Gerechtigkeit im Kleid verpackt

Wo keine Gerechtigkeit ist, ist keine Freiheit und wo keine Freiheit ist, ist keine Gerechtigkeit.“    

                                                                                          Johann Gottfried Seume (1763 -1810)

           deutscher Schriftsteller, Philosoph, Reisender ein Bauernsohn mit vielen Talenten.

Wir nutzen Bäume um daraus Papier herzustellen, das dann für unzählige Anträge verwendet wird.

Anstatt diesen unsinnigen Papierwahnsinn zu stoppen und mittels unseres Verstandes eine Alternative zum Geld zu finden, zerstören wir Lebensräume und nehmen uns das Wichtigste, was wir haben. Die Luft zum atmen.

Wie wird unsere Welt wohl aussehen, ohne Pflanzen, Tiere und sonstiges Ökosystem, das dafür sorgt, dass wir überhaupt existieren können. Wir jagen Tiere einfach nur des Status wegen. Für unsere Kosmetik müssen zahlreich gezüchtete Arten sterben. Einfach nur, damit wir uns das Gesicht anpinseln können oder mit weicher Haut überzeugen können. Wegen des maßlosen Konsums sterben Arten aus, sind die Meere überfischt und dreckig. Zig Küken werden einfach geschreddert, weil es uns wichtiger ist, dass wir günstig alle Zeit und überall Lebensmittel kaufen können. Ob wir sie dann auch brauchen sei dahingestellt. Weil wir gar keinen Bezug mehr zu unseren Konsumgütern haben und es für selbstverständlich erachten, dass wir nur zum nächsten Einkaufzentrum laufen müssen, damit all unsere Wünsche erfüllt werden, bekommen wir gar nicht mehr mit, dass die Menschen, die jeden Tag stundenlang in kleinen, kaum belüfteten alten und brüchigen Fabrikhallen, für unser 5 Euro T-Shirt, vor die Hunde gehen.

Jeden Tag laufen Massen durch die Straßen der Dörfer und Städten. Sie rennen von der Arbeitsstelle nach Hause. Von zu Hause steigen sie schnell in ihre Autos um nur mal eben schnell zum Supermarkt zu fahren. Alles wird schnell erledigt und für nichts bleibt Zeit. Der Tag sollte 48 Stunden haben aber selbst die würden nicht ausreichen um das Pensum zu erfüllen, das erfordert ist.

Ständig bleibt etwas liegen, ständig glauben wir nicht alles erreicht zu haben. Selbst wenn wir unsere Ziele erreicht haben, können wir uns nicht zurück legen. Schließlich müssen wir den erfüllten Traum festhalten. Wir dürfen ja nicht mehr nach unten fallen. Nicht mehr wie zuvor hart arbeiten müssen um das Haus finanzieren zu können oder in den langersehnten Urlaub zu reisen. Auch für die Konsole, die wir schon lange im Auge hatten, wollen wir nicht mehr so hart sparen. Also arbeiten wir noch mehr, haben noch weniger Zeit und streben gleichzeitig nach noch höheren Zielen, die noch mehr Leistung fordern. Das Leben ist eben hart. Das wissen wir alle. Es ist kein Kinderspiel, doch vor allem ist es wie es ist!

Aber warum traurig sein? Warum sich deswegen runter ziehen lassen? Schließlich ist doch alles wunderbar. Zumindest zeigen das die Medien. Denn dort verhilft das lila, rote und blau gepunktete Lippenbalsam zu strahlenden Lippen. Sexy und verführerisch aber das Beste kommt erst noch, er ist ganz und gar von natürlichen Ressourcen, vegan und BIO. WOW, ein solches Produkt kann doch nur Freude in einem hervorrufen. Hat das vollkommen überteuerte Lippenbalsam nicht unser Gemüt erhellt, dann schaffen das sicherlich die unzähligen Werbebanner, die das Straßenbild zieren. Überall wo man hinschaut, will irgendjemand etwas von uns. Ob es der komisch schauende Politiker ist, der mit seinem steifen Lächeln, suggerieren will, das er und seine Partei die richtige Wahl zur Veränderung ist oder das überglückliche Paar, das natürlich perfekt durch trainiert in Badekleidung zur Buchung eines reduzierten Traumurlaubs animiert.

Welch ein Wunder das wir bei all der Reizüberflutung nicht mehr in der Lage sind durchzuatmen, für uns zu sein und mal in Ruhe über die eigene Meinung und Werte nachzudenken. So ist es bei all dem Stress klar, dass man sich nicht mehr dafür interessiert, dass täglich Menschen für unseren Konsum sterben. Es ist ja schon Normalität.

Seitdem ich klein bin, höre ich in den Nachrichten von Krieg, von irgendwelchen Meinungsverschiedenheiten, von Promis die Kinder bekommen haben und Terroristen. Ich sehe Bilder von dünnen dunkelhäutigen Kindern, die mit Blähbauch und Fliege im Auge, mir zu verstehen geben, dass sie gerade dabei sind zu verhungern. Wie soll mich heute ein Bild von einem Kind, das gerade tot vom Meer an den Strand angespült wurde erschrecken? Das schockiert mich nicht, das überfliege ich während den Morgennachrichten. Da rege ich mich dann ne Stunde wieder auf, dass so ein Bild schon gleich mal meinen Tag versaut hat. Warum strahlen die das auch wochenlang aus. Gibt es denn nichts anderes mehr. Ja, es ist traurig, aber ja das passiert halt jeden Tag. Es kann halt nicht jeder überleben und außerdem ist es ja so weit weg. Warum sollte es mich dann interessieren? Fuck! Mein Bus, ich komme zu spät.

Und schon habe ich das Kind wieder vergessen. Schon bin ich wieder im Kreislauf. Ich laufe mit. Ich mache mit. Ich wundere mich über die Zustände in der Welt, ich beschwere mich, rege mich auf, dennoch bin ich nicht bereit, nein mir fällt es nicht mal auf, dass ich ein Teil des Ganzen bin.

Vielleicht weiß ich es irgendwo tief in mir, dass die Welt am Arsch ist, ja vielleicht stört es mich sogar. Dennoch steige ich morgen wieder in den Bus ein und verschwende 10 Minuten meines Lebens in welchen ich mich über die verspätete Bahn aufrege, anstatt mich zu fragen warum wir nicht alle mal einen Gang runter schalten können.

Warum können wir nicht ehrlich miteinander umgehen? Warum führen wir Kriege, die gar nicht unsere sind, von welchen wir nicht einmal die Details kennen? Warum verteidigen wir Menschen, die unser Geld rauben, die keine Versprechen einhalten können und sich am Morgen wenig für den Arbeiter interessieren, der sich täglich widerstandslos kaputt ackert und dafür lediglich gut leben möchte. Er möchte Entscheidungen treffen und nicht wie ein kleines Kind, alles vor den Tisch gesetzt bekommen.

Wir legen unser Verantwortung in Menschen, die auch nur Menschen sind. Die leider auch wie wir, am Morgen eher in Gedanken bei ihren Sorgen sind, als bei den Problemen der Menschheit.

Vielleicht sehen wir Menschen irgendwann, dass wir alle nur Menschen sind, wir machen alle Fehler. Aber um die Fehler zu beheben und aus ihnen zu lernen, reicht es nicht nur über sie zu reden und sie hinzunehmen. Es reicht nicht zu sagen, es ist halt so. Man lernt erst aus Fehlern, wenn man beginnt sein Verhalten zu ändern.

Haben wir nicht in all den Jahrhunderten gelernt, dass sich die Geschichte wiederholt.

Ein Königreich beutet das Andere aus, Stämme schlachten sich gegenseitig aus, Kulturen gehen unter weil sie ihre Umwelt zerstören, Ländern rauben und vergewaltigen die Frauen und Kinder, der Gegner wegen Ressourcen, die irgendjemand mal als besonders wertvoll abgestempelt hat. Nationen unterdrücken sich und Systeme betrügen und lügen. Das ist nichts Neues. Das gab es schon immer. Sollten wir das nicht langsam leid sein?

Anstatt immer wieder aufeinander einzuhacken, sich aufzustacheln und provozieren, wäre es nicht toll, wenn man gemeinsam beginnen würde aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen?

Sind wir schließlich nicht Menschen?

Wir sagen doch immer, wir sind besser als die Tiere. Wir stellen uns in jeder Hinsicht über sie, dennoch nutzen wir kaum, das was uns von den anderen Lebewesen unterscheidet. Unser Gehirn wird täglich abgeschaltet. Wir wollen es gar nicht nutzen. Nicht umsonst boomt der Kapitalismus. Mit der Reizüberflutung, dem von a nach b hechten, ständig etwas unternehmen, schaffen wir doch eines, wir schalten uns ab.

Unsere Gedanken sind täglich mit Dingen gefüllt, die eigentlich gar nichts mit uns zu tun haben. Was sollte es mich interessieren was mein Nachbar oder Kollege denkt, wenn ich dieses Kleidungsstück trage oder wenn ich meine Musik zu laut höre? Ich sollte mich lieber fragen, warum trage ich das und warum muss ich jetzt so laut Musik hören? Wie würde es mir ergehen, wenn jemand plötzlich nachts um drei voll aufdreht?

Durch Empathie erhalten wir nicht nur mehr Verständnis für unsere Umgebung sondern auch für uns selbst. Wodurch wir erkennen, dass wir erst etwas verändern können, wenn wir verstehen, dass wir genauso mit unserer Umwelt umgehen sollten, wie wir selbst behandelt werden wollen.

In diesem Sinne, euch einen schönen Tag ❤

Nimmt euch Ruhe und genießt die Zeit, die ihr habt.

Love and Peace

Sahra Latifa Warrelmann

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Steht endlich für eine Veränderung ein!

Mal wieder kursiert in den Pro- AFD- Gruppen ein Video, welches einen dunkelhäutigen zeigt, der eine Frau verprügelt, während ein Kind daneben sitzt und fern schaut.

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Natürlich, wie immer sehr brutal und die Gewalt, ist auf keinen Fall zu entschuldigen. Doch interessant fand ich, dass die „Posterin“ Es mit dem Titel „Das sind die neuen edlen Wilden aus Afrika“ versehen hatte. Wie nicht anders zu erwarten wurde das Video mit einem Shitstorm nach dem anderen kommentiert. Beleidigungen, Mordandrohungen und Moralkeulen wurden geschwungen. Alles unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit.

Jetzt könnte man Fragen, Sahra warum postet du das? Wir wissen das doch alle…

…Na ja genau deswegen, weil jeder weiß wie eine Gruppe von Menschen bewusst Hass gegen eine andere Gruppe schürt, der soweit geht, dass Menschen mit anderem ethnischem Aussehen, bei manch einem nicht einmal ein Lebensrecht besitzt. Dieses Denken befindet sich nicht nur innerhalb Facebook, es ist auch überall auf den Straßen zu spüren. Und ehrlich gesagt für mich ist es erschreckend. Erschreckend wie Tatsachen verdreht werden (Denn dieser Mann kam gar nicht aus Afrika (das ist ein Kontinent immer noch), sondern war Bürger der USA), um Wut gegen Menschen zu schüren, die noch nicht mal hier angekommen sind. Und die Gesellschaft lässt es zu. Wisst ihr was das letzte Mal passiert ist, als der Mensch Antihumanistisches Verhalten zugelassen hat? Nein? Dann schaut in die Geschichtsbücher!

Hallo wacht doch endlich auf! Trump verbietet Menschen Einlass nach Amerika wegen einer Religion. Früher waren es die Juden heute die Muslime. Wollen wir wirklich auf die ersten Konzentrationslager warten bis wir endlich sagen: Hey! Halt, irgendwo ist eine Grenze überschritten?

Man sagt mir ich wäre eine Gutmensch der die Realität nicht sieht…

… Ich habe eher das Gefühl ich bin von Menschen umgeben die zum einen die Realität verdrängen indem sie sich in ihrer Blase der westlichen Zivilisation verstecken, in welcher alles toll ist, auch wenn alle jammern… Hallo wie viel Millionen haben Dschungelcamp verfolgt? Und wie viele haben letztens Bachelor angeschaut? Wie schlecht kann es einem Land gehen wenn die Mehrzahl, Zeit hat sich stundenlang solch fragwürdige Sendungen reinzuziehen? Dort geht es nur darum, dass andere sich profilieren… Also so schlecht kann es uns doch nicht gehen…?!

Ja und die andere Hälfte rennt mit Schaum vor dem Mund durch die Straßen, Medien und durchs Leben schon sensibilisiert auf den Feind, der Schwarze Feind… Der nur darauf wartet Europa einzunehmen.

Die Politiker heulen nur noch herum, da hetzt der eine gegen den andern und es scheint als hätte man kleine verletzte Kinder im Amt, die über Leben und Tod entscheiden. Die Medien erzählen nur noch schön verpackte Geschichten anstatt auf Tatsachen basierende Nachrichten und die Werbung zeigt uns wie toll doch alles ist wenn wir ökologisch Leben.

Alles spielt verrückt und wir machen weiter. Einfach so, weil wir nicht bereit sind Veränderungen zu akzeptieren. Weil wir nicht bereit sind uns von der Angst zu lösen und uns einzugestehen, wir haben Alle wirklich alle auf diesem Planten versagt. Da ist keine Nation besser oder schlechter. Wir könnten es angehen und sagen: Hey, wir reisen das Rad herum. Wir stehen auf, setzen uns zusammen und fangen als eine Welt an unsere Verantwortung zu übernehmen. Wir gehen die Probleme tatsächlich an, als nur davon zu sprechen. Wir machen dieses ganzen überflüssigen Konsumtempel platt, schaffen das Geld das uns versklavt ab, wir geben allen die gleiche Chance, wir stehen füreinander ein, respektieren und tolerieren uns und hören auf nur länger davon zu sprechen Werte zu verteidigen sondern Leben sie tatsächlich!

Oder was denkt ihr?

Liebe Grüße und einen wunderschönen Morgen 🙂

Sahra

Das höchste Gut die Gemeinschaft

Was ist das höchste Gut unserer Gesellschaft? Welche Vorstellung von Moral und Ethik müssen wir erfüllen, um Mensch zu sein? Welche Werte sind es, die wir erstreben?
Wo Individuen aufeinandertreffen, ist es wichtig sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, zumal sie die Gesellschaft bestimmen. Nach Ihnen richtet sich die Politik, das Gesundheits- und Krankenwesen, die Nahrungsmittelindustrie, die Bildung, die Bahnfahrt selbst der Gang zum Supermarkt wird durch die Ethik beeinflusst.

Leben wir das, was wir predigen? Können wir unseren Worten Glauben schenken? Oder ist es nichts weiter als heiße Luft die aus unseren Mündern heraustritt?

Rücksichtnahme: Sei dir stets bewusst, dass du nicht der einzige Mensch mit einer Geschichte bist. Deine Interessen & Abneigungen stimmen nicht mit allen überein. Manchmal hilft es, sich ein bisschen zurück zu nehmen, damit sich andere entfalten können. Nimm auch auf dich selbst Rücksicht. Achte deine Grenzen.

Empathie: Fühle was ich fühle. Denke, was ich denke. Handle, wie ich handle und du weißt was Empathie ist. Geh in meinen Schuhen, bevor du über mich sprichst, heißt es in vielen Sprüchen. Die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen ist meiner Ansicht nach eine Schlüsseleigenschaft für eine gesunde Gesellschaft. Sind wir nicht in der Lage zu verstehen, warum mein Gegenüber so ist wie er ist, fallen Interaktionen kurz oder gar aus.

Ehrlichkeit: Sei ehrlich zu dir selbst und deinen Mitmenschen. Es schenkt dir Freiheit. Denn wer ehrlich ist muss sich vor nichts fürchten. Klingt, wie ein Bibelspruch JEhrlichkeit ist eine harte Tugend, denn die Wahrheit ist nicht unbedingt das, was man hören möchte. Von Zeit zu Zeit hilft es sich der Realität/Wahrheit zu entledigen. Hin und wieder dient die Lüge auch zum Schutz.

Respekt: Ich respektiere dich, da du, du bist. Was ich nicht respektiere, achte ich nicht und was ich nicht achte verkommt. Respekt verdient jeder, ungeachtet dessen, welche Fehler er auflisten kann.

Toleranz: „Sein oder nicht sein“, sagte schon Shakespeare. Jeder ist wie er ist und das aus bestimmten Gründen. Bewerte niemanden nur weil er nicht deinen Erwartungen entspricht. Verurteile niemanden wegen seiner Meinung. Lasse sein und schaue hinter den Menschen.

Akzeptanz: Die Dinge sind wie sie sind. Du bist wie du bist. Ich bin wie ich bin. Glücklich bin ich nur wenn ich akzeptiere was ist, war und sein wird.

Solidarität: Dein Feind ist dein Bruder/deine Schwester. Wir brauchen uns, auch wenn wir manchmal glauben, dass wir ohne den ein oder anderen besser dran wären. Jeder Mensch besitzt Stärken und Schwächen, keiner ist in allem Perfekt. Wir ergänzen uns. Finden wir zur Gemeinschaft und beginnen wir uns gegenseitig zu stützen.

Vertrauen: Hab Vertrauen in dich und deine Umwelt.Verlasse dich auf deine Fähigkeiten und erkenne deine Möglichkeiten. Sei zuversichtlich selbst in schweren Zeiten. Gib dich niemals auf und glaube an dich selbst!

Weitere Werte und eine genau Definition und Erklärung hier klicken.

Eine Gesellschaft ist so stark wie ihre schwächsten Rädchen, auch wenn ein paar nach vorne schießen und dadurch an Unabhängigkeit geraten. Aufsicht für jene hinter ihnen bleibt den Unabhängingen dennoch. Selbst wenn, Verantwortung nicht unbedingt eines unserer Lieblingswerte ist.

Von niemanden abhängig sein… So viel Kohle auf dem Konto, dass sparen als soziales Experiment gesehen werden kann… Nie wieder arbeiten und den Tag nach den eigenen Regeln gestalten…

… Was für eine herrliche Vorstellung. Frei von jeglicher Verantwortung! Ist das nicht eine tolle Utopie? Nein?Ja?
Eine Utopie bleibt es. Ein Leben ohne Verantwortung ist kaum möglich. Verantwortung! Warum lehnen wir sie ab? Welches Gefühl gib sie uns, wenn manch einer schon bei dem Wort davon laufen könnte? Wikipedia bezeichnet Verantwortung als eine Pflicht die jemanden zugesprochen bzw. sich selbst auferlegt wurde. Pflicht. Okay, das Wort mag ich auch nicht so gerne. Es steckt ein „MUSS“ dahinter und alles was getan werden MUSS wird aus Prinzip mit einer Abneigung bestraft. Müssen möchte ich schließlich nicht! Möchte ich etwas, dann freiwillig nicht aus dem Zwang heraus. Oder?

Ein Leben ohne Verantwortung ist kaum möglich. Denn dazu müsste man tot oder komplett abgeschirmt von jeglichem Leben sein, auch das ist in der heutigen Zeit schwierig. Vielleicht auf einem Vulkan. Aber auch da…

… Jede meiner Handlungen beeinflusst etwas. Ein Beispiel:

Die Nacht ist länger als geplant geworden. Am nächsten Tag bin ich tot müde und schaffe es gerade noch so mich anzuziehen und zum Bus zu stürmen. Der Busfahrer will gerade losfahren, als er mich um die Seite hetzen sieht. Natürlich winke ich und versuche ihn abgehetzt aufzuhalten. Zu meinem Glück bleibt er stehen. Ich steige ein und brauche etwas um meinen Fahrscheinwunsch zu äußern auch das Kleingeld lässt sich nicht auf Anhieb finden. Bis ich auf einen Sitz gelandet bin sind drei Minuten vergangen.

Wen habe ich auf meinem Weg dorthin eventuell beeinflusst? (Achtung viel Spekulation)
Szene eins: Ich renne zum Bus.

Aus dem Fenster hat mich eine ältere Dame beobachtet. Was hätte sie wohl getan, wäre ich nicht rennend auf den Bus zu? Wäre sie noch länger am Fenster gestanden oder hätte sie sich schon früher entschieden wieder in die Wohnung zu gehen?

Die Menschen im Bus, die das Szenario bemerkt haben, hätten in dieser Zeit ein Gespräch beginnen oder beenden könne, sie hätten einen Artikel lesen, sich in der Nase bohren oder sonstige Handlungen durchführen können.

In den drei Minuten wäre der Bus bereits an der nächsten Station angekommen. Die Fahrgäste an den kommenden Haltestellen mussten länger warten. Dadurch konnte vielleicht jemand der auch zu spät war seinen Bus noch erreichen und dadurch pünktlich in der Arbeit oder Schule ankommen. Vielleicht wurde aber durch die Verspätung der Anschluss eines anderen gefährdet, der auf dem Weg zu einem dringenden Termin war. Dieser musste dann eventuell seinen Fahrplan umdisponieren.
Und so können wir das weiterspinnen, bis wir irgendwann bei den Naturvölkern in Indonesien landen.

Was ich mit diesem Beispiel sagen will, ist, dass unser Handeln immer auch auf andere wirkt, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Nur weil wir uns dessen nicht bewusst sind, bedeutet es keineswegs, dass es nicht passiert.

Eine Gemeinschaft kann stützen, sie kann aber auch zum Untergang von Zivilisationen, Gesellschaften und Werten führen. Leben wir so, wie wir selbst behandelt werden wollen, damit wir, aus dem Wir wachsen können.

Einen schönen Tag euch!

Liebe Grüße Sahra

 Bild von SWNaturalart 🙂

Das vergessene Bedürfnis nach Gemeinschaft

An jedem Tag an dem du aufwachst hast du alles was du brauchst.Das sagte mir vor einiger Zeit ein älterer Herr nachdem ich ihm erklären wollte, dass wenn ich das und das hätte zufrieden wäre, denn ich hätte alles was ich brauche.
Stunden verbrachte ich mit denken bis ich verstand was er mir damit eigentlich sagen wollte. Wie konnte ich alles haben wenn ich nicht das hatte was ich brauche, na ja bis auf mich selbst. Tagelang nahm ich den Satz in Einzelteile bis es endlich einen Sinn ergab.
In der rasenden Zeit in der wir leben bleibt kaum noch Zeit für wirkliche soziale Interaktionen. Der Tag ist voll mit den verschiedensten Terminen. Alles natürlich ein Muss. Die Freizeit, die Arbeit und das Privatleben aufgeteilt und gegliedert. Das Internet ist für unsere Zeit das perfekte Zaubermittel. Es schenkt uns die Gelegenheit mit den Menschen die wir mögen in Kontakt zu bleiben und mit der Welt in Verbindung zu bleiben. Irgendwie paradox.

Warum in die virtuelle Welt eintauchen, um die reale Welt zu erleben?

Welch hohen Stellenwert der Gemeinschaft gemessen erkennen wir ganz leicht mit einem Blick auf die Medien. Überall schreit es nach Zugehörigkeit. Alle wollen wir eins sein. Etwas oder jemanden zugehören. Einer Gruppe, einer Region, einer Nation, einer Religion, einem Trend oder oder oder.
Eigentlich sollte das in der heutigen Zeit so einfach wie noch nie sein, wir sind zumindest im Besitz der Möglichkeiten. Dennoch bewegen wir uns hin zur Anonymität. Kein Wunder, wie soll das auch bei der Masse an Menschen sein. Die Städte explodieren, die Bauflächen immer weniger, sodass zwischen Landwirtschaft und Wohngebieten entschieden werden muss.

An allen Stellen scheint es zu fehlen, obwohl uns doch mehr zur Verfügung steht als das wir es verbrauchen könnten. Schon wieder so ein Paradoxon.
Wir haben verlernt miteinander zu leben, uns kennen zu lernen und gegenseitig vertrauen aufzubauen. Wir schenken Firmen unser Vertrauen die uns offensichtlich schaden wollen, wir geben Banken unseren Zuspruch die uns ausnehmen, wir setzen das Kreuz auf Kästchen, die uns gefangen halten und wir glauben Medien die ihr Drang zur Lüge mehr als einmal präsentiert haben. Aber auch das ist verständlich. Wie sollen wir all die Menschen einschätzen lernen? Politiker, Bankenchefs, Firmen CEO´s, Könige, Präsidenten und so weiter. All jene die etwas zu sagen haben. Wir kennen sie ja nicht. Wir haben nie ein Wort mit ihnen gewechselt. Dennoch treffen sie Entscheidungen die mich betreffen.
Früher war das noch einfach und mit früher mein ich so richtig Früher. Als die Dorf/-Stadtgemeinden überschaubar waren. Da wusste man wen man wählt. Woher das Essen kommt, warum es heute keine Milch gibt. Man musste keine Gedanken an einstürzende Nähfabriken verschwenden , die aufgrund Sparmaßnahmen brüchig waren, denn da ging man bewusst mit seiner Kleidung um. Man wusste welche Mühe darin steckte. Welch ein Wert ein Kleid oder eine Hose hatte. Wie viel Stunden mehrere Frauen oder Männer in Güter steckten.
Ist doch kein Wunder! Dass wir kein Bewusstsein für Ökologie und Ökonomie entwickeln. Es reicht ein Gang zum nächsten Konsumtempel und schon ist man mit all den Dingen versorgt die nötig sind um die Bedürfnisse wieder aufzufüllen. Es müssen keine Gedanken über die Beschaffung und Verarbeitung verschwendet werden. Es ist halt einfach da. Für den Betrag X erworben und fertig.
Ich denke wir würden bewusster mit dem was wir Verbrauchen umgehen, wenn wir an der Herstellung beteiligt wären oder mit der Arbeit die dahinter steckt vertraut wären. Es bedarf eine Menge um ein Brot zu backen, wenn es nicht gerade eines ist das mit irgendwelchen Verstärkern und Zucker vollgepumpt wurde.

Um Gemeinschaft zu finden müssen wir den Wert der einzelnen Individuen erkennen und ihre Rolle in der Gesellschaft. Respekt, Toleranz, Ehrlichkeit und Vertrauen lässt eine Gesellschaft zu einer Gemeinschaft heranwachsen, doch dazu bedarf es Interesse, Wertschätzung und Kontakt.


Meine Erfahrung mit regionalen Anbietern.

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Wie Gemeinschaft funktionieren kann konnte ich bei meinem Besuch der Erligheimer Mühle erleben. Und weil sie alle so lieb und offen zu mir waren folgt eine überzeugte Werbung! Ein Familienunternehmen wie sie es sind hat es verdient, gelobt und beworben zu werden. Schaut auch gerne mal vorbei wenn, ihr in der Region seid. Lohnt sich auf jeden Fall 🙂

Den ersten Kontakt zu einem Direktvermarkter hatte ich mit der Erligheimer Mühle, ein Familienbetrieb im Kreis Ludwigsburg. In ihredsc_0534r Mühle mahlt und stellt der Betrieb selbst her. Mit regionalen Rohstoffen erzeugt die Erligheimer Mühle Produkte wie Mehle, Backmischungen, Müsli, Bratlinge und ein breites Spektrum an glutenfreie Lebensmittel. Produkte mit Qualität. Authentische und freundliche Mitarbeiter runden den Betrieb ab.
 Auf dem Ludwigsburger Markt, durfte ich die das Familienunternehmen kennenlernen. Denn der Vertrieb der Produkte erfolgt über Märkte, verschiedenen Läden/Hofläden und Lieferungen frei Haus in der Region. Eine freundliche Mitarbeiterin begrüßte micdsc_0597h. Seit ein paar Jahren arbeitet sie nun für die Erligheimer Mühle. Wie ich finde, mit Herz. Für jeden Kunden hatte sie ein Lächeln auf der Lippen. Authentisch und lebensfroh, so habe ich die Mitarbeiterin der Erligheimer Mühle erlebt. Natürlich kommt es nicht nur auf die Freundlichkeit an. Sie glänzt auch mit Wissen über die Produkte und Herstellung und konnte jedem Kunden die Fragen beantworten. Das findet man nicht immer. Das zeigt mir, dass sie Spaß an ihrer Arbeit hat und dahinter ist.
Was will man als Kunde mehr?

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Liebe Grüße, lebt gesund und lang und in Frieden 🙂
Sahra

 


Noch ein Paar Links für euch 🙂

  • Vorteile für den Verbraucher hier lesen.
  • Infodienst Landwirtschaft hier lesen.
  • Lokal statt Global Vor und Nachteile und Infos über den regionalen Konsum. Hier
  • Was ist Gemeinschaft? Mehr lesen hier.

Sei ein Evolutzer und kein Revolutzer!

Warum kommt es noch immer zu Terroranschlägen? Weshalb führen wir Kriege? Weshalb müssen noch immer Menschen vor Gewalt, Hunger, Leid, Elend, Tod, Armut & Ungerechtigkeit flüchten, während andere hinter ihren Mauern ihnen beim Sterben zusehen. Es sogar befürworten, weil dieser Personenkreis, ja sowieso nicht den Werten oder Moral deren Gesellschaft erfüllt hätte. Das hätte auf kurz oder lang zu Konflikten geführt, denn schließlich sind ja beide Gruppen der Ansicht, dass die andere primitiv sei. Rückständig und keine Vorstellung von der richtigen Art zu leben. Und während die Personen hinter der Mauer ihren Wohlstand verteidigen, zeichnen sie Karikaturen von Politiker die in luxuriösen Verhältnissen leben und um diese zu wahren eine Mauer um die Schönheit der Welt legten um sie vor dem Volk zu verstecken.

Sehen wir hier die Doppelmoral?

Zudem meint jede Gesellschaft, Kultur, jeder Staat und jede Regierung, jede Partei, jede Region und weiter der/die Beste zu sein. Und all die Eigenschaften, die Werte, Meinung, Gepflogenheiten, Moral etc. sind besser und richtiger als die der anderen. Ich weiß richtiger gibt’s nicht… Doch jetzt schon. 🙂 Und weil wir davon ausgehen, das unsere Vorstellung bzw. unsere Wahrheit die absolut Richtige ist, können wir nicht anders, als die der anderen zu verurteilen. Denn schließlich liegen sie ja falsch. Doch wie kann auch nur ein Mensch behaupten, die allgemeine Wahrheit und den absoluten Fakt gefunden zu haben? Wie können wir Menschen behaupten, dass das was für den einen gilt auch für den anderen gelten muss?
Muss es doch? Denn wie soll es sonst möglich sein, das eine Gruppe, mehr noch die komplette Menschheit funktioniert. Das würde doch sonst…

… zu Kriegen, zu Tod, zu Gewalt.. und die Kinder, und die Frauen… joa…

Wir Menschen müssen verstehen, dass wir die Entwicklung der Gemeinschaft gebraucht haben, um das Überleben des Menschen zu sichern. Die Gruppe über dem Individuum, um das Individuum zu schützen. Das war auch richtig so. Als wir noch nicht zivilisiert waren, wäre es unser Tod gewesen, hätten wir mit der Entwicklung des Individuums begonnen. Doch heute ist diese Ansicht veraltet. Wir brauchen die Gemeinschaft nicht mehr zum Schutz. Wir brauchen sie um zu wachsen. Und das ist ein bedeutender Unterschied. Unser Überleben ist nicht von der Gemeinschaft abhängig, sie bereichert uns allerdings und fördert unsere Fähigkeiten. Sofern wir die Individualität als Priorität ansehen. Erkennen wir das es in der heutigen Zeit wichtiger ist, auf den einzelnen Menschen einzugehen. Dadurch stellen wir fest, das die Gemeinschaft mit der Ausbreitung des EGOs gefestigt und gestärkt wird.

Das Problem unserer Zeit sind also nicht die Terroranschläge, Kriege, Korruption etc. Sie sind nichts weiter als Symptome. Ein Ausdruck der kranken Gesellschaft. Mehr noch ein Zeichen dafür, dass wir uns zwar auf dem richtigen Weg befinden, aber immer noch blind für die Richtung sind.

Wir müssen beginnen komplett neue Werte zu schaffen und sie auf die Probleme unserer Zeit anpassen. Wir müssen all unsere Begrifflichkeiten neu bedenken. Wir müssen unser Gehirn wieder nutzen und nicht vollpumpen mit sinnlosen Informationen, die uns nicht weiter bringen. Sie führen zu nichts außer dem was wir heute sind. Unzufriedene, zweifelnde, ängstliche Tiere die glauben mehr zu sein, obwohl wir schon längst humane menschliche Menschen sein könnten. Also hören wir auf unsere Zeit zu verschwenden. Uns mit Nichtigkeiten zu befassen. Hören wir auf uns selbst Ketten aufzuerlegen und uns einzubilden sie seien unumstößlich. Hören wir auf uns einzureden wir könnten zur keiner Veränderung in der Lage sein.
Lasst uns anfangen dahinter zu schauen, Grenzen zu überwinden und Stärke zu beweisen. Bilden wir Brücken zu neuen Möglichkeiten. Beweisen wir uns, dass wir zu mehr im Stande sind. Anstatt uns immer wieder zu bestätigen wie destruktiv wir sind. Das haben wir die letzten Jahrtausende genug getan.
Ist es nicht an der Zeit einen anderen Weg einzuschlagen? Wollen wir nicht mehr als das was wir haben?Wollen wir nicht endlich sein was wir sind?
Wollen wir nicht endlich das tun was wir immer tun wollten? Frei von Grenzen? Frei von Ängsten? Reicht es uns tatsächlich nur Zufrieden zu sein? Reicht uns das was wir sind? Wollen wir niemals eine andere Ebene der Existenz erreichen? Und hier rede ich nicht von SIFI oder irgend so ein Engel und Geister Zeugs (das soll keine Beleidigung sein für alle die daran glauben, ist meine Art des Ausdrucks). Ich meine eine Form in der wir Menschen in der Lage sind vollkommen unabhängig zu sein. Wir unsere Träume uns Sehnsüchte erfüllen können, weil wir tolerant offen und frei von Schubladen sind.

Wir glauben an Aliens, an Geister, an Gott, an Dämonen, Drachen und was weiß ich nicht alles.

Doch wir können uns keine Welt ohne Geld vorstellen?

Wir können uns nicht vorstellen in Frieden zu leben?

Wir können uns nicht vorstellen dass andere nun mal andere Ansichten haben als wir?

Krass. Echt krass… Ne, mal ohne Witz. Ich meine wir können besessen in der Welt rum torkeln, auf Drogen irgendwelche Bäume vögeln, die wir für was auch immer halten, wir können uns einreden, dass der Partner zu allem Möglichen in der Lage wäre um einen zu verletzen, wir können Romane schreiben, wir können uns aufschlitzen, Morde planen, Regierungen stürzen, Pläne für Geheimaktionen durchführen, wir können auf den Mond fliegen….

… aber wir können uns nicht auf die simpelsten Dinge im Leben einlassen.

Ja was soll man dazu sagen… Aber der Terrorist ist daran schuld… Oder?

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