Probleme gibt es immer, Lösungen aber auch!

Problembehandlung und kreative Ansätze (Lesezeit 6 -10 Minuten)

„Das gibt es doch nicht! Jetzt habe ich mich mit meinem besten Freund verkracht. Man, und das Ganze ist so eingefahren, dass es einfach keine Lösung gibt. Egal was ich mache, egal was ich sage oder denke, führt einfach zu nichts. Wenn es nur so viele Lösungen wie Probleme gäbe!“,brummelt Macey vor sich hin.

Macey befindet sich im Streit mit ihrem guten Freund Luciano. Sie ist vollkommen aufgelöst, da sich der Streit eskaliert ist und ihr euch vollkommen voneinander distanziert habt. Macey ist eine sensible harmoniebedürftige Person, weshalb ihr der Konflikt sehr zu schaffen macht. Am liebsten würde sie ihm alles sagen, was gerade in ihr vorgeht und mal so richtig ihre Emotionen rauslassen. Das ist allerdings nicht wirklich zielführend. Also was jetzt? Handeln, Ignorieren, einfach vergessen oder doch versuchen, den Streit irgendwie zu schlichten. Aber wie? Sie hat keine Ahnung wie sie jetzt vorgehen soll, auch wenn es in ihr brodelt und sie gerne handeln würde. Wie ganz egal. Hauptsache irgendwas, denn das Gefühlschaos bringt sie um den Verstand.

Macey und Luciano im Streit

Stopp Macey!!„, rät eine Freundin, die gerade ihr Psychologiestudium beendet hat. „Du solltest erst mal herausfinden, um welches Problem es sich handelt und dir Lösungsansätze überlegen. Denn aktuell befindest du dich im Problemdruck und der Stagnation. Außerdem ist es ratsam, wenn du dich ein wenig zurück ziehst und dich entspannst. So kannst du mit Distanz an das Problem herangehen. Es eröffnen sich mehr Optionen außerdem bekommst du dadurch einen kühlen Kopf. Du weißt doch was passiert, wenn du dir zu viel Stress machst.“, erklärt die frischgebackene Psychologin während sie auf eine Grafik der TKK-Studie zeigt. „Du siehst, zu viele ungelöste Probleme führen nur zu Stress, senken deine Konzentrationsfähigkeit und lösen psychische wie physische Krankheiten aus.“, sagt die Absolventin mahnend.

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Die ganze TKK-Studie zu Stress findest du hier.

Sechs Wochen später ist Macey nicht mehr ganz so aufgelöst, als sie im Park auf Benjamin trifft, der als Neurologe gerade an einer Studie zur „Kreativen Lösungsfindung im Alltag“ arbeitet. Sie berichtet von der Ruhe, die sie sich genommen hat und von ihren bisherigen Gedanken. „Okay, die Emotionen konnten bereits runter fahren, zurückziehen zeigte Wirkung. Die „paar“ Gedanken, die ich mir gemacht habe, scheinen auch plausibel, konkret ist das Ganze dennoch nicht.“, gesteht Macey. Während Benjamin überlegt fährt Macey aufgebracht fort: „Irgendwie bringt das doch alles nichts. Jetzt hab ich schon so viel Distanz von der Situation und auch von ihm geschaffen, dass ich mich fürchte, er könnte mich vergessen haben. Vielleicht glaubt er auch, dass er mir nicht wichtig ist oder ich einfach keine Lust auf eine Klärung habe. Schlimmer noch, er könnte bereits von mir Abstand genommen haben. Ja vielleicht hat er mich bereits vergessen!“

Stress führt zu

Benjamin legt seine Hand auf ihren Oberarm und besänftigt sie mit einer ruhigen Stimme: „Ganz ruhig liebe Macey. Jetzt wieder aus der Haut fahren bringt gar nichts. Auch vernunftwidriges Denken und Handeln führt nur zu weiteren Konflikten. Dieses möchtest du allerdings vermeiden, hab ich Recht?“ Er schaut ihr dabei in die Augen. Sie nickt nur wortlos. „Deshalb …“,fährt er fort „… lass deine Kreativität, nicht deine Angst für dich arbeiten. Du hast Recht! Du hast schon eine ganze Weile „inkubiert“. Wie wäre es mit einem Szenenwechsel.

Geh raus unter Menschen. Lenke dich ab und mach mal wieder etwas ganz anderes. Etwas was gar nichts mit ihm zu tun hat. Etwas was du nur mit dir oder vielleicht anderen Freunden verbindest. Denn, meistens bekommen wir in Momenten Geistesblitze, die gar nichts mit unserem Problem gemein haben. Du kennst das sicherlich: Gerade noch bist du völlig im putzen deiner Wohnung vertieft, als dir eine geniale Idee in den Kopf fährt.

Manchmal folgt die Einsicht erst durch unterbewusste Prozesse im Gehirn, die du am Anfang bei der Problembearbeitung ausgelöst hast. Ist dein Gehirn fertig mit dem Sammeln von Lösungen und der Abwägung von Handlungsmöglichkeiten, schickt es dir einen Geistesblitz, den du im passenden Moment entdeckst. Beispielweise beim Gespräch in einer Gruppe, wo du durch das Wort eines anderen auf die ultimative Lösung kommst. Um nicht mit einem unausgereiften Geistesblitz vor der Tür von Luciano zu stehen, wäre eine Elaboration, also eine Ausarbeitung deiner Idee vorteilhaft. Entwickle deine Idee weiter und prüfe sie auf mögliche Schwachstellen. Sei dir auch deiner Intention und Motivation sicher, um weiter Konflikte zu vermeiden.“

Default Mode Network

Bericht Geistesblitze   Hier findest du die Studie in der Originalsprache (Englisch)

Mehr Infos zu: Default Mode Network hier.   

Ein Freund der beiden stößt zu, der das Gespräch von einer nahegelegenen Bank verfolgte.

Entschuldigt, ich habe euer Gespräch belauscht. Liebe Macey, Benjamin hat Recht.“, sagt er während er neben ihr Platz nimmt.

„Es gibt für alle Probleme Lösungen, auch wenn diese auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Egal welches Problem gerade in deinen Alltag geschlittert ist, kann immer eine Lösung gefunden werden. Vor allem dann, wenn man sich des Vier-Phasen-Modells bedient. Das heiß zuerst beginnt man mit einer intensiven Problembearbeitung, dann folgt die Inkubation ( = Wirkung psychischer Prozesse ). Nach einer von deinem Geisteszustand abhängigen Zeit tritt die Illumination ( = Erleuchtung ), welche für die Elaboration ( = Ausarbeitung ) genutzt werden kann.

Nicht nur die bewusste Anwendung der vier Phasen kann ein Problem lösen, sondern auch deine Herangehensweise und persönliche psychische Verfassung ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Lösung deiner Probleme.

4 Phasen-Modell

Probleme sind nämlich nicht einfach nervige, belastende Ereignisse, die dir das Leben schwer machen wollen. Nein, sie können auch als Chancen gesehen werden. Chancen, die dir dabei helfen, dein Leben zu bereichern. Denn ein Problem setzt Unzufriedenheit voraus und wie lässt diese Unzufriedenheit sie am besten in Zufriedenheit verwandeln? Ganz genau, indem man handelt und beginnt das Problem umzuwandeln. Probleme sind ein Teil des Lebens und treten in allen Formen und Schwierigkeitsgraden auf, sie zu lösen ist eine Kunst, die wir verstehen und lernen dürfen.“

Macey denkt noch nach, während die beiden Männer bereits das Thema wechselten. Sie unterhalten sich über die aktuellen Sportergebnisse. Als sie gerade die Spielweise des letzten Spiels analysieren, steht Macey wie vom Blitz getroffen auf und ruft: „Heureka! Ich habe eine Geistesblitz. Tschüss ihr Lieben, ich gehe nach Hause und mache mich an die Elaboration.“

Bleib gechillt

In welcher Phase der Problembehandlung befindest du dich?

Weitere Möglichkeiten wie du kreativ Lösungen finden kannst sind:

– Brainstorming

– Erstellen einer Mindmap

– Versetze dich in die „Was wäre wenn…“ Situation also Spekulation

– Kneten (knete einen Ball oder Knetmasse das fördert die Denkprozesse)

– Zeichnen

– Blick in die Vergangenheit/Zukunft

(versetze dich in eine andere Zeit und überlege wie du reagiert hättest oder reagieren würdest.)

Viel Spaß und Ruhe wünsche ich dir in deiner kreativen Phase der Problembearbeitung.

Peace and Love und vergiss dein Lächeln nicht ❤

Sahra-Latifa Warrelmann

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Am Ende siegt die innere Schönheit

Ein Leben unter einer eifersüchtigen und narzisstischen Stiefmutter kann der wahr gewordene Albtraum für ein Kind sein. Gastautorin Schneewittchen schreibt in unserem Magazin über ihre Eindrücke während der Tyrannei ihrer Stiefmutter.

Ich war gerade mal sieben Jahre alt als mich meine Stiefmutter von einem unserer Jäger töten lassen wollte – und das weil sie glaubte, dass ich hübscher sei als sie es jemals sein wird.

Meine Stiefmutter, eine schrecklich hübsche Frau. Sie litt so sehr unter Komplexen, die sie natürlich nicht nach außen trug. So wunderhübsch sie auch war, so verbittert und innerlich kalt war sie. Ich weiß nicht warum sie sich selbst nicht akzeptieren konnte. Schließlich wurde sie von allen Frauen im Lande beneidet. Sie war die Frau, die meinen Vater heiraten durfte. Sie war die Frau mit Engelsgesicht, die sich Königin nennen durfte.

Nach dem Tod meiner Mutter hatte keiner vermutet, dass mein Vater noch einmal heiraten würde, so traurig wie er war. Meine Mutter war nicht nur seine große Liebe, sondern auch seine Stütze in allen Belangen. Sie war liebenswürdig, hatte für unser Volk immer Zeit und betrachtete niemanden jemals von oben herab. Sie aß mit den Bauern zu Mittag und hatte keine Scheu sich gemeinsam mit unseren damaligen Bediensteten, die Hände schmutzig zu machen. Sie war der Meinung, dass wir alle Menschen sind. Alles was uns unterscheidet, sind die Aufgaben die wir bewältigen müssen. Aber nur weil jemand besser zum herrschen geeignet ist, bedeutet das nicht, dass er auch besser ist. Mein Vater schätzte ihre Art und beteuerte in seinen Tagebüchern immer wieder, wie sehr er Mutters äußere aber auch innere Schönheit liebte. Ja sie strahlte förmlich.

Meine Stiefmutter mochte vielleicht einmal diese Ausstrahlung besessen haben, ich aber habe sie nie wirklich gespürt. Sie hatte zu mir schon als Kind eine Distanz aufgebaut und mich zu unseren Hausmädchen in einem Raum ganz weit über den Dächern der Stadt bringen lassen. Sie konnte und wollte mich nicht sehen. Heute glaube ich es lag daran, dass ich meiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten ähnelte und sie wusste, dass sie ihr niemals ähneln könnte. Sie war zu verschlossen, es mangelte ihr an Selbst- und Nächstenliebe. Vielleicht aber lag es auch daran, dass sie selbst keine Kinder bekommen konnte und dadurch glaubte, mein Vater würde sie verlassen. Ja, vielleicht hat gerade das sie verängstigt und verunsichert. Vielleicht hat sie deswegen, mich nicht ansehen können, weil ich sie an Ihre Unfähigkeit erinnerte. Mein Vater hätte sie sicherlich nicht verlassen. Er liebte sie, auch wenn sie es ihm nicht glaubte. Sie unterstellte ihm ständig untreue, warf eine Frau nach den anderen in den Kerker. Angeblich wegen Hochverrats oder sonstige Belangen, die ich allerdings bis heute bezweifle. Meiner Meinung nach war es ihre Eifersucht, die sich zu diesem Handeln trieb. Wie auch der Tod meines Vaters. Es war schrecklich. Er wurde brutal getötet. Ich bekomme noch heute Gänsehaut wenn ich daran denke. Auch wenn niemals ihre Schuld bewiesen wurde, bin ich sicher, dass meine Stiefmutter daran beteiligt war. Sie hatte ihm nie geglaubt, ständig gab es Streit. So viele Male drohte sie ihm an, ihn zu töten, wenn sie ihn mit einer andern Frau sehe. Wer weiß, auf welche wahnhaften Gedanken, sie gekommen ist. Aber nun denn, das ist Geschichte und nicht mehr zu beweisen schließlich sind beide mittlerweile tot.

Meine Kindheit war kein wirkliches Zuckerschlecken, auch wenn man das als Prinzessin eines Königreichs, das mehrere Länder umfasst vermuten könnte. Nach dem Tod meines Vaters blieb mir einzig und allein meine Stiefmutter, wenn man sie überhaupt als Mutter bezeichnen könnte. Ich glaube das Leben mit ihr wäre nicht all zu schlimm geworden, hätte ihr Wahn nicht voll und ganz in krankhafte Züge angenommen. Im Schloss gab es einen Raum, den keiner außer sie betreten durfte. Absolut keiner. Ein Bauers Junge hatte sich einmal versehentlich in den Raum gewagt, weil er sich verirrt hatte. Ohne Erbarmen hat sie ihn Vier teilen lassen. Alle mussten als Mahnmal zusehen. Dabei war der Junge gerade einmal sieben Jahre alt. Ich hatte nie verstanden was sie darin suchte oder sich darin verbarg. Sie verbrachte darin oft Stunden. Manchmal wenn ich nicht schlafen konnte und es im ganzen Schloss totenstill war, lief ich in den Gängen umher. Ging ich an dem verbotenen Raum vorbei, konnte ich sie irgendetwas von Schönheit murmeln hören. Hin und wieder fluchte sie und ein paar Stunden später landete eine Frau oder junges Mädchen meist wunderschön auf dem Scheiterhaufen oder wurde auf andere Weise brutal getötet. Die Männer wurden allesamt verschont, sodass schnell unter unserm Volk Gerüchte von böser Magie und teuflischen Ritualen aufkamen. Familien trauten sich nicht mehr Mädchen zur Welt, zu bringen und ließen ihre Töchter meist nach der Geburt töten, um plötzliche Hinrichtungen zu vermeiden. Die Männer, die nicht bereits Frauen an den Scheiterhaufen verloren hatten und deshalb todtraurig waren, zogen in andere Königreiche um dort ihre Liebe finden zu können. Da sich die Bevölkerung schmälerte, wurden die Ressourcen knapper, den es gab keine Arbeiter mehr, die das ganze Reich verwalteten und ohne Ressourcen gab es weder schöne Kleider, Make-Up noch teures Parfüm für meine edle Königs Stiefmutter. Dass, das ihr nicht passte spürte das Volk recht schnell, denn sie lies Mauern rund um unsere Länder errichten, positionierte Soldaten an den Grenzen, die den Befehl trugen, jeden zu töten, der das Königreich verlassen wollte. Mit Ausnahme von Händlern, Booten oder sonstigen Partnern.

Ich habe diese Schreckensherrschaft glücklicherweise nie erlebt, denn bereits Jahre zu vor wurde ich von unserem Jäger im Wald ausgesetzt. Eigentlich sollte er mich töten. Doch er war ein Freund meiner Eltern. Als er in meine Augen sah, brachte er es einfach nicht übers Herz. Also rannte ich tief in den Wald. Natürlich hatte ich bitterlich Angst. Ich war gerade mal sieben. Als die Nacht einbrach, stürzte ich und wachte am nächsten Tag in einem kleinen Häuschen mit Inventar, dass so groß war, wie ich auch, auf. Kleinwüchsige Menschen aller Länder, die ausgesetzt wurden, weil sie auf die Bevölkerung seltsam wirkten hatten mich gefunden. Sie nannten sich selbst Zwerge und arbeiteten in Mienen. Ein Glück für sie, denn dort gruben sie Edelsteine, Gold und andere Wertmetalle ohne Ende aus. Das machte sie reich und so konnten sie ihr kleines, geräumiges Häuschen versteckt im Wald errichten. Sieben waren es insgesamt. Sie zogen mich auf und halfen mir zu vergessen, nicht nur das sie retteten mein Leben. Ich konnte in ihrer Bibliothek das Lesen lernen und von wilden Abenteuer erfahren. Ich lernte Sprachen und verbrachte so viel Zeit wie möglich in der Natur, sodass ich nach ein paar Jahren, fast jedes Tier benennen konnte und irgendwie auch ihre Sprache verstand. Es war eine befreiende, ja sogar belebende Zeit, die ich schätze und wovon ich heute profitiere.

Dieses Glück war kurz nach meinem achtzehnten Geburtstag zu Ende. Drei verschiedene Frauen, die sich später als eine und meine Stiefmutter entpuppten, wickelten mich in ein Gespräch ein. Das erste Mal wurde mir ein vergiftetes Riemen geschenkt und angelegt, das zweite Mal war es ein in Gift getränkter Kamm der mein Haar und somit meine ganze Blutbahn vergiftete. Wodurch ich jedes Mal kurz vor dem Tode stand. Es hätte nicht mehr viel gefehlt und ich wäre an dem Gift gestorben, das meine Kehle zuschnürte, jedes meiner Muskeln zum Zucken brachte und mich fühlen lies, als würde ich lebendig skalpiert werden. Jedes Mal fand mich Grindel, der Zwerg der aus einer Ärzte-Familie stammte und mehr Wissen besaß, als ich es jemals erlangen konnte. Er wusste schnell anhand meiner Symptome welches Gift mir verabreicht wurde und gab mir das Gegengift. Es dauerte Wochen bis ich mich von den Qualen erholte. Traumatisiert von den Frauen/meiner Stiefmutter zog ich mich ins Haus zurück. Ich wollte niemanden mehr sehen und traute keinem Menschen mehr, der über 140 cm groß war. Bis eines Tages eine alte Frau, die sich ebenfalls als meine Stiefmutter in Verkleidung entpuppte, wie wild an unserer Tür klopfte und bitterlich um Hilfe schrie. Ich konnte keinem Hilfeschrei aus dem Weg gehen also sah ich aus dem Fenster nach was geschehen war. Vor unserer Tür lag eine ältere Dame gestürzt und mit Blut übersehen. Meine Stiefmutter hatte sich absichtlich nicht nur das Bein gebrochen, sondern einen Knochen herausschauen lassen, damit ich ihr vertraute. Sie erzählte mir eine Geschichte von einem wilden Tier, das sie verfolgt hatte, während sie versucht aus meiner alten Heimat zu fliehen, wegen der schrecklichen Missstände. Natürlich hatte ich sofort Mitleid mit ihr und fühlte mich an meine Vergangenheit erinnert. Ich konnte nicht anders als sie ins Haus zu bitten und sie zu versorgen. Als Dank meiner Hilfe, schenkte sie mir einen Apfel aus ihrem Rucksack, den sie, wie sie sagte als Proviant bei sich trug. Ich wollte ihn zunächst nicht annehmen, weil ihren letzten Apfel nicht essen wollte. Doch sie bestand darauf und schlug vor ihn mit mir zu teilen. Also aß ich eine Hälfte und sie die andere. Als ich bei meinem letzten Biss angekommen war, veränderte sich ihr Blick und das wusste ich wer sie war und das ich mit dem Apfel den Tod zu mir genommen hatte. Es dauerte ein paar Sekunden und das letzte was ich spürte war wie mein Kopf auf den Boden aufprallte.

Dieses Mal wusste keiner meiner Ziehonkels, wie ich die Zwerge nannte, was mit mit geschehen war auch all die anderen, die sie Befragten, konnten sich keinen Reim daraus machen. Sie glaubten ich sei tot, auch wenn etwas ihnen sagte das ich es nicht bin, zumal mein Körper nicht verweste, selbst nach Wochen nicht. Also packten sie mich in einen gläsernen Sarg und bewachten ihn rund um die Uhr, in der Hoffnung ich würde irgendwann erwachen. Zwei Jahre vergingen und ich war immer noch totschlafend. Bis mein heutiger Mann vorbeikam. Er hatte sich mit zwei seiner Botschafter auf den Weg gemacht um unbekannte Gebiete zu erforschen und ist bei unserer kleinen Hütte vorbei gekommen. Als er den Sarg und mich sah, konnte er nicht anders als stehen zu bleiben. Er hatte einen solchen Sarg schon einmal gesehen, aber das war Jahre her. In seinem Königreich hatten okkultistische Gruppen mit Giften hantiert und dabei ein Gift gebraut, dass ihre Gegner in einen toten Schlaf versetzte. Somit wollten sie die verfeindeten Familien abschrecken und leiden lassen indem sie auf ewig um ihre Liebenden trauern mussten, sie aber niemals ganz in die Ewige Ruhe entlassen konnten. Der Tote war auf ewig verdammt in einer Zwischenwelt zu leben, ähnlich eines ewig andauernden Traumes. Auch ich durfte und musste ewig träumen und glaubt mir liebe Leser, das ist lange nicht so grandios wie es scheinen mag. Es ist ein Fluch, nicht mehr aufwachen zu können.

Als mich mein Mann näher ansah, war ihm sofort klar wie er mich heilen konnte, denn die Wissenschaftler seines Vaters hatten jahrelang an einem Heilmittel gearbeitet und das erfolgreich. Ein Bote machte sich auf dem Weg und nach drei Tagen war das Heilmittel bei meinen Onkeln eingetroffen. Natürlich war mein Mann keinen Schritt von meinem Sarg gewichen. Zwei Tage nachdem sie mir das Heilmittel verabreicht hatten, erwachte ich und man, war ich froh, den gerade wollte mich ein Dinosaurier lebendig fressen.

Zu meinem Schutz wurde ich in das Königreich meines heutigen Mannes gebracht und rappelte mich ein paar Monate lang auf. Anders als in den Geschichten und Märchen die über mich geschrieben wurden, heiratete ich nicht bereits kurz nach meiner Wiedererweckung sondern erst zwei Jahre später. Auch den Tod meiner Stiefmutter hatten weder ich noch mein Mann veranlasst. Sie starb aus eigener Hand. Einer unserer Boten war mit einer kleinen Armee von Soldaten auf den Weg zu meinem alten zu Hause um meine Stiefmutter in Haft zu nehmen. Sie sollte vor Gericht gestellt werden. Was er dort fand, musste ich mit eigenen Augen sehen, um es zu glauben. Die Mauern vor den Grenzen waren nicht mehr bewacht worden, die Menschen ausgehungert und am Boden kauernd. Überall waren Scheiterhaufen, Folterbänke und Blutleichen zu sehen, selbst welche die schon seit Monaten vertrocknet waren. Der Königshof sah aus wie eine riesengroße Schlachterei, alles mit Blut und Leichen übersehen. Flugblätter zeugten von den Gräueltaten meiner einstigen Stiefmutter. Sie hatte Männer und Frauen ausbluten lassen, in dem Blut zu baden oder es zu trinken. Sie wollte um jeden Preis jung und schön bleiben. Ganz gleich was es kostete. Und der Raum, der Raum der niemand betreten durfte, entsprach ihrer Seele voll und ganz. Die Wände waren bemalt mit Fragen wie: Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Darunter fand man meist in roter Schrift: ICH! ICH BIN und bleibe die Schönste! Notizen stapelten sich wo sie sich Frauen mit ihren Namen notiert hatte, die sie für hübscher empfunden hatte. Sie schrieb auf, was sie schöner machte und was ihr den Grund gab sie allesamt zu töten. Auf einen riesengroßen Spiegel hatte sie ein Gesicht aufgemalt und Fett geschrieben, dass sie niemals so schön sein wird wie Schneewittchen! Daneben war ein Bild von mir und meiner Mutter, dass sie ebenso beschriftete mit den Worten, töte alle! Nicht nur die Mütter sondern auch die Töchter, denn sie werden alle schöner sein! In einer Badewanne fand man sie, komplett zerschnitten und in ihrem eigen Blut. Sie hatte wohl ihr eigenes Antlitz nicht mehr ertragen. Der Wahn hatte sie vollkommen eingenommen.

Heute ist von alledem nicht mehr zu sehen. Mein Mann und ich zogen in mein altes Schloss. Zum Glück hatten meine sieben Zwerge ein Teil ihres Vermögens mir zur Hochzeit geschenkt. So konnten wir den Neuanfang finanzieren und mein altes zu Hause neu aufblühen lassen. Mein Mann und ich herrschen wie meine Eltern es vor meiner Geburt taten. Mit Liebe, Respekt und Verantwortung. Natürlich haben wir eine schwere Aufgabe angenommen, da unser Volk schwer traumatisiert ist, doch sie sehen in mir etwas, dass sie bei meiner Stiefmutter schwer vermisst haben, die innere Schönheit, die nach außen strahlt.

Liebe Grüße und eine schöne Zeit ❤

Sahra-Latifa Warrelmann

Stimmen des Hiers, die im Jetzt antworten

Είμαι εδώ! Είμαι εδώ!“, schreit eine tiefe Stimme aus der Ferne. Ich bin hier, lauten die Worte des Unbekannten, der vermutlich schon länger aus voller Leidenschaft heraus die immer selben Worte aneinanderreiht. „Είμαι εδώ!“, brüllt es wieder aus der Ferne. Dieses mal klangen seine Worte gequält und leiser als zu vor. Als würde im die Kraft fehlen. Noch einmal scheint er es versuchen zu wollen, denn nach dem letzten Schrei folgt ein weiteres „Είμαι εδώ!“ Dieses mal endete der Satz schon bei den Worten: Είμαι, die soviel wie ich bin bedeuten. Seite Stimme hat nun vollends kapituliert. Schade, denn nach wenigen Minuten beginnt mir das monotone und dennoch verzweifelnde Gebrüll zu fehlen. Erst jetzt tritt meine Sorge ein und ich wundere mich was mit ihm geschehen ist, dass er nach all den Rufen plötzlich verstummt ist. Vielleicht wurde er von jemanden gefunden, vielleicht ist er aber doch ertrunken? Waren seine Rufe Hilferufe oder dienten seine Schreie der Orientierung für einen Freund oder womöglich seiner Partnerin oder einen anderen Liebenden, der sich auf die Suche nach ihm machte? Egal, die Stimme ist verstummt, nun ist alles ruhig. Einzig allein die Meereswellen sind noch zu hören. Als seien sie dauerhaft wach. Ja, so ist es, alles verstummt einmal. Doch am Ende, wenn ich so das Meer betrachte, wie es Wellen schlägt und auf den Steinen aufschlägt, erkenne ich das niemals nichts los ist. Das nichts vergessen ist und alles von Dauer.

Peace and Love und einen wunderschönen Tag euch<3

Sahra-Latifa Warrelmann

Durch Elefanten erwacht!

Ich weiß nicht was das Individuum tun kann um Ungerechtigkeiten in dieser Welt abzuwenden, denn jeder muss für sich schauen wie er wirken kann und auf welche Art. Ich kann anders agieren, als du und ein Wohnungsloser ganz anders als jemand mit einem Monatseinkommen von 10.000 Euro.

Ich denke der erste und wichtigste Schritt ist, sich zu informieren und hier spreche ich nicht von den Medien und auch nicht von der Politik. Denn das kann ich dir sagen, Berichte, Nachrichten oder sonstiges wird so gemacht, dass es entweder für den Leser ansprechend ist, ihn beeinflusst, manipuliert und den Auftraggeber gut darstellt. Natürlich kann man Nachrichten lesen und sich auch die unterschiedlichen Berichte zur Meinungsbildung durchlesen, aber man sollte dennoch nicht gleich glauben was zu lesen ist. Vergleiche und entscheide für dich.

Darüber hinaus mach dir selbst ein Bild und das geht nur indem man mit den Menschen spricht. Mit den Menschen, die ihre Familien noch in Afrika haben. Sie sind an der Quelle und präsentieren dir meist authentische und hautnahe Eindrücke umgeschönigt und auch nicht von bester Pixelqualität aber ehrlich. So habe ich Dinge erfahren, die nicht nur mein Weltbild zerstört und zerüttet haben sondern, mir eine andere Sicht als Europäerin gegeben. Mir gezeigt, welche Verantwortung ich doch habe und das nicht nur um Konsum, Nahrungsmittel, Zölle oder Zwiespalt in den Afrikanischen Ländern geht( die meistens nicht vorhanden sind sondern von den europäischen Medien und Politikern propagiert werden).

Es geht um einfache Fragen, die banal klingen aber so viel ausmachen… Eines der interessanten Beispiele war für mich, die Frage nach unseren Tieren im Zoo. Woher kommen diese eigentlich fragte mich ein guter Freund der aus Gambia stammt.

Hast du dich jemals gefragt, woher die Elefanten und Giraffen kommen?

Natürlich habe ich das nicht, denn es war für mich selbstverständlich,dass unsere Zoos gefüllt mit exotischen Tieren sind, die wir irgendwo abgekauft oder ja bekommen haben. Warum sollte ich mir darüber auf Gedanken machen? Wir als Europäer besitzen alles und außerdem habe ich doch andere Probleme, wie Miete zahlen und etc. da gäbe es doch weitaus wichtigeres? ! Dachte ich zumindest.

Bis mir die Augen geöffnet wurde und er mir dabei lachend sagte:

„Natürlich macht ihr euch darüber keine Gedanken, bei uns aber ist das täglich Brot. Zu uns kommen irgendwelche Weiße, in irgendwelchen Anzügen, mit Ausweißen die besagen, dass sie Forscher, Jäger oder sonst irgendwelche angeblich wichtige Menschen sind. Meist kennen wir sie nicht und auch die Regierung weiß über ihre Aufträge nichts. Aber ist das wichtig? Nein, denn sie haben Geld. Sie bezahlen den, dann bezahlen sie den und schon können sie einfach mit ihren Aktenkoffern, auf unsere Grundstücke antreten. In diesen haben sie dann irgendwelche Spritzen, gefüllt mit irgendwelche Medikamenten, die sie dann unseren Tieren verabreichen. Der Forschung wegen! Zwei Tage später können wir dann beobachten wie eine ganze Elefantenherde dahin rafft, weil sie ihnen irgendwas gespritzt haben, was sie gar nicht vertragen. Egal! Jetzt wissen sie aber, das das Mittel nicht wirkt. Das Schlimme daran ist, dass die Kadaver von anderen Tieren gegessen werden, die dann das infizierte Fleisch und den seltsamen Erreger in sich tragen. Na ja und diese Tiere,essen wir für gewöhnlich. Wir können nicht wissen, welches Tier infiziert ist, weil wir a) nicht die Mittel haben, jedes Tier zu kontrollieren und b) viele so dermaßen an Hunger leiden, dass sie keine andere Wahl haben, als das zu essen, was wir jagen. Und, was passiert dann, wir werden infiziert und raffen dahin. Aber wenn interessiert das? Keiner, denn letztendlich geht es doch nur darum, dass der Europäer forschen kann und irgendwelche Heilmittel für Krankheiten findet, die er selbst gezeugt hat. Oder sich auf andere Art unsterblich machen kann, sieh den Paypal Milliardär der Millionen in Blutplasma Forschung investiert, damit er von jüngeren Menschen Blut anzapfen kann um ewig zu leben. Da geht das Geld rein. Darin wird investiert und als Krönung nehmen sie noch unsere gesunden Tiere mit nach Europa, damit ihr sie die ganze Zeit anschauen könnt. Natürlich haben diese auch kein tolles Leben in euren Zoos und verenden auch hier meist, auf unnatürliche Weise.

Das alles passiert, weil niemand hinschaut. Weil niemand sich Gedanken macht und weil man alles für selbstverständlich sieht. Die Kriege sind nur die Auswirkung, der ganzen Katastrophen, der ganzen „Selbstverständlichkeiten“ die zuvor angerichtet werden.Natürlich sind wir wütend. Natürlich fordern wir Gerechtigkeit und wollen als Menschen angesehen werden. Natürlich versuchen wir uns dagegen aufzulehnen. Aber was passiert? Wir werden versklavt, werden in Bürgerkriege getrieben oder zerbombt, unter den Deckmantel, der Verhinderung des Ausbruchs des Terrors. Man gibt uns einen bösen Namen, lässt uns als dumm, unwissend abstufen. Hält uns von Universitäten ja gar von Europa fern. Schließlich dürfen wir selbst heute nicht legal einreisen, selbst wenn wir Geld in der Tasche haben, gültige Papiere, werden wir in Flüchtlingsheime gesteckt und müssen auf unsere Asyl warten. Und das, passiert nicht erst seit gestern, sondern seitdem der Weise mit seinen Schiffen in unsere Länder eingereist ist. Hier spreche ich nicht nur von Afrika, nein es geht auch um Australien, Asien und der ganze Amerikanische Kontinent. Ausgebeutet unter dem Deckmantel der Zivilisation.“

In diesem Moment, wurde mir bewusst, wie die Welt tatsächlich tickt, das alles was ich lernte, eine Lüge war, um das aufrecht zu erhalten, was wir seit Jahrhunderten zu verteidigen versuchen, unsere Macht, unseren Reichtum und unseren Stand! Denn wie heißt es so schön, die Geschichte wird von den Siegern geschrieben und wir, wir die Europäer (auch die Amerikaner, die einst Europäer waren), sehen uns bis heute als die westliche, zivilisierte Welt der Sieger! Der Menschen, bei denen volle Supermärkte, Medikamente, Forschung, prunkvolle Kleider, 5 -Türige Kleiderschränke bis heute Selbstverständlichkeiten sind!

Peace and Love

Sahra-Latifa Warrelmann

Bild von Tagesspiegel  (von mir bearbeitet)

Artikel: Bluttransfusion- Ewig leben

Chili, Rauchen und die Gewohnheit – Weg mit dem Nikotin!

❤ Lesezeit 10 Minuten (Mit Tipps)

Mit dem Rauchen aufzuhören bedeutet nicht nur einfach das Nikotin beiseite zu schieben, es bedeutet eine komplette Angewohnheit abzulegen. Und, das ist nicht einfach. So gar nicht einfach.

Schon gar nicht nachdem ich bereits 12 Jahre Raucherin gewesen bin.

Das erste Mal zog es mich an eine Zigarette da war ich 12 oder 13 Jahre alt. An das genaue Alter kann ich mich nicht erinnern. Ich besuchte die 6. Klasse, das weiß ich noch. Eine damalige Freundin von mir war krank und ich brachte ihr die Hausaufgaben vorbei. Ihre Mutter war nicht zu Hause und so taten wir Mädels Dinge, die wir sonst nicht taten, wie Fernsehe schauen, uns am Kühlschrank bedienen und so weiter. Bis sie irgendwann auf die Idee kam eine Zigarette zu rauchen. Ich weiß noch wie sie mir eine anbot und ich für einen Augenblick zögerte. Ich wollte aber nicht ablehnen, nicht das Gefühl vermitteln als würde ich mich nicht trauen. So zog ich an meiner ersten Zigarette. Eine selbst gestopfte, aus der Schachtel ihrer Mutter. Man, fühlte ich mich cool, als ich aus der Dachschräge den Rauch heraus pustete. Das Coolness-Gefühl hielt den ganzen Nachmittag an bis ich wieder nach Hause musste, da begann es sich in Angst umzuwandeln. Meine Mutter sollte nichts erfahren, also putze ich meine Hände an Blütenblätter ab, um den Geruch zu vertuschen und schlich mich direkt ins Badezimmer. Hätte meine Mutter die Türe geöffnet, hätten die Blütenblätter nicht viel gebracht, wie ich heute weiß. Denn der Rauch haftet in den Haaren und der Kleidung. Man, stinkt das! Vor allem kalter Rauch. Das hätte ich nie gedacht und ist mir erst bewusst geworden, als ich mit meiner Mutter vor zwei Jahren in einem Thermalbad war. Ich musste meinen Rucksack einschließen. Als wir fertig waren und ich an meinen Spind ging, um meinen Rucksack an mich zunehmen, musste ich für einen kurzen Augenblick Abstand nehmen, da der Geruch von kaltem Rauch mich anwiderte. Dennoch zückte ich 2 Stunden später das Feuerzeug und zündete mir eine Kippe an.

Es dauerte ganze zwei Jahre bis ich erkannte, dass das Rauchen nicht länger Teil meines Lebens sein sollte. Man, auch jetzt, wo ich fest entschlossen bin und den Rauch weder einatmen noch riechen kann habe ich das Verlangen nach einer Zigarette. Es ist die Gewohnheit. Das gewohnte Handeln, das plötzlich weg bleibt und ein Spalt in mir verursacht. Irgendwie fehlt was, irgendwie ist irgendwas anders. Da war doch was im Mund, wenn ich tippte oder auf den Bus wartete. Wenn mich Gefühle überkamen, dann war die Zigarette nicht weit. Wenn ich ein Gespräch verfolgte, war die Zigarette mein Begleiter. Wo hin ich auch ging, hatte ich ständig eine Schachtel Zigaretten und später einen Beutel Tabak mit Papes bei mir. Heute, heute aber ist nichts davon in meinem Rucksack zu finden. Ein Feuerzeug ist das einzige Überbleibsel dieser über dreizehn Jahre alten Beziehung, die nun ein Ende nimmt. Schade irgendwo, aber doch erleichternd, denn sie hätte mich gekillt. Einfach so von innen heraus zerstört. Das spürte ich bei jedem Zug, wie meine Lungen beinahe kollabierten und hustend Blut aus meinem Hals floss. Diese Beziehung musste Enden, das war sicher.

Aber da Gewohnheit nun mal Gewohnheit ist und nicht von heute auf morgen ablegbar ist, habe ich mir etwas einfallen lassen, um nicht in den nächsten Tagen dem Verlangen zu verfallen.

Ich versuchte mein Belohnungssystem zu nutzen, um das Rauchen abzulegen. Geld sparen, Guter Film anstatt Zigarette, Buch lesen und so weiter. Aber jedes Mal sagte mir mein Verstand: „Scheiß auf das Geld, Buch oder sonst was. Nimm lieber die Zigarette! Die Hilft!“

Ich versuchte es indem ich mich überreizte und rauchte eine nach dem anderen, aber auch das störte mich nach der fünften nicht mehr und ich rauchte noch mehr als zuvor.

Also kam ich vor zwei Tagen auf eine für mich brillante Idee. Das Verlangen nach einer Zigarette musste mit etwas negativen, schmerzhaften oder abstoßenden verbunden werden. Aber was war schmerzhaft, negativ abstoßend aber nicht schädigend. Beim Besuch im Supermarkt vieles mir dann ein. Chili!

Nun beiße ich jedes Mal wenn mich das Verlangen überkommt in eine Chilischote. Klappt perfekt.

Außerdem stelle ich mich meinen Gefühlen und setzte mich mit ihnen auseinander. Was nicht einfach ist, denn das Rauchen hemmt die Emotionen und nun prasseln sie verstärkt auf mich ein. Das ist zu der Abgewöhnung ein zusätzlicher Belastungsfaktor aber auch dafür habe ich meine Lösung. Tagebuch schreiben, Blog Einträge verfassen und meine Ziele vor Augen halten. Ich möchte mein Leben verändern und dazu gehört das eben dazu. Entweder ich ändere mich oder bewege mich ständig in meinen alten Mustern, das liegt an mir.

Da ich zu ersterem tendiere, ziehe ich das durch und halte alle Emotionen aus. Für meinen Sohn, für mich und eine Zukunft die voller Höhen ist, voller Gleichgewicht und voller Erfolge.

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Mein Tipp an jeden, der etwas altes Ablegen möchte:

1) Hab eine Motivation, sie hilft dir dran zu bleiben!

2) Finde einen Ersatz, damit du dich nicht Leer fühlst oder das Gefühl hast eine Lücke ist entstanden.

( Suche dir etwas positives, konstruktives aus, dass dir weiterhilft und Spaß macht. )

3) Beobachte dich und reflektiere dich, damit du weißt wie sich dein Verhalten und deine Gefühle verändern.

4) Setze dir Ziele! Bis wann möchtest du dein Ziel erreicht haben und wofür?

5) Lass dir Zeit und bleibe geduldig mit dir! Nichts verändert sich von heute auf morgen. Selbst wenn du fällst, kannst du wieder aufstehen. Niemanden gelingt eine Veränderung auf Anhieb!

Du schaffst alles was du dir vornimmst, denn du bist der Regisseur deines Lebens :*

Viel Glück, Geduld

Love and Peace

Sahra-Latifa Warrelmann

Wissen ist Macht- Aber Belehrungen noch mächtiger!

Wenn man mal den Stand erreicht, das man sich aus seinem alten naiven und über emotionalen ICH herausgearbeitet hat und das soweit, dass man selbst zum Vorbild für andere wird, kann Überheblichkeit ein dauerhafter Begleiter werden. Zumindest erging es mir so. Mit geschwellter Brust und dem Glauben ich hätte nun die für mich höchste Stufe des Wachstums erreicht bin ich die letzten Monate durchs Leben gelaufen.

Wer will mir schon etwas sagen? Wer will mich schon belehren? Schließlich habe ich in den letzten zwei Jahren so viel geleistet, das meine Entwicklung für viele Fachmenschen unglaublich zu sein scheint. Ich habe mich persönlich weiter entwickelt und das nicht nur zwei Schritte nach vorne, nein ich habe zehn Schritte mit Anlauf übersprungen und bin noch einmal fünfzehn Schritte nach vorne gesprintet. Natürlich mit Anstrengung, Qualen und Schmerzen, aber mit Erfolg.

Ja das ist wahrlich eine Glanzleistung. Aber gibt es mir deshalb das Recht aufgeblasen durch das Leben zu ziehen und jeden zu kritisieren, seine Fehler sofort in den Mittelpunkt zu rücken „nur“ weil ich das ein oder andere überwunden habe?

Natürlich nicht! Ich darf und soll mich immer wieder eines besseren belehren lassen, schließlich bin ich wie kein anderer Mensch allwissend. Ich urteile nach meinen Maßstäben, nach meinen Emotionen und meinen Erfahrungen. Egal wie emphatisch ich sein mag oder noch werde, werde ich wohl kaum in die Haut eines anderen schauen können. Nie werde ich zu 100% wissen ob das was ich meine, über meinen Gegenüber zu denken auch auf ihn zutrifft.

Letztendlich gilt: Ich bin niemals besser als jemand anderer und auch niemals schlechter. Selbst alle Weisheit macht mich nicht besser, nicht schlauer und auch nicht zum Lehrmeister. Nein! Sie hilft mir nur mich und meine Umwelt ein bisschen einfacher zu verstehen und zu agieren. Weisheit hilft mir Werte wie Respekt, Wertschätzung, Toleranz, Solidarität und so weiter, so auszuleben wie sie ausgelebt gehören. Sodass ich für mich und meine Mitmenschen zum Mehrwert werde. Besser, Besser macht mich die Weisheit niemals.

Heute wurde ich eines Besseren belehrt. Heute wurde mir gezeigt, dass urteile, vorwegnehmen und blinde Annahme nicht nur gemein, verletzend und falsch sind, sondern, dass ich egal wie sehr ich mich benachteiligt fühle oder sogar meine im Recht zu sein, niemals eine Person abwerten darf. Niemals! Denn, so wie ich es nicht möchte, dass mein Umfeld mir Dinge unterstellt, mich für klein hält oder unwissend oder sonstige, darf ich es auch nicht von anderen annehmen und denken!

So wird mir wieder einmal bewusst, dass ich doch nur ein kleines Rad bin. Klein und bedeutend aber dennoch nicht mehr als ich bin. Erkenntnis und Einsicht, die besten Werkzeuge zur „Besserung“!

Eine wunderschöne Zeit euch ❤

Peace and Love

Sahra-Latifa Warrelmann

Tollpatschiger Diener rettet Schneewittchens Leben! Ihre Widersacherin hat sich zu Tode getanzt!

Hallo ihr Lieben, ich hatte die Aufgabe das Märchen von Schneewittchen als Boulevardartikel zu verfassen. Nun möchte ich euch an einer etwas anderen Art des Märchens teilhaben lassen.

Ich hoffe ihr habt viel Spaß beim Lesen 🙂

Schneewittchen wurde durch einen tollpatschigen Diener ihres Gemahlen gerettet. Ihre Stiefmutter und gleichzeitig Widersacherin tanzte sich auf deren Hochzeit zu Tode.

Noch vor wenigen Tagen trauerten mehrere Königreiche, um den Tod der schönsten Prinzessin, die die Länder jemals gesehen hatten. Gestern aber feierte man nicht nur die plötzliche Wiederauferstehung der Königstochter sondern auch die eilige Hochzeit und den Tod ihrer von Eifersucht zerfressenen Stiefmutter.

Das arme Schneewittchen. Wuchs unter grauenhaften Verhältnissen auf. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt. Ihr Vater, ein König hatte schnell eine Neue unter der Haube. Wunderschön war sie, aber besessen. Niemand sollte in Konkurrenz, zu ihr stehen. Nicht mal ihre Stieftochter. Im Alter von sieben Jahren wurde Schneewittchen in den Wald verbannt. Dort sollte ein Jäger sie wie wildes Vieh töten. Die kleinen Organen sollten der Königin als Trophäe und Beweis dienen. Dem sentimentalen Jäger gelang das aber nicht. Er täuschte die Königin mit einem Schweineherz. Schneewittchen konnte im Wald entkommen und kam dort in einem Zwergenhaus unter. Traurig, da sie als Adlige von wilden Kleinwüchsigen aufgezogen wurde.

In ihrem Wahn hat die verrückte Königin das aber nicht mitbekommen. So glaubte sie über die Jahre, die Schönste zu sein. Das versicherte ihr zumindest ein verzauberter Spiegel. Schließlich war er dazu gemacht ständig die Wahrheit auszusprechen. Alle glaubten Schneewittchen sei tot. Bis vor zwei Jahren.

Spieglein, Spieglein, wer ist die Schönste im ganzen Land, fragte die verbitterte Königin ihren Spiegel. Der antwortete ihr kalt: Schneewittchen ist die Schönste, sogar um einiges schöner als Sie. Daraufhin hat sie wutentbrannt, die junge Frau im Wald aufgesucht. Als sie Schneewittchen lebendig vor sich sah beschloss, das eifersüchtige Frauenzimmer sie zu töten. Zunächst mit einem vergifteten Riemen. Später dann einem vergifteten Kamm. Die Zwerge bewiesen jedes Mal Intelligenz und retteten die wunderschöne Königstochter. Beim letzten Besuch der Königin, konnten die Zwerge, das schönste Mädchen der Länder nicht retten. Natürlich erschien die eifersüchtige Stiefmutter verkleidet. Sie lockte Schneewittchen mit einem verzauberten Apfel. Die naive junge Frau biss hinein und kippte scheinbar tot um.

Schneewittchen wurde in einem gläsernen Sag aufbewahrt. Zum Glück, denn das machte ein edler aber zu gleich naiver Prinz aus einem anderen Königreich, auf sie aufmerksam. Er war von der Schönheit der toten Königstochter besessen. Also beauftragte er seine Diener den Sarg mitsamt der Prinzessin auf sein Schloss zu bringen. Auf dem Weg dorthin passierte es dann. Ein tagträumender Diener ließ den Sarg fallen. Schneewittchen fiel dabei heraus und landete unsanft auf dem Boden. Zum Glück. Denn dabei löste sich das Apfelstück in ihrer Kehle. Wie ein Wunder erwachte Schneewittchen aus ihrem Totenschlaf. Der Prinz verlor keine Zeit und nahm die gerade erwachte Prinzessin mit auf sein Schloss.

Gestern feierten mehrere Königreiche die bizarre Hochzeit, die gleichzeitig ein Rachefest war. Denn auch die eifersüchtige Stiefmutter wurde eingeladen. Natürlich erschien sie. Sie musste in glühenden Schuhen solange Tanzen bis sie tot umkippte. Dabei schaute die ganze Gesellschaft zu.

Heute ein Tag später liegt die ehemalige Königin unter der Erde. Schneewittchen und ihr Mann haben vor wenigen Stunden einen Herrschaftsvertrag unterzeichnet. Jetzt herrscht das junge Königspaar über zwei Königreiche.

Peace and Love

Sahra-Latifa Warrelmann

Foto von: Favim.com

Was Liebe ist und was wir für Liebe halten! – Schadet dir deine Beziehung?

Geht es dir manchmal so, dass du glaubst dich mit dem zufrieden geben musst was du hast auch wenn es dir schadet?

Ich spreche hier nicht von deinem Job oder materiellen Gütern, sondern von Beziehungen jeglicher Art.

Hast du das Gefühl, dass eine Freundin oder ein Freund, ein Familienangehöriger oder ein Bekannter sich gar nicht wie ein dich liebender oder mögender Mensch agiert?

Hält sie oder er dich immer wieder auf Distanz verlangt von dir allerdings vollkommene Offenheit?

Gibt er oder sie nur, oder ist sie/er ständig am nehmen und geht nicht auf deine Belange ein?

Wirst du permanent kritisiert aber im Verhältnis kaum gelobt?

Musst du ständig die Initiative ergreifen? Fühlst du dich überwiegend verletzt oder gedemütigt? Fühlst du dich permanent klein oder wirst du ständig auf ein Podest gestellt?

Verhält er/sie sich widersprüchlich zu seinen/ihren Worten oder Taten?

Sagt er/sie das er/sie dich liebt, ist aber nie da wenn du sie/ihn brauchst?

Spricht die Person von Liebe, Respekt und wie wichtig du ihr bist, kümmert sich allerdings kaum um dein Wohlbefinden oder dir wichtige Dinge?

Wenn du mindestens eine Frage mit Ja beantworten kannst, ist es keine Beziehung auf Augenhöhe, auf Gleichheit und schon gar nicht auf Liebe, die du da führst.

Wir nehmen von unseren Eltern,Umfeld und den Medien, die wir konsumieren unsere Definition von Liebe an ohne diese zu hinterfragen. Wenn wir zum Beispiel aus dem Elternhaus sehen wie Mutter und Vater sich abwertend behandeln, indem sie gegenseitige Bedürfnisse ignorieren, sich gegenseitig klein halten, aus Angst der Partner könnte so selbstbewusst werden oder sein, dass er womöglich den anderen nicht braucht und die Beziehung beendet oder sich auf andere Art verletzten, aber gleichzeitig immer wieder beteuern wie sehr sie einander doch lieben und brauchen, nehmen wir als Kind dieses Verhalten und ihre Definition der Liebe an. Das passiert ganz unterbewusst durch Beobachtung. Das selbe gilt auch für Filme in welchen wir sehen, dass meist Frauen sich vollkommen unterwürfig verhalten, selbst wenn der Mann fremdgeht, kein Interesse zeigt und der Mann selbst wenn die Frau permanent mit Eifersuchtsdramen probt, sie dennoch zueinander halten und sich ihre Liebe beteuern.

So kommt es das Milliarden von Menschen mit dem Glauben zu lieben eine Beziehung führen, obwohl sie tatsächlich der Person ihrer Liebe mit respektlosen, angsterfüllten und abwertendem Verhalten entgegen treten.

Wahre Liebe ganz gleich ob wir sie zu Freunden, Familienangehörigen, Bekannte oder Arbeitskollegen empfinden hat allerdings nichts mit dem oben aufgeführten Verhalten gemein. Wer liebt erwartet nicht, fordert nicht und möchte den anderen schon gar nicht verbiegen. Wer liebt schätzt und respektiert kümmert sich und begibt sich immer auf Augenhöhe.

Wer liebt braucht keine Spielchen, keine Macht oder das Gefühl stärker/weiter, als der andere zu sein! Ja, sogar Bildungsunterschiede, Sprachbarrieren, Herkunft, Religion, Ethnie und Werdegang spielt für einen liebenden keine Rolle, da Liebe all das überwindet.

Wenn du dich in einer Beziehung unwohl fühlst, dann hinterfrage sie. Frage dich wirst du aus reinem Herzen geliebt und kannst du selbst aus reinem Herzen lieben oder steckt hinter eurer Beziehung unerfüllte Bedürfnisse, die ihr von einander befriedigt bekommen wollt. Steckt in eurem Interesse füreinander insgeheim der Wunsch nach Aufmerksamkeit, nach Wertschätzung, nach sexueller Befriedigung, nach Zuneigung oder ist dahinter ein materielles Bedürfnis?

Sollte dies der Fall sein, dann wundere dich bitte nicht, wenn die Verletzungen überwiegen oder überhaupt stattfinden, denn Liebe verletzt nicht. Im Gegenteil sie heilt und ist nur am best möglichen Wachstum, der freien Entfaltung des anderen interessiert!

Liebe ist rein, erfüllend und heilend!

Eine Beziehung auf Augenhöhe ist ein Geschenk!

Lass dich nicht verbiegen „nur“ weil du befürchtest alleine zu sein wenn du nicht jeden Menschen annimmst, der dir suggeriert (vormacht) dich zu lieben!

 

Du hast es verdient mit Respekt, Ehrlichkeit & Authentizität geschätzt und geliebt zu werden!

Lass dir von niemanden einreden, dass etwas anderes der Fall wäre!

Und…

… Manchmal ist es besser alleine zu sein, sich selbst den größten Respekt, zu zollen als aus jeder Situation mit einem vermeintlich Liebenden etwas Positives ziehen zu müssen. Ja, sogar danach suchen zu müssen! Jedes Zusammensein sollte mit Liebe gefüllt sein, auch wenn die Momente traurig, schmerzend oder voller Wut sind.

 

Peace and Love

Sahra-Latifa Warrelmann ❤

Wir können etwas ändern… Wollen es aber nicht!

Alles wissen es aber keine handelt. Man könnte das nun Tragik des Lebens nennen, ich allerdings nenne es pure Ignoranz, Lustlosigkeit, Egoismus und Faulheit des Menschen!
Ich bin wütend. Ich bin enttäuscht, nein mehr noch mich widert es an. Was fragst du ist es, das mich all das fühlen lässt.
Es ist die Unvernunft, die Naivität des wohlgenährten Bewohner der westlichen Gesellschaft, mehr noch des Deutschen.
Wo des Mehrheits Unglück, das Schlimmste die Trennung der Eltern war. Wo bereits die Niederlage einer geliebten Mannschaft Tränen und Fäuste hervorbringt. Wo jeder studiert ist, gebildet und meint durch Bücher das Leben zu kennen, ja sogar sich als Fachmensch bezeichnen zu können. Wo jeder meint er hätte das Recht über einen anderen vor allem nicht Europäer zu urteilen, ja ihm sogar das Leben abzusprechen, obwohl er oder sie meist selbst nie gelebt hat. Wo Unglück schon am Morgen auf allen Straßen zu sehen ist, wenn man in die dauerhaft müden Gesichter der Menschen schaut. Alle einsam und doch ständig von anderen umgeben.
Wo alle blind jenen vertrauen, die einem schaden und denen misstrauen, die aus Herzen Gutes geben wollen.
Ich bin traurig, ich bin wütend…

… Weil alle es wissen aber noch immer jeder so tut, als könne er nicht handeln!

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