In der Sprache steckt der Rassismus… Die Angst auf allen Seiten!

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Hallo Mensch,

ich möchte dich auf eine kleine Reise mitnehmen. Eine Reise in eine andere Welt, die dir vielleicht bekannt aber irgendwo verschlossen ist. Du brauchst dafür kein Gepäck, kein Geld oder ein Ticket, alles was du brauchst, ist deine Vorstellungskraft.

Stell dir vor, du bist gerade einmal ein paar Monate alt. Deine Eltern haben dich voller stolz erwartet. Sie halten dich in ihren Armen und freuen sich über jedes Lächeln, das über dein Gesicht huscht. Ich liebe dich, sagen sie dir und wollen dich kaum aus den Händen legen. Du wächst in einem behüteten Umfeld auf. Du eignest dir das Laufen, Springen, Essen und Sprechen an. Von deiner Familie lernst du Worte aneinander zu reihen und zu Sätzen zu formen. Natürlich sprichst du in der Sprache deiner Umgebung. Das Wort der Mutter. Du lernst dich auszudrücken und zu verständigen. All das passiert rasant, da dein „kleines“ Gehirn schnell neue Bahnen knüpfen kann.

Nun bist du sechs Jahre alt, die Einschulung steht kurz bevor. Ganz aufgeregt freust du dich auf dein neuen Alltag. Die Schule ist für dich vergleichbar mit einem Schloss, dass dir ermöglicht deine Fähigkeiten auszubauen. Du lernst zu schreiben, zu rechnen und befasst dich spielerisch mit dem Lösen von Aufgaben. Der erste Schultag steht kurz bevor. Am Abend zuvor konntest du kaum deine Augen schließen. Mehrere Male betrachtest du deinen neuen Schulranzen, der mit allen möglichen Dingen, die du zum Lernen brauchst gefüllt ist. Auch deine Kleidung strahlt vor Glanz. Dein Eltern hatten sich abgemüht, um dir eine neue Schulkleidung kaufen zu können. Noch vor zwei Tagen, stand deine Mutter im Zimmer und wusch mit ihren Händen deine neuen Hosen und bügelte dein Hemd faltenfrei.

Noch ein paar Minuten, dann darfst du das Schulgebäude betreten. Du bist ganz aufgeregt und wartest mit den anderen 1. Erstklässlern vor den scheinbar riesigen Schultüren, bis dein Name aufgerufen wird und du einer Klasse eingeteilt wirst. Endlich sitzt du im Klassenzimmer. Die Lehrerin tritt in dein neues Klassenzimmer, was ab heute dein zuhause, für ein paar Stunden am Tag sein wird. Sie begrüßt euch, doch du verstehst nichts. Du bist verwundert, fragst dich ob du dich verhört hast oder vielleicht in der falschen Klasse bist. Auch die anderen Kinder schauen verwirrt umher. Erneut spricht die Lehrerin etwas in einer Sprache, die du nicht verstehst. Plötzlich fällt dir der Ausflug, in die Stadt mit deinem Vater ein, dort hatte er mit einem Geschäftsmann in dieser unbekannten Sprache gesprochen. Nach ein paar Sekunden klärt die Lehrerin, euch auf. In der Sprache, die du zuhause gelernt hast und jeder in deiner Umgebung sprichst, sagst sie dir, dass nun mehr nicht die Sprache deiner Eltern deine Muttersprache ist, sondern die Sprache, die sie eben gesprochen hatte. Du verstehst zwar ihre Worte, aber kannst den Sinn nicht nachvollziehen. Wie kann eine Sprache, die dir fremd ist nun deine Muttersprache sein?  Wie sollst du so schnell lernen und verstehen?

Du stellst der Lehrerin, die Fragen, die dich beschäftigen. Mit einem Lächeln antwortet sie dir:Ich verstehe dich, doch unsere Muttersprache wird nicht als Amtssprache akzeptiert. Wir müssen eine Sprache sprechen, die Menschen sprechen, die wir nie zu vor gesehen haben!“ Warum, fragst du dich. Auch auf diese Frage hat die Lehrerin eine Antwort:

Weißt du, vor einigen Jahrzehnten, kamen Männer in unsere Land. Sie nahmen uns alle Rechte, versklavten unsere Frauen, Kinder und Männer. Sie sprachen uns das Leben ab. Mit ihren Waffen, töteten sie jeden, der nicht ihre Religion und Kultur annehmen wollte. Sie zerrissen Familien und verschifften Menschen in andere Länder. Sie nahmen ihnen Heimat, Rechte und Freiheit. Es gab nicht mal einen Grund, sie sahen es als ihrer Bestimmung. Sie besiedelten unsere Länder und zwangen uns ihre Sprache zu sprechen. Wer sich weigerte musste sterben oder wurde gefoltert.“

Die ganze Klasse ist still bei den Worten der Lehrerin. Ein Junge in der letzten Reihe bricht das Schweigen. „Warum müssen wir noch heute ihre Sprache sprechen, wenn diese Männer schon längst tot und weg sind?“ Wieder lächelte die Lehrerin und antwortete:

Weil die Nachfahren der Männer noch immer glauben, wir wären nicht fähig alleine zu leben. Sie glauben wir bräuchten ihre Hilfe um zivilisiert zu sein. Sie glauben, wir hätten nur einen Überlebenschance wenn wir sind wie sie. Erst wenn wir arbeiten, schlafen, sprechen und glauben wie sie es tun, werden sie uns als Menschen ansehen. Doch in Wirklichkeit ist es nur ein Vorwand. Sie sehen uns niemals als Menschen an. Wir sind die zweite Klasse, wir sind die Menschen, die nicht mal in den Schulen ihre eigene Sprache lehren dürfen. Wir werden noch heute von Länder beherrscht die Kilometer von uns entfernt sind. Die niemals in unseren Regionen gelebt haben, die nicht wissen, wie wir unseren Alltag gestalten, welche Probleme wir behandeln müssen, welche Anforderungen wir meistern müssen und letztendlich wer wir überhaupt sind. Sie haben uns eine Identität gegeben und uns unsere eigene entzogen. Sie nehmen uns unsere Ressourcen und schüren Hass in unsere Gemeinden. Noch heute drohen Sie uns mit Tod und Leid, benehmen wir uns nicht nach ihren Maßstäben.

Sie lassen, Männer und Frauen an ihren Grenzen ertrinken, die nichts weiter als ein Recht auf Leben wollen, aber kommen in unsere Länder und benehmen sich als wäre unser Kontinent ein Einkaufsgeschäft. Als könnten sie sich alles nehmen, denn es steht ihnen „ja“ alles zu. Bis heute wissen wir nicht, warum sie glauben diese Rechte zu besitzen. Sie bestimmen über richtig und falsch nach ihren Maßstäben und lassen andere Ansichten gar nicht zu. Denn schließlich sind, sie das zivilisierte Volk. Ein Volk, für das Geld mehr bedeutet als der Mensch.

Ich liebe Schüler, muss euch heute eine Sprache lehren und Geschichten erzählen, die nicht unsere sind, weil ein Teil der Welt denkt, Gott zu sein.

Ihr liebe Schüler müsst mit dem Glauben aufwachsen, ihr seid nur Kinder und später Männer und Frauen zweiter Klasse. Ihr werdet niemals die Möglichkeit auf ein Studium, eine Arbeit oder Ausbildung bekommen, weil ihr niemals genug Geld verdienen werdet. Warum? Weil wir noch immer Sklaven der sogenannten ersten Welt sind.“

Lieber Reisender,

ich habe dich in eine Welt mitgenommen, die echt ist. Es ist unsere Welt. Auf meinen Reisen durch die Geschichte der Menschen bin ich auf unterschiedliche Personen, mit verschiedenen Erfahrungen gestoßen. Ich habe Leid gesehen, habe die Wahrheit gespürt und die Realität erkannt.

Mir wurde in der Schule beigebracht, Afrika sei der arme Kontinent voller Krieg, Leid und Hunger. Die Menschen dort seien entweder, Vergewaltiger, Mörder und andere Kriminelle oder arme verwaiste Kinder. In den Medien wurde ich zeit meines Lebens von Bilder überschüttet, die Blähbauch zeigten, Leichenstücke und Löwen, wenn es um Afrika ging. Noch heute glaubt so mancher Afrika ist ein Land und kein Kontinent bestehend aus 54 Länder. Viele wissen nicht einmal, dass jede einzelne Nation ihre eigene Kultur, Sprache und Entwicklung hat. Die meisten glauben, alle sind schwarz und gleich. Sie glauben, die Bewohner dieses Kontinents kennen nichts außer Elend und Leid und wären ausschließlich zu Gewalttaten fähig. Sie hätten aufgrund ihrer Armut keine Bildung, kein Wissen und keine Fähigkeiten. Für mich war es selbstverständlich dass in den ehemaligen Kolonien, die Sprache der Kolonialländer gesprochen wurde. Ich sah es immer als praktisch an, mit dunkelhäutigen in Englisch, Französisch oder deutsch sprechen zu können. Ich hatte mich nie gefragt, was ihre Muttersprache ist und warum sie so gut eine europäische Sprache sprechen können.

Es war doch klar. Aber wenn ich mir vorstelle, ich wäre mit Deutsch im Kindergarten und zu Hause aufgewachsen und in der Schule müsste ich plötzliche Mandinka, Idoma oder arabisch sprechen, würde ich mir auch total dumm vorkommen.

Denn, was wir alle vergessen ist:

Im Kontinent Afrika, gibt es sicherlich Menschen, die durch die von Europa und Amerika geschürten Kriege, nun psychisch gestört sind und ihre Landsleute und andere töten, misshandeln und Missbrauchen oder einfach schon mit einem gewissen Gewaltpotenzial geboren werden. Doch bei der Anzahl der Menschen, ist das nur ein kleiner Prozentsatz. Es gibt solche und solche. Was der Großteil von ihnen allerdings nicht ist, ist dumm.

Wenn ich mir überlege, dass die meisten von ihnen 4- 7 Sprachen fließend sprechen, mit ihren Händen, Plantagen pflegen, Häuser bauen, Straßen und Städte planen und das all ohne Hilfsmittel wie wir sie in der westlichen Welt kennen, dann muss ich meinen imaginären Hut vor Respekt ziehen.

Ich schaffe es nicht einmal für das Abitur eine dritte Sprache fließend zu lernen, weil es meinen Verstand überfordert. Ich kann mir auch nicht zutrauen, ein komplettes Haus mit Wasserversorgung und Elektrizität zu bauen ohne einen Techniker oder das Internet um Hilfe zu bitten. Ich wüsste nicht einmal wie ich aus den Rohstoffen brauchbare Wände formen könnte.

Wir haben hier in der „ersten Welt“ alle Privilegien und müssen kaum noch irgendetwas selbst tun. Ein Besuch im Supermarkt und schon ist für Nahrung gesorgt, beim Arzt wird auf unsere Gesundheit geachtet, die öffentlichen Verkehrsmittel, das Auto und andere Fahrzeuge bringen uns von A nach B, wir sind überall mit Menschen durch das Internet verbunden, unsere Heizung hält uns warm, nicht einmal laufen müssen wir noch, bei den neu modernen Spielzeugen, mit denen unsere Kinder durch die Straßen ziehen.

Wir haben alles was wir brauchen und darüber hinaus. Selten müssen wir unser Gehirn wirklich anstrengen und tatsächlich für unser Überleben kämpfen.

Oder wann bist du das letzte Mal auf offener Straße mit einer Waffe bedroht wurden? Wann hast du dich das letzte Mal vor einem Bombenhagel verstecken müssen? Ist bei dir auch gestern einfach jemand in dein Haus eingebrochen und hat deine Familie, vor deinen Augen getötet, vergewaltigt und gefoltert? Musstest du heute morgen auch um 3 Uhr aufstehen, um dir sauberes Wasser am Fluss 10 km von dir entfernt, zu schöpfen? Hast du auch das letzte Mal vor 3 Monaten entscheiden können ob du Saft oder Wasser trinkst, weil kein Geld da ist? Wirst du heute auch den Beamten mit deinem letzten Geld bezahlen, dass du sicher in die nächste Stadt reißen darfst? Müssen deine Kinder heute wieder für einen Euro Landsleute und Touristen die Beine breit machen, damit die Familie essen kann? Wenn du abends auf den Weg nach Hause bist, hast du dann auch Angst, dass wie gestern ein guter Freund, auch du entführt wirst, aufgeschnitten und deine Organe entnommen werden, weil in irgendeinem Land, jemand eine neue Niere braucht und dafür Millionen zahlen kann, dem es vollkommen egal ist, woher das Organ stammt?

Ich weiß nicht, wenn ich jeden Tag mit der Bahn fahre, von A nach B komme, ist meine größte Sorge ob die Bahn oder der Bus mal wieder Verspätung hat. Ganz schlimme Ängste bekomme ich zu Verkaufsoffenen Sonntagen. Ein Familienfest für groß und klein. Wenn alle am siebten Tag in die Stadt rennen. Weil es Luftballons und Rabatte gibt, kauft sich manch einer irgendetwas, von dem er noch gestern gesagt hat: „oh das brauche ich nicht und ist eigentlich zu teuer.“ Was mir daran Angst macht ist, dass von Montags bis Samstags und in manchen Regionen auch bis Sonntags, die Geschäfte geöffnet sind und somit fast jederzeit die Möglichkeit geboten wird, die Stadt aufzusuchen und shoppen zu gehen. An Verkaufsoffenen Sonntagen, wird die Zeit nicht in Ruhe mit der Familie genutzt, nein sie wird zum sinnlosen Geldausgeben mit der Familie genutzt. Juhu. Jedem das seine, warum es mich nervt und ich Ängste bekomme ist:

Alles ist voller Menschen und mein Bus hat Verspätung, weshalb ich meine Anschlussbahn nicht bekomme und wie du ja von meinen vorherigen Worten weißt, ist die Sorge eine Bahn zu verpassen meine größte und einzige Angst. Ich habe sogar mal einen gesehen, der vor Angst, die Bahn könnte nicht kommen, 20 Minuten verärgert und wütend ins Telefon brüllte. 20 Minuten brauchte er, um den Schock der verpassten Bahn zu verdauen.

Ein paar Wochen zuvor war ich in einem Einkaufsgeschäft, auf der Suche nach einem Deo, lief mir eine Mutter mit 2 Kindern entgegen. Das kleinere Kind stand in der Spielzugabteilung und wollte irgendwas glänzendes haben. Seite Mutter lehnte das ab und bat ihm zu folgen. Sie durchquerten die Regale, als der ältere Junge fragte: Mama warum sind wir hier, wenn wir nichts brauchen?“ (Kinder sind sooo intelligent) Da meinte die Mutter plump: „Wir brauchen nichts, aber vielleicht könnten wir ja was gebrauchen.“

Dabei huschte ein Lächeln über mein Gesicht. Wir könnten ja was gebrauchen! Ja ich meine wenn man Langeweile hat, sein Geld ausgeben will und seine Lebenszeit mit dem kaufen von sinnlosen Dingen, die man in seiner Wohnung horten kann, nutzen will, ja gerne. Aber warum behauptet dann die Bevölkerung, sie wäre arm? Es ginge ihnen so schlecht?
Es geht uns so schlecht, dass der Großteil sogar noch Sonntags shoppen kann und somit die Wirtschaft ankurbelt. Selbst der Harz 4 Empfänger nimmt bei solchen Veranstaltungen teil und der Obdachlose profitiert durch die kauffreudigen Massen.

Vor ein paar Wochen bekam ich eine Nachricht eines deutschen Bürgers… ich erwähne das, weil es die erste ehrliche Antwort ist, die ich seit der ganzen Flüchtlingsdebatte und Islampropaganda gehört habe.

Er sagte er hätte nichts gegen die ankommenden Menschen, er glaubt auch nicht dass jeder einzelne böse ist und ihm sein Leben nehmen wird. Es gibt viele, die einfach nur ein besseres Leben wollen und das hier in Deutschland. Wer kann ihnen das schon verübeln. Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass sie uns vertreiben werden. (Bei diesem Satz wollte ich schon aufhören zu lesen, weil ich dachte es würde sich wieder um eine dieser Hetztiraden handeln, aber ich las weiter.) Sie werden uns vielleicht nicht mit Waffen vertreiben aber mit Intelligenz. Die Menschen, die hier hergekommen sind, haben gelernt zu überleben und das unter den schlimmsten Umständen. Sie haben Dinge gesehen, die wir nun durch das Fernsehen kennen und stehen dennoch gerade da. Das sind starke Menschen, die zu besseren Gegebenheiten, noch größere Taten vollbringen können.Während unserer Jugend beigebracht wird zu folgen. Sie verblöden durch Medien, haben keinen Bezug mehr zu der Realität und müssen sich durch das was sie besitzen profilieren. Sie wissen nicht was es bedeutet zu leiden oder auf etwas zu verzichten, da die meisten alles haben und noch mehr. Und wenn es heißt der Stärkerer gewinnt, dann wären es sicherlich nicht sie.

Mir gaben die Worte sehr zudenken, weshalb ich auch für mich beschloss die andere Seite zu sehen, mich mit Menschen aus Afrika beschäftigte. Denn auch wenn ich selbst halb Afroirgendwas bin, habe ich die Kultur so nicht erlebt. Ich bin in den Genuss der europäischen Erziehung gekommen.

Ich lernte Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennen und ich war überrascht und bin es an manchen stellen immer noch. All das was ich gelernt hatte, traf nicht zu.

Ich wurde nicht in einem Flüchtlingsheim vergewaltigt oder musste bei einem Moslem still in der Ecke sitzen. Ich wurde nicht geschlagen oder bedroht. Jeder von ihnen war/ist respektvoll und verständnisvoll. Natürlich unterscheiden sich unsere Kulturen sehr.

Es gab Momente wo ich dachte, okay jetzt haut der mir eine in die Fresse oder ist total aggressiv, aber das war gar nicht so. Es war die Art zu gestikulieren und etwas zu formulieren, die ich nicht kannte. Natürlich gab es auch wegen der Sprache Missverständnisse, die manchmal zu hitzigen Diskussionen führten, wo wir dann am Ende merkten, dass wir uns nicht beleidigen wollten sondern eigentlich zustimmten. Hätten nicht beide Seiten versucht die Missverständnisse durch andere Worte, Übersetzer und Co aus der Welt zu schaffen, hätten so mache Gespräche sicherlich bei mir den Eindruck hinterlassen, dass der ein oder andere mega einen an der Klatsche hat. Natürlich haben sie in manchen Dingen unterschiedliche Ansichten, aber das habe ich auch mit meinem Nachbar und dennoch mag ich ihn. Ja das ist halt so bei Individuen.

Ich habe in den letzten Monaten viel gelernt unter anderem:

– Wir Europäer sind nicht unschuldig

– Afrika ist nicht unschuldig

– Der Mensch ist nicht unschuldig

Und wir haben alle aus unterschiedlichen Gründen Angst miteinander zu kommunizieren. Der Deutsche fürchtet sich vor dem Afrikaner und Muslimen, der das Land einnehmen kann und der Afrikaner und Muslime fürchtet sich vor dem Deutschen, der sein Geld dazu nutzt mit Waffen Krieg anzuzetteln.

Jeder hat einen Grund sich zu hassen oder besser zu sein als der andere. Jede Seite glaubt im Recht zu stehen und über Fairness zu entscheiden. Fakt ist, beide Seiten agieren vollkommen Falsch.

Wir sollten aufeinander zu gehen, aufhören uns irgendwas in die Schuhe zu schieben. Anfangen einander zuzuhören und endlich für Gleichheit einstehen. Wir sollten beginnen uns mit der Wahrheit auseinanderzusetzen und nicht jeden Tag uns mit Lügen zu dröhnen. Wobei viele mittlerweile den Fernseher nicht mehr anschalten können, weil sie wissen es kommt nur Schrott darin.

Trauen wir uns doch zu sagen wovon wir uns fürchten.

Sagen wir endlich uns macht Angst, dass sich alles rasant verändert. Dass Arbeit alles ist, Firmen über Gesetze entscheiden und alle scheinbar den Bach runter geht. Sagen wir endlich, dass wir es nicht in Ordnung finden, dass geisteskranke Menschen gewählt werden müssen, damit überhaupt jemand merkt, dass was schief ist. Sagen wir doch, dass wir nicht aus Protest wählen wollen, sondern weil wir tatsächlich eine Wahl haben.

Warum geben wir nicht zu, dass ein Großteil der westlichen Bevölkerung, schon ein Kreuzchen gesetzt hat und auf die Rente besser den Tot wartet? Weshalb können wir nicht sagen, dass ein Wochenende nicht reicht um sich auszuruhen und mit dem Stress zurecht zu kommen?

Nein da erfinden wir lieber Slogans wie „Lebe im Moment“, kreieren Bezirke wie den Silicon valley, wo Menschen schon bei ihrer Arbeit leben und für den Schlafplatz, die Lebensmittel ein halbes Vermögen ausgeben und dann behaupten frei zu sein. Wir schreien nach Freiheit, Individualität und Veränderungen in den Systemen aber wagen uns nicht die Schritte dafür zu gehen.

Egal ob schwarz oder weiß, aus Amerika, Afrika, Europa, Asien oder Australien, warum lassen wir zu, dass wir uns vom Geld versklaven? Warum machen wir all das mit? Und warum ist unsere Furcht vor der Veränderung und damit den Verlust der Sicherheit größer als der Wunsch nach Freiheit und Glück?

Es reicht nicht Ratgeber über das Glück und Frieden zu lesen, erst unsere Taten lassen unsere Worte wahr werden.

Anstatt uns anzufeinden und Dinge zu finden warum wir uns hassen und damit unser aller Leben durch, Terror, Gewalt, Psychoterror, Krieg, Mord usw. zu erschweren, könnten wir doch mal Anfangen die Energie in Lösungen zu stecken? Anfangen Gemeinsamkeiten zu finden und diese Auszubauen? Anstatt permanent an den Fehlern zu zerbrechen?!

Ich finde es schade, dass wir weltweit versagen, doch noch schlimmer finde ich, dass wir glauben alle dabei im Recht zu liegen.

Noch ein kleiner Gedankenanstoß:

Ein weiser Mann sagte mir einmal folgendes:

Seitdem der weiße Mann, den schwarzen Mann als Frei gesprochen hat, bezeichnet er ihn als böse, unmündig und dumm. Er hat ihm zwar die Freiheit geschenkt, aber sein Leben kontrolliert er immer noch.“


Was haltet ihr von dieser Aussage?

Nun könnte ich ewig über Rassismus, die folgen der Industrialisierung und des Imperialismus schreiben, denn das Thema ist weitläufig und kontrovers. Es trägt viele Lügen aber auch Wahrheit. Es darf nicht nur von einer Seite betrachtet werden. Doch eines steht für mich fest, wer die letzten Jahrhunderte verdrängt und glaubt, die Geschichte würde sich nicht wiederholen oder sei Grund für die heutige Situation, der ist blind und wird niemals in der Lage sein, etwas zu verändern.

Wir müssen verstehen lernen, dass unser Handeln folgen hat und nicht nur für uns. Alles hat eine Auswirkung und wenn ich dich Konsequenzen heute nicht spüre, kann ich mir dennoch sicher sein, dass ich oder ein anderer sie irgendwann spüren wird.

Deswegen, ist Ehrlichkeit, Offenheit und Wahrheit der Schlüssel zum Frieden und wenn wir wollen können wir alle das noch erleben… oder was denkt ihr?

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag 🙂 Genießt den Frühling und die Sonnenstrahlen.

Behandelt jeden, wie ihr selbst behandelt werden wollt und nutzt das Leben 🙂

Liebe Grüße Peace and Love   (Fight for peacefull (R)Evolution! Fight for Freedom. And be a peacefull warrior)

Sahra Warrelmann   

Titelbild Copyright by SWNaturalart

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