Hochmut kommt vor dem Fall

Portrait der fiktiven Theresia Melina

Selbsternannte Heilige Theresia Melina bricht an Überforderung zusammen

Stuttgart – 19.01.2018: Theresia Melina galt über zwei Jahre als Heilige in der Stuttgarter Region, da sie all ihre Einnahmen in wohltätige Zwecke investierte. Sie organisierte Spendenaktionen, engagierte sich in Flüchtlingsunterkünften, gab Sprachkurse, beriet psychisch Kranke und half ihnen aus den Depressionen heraus.

Als wäre das nicht genug, ließ sie Obdachlose bei sich wohnen. Unzählige Menschen, die aufgrund von starken Drogenkonsum und Desinteresse gegenüber der Gesellschaft die Obdachlosigkeit wählten, gingen in ihrer kleinen Wohnung ein und aus. Das nahm manchmal so starke Ausmaße an, dass die junge Bäckereifachverkäuferin in ihrer Dusche anstatt in ihrem eigenen Bett nächtigen musste.

Noch vor wenigen Monaten glaubte Theresia Melina dies gerne und aus freien Stücken getan zu haben, schließlich sei sie gesegnet mit einer warmen Unterkunft, genug Nahrung und Wissen, das sie gerne mit anderen teilte. Sie wollte die Welt retten, da sie das Gefühl hatte, außer ihr kümmere sich kaum einer bzw. noch zu wenige um das Wohl der Welt.

Heute ist die ehemalige Heilige anderer Meinung. Sie sitzt zusammengekauert in einer Ecke ihres Wohnzimmers, die Fenster sind geschlossen und die Rollläden unten. Sie möchte ihr Zimmer am liebsten nie wieder verlassen und keinen Menschen mehr sehen. Sie hatte sich nicht nur übernommen, nein, sie hat sich vollkommen aufgeben. Das nicht für die Rettung der Welt, sonder für ihr Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Erst ihr Konto, das ein fettes Minus anzeigt, ihr Körper, der sie vor Schmerzen kaum schlafen lässt, ihre stündlichen Stimmungsschwankungen und ihre Selbstmordgedanken, ließen sie erkennen, dass sie an einem Abgrund steht und nur noch hinabstürzen kann.

Theresia Melina, eine junge Frau, die sicherlich Gutes bewirken wollte musste erst fallen, um zu erkennen, dass naive Gutmütigkeit nicht mit reinem Altruismus vergleichbar ist.

Fazit: Gebe dich nicht auf, um anderen zu helfen. Schaue erst nach dir, denn erst wenn es dir vollkommen gut geht, kannst du als Vorbild eine größere Hilfe für andere sein. Sei Lehrer, nicht Samariter.

Habt eine schöne Zeit, lasst es euch gut gehen und passt auf euch auf.

Peace and Love ❤

Sahra-Latifa A. W.

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