Radikalisierung Schwache Mitte – starke Extremisten

Linksextreme, Rechtsextreme und religiöse Extremisten – sie sind in jedem Staat zu finden, organisieren sich meist in Gruppen und rufen in der normativen Mitte Angst hervor.

Extremisten vertreten Meinungen und Haltungen, die fernab der gesellschaftlichen Mitte anzufinden sind. Kein Mensch wird als Extremist geboren, allerdings können wir alle uns zu einem entwickeln!

Ein Extremist ist der Auffassung, dass nur eine Wahrheit, eine Weltanschauung existiert, nach der sich die wenigsten halten. Ein Extremist interessiert sich nicht für die Meinungen anderer, er lebt seine eigene. Wann auch immer er kann, äußert er Kritik gegenüber der vorherrschenden Weltanschauung und kämpft je nach Ernsthaftigkeit seiner politischen oder religiösen Haltung gegen die Norm an.

Mit dem voranschreiten der Individualität wächst auch das Bedürfnis nach einer eigenen Meinung und eigenen Werten. Die starke Mitte verliert an Einfluss. Abspaltungen, Subkulturen und kleine Gesellschaften holen auf. Die Stimme des Einzelnen gewinnt an Bedeutung, die der großen Allgemeinheit nimmt ab.

In der Politik ist das Wort Extremist negativ behaftet und macht den Anschein, das Extremismus mit Verbrechertum gleichzusetzen ist.

Der Autor Klaus Kunze allerdings beleuchtet in seinem Werk „Mut zur Freiheit“, den Extremismus von einer anderen Seite. So schreibt er in dem Buch auf Seite 77 „Die semantische Erfindung des Extremismus ist ein Kind polemischer Bedürfnisse wie jeder politische Begriff. Den Gegner plakativ schon mit einem Schlagwort zu diskriminieren hat Tradition.“

Liegt er mit dieser Aussage im Recht oder zählt er auch nur zu den vielen Extremisten, die ihre Haltung relativieren wollen?

Eine entgegengesetzte Haltung zur aktuellen politischen Mitte muss für mich nicht unbedingt mit Extremismus zusammenspielen auch, wenn es gerne von der Politik als solche bezeichnet wird. Schließlich muss nicht immer alles okay sein, was die Politik oder Gesellschaft als Norm oder Richtig definiert. Eine andere Haltung, die der Allgemeinheit nicht schadet, ihr im Gegenteil sogar hilft, allerdings der Politik schadet, halte ich für erstrebenswert.

Wir leben im 21. Jahrhundert, indem der Mensch verstärkt seine Unabhängigkeit als Individuum spürt. Nur logisch, dass gerade diese Unabhängigkeit ich in einer starken Haltung oder einem ernsthaften Glauben zeigt, oder?

Das Wort Extremist, darf wie viele andere Begriffe an neuem Status gewinnen, also sich neu definieren und an die Gesellschaft von heute anpassen. Auch seinen negativen Mantel sollte der Begriff verlieren, stattdessen sollte er genauer betrachtet werden. Die eine Mitte, den einen Rechtensektor und die Linksextremisten gibt es schon lange nicht mehr. Heute verschwimmen die Gesinnungen und sind nicht mehr so einfach zu klassifizieren.

Die normative Mitte darf ihre Angst ablegen und den Menschen als das sehen, was er ist: Ein Wesen mit ausgeprägtem Ego, starkem Willen und dem Wunsch zur Freiheit. Dies muss nicht immer radikal oder bedrohlich sein.

 

Mehr Artikel findet ihr im neuen TheCrazyLife Magazin 🙂

 

Liebe Grüße eure

Sahra-Latifa A. Warrelmann

Durch Elefanten erwacht!

Ich weiß nicht was das Individuum tun kann um Ungerechtigkeiten in dieser Welt abzuwenden, denn jeder muss für sich schauen wie er wirken kann und auf welche Art. Ich kann anders agieren, als du und ein Wohnungsloser ganz anders als jemand mit einem Monatseinkommen von 10.000 Euro.

Ich denke der erste und wichtigste Schritt ist, sich zu informieren und hier spreche ich nicht von den Medien und auch nicht von der Politik. Denn das kann ich dir sagen, Berichte, Nachrichten oder sonstiges wird so gemacht, dass es entweder für den Leser ansprechend ist, ihn beeinflusst, manipuliert und den Auftraggeber gut darstellt. Natürlich kann man Nachrichten lesen und sich auch die unterschiedlichen Berichte zur Meinungsbildung durchlesen, aber man sollte dennoch nicht gleich glauben was zu lesen ist. Vergleiche und entscheide für dich.

Darüber hinaus mach dir selbst ein Bild und das geht nur indem man mit den Menschen spricht. Mit den Menschen, die ihre Familien noch in Afrika haben. Sie sind an der Quelle und präsentieren dir meist authentische und hautnahe Eindrücke umgeschönigt und auch nicht von bester Pixelqualität aber ehrlich. So habe ich Dinge erfahren, die nicht nur mein Weltbild zerstört und zerüttet haben sondern, mir eine andere Sicht als Europäerin gegeben. Mir gezeigt, welche Verantwortung ich doch habe und das nicht nur um Konsum, Nahrungsmittel, Zölle oder Zwiespalt in den Afrikanischen Ländern geht( die meistens nicht vorhanden sind sondern von den europäischen Medien und Politikern propagiert werden).

Es geht um einfache Fragen, die banal klingen aber so viel ausmachen… Eines der interessanten Beispiele war für mich, die Frage nach unseren Tieren im Zoo. Woher kommen diese eigentlich fragte mich ein guter Freund der aus Gambia stammt.

Hast du dich jemals gefragt, woher die Elefanten und Giraffen kommen?

Natürlich habe ich das nicht, denn es war für mich selbstverständlich,dass unsere Zoos gefüllt mit exotischen Tieren sind, die wir irgendwo abgekauft oder ja bekommen haben. Warum sollte ich mir darüber auf Gedanken machen? Wir als Europäer besitzen alles und außerdem habe ich doch andere Probleme, wie Miete zahlen und etc. da gäbe es doch weitaus wichtigeres? ! Dachte ich zumindest.

Bis mir die Augen geöffnet wurde und er mir dabei lachend sagte:

„Natürlich macht ihr euch darüber keine Gedanken, bei uns aber ist das täglich Brot. Zu uns kommen irgendwelche Weiße, in irgendwelchen Anzügen, mit Ausweißen die besagen, dass sie Forscher, Jäger oder sonst irgendwelche angeblich wichtige Menschen sind. Meist kennen wir sie nicht und auch die Regierung weiß über ihre Aufträge nichts. Aber ist das wichtig? Nein, denn sie haben Geld. Sie bezahlen den, dann bezahlen sie den und schon können sie einfach mit ihren Aktenkoffern, auf unsere Grundstücke antreten. In diesen haben sie dann irgendwelche Spritzen, gefüllt mit irgendwelche Medikamenten, die sie dann unseren Tieren verabreichen. Der Forschung wegen! Zwei Tage später können wir dann beobachten wie eine ganze Elefantenherde dahin rafft, weil sie ihnen irgendwas gespritzt haben, was sie gar nicht vertragen. Egal! Jetzt wissen sie aber, das das Mittel nicht wirkt. Das Schlimme daran ist, dass die Kadaver von anderen Tieren gegessen werden, die dann das infizierte Fleisch und den seltsamen Erreger in sich tragen. Na ja und diese Tiere,essen wir für gewöhnlich. Wir können nicht wissen, welches Tier infiziert ist, weil wir a) nicht die Mittel haben, jedes Tier zu kontrollieren und b) viele so dermaßen an Hunger leiden, dass sie keine andere Wahl haben, als das zu essen, was wir jagen. Und, was passiert dann, wir werden infiziert und raffen dahin. Aber wenn interessiert das? Keiner, denn letztendlich geht es doch nur darum, dass der Europäer forschen kann und irgendwelche Heilmittel für Krankheiten findet, die er selbst gezeugt hat. Oder sich auf andere Art unsterblich machen kann, sieh den Paypal Milliardär der Millionen in Blutplasma Forschung investiert, damit er von jüngeren Menschen Blut anzapfen kann um ewig zu leben. Da geht das Geld rein. Darin wird investiert und als Krönung nehmen sie noch unsere gesunden Tiere mit nach Europa, damit ihr sie die ganze Zeit anschauen könnt. Natürlich haben diese auch kein tolles Leben in euren Zoos und verenden auch hier meist, auf unnatürliche Weise.

Das alles passiert, weil niemand hinschaut. Weil niemand sich Gedanken macht und weil man alles für selbstverständlich sieht. Die Kriege sind nur die Auswirkung, der ganzen Katastrophen, der ganzen „Selbstverständlichkeiten“ die zuvor angerichtet werden.Natürlich sind wir wütend. Natürlich fordern wir Gerechtigkeit und wollen als Menschen angesehen werden. Natürlich versuchen wir uns dagegen aufzulehnen. Aber was passiert? Wir werden versklavt, werden in Bürgerkriege getrieben oder zerbombt, unter den Deckmantel, der Verhinderung des Ausbruchs des Terrors. Man gibt uns einen bösen Namen, lässt uns als dumm, unwissend abstufen. Hält uns von Universitäten ja gar von Europa fern. Schließlich dürfen wir selbst heute nicht legal einreisen, selbst wenn wir Geld in der Tasche haben, gültige Papiere, werden wir in Flüchtlingsheime gesteckt und müssen auf unsere Asyl warten. Und das, passiert nicht erst seit gestern, sondern seitdem der Weise mit seinen Schiffen in unsere Länder eingereist ist. Hier spreche ich nicht nur von Afrika, nein es geht auch um Australien, Asien und der ganze Amerikanische Kontinent. Ausgebeutet unter dem Deckmantel der Zivilisation.“

In diesem Moment, wurde mir bewusst, wie die Welt tatsächlich tickt, das alles was ich lernte, eine Lüge war, um das aufrecht zu erhalten, was wir seit Jahrhunderten zu verteidigen versuchen, unsere Macht, unseren Reichtum und unseren Stand! Denn wie heißt es so schön, die Geschichte wird von den Siegern geschrieben und wir, wir die Europäer (auch die Amerikaner, die einst Europäer waren), sehen uns bis heute als die westliche, zivilisierte Welt der Sieger! Der Menschen, bei denen volle Supermärkte, Medikamente, Forschung, prunkvolle Kleider, 5 -Türige Kleiderschränke bis heute Selbstverständlichkeiten sind!

Peace and Love

Sahra-Latifa Warrelmann

Bild von Tagesspiegel  (von mir bearbeitet)

Artikel: Bluttransfusion- Ewig leben

Wir können etwas ändern… Wollen es aber nicht!

Alles wissen es aber keine handelt. Man könnte das nun Tragik des Lebens nennen, ich allerdings nenne es pure Ignoranz, Lustlosigkeit, Egoismus und Faulheit des Menschen!
Ich bin wütend. Ich bin enttäuscht, nein mehr noch mich widert es an. Was fragst du ist es, das mich all das fühlen lässt.
Es ist die Unvernunft, die Naivität des wohlgenährten Bewohner der westlichen Gesellschaft, mehr noch des Deutschen.
Wo des Mehrheits Unglück, das Schlimmste die Trennung der Eltern war. Wo bereits die Niederlage einer geliebten Mannschaft Tränen und Fäuste hervorbringt. Wo jeder studiert ist, gebildet und meint durch Bücher das Leben zu kennen, ja sogar sich als Fachmensch bezeichnen zu können. Wo jeder meint er hätte das Recht über einen anderen vor allem nicht Europäer zu urteilen, ja ihm sogar das Leben abzusprechen, obwohl er oder sie meist selbst nie gelebt hat. Wo Unglück schon am Morgen auf allen Straßen zu sehen ist, wenn man in die dauerhaft müden Gesichter der Menschen schaut. Alle einsam und doch ständig von anderen umgeben.
Wo alle blind jenen vertrauen, die einem schaden und denen misstrauen, die aus Herzen Gutes geben wollen.
Ich bin traurig, ich bin wütend…

… Weil alle es wissen aber noch immer jeder so tut, als könne er nicht handeln!

Frei Meinung, öffentliches Interesse oder doch Verletzung der Persönlichkeitsrechte?

Wie weit darf die Presse gehen wenn es um die illustrierte Berichterstattung geht?

Caroline von Hannover, Prinzessin von Monaco und Hannover löste in den 1990-er Jahren Entrüstung, Angst und Sorge in der Medienwelt mit ihrem Vorgehen gegen Paparazzi-Fotografen und der Boulevardpresse aus. Die Presse hatte Fotos von Caroline von Hannover veröffentlicht, die sie und ihre Familie in privaten Situationen zeigten. Die Prinzessin fühlte sich in ihrer Privatsphäre verletzt, vor allem die Fotos auf welchen ihre Kinder abgebildet waren, wollte sie nicht in den Medien wiederfinden. Auch eine Person der Öffentlichkeit verdient ungestörte Privatsphäre, die nicht in aller Munde diskutiert wird, vertrat die Fürstentochter und zog gemeinsam mit ihrem Ehemann Ernst August von Hannover und dem Anwalt Prof. Dr. Matthias Prinz vor Gericht. Der Prozess zog sich durch unterschiedliche Instanzen. Angefangen vom Bundesgerichtshof im Jahr 1995 bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, große Kammer (EGMR, große Kammer), wo am 7. Februar 2012 das Urteil gesprochen wurde.

Ein langjähriger Prozess, der zu Jubel und Entrüstung sowohl seitens Caroline von Hannover als auch der Presse führte, da sich der deutsche Bundesgerichtshof und der EGMR im Urteil unterschieden. So obliegt die Entscheidung wer zur absoluten Person des Zeitgeschehens gehört, laut Rechtsprechung des BVerfG vor 2004, der Presse während der EGMR die Definition der „absoluten“ Person des Zeitgeschehens in Frage stellte und unabhängig davon beschloss, dass die Privatsphäre in jedem Fall geschützt werden soll. Außerdem waren sich beide Höfe uneinig darin ob die Berichterstattung der Unterhaltung, der Öffentlichkeit dienen darf und diese zur Meinungsbildung wichtig ist. Der BVerfG sprach sich für die Unterhaltung aus während der EGMR die Berichterstattung über Personen im öffentlichen Leben nur eingeschränkt genehmigte.

Dies sorgte vor allem bei der deutschen Presselandschaft für Verwirrung, da Deutschland laut Vertrag den Urteilen des EGMR folgen muss, es seiden es liegt eine aussagekräftige Begründung vor. In diesem Zug appellierten 60 Chefredakteure und Zeitschriftenverleger mittels einer bundesweiten Kampagne im Jahr 2004 an das Bundeskabinett. Mit dem Leitsatz, „Herr Bundeskanzler, stoppen sie die Zensur sprachen sie sich für klare Verhältnisse aus, da sie durch das Urteil der EGMR befürchteten, Ereignisse die die Öffentlichkeit nicht nur interessieren sondern auch tangieren nicht mehr thematisieren. Politiker und andere Prominente seien zwar an der positiven Berichterstattung interessiert, da sie mit ihrer Hilfe Ruhm erhalten, befinden sie sich aber durch eigenes Fehlverhalten auf der Anklagebank wollen sie davon nichts in den öffentlichen Medien sehen. Das käme gerade Politikern zugute vor allem Gerhard Schröder dem damaligen Bundeskanzler, der sich immer wieder über die Vorgehensweise der Presse aussprach.

Da sich die Berichterstattung aufgrund von Unsicherheiten nach dem Caroline-Urteil nicht wirklich veränderte, stellte der EGMR 2012 ein Konzept auf, das klärte wann welche Berichte aufgrund öffentlichem Interesse zulässig sind und wann nicht. So darf das Privatleben eines Prominenten nicht zur Unterhaltung dienen aber zur Meinungsbildung.

Nicht nur die Gesetzeslage hat sich durch die Caroline-Urteile verändert, auch der Pressekodex, der für jeden Journalisten als Leitfaden dient wurde 2013 angepasst. Ziffer 8 des Pressekodex, welche sich mit dem Schutz der Persönlichkeit befasst weißt in der Fassung vom 13.03.2013 im Vergleich zur Fassung vom 27.11.1991 im Bezug auf Prominente Veränderungen auf. Ziffer 8 aus dem Jahr 1991 ist kürzer und weniger detailliert formuliert als die Neuverfassung aus dem Jahr 2013. Außerdem steht im Jahr 2013 die Persönlichkeitsrechte im Vordergrund. So hieß es im Jahr 1991 „Dabei ist zu prüfen, ob durch eine Veröffentlichung Persönlichkeitsrechte Unbeteiligter verletzt werden.“ während man 2013 davon sprach, dass das Informationsinteresse der Öffentlichkeit dem Schutzinteresse des Menschen überwiegen muss. Ebenso wurden drei weitere Punkte der Ziffer 8 hinzugefügt, die unter anderem das Sensationsinteresse definieren und die Persönlichkeitsrechte explizierter schützen.

Die Berichterstattung von Prominenten ist noch heute ein Thema, das immer wieder in Diskussion steht. Gerade in Hinblick auf die digitalen Medienwelt, da es heutzutage einfacher den je ist private Einblicke, aus dem Leben der Prominenz zu erhalten oder gar zu verbreiten. Es bleibt spannend wie sich die nächsten Jahre der Presse und Berichterstattung entwickeln. Schwierig bleibt es allemal, da in der Pressefreiheit und dem Persönlichkeitsrecht, zwei Welten aufeinander prasseln.

Sahra-Latifa Warrelmann

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Caroline-Urteile

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/caroline-urteil-die-neue-relativitaets-theorie-des-bgh-a-470271.html

http://journalistik-journal.lookingintomedia.com/?p=57

https://www.welt.de/vermischtes/article1812541/Verfassungsgericht-staerkt-Pressefreiheit.html

http://www.zaoerv.de/65_2005/65_2005_1_b_239_256.pdf

http://www.mainzer-medieninstitut.de/veranstaltungen/2004-10-22-caroline-urteil-des-egmr.php

https://www.berliner-zeitung.de/pressefreiheit-versus-persoenlichkeitsrecht-caroline-urteil—ein-strassburger-gericht-hat-die-moeglichkeiten-eingeschraenkt–ueber-prominente-zu-berichten–deutsche-verleger-und-journalisten-fuerchten-zensur–die-bundesregierung-soll-berufung-einlegen–15539376

http://www.taz.de/!5101241/

http://www.budrich-journals.de/index.php/gwp/article/view/8090

https://de.wikipedia.org/wiki/Caroline_von_Hannover

Ehe für alle – Gleichberechtigung für alle?

Guten Morgen ihr Lieben :*

Die Ehe für Alle ist durch! Was für ein Meilenstein in der deutschen Geschichte, oder?
Wie wäre es jetzt noch mit Reiseerlaubnis für alle Menschen, nicht nur für EU, US-Bürger und andere Nationen der „First World!

Ich bin für das Recht aller, dorthin zu gehen, wohin auch immer man möchte, sofern man sich an die Gepflogenheiten und Gesetze des Landes hält.

Oder wie wäre es mit Gleichberechtigung aller Menschen, weltweit?
Ja zugegeben, das ist ein hartes Projekt, aber wäre es nicht endlich an der Zeit? Könnte 2017 nicht nur das Jahr von Trump, Terroranschlägen und Ehe für alle sein, sondern auch das Jahr indem sich die Weltbevölkerung zusammenschließt und jeden Menschen als vollwertigen Mensch ansieht?

Freiheit für alle! Wird dies auch ein Traum sein der erst in den nächsten hundert Jahren erfüllt werden kann, oder können wir schon vorher dem Kampf für Gleichberechtigung ein Ende setzen?

Gratulation an alle, die für die Ehe aller gekämpft haben. 💪💜

Love and Peace & and don’t forget the peaceful revolution! – Join it! 💜

Habt einen wunderschönen Tag ✌💙

In der Sprache steckt der Rassismus… Die Angst auf allen Seiten!

Hallo Mensch,

ich möchte dich auf eine kleine Reise mitnehmen. Eine Reise in eine andere Welt, die dir vielleicht bekannt aber irgendwo verschlossen ist. Du brauchst dafür kein Gepäck, kein Geld oder ein Ticket, alles was du brauchst, ist deine Vorstellungskraft.

Stell dir vor, du bist gerade einmal ein paar Monate alt. Deine Eltern haben dich voller stolz erwartet. Sie halten dich in ihren Armen und freuen sich über jedes Lächeln, das über dein Gesicht huscht. Ich liebe dich, sagen sie dir und wollen dich kaum aus den Händen legen. Du wächst in einem behüteten Umfeld auf. Du eignest dir das Laufen, Springen, Essen und Sprechen an. Von deiner Familie lernst du Worte aneinander zu reihen und zu Sätzen zu formen. Natürlich sprichst du in der Sprache deiner Umgebung. Das Wort der Mutter. Du lernst dich auszudrücken und zu verständigen. All das passiert rasant, da dein „kleines“ Gehirn schnell neue Bahnen knüpfen kann.

Nun bist du sechs Jahre alt, die Einschulung steht kurz bevor. Ganz aufgeregt freust du dich auf dein neuen Alltag. Die Schule ist für dich vergleichbar mit einem Schloss, dass dir ermöglicht deine Fähigkeiten auszubauen. Du lernst zu schreiben, zu rechnen und befasst dich spielerisch mit dem Lösen von Aufgaben. Der erste Schultag steht kurz bevor. Am Abend zuvor konntest du kaum deine Augen schließen. Mehrere Male betrachtest du deinen neuen Schulranzen, der mit allen möglichen Dingen, die du zum Lernen brauchst gefüllt ist. Auch deine Kleidung strahlt vor Glanz. Dein Eltern hatten sich abgemüht, um dir eine neue Schulkleidung kaufen zu können. Noch vor zwei Tagen, stand deine Mutter im Zimmer und wusch mit ihren Händen deine neuen Hosen und bügelte dein Hemd faltenfrei.

Noch ein paar Minuten, dann darfst du das Schulgebäude betreten. Du bist ganz aufgeregt und wartest mit den anderen 1. Erstklässlern vor den scheinbar riesigen Schultüren, bis dein Name aufgerufen wird und du einer Klasse eingeteilt wirst. Endlich sitzt du im Klassenzimmer. Die Lehrerin tritt in dein neues Klassenzimmer, was ab heute dein zuhause, für ein paar Stunden am Tag sein wird. Sie begrüßt euch, doch du verstehst nichts. Du bist verwundert, fragst dich ob du dich verhört hast oder vielleicht in der falschen Klasse bist. Auch die anderen Kinder schauen verwirrt umher. Erneut spricht die Lehrerin etwas in einer Sprache, die du nicht verstehst. Plötzlich fällt dir der Ausflug, in die Stadt mit deinem Vater ein, dort hatte er mit einem Geschäftsmann in dieser unbekannten Sprache gesprochen. Nach ein paar Sekunden klärt die Lehrerin, euch auf. In der Sprache, die du zuhause gelernt hast und jeder in deiner Umgebung sprichst, sagst sie dir, dass nun mehr nicht die Sprache deiner Eltern deine Muttersprache ist, sondern die Sprache, die sie eben gesprochen hatte. Du verstehst zwar ihre Worte, aber kannst den Sinn nicht nachvollziehen. Wie kann eine Sprache, die dir fremd ist nun deine Muttersprache sein?  Wie sollst du so schnell lernen und verstehen?

Du stellst der Lehrerin, die Fragen, die dich beschäftigen. Mit einem Lächeln antwortet sie dir:Ich verstehe dich, doch unsere Muttersprache wird nicht als Amtssprache akzeptiert. Wir müssen eine Sprache sprechen, die Menschen sprechen, die wir nie zu vor gesehen haben!“ Warum, fragst du dich. Auch auf diese Frage hat die Lehrerin eine Antwort:

Weißt du, vor einigen Jahrzehnten, kamen Männer in unsere Land. Sie nahmen uns alle Rechte, versklavten unsere Frauen, Kinder und Männer. Sie sprachen uns das Leben ab. Mit ihren Waffen, töteten sie jeden, der nicht ihre Religion und Kultur annehmen wollte. Sie zerrissen Familien und verschifften Menschen in andere Länder. Sie nahmen ihnen Heimat, Rechte und Freiheit. Es gab nicht mal einen Grund, sie sahen es als ihrer Bestimmung. Sie besiedelten unsere Länder und zwangen uns ihre Sprache zu sprechen. Wer sich weigerte musste sterben oder wurde gefoltert.“

Die ganze Klasse ist still bei den Worten der Lehrerin. Ein Junge in der letzten Reihe bricht das Schweigen. „Warum müssen wir noch heute ihre Sprache sprechen, wenn diese Männer schon längst tot und weg sind?“ Wieder lächelte die Lehrerin und antwortete:

Weil die Nachfahren der Männer noch immer glauben, wir wären nicht fähig alleine zu leben. Sie glauben wir bräuchten ihre Hilfe um zivilisiert zu sein. Sie glauben, wir hätten nur einen Überlebenschance wenn wir sind wie sie. Erst wenn wir arbeiten, schlafen, sprechen und glauben wie sie es tun, werden sie uns als Menschen ansehen. Doch in Wirklichkeit ist es nur ein Vorwand. Sie sehen uns niemals als Menschen an. Wir sind die zweite Klasse, wir sind die Menschen, die nicht mal in den Schulen ihre eigene Sprache lehren dürfen. Wir werden noch heute von Länder beherrscht die Kilometer von uns entfernt sind. Die niemals in unseren Regionen gelebt haben, die nicht wissen, wie wir unseren Alltag gestalten, welche Probleme wir behandeln müssen, welche Anforderungen wir meistern müssen und letztendlich wer wir überhaupt sind. Sie haben uns eine Identität gegeben und uns unsere eigene entzogen. Sie nehmen uns unsere Ressourcen und schüren Hass in unsere Gemeinden. Noch heute drohen Sie uns mit Tod und Leid, benehmen wir uns nicht nach ihren Maßstäben.

Sie lassen, Männer und Frauen an ihren Grenzen ertrinken, die nichts weiter als ein Recht auf Leben wollen, aber kommen in unsere Länder und benehmen sich als wäre unser Kontinent ein Einkaufsgeschäft. Als könnten sie sich alles nehmen, denn es steht ihnen „ja“ alles zu. Bis heute wissen wir nicht, warum sie glauben diese Rechte zu besitzen. Sie bestimmen über richtig und falsch nach ihren Maßstäben und lassen andere Ansichten gar nicht zu. Denn schließlich sind, sie das zivilisierte Volk. Ein Volk, für das Geld mehr bedeutet als der Mensch.

Ich liebe Schüler, muss euch heute eine Sprache lehren und Geschichten erzählen, die nicht unsere sind, weil ein Teil der Welt denkt, Gott zu sein.

Ihr liebe Schüler müsst mit dem Glauben aufwachsen, ihr seid nur Kinder und später Männer und Frauen zweiter Klasse. Ihr werdet niemals die Möglichkeit auf ein Studium, eine Arbeit oder Ausbildung bekommen, weil ihr niemals genug Geld verdienen werdet. Warum? Weil wir noch immer Sklaven der sogenannten ersten Welt sind.“

Lieber Reisender,

ich habe dich in eine Welt mitgenommen, die echt ist. Es ist unsere Welt. Auf meinen Reisen durch die Geschichte der Menschen bin ich auf unterschiedliche Personen, mit verschiedenen Erfahrungen gestoßen. Ich habe Leid gesehen, habe die Wahrheit gespürt und die Realität erkannt.

Mir wurde in der Schule beigebracht, Afrika sei der arme Kontinent voller Krieg, Leid und Hunger. Die Menschen dort seien entweder, Vergewaltiger, Mörder und andere Kriminelle oder arme verwaiste Kinder. In den Medien wurde ich zeit meines Lebens von Bilder überschüttet, die Blähbauch zeigten, Leichenstücke und Löwen, wenn es um Afrika ging. Noch heute glaubt so mancher Afrika ist ein Land und kein Kontinent bestehend aus 54 Länder. Viele wissen nicht einmal, dass jede einzelne Nation ihre eigene Kultur, Sprache und Entwicklung hat. Die meisten glauben, alle sind schwarz und gleich. Sie glauben, die Bewohner dieses Kontinents kennen nichts außer Elend und Leid und wären ausschließlich zu Gewalttaten fähig. Sie hätten aufgrund ihrer Armut keine Bildung, kein Wissen und keine Fähigkeiten. Für mich war es selbstverständlich dass in den ehemaligen Kolonien, die Sprache der Kolonialländer gesprochen wurde. Ich sah es immer als praktisch an, mit dunkelhäutigen in Englisch, Französisch oder deutsch sprechen zu können. Ich hatte mich nie gefragt, was ihre Muttersprache ist und warum sie so gut eine europäische Sprache sprechen können.

Es war doch klar. Aber wenn ich mir vorstelle, ich wäre mit Deutsch im Kindergarten und zu Hause aufgewachsen und in der Schule müsste ich plötzliche Mandinka, Idoma oder arabisch sprechen, würde ich mir auch total dumm vorkommen.

Denn, was wir alle vergessen ist:

Im Kontinent Afrika, gibt es sicherlich Menschen, die durch die von Europa und Amerika geschürten Kriege, nun psychisch gestört sind und ihre Landsleute und andere töten, misshandeln und Missbrauchen oder einfach schon mit einem gewissen Gewaltpotenzial geboren werden. Doch bei der Anzahl der Menschen, ist das nur ein kleiner Prozentsatz. Es gibt solche und solche. Was der Großteil von ihnen allerdings nicht ist, ist dumm.

Wenn ich mir überlege, dass die meisten von ihnen 4- 7 Sprachen fließend sprechen, mit ihren Händen, Plantagen pflegen, Häuser bauen, Straßen und Städte planen und das all ohne Hilfsmittel wie wir sie in der westlichen Welt kennen, dann muss ich meinen imaginären Hut vor Respekt ziehen.

Ich schaffe es nicht einmal für das Abitur eine dritte Sprache fließend zu lernen, weil es meinen Verstand überfordert. Ich kann mir auch nicht zutrauen, ein komplettes Haus mit Wasserversorgung und Elektrizität zu bauen ohne einen Techniker oder das Internet um Hilfe zu bitten. Ich wüsste nicht einmal wie ich aus den Rohstoffen brauchbare Wände formen könnte.

Wir haben hier in der „ersten Welt“ alle Privilegien und müssen kaum noch irgendetwas selbst tun. Ein Besuch im Supermarkt und schon ist für Nahrung gesorgt, beim Arzt wird auf unsere Gesundheit geachtet, die öffentlichen Verkehrsmittel, das Auto und andere Fahrzeuge bringen uns von A nach B, wir sind überall mit Menschen durch das Internet verbunden, unsere Heizung hält uns warm, nicht einmal laufen müssen wir noch, bei den neu modernen Spielzeugen, mit denen unsere Kinder durch die Straßen ziehen.

Wir haben alles was wir brauchen und darüber hinaus. Selten müssen wir unser Gehirn wirklich anstrengen und tatsächlich für unser Überleben kämpfen.

Oder wann bist du das letzte Mal auf offener Straße mit einer Waffe bedroht wurden? Wann hast du dich das letzte Mal vor einem Bombenhagel verstecken müssen? Ist bei dir auch gestern einfach jemand in dein Haus eingebrochen und hat deine Familie, vor deinen Augen getötet, vergewaltigt und gefoltert? Musstest du heute morgen auch um 3 Uhr aufstehen, um dir sauberes Wasser am Fluss 10 km von dir entfernt, zu schöpfen? Hast du auch das letzte Mal vor 3 Monaten entscheiden können ob du Saft oder Wasser trinkst, weil kein Geld da ist? Wirst du heute auch den Beamten mit deinem letzten Geld bezahlen, dass du sicher in die nächste Stadt reißen darfst? Müssen deine Kinder heute wieder für einen Euro Landsleute und Touristen die Beine breit machen, damit die Familie essen kann? Wenn du abends auf den Weg nach Hause bist, hast du dann auch Angst, dass wie gestern ein guter Freund, auch du entführt wirst, aufgeschnitten und deine Organe entnommen werden, weil in irgendeinem Land, jemand eine neue Niere braucht und dafür Millionen zahlen kann, dem es vollkommen egal ist, woher das Organ stammt?

Ich weiß nicht, wenn ich jeden Tag mit der Bahn fahre, von A nach B komme, ist meine größte Sorge ob die Bahn oder der Bus mal wieder Verspätung hat. Ganz schlimme Ängste bekomme ich zu Verkaufsoffenen Sonntagen. Ein Familienfest für groß und klein. Wenn alle am siebten Tag in die Stadt rennen. Weil es Luftballons und Rabatte gibt, kauft sich manch einer irgendetwas, von dem er noch gestern gesagt hat: „oh das brauche ich nicht und ist eigentlich zu teuer.“ Was mir daran Angst macht ist, dass von Montags bis Samstags und in manchen Regionen auch bis Sonntags, die Geschäfte geöffnet sind und somit fast jederzeit die Möglichkeit geboten wird, die Stadt aufzusuchen und shoppen zu gehen. An Verkaufsoffenen Sonntagen, wird die Zeit nicht in Ruhe mit der Familie genutzt, nein sie wird zum sinnlosen Geldausgeben mit der Familie genutzt. Juhu. Jedem das seine, warum es mich nervt und ich Ängste bekomme ist:

Alles ist voller Menschen und mein Bus hat Verspätung, weshalb ich meine Anschlussbahn nicht bekomme und wie du ja von meinen vorherigen Worten weißt, ist die Sorge eine Bahn zu verpassen meine größte und einzige Angst. Ich habe sogar mal einen gesehen, der vor Angst, die Bahn könnte nicht kommen, 20 Minuten verärgert und wütend ins Telefon brüllte. 20 Minuten brauchte er, um den Schock der verpassten Bahn zu verdauen.

Ein paar Wochen zuvor war ich in einem Einkaufsgeschäft, auf der Suche nach einem Deo, lief mir eine Mutter mit 2 Kindern entgegen. Das kleinere Kind stand in der Spielzugabteilung und wollte irgendwas glänzendes haben. Seite Mutter lehnte das ab und bat ihm zu folgen. Sie durchquerten die Regale, als der ältere Junge fragte: Mama warum sind wir hier, wenn wir nichts brauchen?“ (Kinder sind sooo intelligent) Da meinte die Mutter plump: „Wir brauchen nichts, aber vielleicht könnten wir ja was gebrauchen.“

Dabei huschte ein Lächeln über mein Gesicht. Wir könnten ja was gebrauchen! Ja ich meine wenn man Langeweile hat, sein Geld ausgeben will und seine Lebenszeit mit dem kaufen von sinnlosen Dingen, die man in seiner Wohnung horten kann, nutzen will, ja gerne. Aber warum behauptet dann die Bevölkerung, sie wäre arm? Es ginge ihnen so schlecht?
Es geht uns so schlecht, dass der Großteil sogar noch Sonntags shoppen kann und somit die Wirtschaft ankurbelt. Selbst der Harz 4 Empfänger nimmt bei solchen Veranstaltungen teil und der Obdachlose profitiert durch die kauffreudigen Massen.

Vor ein paar Wochen bekam ich eine Nachricht eines deutschen Bürgers… ich erwähne das, weil es die erste ehrliche Antwort ist, die ich seit der ganzen Flüchtlingsdebatte und Islampropaganda gehört habe.

Er sagte er hätte nichts gegen die ankommenden Menschen, er glaubt auch nicht dass jeder einzelne böse ist und ihm sein Leben nehmen wird. Es gibt viele, die einfach nur ein besseres Leben wollen und das hier in Deutschland. Wer kann ihnen das schon verübeln. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass sie uns vertreiben werden. (Bei diesem Satz wollte ich schon aufhören zu lesen, weil ich dachte es würde sich wieder um eine dieser Hetztiraden handeln, aber ich las weiter.) Sie werden uns vielleicht nicht mit Waffen vertreiben aber mit Intelligenz. Die Menschen, die hier hergekommen sind, haben gelernt zu überleben und das unter den schlimmsten Umständen. Sie haben Dinge gesehen, die wir nun durch das Fernsehen kennen und stehen dennoch gerade da. Das sind starke Menschen, die zu besseren Gegebenheiten, noch größere Taten vollbringen können.Während unserer Jugend beigebracht wird zu folgen. Sie verblöden durch Medien, haben keinen Bezug mehr zu der Realität und müssen sich durch das was sie besitzen profilieren. Sie wissen nicht was es bedeutet zu leiden oder auf etwas zu verzichten, da die meisten alles haben und noch mehr. Und wenn es heißt der Stärkerer gewinnt, dann wären es sicherlich nicht sie.

Mir gaben die Worte sehr zudenken, weshalb ich auch für mich beschloss die andere Seite zu sehen, mich mit Menschen aus Afrika beschäftigte. Denn auch wenn ich selbst halb Afroirgendwas bin, habe ich die Kultur so nicht erlebt. Ich bin in den Genuss der europäischen Erziehung gekommen.

Ich lernte Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennen und ich war überrascht und bin es an manchen stellen immer noch. All das was ich gelernt hatte, traf nicht zu.

Ich wurde nicht in einem Flüchtlingsheim vergewaltigt oder musste bei einem Moslem still in der Ecke sitzen. Ich wurde nicht geschlagen oder bedroht. Jeder von ihnen war/ist respektvoll und verständnisvoll. Natürlich unterscheiden sich unsere Kulturen sehr.

Es gab Momente wo ich dachte, okay jetzt haut der mir eine in die Fresse oder ist total aggressiv, aber das war gar nicht so. Es war die Art zu gestikulieren und etwas zu formulieren, die ich nicht kannte. Natürlich gab es auch wegen der Sprache Missverständnisse, die manchmal zu hitzigen Diskussionen führten, wo wir dann am Ende merkten, dass wir uns nicht beleidigen wollten sondern eigentlich zustimmten. Hätten nicht beide Seiten versucht die Missverständnisse durch andere Worte, Übersetzer und Co aus der Welt zu schaffen, hätten so mache Gespräche sicherlich bei mir den Eindruck hinterlassen, dass der ein oder andere mega einen an der Klatsche hat. Natürlich haben sie in manchen Dingen unterschiedliche Ansichten, aber das habe ich auch mit meinem Nachbar und dennoch mag ich ihn. Ja das ist halt so bei Individuen.

Ich habe in den letzten Monaten viel gelernt unter anderem:

– Wir Europäer sind nicht unschuldig

– Afrika ist nicht unschuldig

– Der Mensch ist nicht unschuldig

Und wir haben alle aus unterschiedlichen Gründen Angst miteinander zu kommunizieren. Der Deutsche fürchtet sich vor dem Afrikaner und Muslimen, der das Land einnehmen kann und der Afrikaner und Muslime fürchtet sich vor dem Deutschen, der sein Geld dazu nutzt mit Waffen Krieg anzuzetteln.

Jeder hat einen Grund sich zu hassen oder besser zu sein als der andere. Jede Seite glaubt im Recht zu stehen und über Fairness zu entscheiden. Fakt ist, beide Seiten agieren vollkommen Falsch.

Wir sollten aufeinander zu gehen, aufhören uns irgendwas in die Schuhe zu schieben. Anfangen einander zuzuhören und endlich für Gleichheit einstehen. Wir sollten beginnen uns mit der Wahrheit auseinanderzusetzen und nicht jeden Tag uns mit Lügen zu dröhnen. Wobei viele mittlerweile den Fernseher nicht mehr anschalten können, weil sie wissen es kommt nur Schrott darin.

Trauen wir uns doch zu sagen wovon wir uns fürchten.

Sagen wir endlich uns macht Angst, dass sich alles rasant verändert. Dass Arbeit alles ist, Firmen über Gesetze entscheiden und alle scheinbar den Bach runter geht. Sagen wir endlich, dass wir es nicht in Ordnung finden, dass geisteskranke Menschen gewählt werden müssen, damit überhaupt jemand merkt, dass was schief ist. Sagen wir doch, dass wir nicht aus Protest wählen wollen, sondern weil wir tatsächlich eine Wahl haben.

Warum geben wir nicht zu, dass ein Großteil der westlichen Bevölkerung, schon ein Kreuzchen gesetzt hat und auf die Rente besser den Tot wartet? Weshalb können wir nicht sagen, dass ein Wochenende nicht reicht um sich auszuruhen und mit dem Stress zurecht zu kommen?

Nein da erfinden wir lieber Slogans wie „Lebe im Moment“, kreieren Bezirke wie den Silicon valley, wo Menschen schon bei ihrer Arbeit leben und für den Schlafplatz, die Lebensmittel ein halbes Vermögen ausgeben und dann behaupten frei zu sein. Wir schreien nach Freiheit, Individualität und Veränderungen in den Systemen aber wagen uns nicht die Schritte dafür zu gehen.

Egal ob schwarz oder weiß, aus Amerika, Afrika, Europa, Asien oder Australien, warum lassen wir zu, dass wir uns vom Geld versklaven? Warum machen wir all das mit? Und warum ist unsere Furcht vor der Veränderung und damit den Verlust der Sicherheit größer als der Wunsch nach Freiheit und Glück?

Es reicht nicht Ratgeber über das Glück und Frieden zu lesen, erst unsere Taten lassen unsere Worte wahr werden.

Anstatt uns anzufeinden und Dinge zu finden warum wir uns hassen und damit unser aller Leben durch, Terror, Gewalt, Psychoterror, Krieg, Mord usw. zu erschweren, könnten wir doch mal Anfangen die Energie in Lösungen zu stecken? Anfangen Gemeinsamkeiten zu finden und diese Auszubauen? Anstatt permanent an den Fehlern zu zerbrechen?!

Ich finde es schade, dass wir weltweit versagen, doch noch schlimmer finde ich, dass wir glauben alle dabei im Recht zu liegen.

Noch ein kleiner Gedankenanstoß:

Ein weiser Mann sagte mir einmal folgendes:

Seitdem der weiße Mann, den schwarzen Mann als Frei gesprochen hat, bezeichnet er ihn als böse, unmündig und dumm. Er hat ihm zwar die Freiheit geschenkt, aber sein Leben kontrolliert er immer noch.“


Was haltet ihr von dieser Aussage?

Nun könnte ich ewig über Rassismus, die folgen der Industrialisierung und des Imperialismus schreiben, denn das Thema ist weitläufig und kontrovers. Es trägt viele Lügen aber auch Wahrheit. Es darf nicht nur von einer Seite betrachtet werden. Doch eines steht für mich fest, wer die letzten Jahrhunderte verdrängt und glaubt, die Geschichte würde sich nicht wiederholen oder sei Grund für die heutige Situation, der ist blind und wird niemals in der Lage sein, etwas zu verändern.

Wir müssen verstehen lernen, dass unser Handeln folgen hat und nicht nur für uns. Alles hat eine Auswirkung und wenn ich dich Konsequenzen heute nicht spüre, kann ich mir dennoch sicher sein, dass ich oder ein anderer sie irgendwann spüren wird.

Deswegen, ist Ehrlichkeit, Offenheit und Wahrheit der Schlüssel zum Frieden und wenn wir wollen können wir alle das noch erleben… oder was denkt ihr?

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag 🙂 Genießt den Frühling und die Sonnenstrahlen.

Behandelt jeden, wie ihr selbst behandelt werden wollt und nutzt das Leben 🙂

Liebe Grüße Peace and Love   (Fight for peacefull (R)Evolution! Fight for Freedom. And be a peacefull warrior)

Sahra Warrelmann   

Titelbild Copyright by SWNaturalart

Steht endlich für eine Veränderung ein!

Mal wieder kursiert in den Pro- AFD- Gruppen ein Video, welches einen dunkelhäutigen zeigt, der eine Frau verprügelt, während ein Kind daneben sitzt und fern schaut.

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Natürlich, wie immer sehr brutal und die Gewalt, ist auf keinen Fall zu entschuldigen. Doch interessant fand ich, dass die „Posterin“ Es mit dem Titel „Das sind die neuen edlen Wilden aus Afrika“ versehen hatte. Wie nicht anders zu erwarten wurde das Video mit einem Shitstorm nach dem anderen kommentiert. Beleidigungen, Mordandrohungen und Moralkeulen wurden geschwungen. Alles unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit.

Jetzt könnte man Fragen, Sahra warum postet du das? Wir wissen das doch alle…

…Na ja genau deswegen, weil jeder weiß wie eine Gruppe von Menschen bewusst Hass gegen eine andere Gruppe schürt, der soweit geht, dass Menschen mit anderem ethnischem Aussehen, bei manch einem nicht einmal ein Lebensrecht besitzt. Dieses Denken befindet sich nicht nur innerhalb Facebook, es ist auch überall auf den Straßen zu spüren. Und ehrlich gesagt für mich ist es erschreckend. Erschreckend wie Tatsachen verdreht werden (Denn dieser Mann kam gar nicht aus Afrika (das ist ein Kontinent immer noch), sondern war Bürger der USA), um Wut gegen Menschen zu schüren, die noch nicht mal hier angekommen sind. Und die Gesellschaft lässt es zu. Wisst ihr was das letzte Mal passiert ist, als der Mensch Antihumanistisches Verhalten zugelassen hat? Nein? Dann schaut in die Geschichtsbücher!

Hallo wacht doch endlich auf! Trump verbietet Menschen Einlass nach Amerika wegen einer Religion. Früher waren es die Juden heute die Muslime. Wollen wir wirklich auf die ersten Konzentrationslager warten bis wir endlich sagen: Hey! Halt, irgendwo ist eine Grenze überschritten?

Man sagt mir ich wäre eine Gutmensch der die Realität nicht sieht…

… Ich habe eher das Gefühl ich bin von Menschen umgeben die zum einen die Realität verdrängen indem sie sich in ihrer Blase der westlichen Zivilisation verstecken, in welcher alles toll ist, auch wenn alle jammern… Hallo wie viel Millionen haben Dschungelcamp verfolgt? Und wie viele haben letztens Bachelor angeschaut? Wie schlecht kann es einem Land gehen wenn die Mehrzahl, Zeit hat sich stundenlang solch fragwürdige Sendungen reinzuziehen? Dort geht es nur darum, dass andere sich profilieren… Also so schlecht kann es uns doch nicht gehen…?!

Ja und die andere Hälfte rennt mit Schaum vor dem Mund durch die Straßen, Medien und durchs Leben schon sensibilisiert auf den Feind, der Schwarze Feind… Der nur darauf wartet Europa einzunehmen.

Die Politiker heulen nur noch herum, da hetzt der eine gegen den andern und es scheint als hätte man kleine verletzte Kinder im Amt, die über Leben und Tod entscheiden. Die Medien erzählen nur noch schön verpackte Geschichten anstatt auf Tatsachen basierende Nachrichten und die Werbung zeigt uns wie toll doch alles ist wenn wir ökologisch Leben.

Alles spielt verrückt und wir machen weiter. Einfach so, weil wir nicht bereit sind Veränderungen zu akzeptieren. Weil wir nicht bereit sind uns von der Angst zu lösen und uns einzugestehen, wir haben Alle wirklich alle auf diesem Planten versagt. Da ist keine Nation besser oder schlechter. Wir könnten es angehen und sagen: Hey, wir reisen das Rad herum. Wir stehen auf, setzen uns zusammen und fangen als eine Welt an unsere Verantwortung zu übernehmen. Wir gehen die Probleme tatsächlich an, als nur davon zu sprechen. Wir machen dieses ganzen überflüssigen Konsumtempel platt, schaffen das Geld das uns versklavt ab, wir geben allen die gleiche Chance, wir stehen füreinander ein, respektieren und tolerieren uns und hören auf nur länger davon zu sprechen Werte zu verteidigen sondern Leben sie tatsächlich!

Oder was denkt ihr?

Liebe Grüße und einen wunderschönen Morgen 🙂

Sahra