringe Lohn oder anderes, eine bestimmte oder x-beliebige Person zum Teufel gerufen hatte.
Der Mensch ist sich selbst am nächsten. Er interessiert sich kaum für andere. Tut er es doch, so liegt es selten am Gegenüber sondern, an dem eigenen Antrieb etwas von/durch oder mit Person X zu erhalten.
Dabei spielt es keine Rolle ob der Verdienst materieller oder geistlich/spiritueller Natur ist. Liebe, Wertschätzung, Zuneigung, Aufmerksamkeit, Lob all das und noch mehr erhalten wir durch zwischenmenschliche Interaktionen, die wir benötigen um zu überleben.
Jemand dem es an Wertschätzung oder Aufmerksamkeit mangelt, leidet ebenso stark, wie jemand, dem es an Nahrung oder Obdach mangelt. 


Sollten wir daher folgendes Lernen?

1.Werden wir uns bewusst, dass ein jeder eine andere Ansicht von der Realität besitzt. Auch wenn wir verschiedene Dinge erlebt und durchlebt haben, bleiben die Gefühle gleich. Ich empfinde genauso Schmerz, Leid, Glück und Freude wie mein Nachbar. 
Ein Beispiel:
Für Person X ist der Verlust des Smartphones das Schrecklichste, was sie sich vorstellen könnte.

Person Z
hingegen sieht im Verlust eines Bilderalbums einen Albtraum.
Auch wenn die Gegenstände unterschiedlich sind, die Bedeutung dahinter verschieden, so ist das Gefühl dazu dasselbe.


Sollten wir demnach jeden respektieren und behandeln wie wir selbst behandelt werden möchten?

2. Werden wir uns bewusst, dass materielle und geistlich/spirituelle Bedürfnisse den gleichen Stellenwert bestizen.
Ein Mensch kann durch Einsamkeit sterben aber er kann auch durch fehlende Nahrung dahin vegetieren. Unendliche Studien zeigen die Auswirkungen von sozialer und geistlicher Verkümmerung. Sie beweisen, dass der Stress für Menschen welche unter psychischen Erkrankungen leiden genauso hoch ist, wie der Stress, der bei organischen Beschwerden entsteht.

Sollten wir daher, aufhören die Psyche vom physischen Dasein zu trennen? Sollten wir akzeptieren, dass wir mit bösen Nachreden, unkontrollierter Wut, falschen Anschuldigungen, Lügen und Ignoranz genauso schaden, wie wenn wir jemanden eine Pistole an die Brust setzten und abdrücken?

Fragen über Fragen…

…Was meint ihr?
Liebe Grüße und einen schönen Tag euch ❤❤

Sahra Latifa Warrelmann
Peace and Love with everyone ❤❤

Steht endlich für eine Veränderung ein!

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Mal wieder kursiert in den Pro- AFD- Gruppen ein Video, welches einen dunkelhäutigen zeigt, der eine Frau verprügelt, während ein Kind daneben sitzt und fern schaut.

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Natürlich, wie immer sehr brutal und die Gewalt, ist auf keinen Fall zu entschuldigen. Doch interessant fand ich, dass die „Posterin“ Es mit dem Titel „Das sind die neuen edlen Wilden aus Afrika“ versehen hatte. Wie nicht anders zu erwarten wurde das Video mit einem Shitstorm nach dem anderen kommentiert. Beleidigungen, Mordandrohungen und Moralkeulen wurden geschwungen. Alles unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit.

Jetzt könnte man Fragen, Sahra warum postet du das? Wir wissen das doch alle…

…Na ja genau deswegen, weil jeder weiß wie eine Gruppe von Menschen bewusst Hass gegen eine andere Gruppe schürt, der soweit geht, dass Menschen mit anderem ethnischem Aussehen, bei manch einem nicht einmal ein Lebensrecht besitzt. Dieses Denken befindet sich nicht nur innerhalb Facebook, es ist auch überall auf den Straßen zu spüren. Und ehrlich gesagt für mich ist es erschreckend. Erschreckend wie Tatsachen verdreht werden (Denn dieser Mann kam gar nicht aus Afrika (das ist ein Kontinent immer noch), sondern war Bürger der USA), um Wut gegen Menschen zu schüren, die noch nicht mal hier angekommen sind. Und die Gesellschaft lässt es zu. Wisst ihr was das letzte Mal passiert ist, als der Mensch Antihumanistisches Verhalten zugelassen hat? Nein? Dann schaut in die Geschichtsbücher!

Hallo wacht doch endlich auf! Trump verbietet Menschen Einlass nach Amerika wegen einer Religion. Früher waren es die Juden heute die Muslime. Wollen wir wirklich auf die ersten Konzentrationslager warten bis wir endlich sagen: Hey! Halt, irgendwo ist eine Grenze überschritten?

Man sagt mir ich wäre eine Gutmensch der die Realität nicht sieht…

… Ich habe eher das Gefühl ich bin von Menschen umgeben die zum einen die Realität verdrängen indem sie sich in ihrer Blase der westlichen Zivilisation verstecken, in welcher alles toll ist, auch wenn alle jammern… Hallo wie viel Millionen haben Dschungelcamp verfolgt? Und wie viele haben letztens Bachelor angeschaut? Wie schlecht kann es einem Land gehen wenn die Mehrzahl, Zeit hat sich stundenlang solch fragwürdige Sendungen reinzuziehen? Dort geht es nur darum, dass andere sich profilieren… Also so schlecht kann es uns doch nicht gehen…?!

Ja und die andere Hälfte rennt mit Schaum vor dem Mund durch die Straßen, Medien und durchs Leben schon sensibilisiert auf den Feind, der Schwarze Feind… Der nur darauf wartet Europa einzunehmen.

Die Politiker heulen nur noch herum, da hetzt der eine gegen den andern und es scheint als hätte man kleine verletzte Kinder im Amt, die über Leben und Tod entscheiden. Die Medien erzählen nur noch schön verpackte Geschichten anstatt auf Tatsachen basierende Nachrichten und die Werbung zeigt uns wie toll doch alles ist wenn wir ökologisch Leben.

Alles spielt verrückt und wir machen weiter. Einfach so, weil wir nicht bereit sind Veränderungen zu akzeptieren. Weil wir nicht bereit sind uns von der Angst zu lösen und uns einzugestehen, wir haben Alle wirklich alle auf diesem Planten versagt. Da ist keine Nation besser oder schlechter. Wir könnten es angehen und sagen: Hey, wir reisen das Rad herum. Wir stehen auf, setzen uns zusammen und fangen als eine Welt an unsere Verantwortung zu übernehmen. Wir gehen die Probleme tatsächlich an, als nur davon zu sprechen. Wir machen dieses ganzen überflüssigen Konsumtempel platt, schaffen das Geld das uns versklavt ab, wir geben allen die gleiche Chance, wir stehen füreinander ein, respektieren und tolerieren uns und hören auf nur länger davon zu sprechen Werte zu verteidigen sondern Leben sie tatsächlich!

Oder was denkt ihr?

Liebe Grüße und einen wunderschönen Morgen 🙂

Sahra