Gerechtigkeit im Kleid verpackt

Wo keine Gerechtigkeit ist, ist keine Freiheit und wo keine Freiheit ist, ist keine Gerechtigkeit.“    

                                                                                          Johann Gottfried Seume (1763 -1810)

           deutscher Schriftsteller, Philosoph, Reisender ein Bauernsohn mit vielen Talenten.

Wir nutzen Bäume um daraus Papier herzustellen, das dann für unzählige Anträge verwendet wird.

Anstatt diesen unsinnigen Papierwahnsinn zu stoppen und mittels unseres Verstandes eine Alternative zum Geld zu finden, zerstören wir Lebensräume und nehmen uns das Wichtigste, was wir haben. Die Luft zum atmen.

Wie wird unsere Welt wohl aussehen, ohne Pflanzen, Tiere und sonstiges Ökosystem, das dafür sorgt, dass wir überhaupt existieren können. Wir jagen Tiere einfach nur des Status wegen. Für unsere Kosmetik müssen zahlreich gezüchtete Arten sterben. Einfach nur, damit wir uns das Gesicht anpinseln können oder mit weicher Haut überzeugen können. Wegen des maßlosen Konsums sterben Arten aus, sind die Meere überfischt und dreckig. Zig Küken werden einfach geschreddert, weil es uns wichtiger ist, dass wir günstig alle Zeit und überall Lebensmittel kaufen können. Ob wir sie dann auch brauchen sei dahingestellt. Weil wir gar keinen Bezug mehr zu unseren Konsumgütern haben und es für selbstverständlich erachten, dass wir nur zum nächsten Einkaufzentrum laufen müssen, damit all unsere Wünsche erfüllt werden, bekommen wir gar nicht mehr mit, dass die Menschen, die jeden Tag stundenlang in kleinen, kaum belüfteten alten und brüchigen Fabrikhallen, für unser 5 Euro T-Shirt, vor die Hunde gehen.

Jeden Tag laufen Massen durch die Straßen der Dörfer und Städten. Sie rennen von der Arbeitsstelle nach Hause. Von zu Hause steigen sie schnell in ihre Autos um nur mal eben schnell zum Supermarkt zu fahren. Alles wird schnell erledigt und für nichts bleibt Zeit. Der Tag sollte 48 Stunden haben aber selbst die würden nicht ausreichen um das Pensum zu erfüllen, das erfordert ist.

Ständig bleibt etwas liegen, ständig glauben wir nicht alles erreicht zu haben. Selbst wenn wir unsere Ziele erreicht haben, können wir uns nicht zurück legen. Schließlich müssen wir den erfüllten Traum festhalten. Wir dürfen ja nicht mehr nach unten fallen. Nicht mehr wie zuvor hart arbeiten müssen um das Haus finanzieren zu können oder in den langersehnten Urlaub zu reisen. Auch für die Konsole, die wir schon lange im Auge hatten, wollen wir nicht mehr so hart sparen. Also arbeiten wir noch mehr, haben noch weniger Zeit und streben gleichzeitig nach noch höheren Zielen, die noch mehr Leistung fordern. Das Leben ist eben hart. Das wissen wir alle. Es ist kein Kinderspiel, doch vor allem ist es wie es ist!

Aber warum traurig sein? Warum sich deswegen runter ziehen lassen? Schließlich ist doch alles wunderbar. Zumindest zeigen das die Medien. Denn dort verhilft das lila, rote und blau gepunktete Lippenbalsam zu strahlenden Lippen. Sexy und verführerisch aber das Beste kommt erst noch, er ist ganz und gar von natürlichen Ressourcen, vegan und BIO. WOW, ein solches Produkt kann doch nur Freude in einem hervorrufen. Hat das vollkommen überteuerte Lippenbalsam nicht unser Gemüt erhellt, dann schaffen das sicherlich die unzähligen Werbebanner, die das Straßenbild zieren. Überall wo man hinschaut, will irgendjemand etwas von uns. Ob es der komisch schauende Politiker ist, der mit seinem steifen Lächeln, suggerieren will, das er und seine Partei die richtige Wahl zur Veränderung ist oder das überglückliche Paar, das natürlich perfekt durch trainiert in Badekleidung zur Buchung eines reduzierten Traumurlaubs animiert.

Welch ein Wunder das wir bei all der Reizüberflutung nicht mehr in der Lage sind durchzuatmen, für uns zu sein und mal in Ruhe über die eigene Meinung und Werte nachzudenken. So ist es bei all dem Stress klar, dass man sich nicht mehr dafür interessiert, dass täglich Menschen für unseren Konsum sterben. Es ist ja schon Normalität.

Seitdem ich klein bin, höre ich in den Nachrichten von Krieg, von irgendwelchen Meinungsverschiedenheiten, von Promis die Kinder bekommen haben und Terroristen. Ich sehe Bilder von dünnen dunkelhäutigen Kindern, die mit Blähbauch und Fliege im Auge, mir zu verstehen geben, dass sie gerade dabei sind zu verhungern. Wie soll mich heute ein Bild von einem Kind, das gerade tot vom Meer an den Strand angespült wurde erschrecken? Das schockiert mich nicht, das überfliege ich während den Morgennachrichten. Da rege ich mich dann ne Stunde wieder auf, dass so ein Bild schon gleich mal meinen Tag versaut hat. Warum strahlen die das auch wochenlang aus. Gibt es denn nichts anderes mehr. Ja, es ist traurig, aber ja das passiert halt jeden Tag. Es kann halt nicht jeder überleben und außerdem ist es ja so weit weg. Warum sollte es mich dann interessieren? Fuck! Mein Bus, ich komme zu spät.

Und schon habe ich das Kind wieder vergessen. Schon bin ich wieder im Kreislauf. Ich laufe mit. Ich mache mit. Ich wundere mich über die Zustände in der Welt, ich beschwere mich, rege mich auf, dennoch bin ich nicht bereit, nein mir fällt es nicht mal auf, dass ich ein Teil des Ganzen bin.

Vielleicht weiß ich es irgendwo tief in mir, dass die Welt am Arsch ist, ja vielleicht stört es mich sogar. Dennoch steige ich morgen wieder in den Bus ein und verschwende 10 Minuten meines Lebens in welchen ich mich über die verspätete Bahn aufrege, anstatt mich zu fragen warum wir nicht alle mal einen Gang runter schalten können.

Warum können wir nicht ehrlich miteinander umgehen? Warum führen wir Kriege, die gar nicht unsere sind, von welchen wir nicht einmal die Details kennen? Warum verteidigen wir Menschen, die unser Geld rauben, die keine Versprechen einhalten können und sich am Morgen wenig für den Arbeiter interessieren, der sich täglich widerstandslos kaputt ackert und dafür lediglich gut leben möchte. Er möchte Entscheidungen treffen und nicht wie ein kleines Kind, alles vor den Tisch gesetzt bekommen.

Wir legen unser Verantwortung in Menschen, die auch nur Menschen sind. Die leider auch wie wir, am Morgen eher in Gedanken bei ihren Sorgen sind, als bei den Problemen der Menschheit.

Vielleicht sehen wir Menschen irgendwann, dass wir alle nur Menschen sind, wir machen alle Fehler. Aber um die Fehler zu beheben und aus ihnen zu lernen, reicht es nicht nur über sie zu reden und sie hinzunehmen. Es reicht nicht zu sagen, es ist halt so. Man lernt erst aus Fehlern, wenn man beginnt sein Verhalten zu ändern.

Haben wir nicht in all den Jahrhunderten gelernt, dass sich die Geschichte wiederholt.

Ein Königreich beutet das Andere aus, Stämme schlachten sich gegenseitig aus, Kulturen gehen unter weil sie ihre Umwelt zerstören, Ländern rauben und vergewaltigen die Frauen und Kinder, der Gegner wegen Ressourcen, die irgendjemand mal als besonders wertvoll abgestempelt hat. Nationen unterdrücken sich und Systeme betrügen und lügen. Das ist nichts Neues. Das gab es schon immer. Sollten wir das nicht langsam leid sein?

Anstatt immer wieder aufeinander einzuhacken, sich aufzustacheln und provozieren, wäre es nicht toll, wenn man gemeinsam beginnen würde aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen?

Sind wir schließlich nicht Menschen?

Wir sagen doch immer, wir sind besser als die Tiere. Wir stellen uns in jeder Hinsicht über sie, dennoch nutzen wir kaum, das was uns von den anderen Lebewesen unterscheidet. Unser Gehirn wird täglich abgeschaltet. Wir wollen es gar nicht nutzen. Nicht umsonst boomt der Kapitalismus. Mit der Reizüberflutung, dem von a nach b hechten, ständig etwas unternehmen, schaffen wir doch eines, wir schalten uns ab.

Unsere Gedanken sind täglich mit Dingen gefüllt, die eigentlich gar nichts mit uns zu tun haben. Was sollte es mich interessieren was mein Nachbar oder Kollege denkt, wenn ich dieses Kleidungsstück trage oder wenn ich meine Musik zu laut höre? Ich sollte mich lieber fragen, warum trage ich das und warum muss ich jetzt so laut Musik hören? Wie würde es mir ergehen, wenn jemand plötzlich nachts um drei voll aufdreht?

Durch Empathie erhalten wir nicht nur mehr Verständnis für unsere Umgebung sondern auch für uns selbst. Wodurch wir erkennen, dass wir erst etwas verändern können, wenn wir verstehen, dass wir genauso mit unserer Umwelt umgehen sollten, wie wir selbst behandelt werden wollen.

In diesem Sinne, euch einen schönen Tag ❤

Nimmt euch Ruhe und genießt die Zeit, die ihr habt.

Love and Peace

Sahra Latifa Warrelmann

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Steht endlich für eine Veränderung ein!

Mal wieder kursiert in den Pro- AFD- Gruppen ein Video, welches einen dunkelhäutigen zeigt, der eine Frau verprügelt, während ein Kind daneben sitzt und fern schaut.

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Natürlich, wie immer sehr brutal und die Gewalt, ist auf keinen Fall zu entschuldigen. Doch interessant fand ich, dass die „Posterin“ Es mit dem Titel „Das sind die neuen edlen Wilden aus Afrika“ versehen hatte. Wie nicht anders zu erwarten wurde das Video mit einem Shitstorm nach dem anderen kommentiert. Beleidigungen, Mordandrohungen und Moralkeulen wurden geschwungen. Alles unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit und Gerechtigkeit.

Jetzt könnte man Fragen, Sahra warum postet du das? Wir wissen das doch alle…

…Na ja genau deswegen, weil jeder weiß wie eine Gruppe von Menschen bewusst Hass gegen eine andere Gruppe schürt, der soweit geht, dass Menschen mit anderem ethnischem Aussehen, bei manch einem nicht einmal ein Lebensrecht besitzt. Dieses Denken befindet sich nicht nur innerhalb Facebook, es ist auch überall auf den Straßen zu spüren. Und ehrlich gesagt für mich ist es erschreckend. Erschreckend wie Tatsachen verdreht werden (Denn dieser Mann kam gar nicht aus Afrika (das ist ein Kontinent immer noch), sondern war Bürger der USA), um Wut gegen Menschen zu schüren, die noch nicht mal hier angekommen sind. Und die Gesellschaft lässt es zu. Wisst ihr was das letzte Mal passiert ist, als der Mensch Antihumanistisches Verhalten zugelassen hat? Nein? Dann schaut in die Geschichtsbücher!

Hallo wacht doch endlich auf! Trump verbietet Menschen Einlass nach Amerika wegen einer Religion. Früher waren es die Juden heute die Muslime. Wollen wir wirklich auf die ersten Konzentrationslager warten bis wir endlich sagen: Hey! Halt, irgendwo ist eine Grenze überschritten?

Man sagt mir ich wäre eine Gutmensch der die Realität nicht sieht…

… Ich habe eher das Gefühl ich bin von Menschen umgeben die zum einen die Realität verdrängen indem sie sich in ihrer Blase der westlichen Zivilisation verstecken, in welcher alles toll ist, auch wenn alle jammern… Hallo wie viel Millionen haben Dschungelcamp verfolgt? Und wie viele haben letztens Bachelor angeschaut? Wie schlecht kann es einem Land gehen wenn die Mehrzahl, Zeit hat sich stundenlang solch fragwürdige Sendungen reinzuziehen? Dort geht es nur darum, dass andere sich profilieren… Also so schlecht kann es uns doch nicht gehen…?!

Ja und die andere Hälfte rennt mit Schaum vor dem Mund durch die Straßen, Medien und durchs Leben schon sensibilisiert auf den Feind, der Schwarze Feind… Der nur darauf wartet Europa einzunehmen.

Die Politiker heulen nur noch herum, da hetzt der eine gegen den andern und es scheint als hätte man kleine verletzte Kinder im Amt, die über Leben und Tod entscheiden. Die Medien erzählen nur noch schön verpackte Geschichten anstatt auf Tatsachen basierende Nachrichten und die Werbung zeigt uns wie toll doch alles ist wenn wir ökologisch Leben.

Alles spielt verrückt und wir machen weiter. Einfach so, weil wir nicht bereit sind Veränderungen zu akzeptieren. Weil wir nicht bereit sind uns von der Angst zu lösen und uns einzugestehen, wir haben Alle wirklich alle auf diesem Planten versagt. Da ist keine Nation besser oder schlechter. Wir könnten es angehen und sagen: Hey, wir reisen das Rad herum. Wir stehen auf, setzen uns zusammen und fangen als eine Welt an unsere Verantwortung zu übernehmen. Wir gehen die Probleme tatsächlich an, als nur davon zu sprechen. Wir machen dieses ganzen überflüssigen Konsumtempel platt, schaffen das Geld das uns versklavt ab, wir geben allen die gleiche Chance, wir stehen füreinander ein, respektieren und tolerieren uns und hören auf nur länger davon zu sprechen Werte zu verteidigen sondern Leben sie tatsächlich!

Oder was denkt ihr?

Liebe Grüße und einen wunderschönen Morgen 🙂

Sahra

Das verlassene Kind

Eine Trennung ist für niemanden einfach und schon gar nicht wenn ein Kind im „Spiel“ ist.

Ich weiß noch als ich klein war, glaubte ich für die Probleme meiner Eltern verantwortlich zu sein. Gab es einen Konflikt war ich meist davon überzeugt die Schuld zu tragen. Gäbe es mich nicht würden Mama und Papa sich nicht streiten.  Frieden würde herrschen, wenn ich artiger wäre.

Wie sollte es auch anders sein? Die Erwachsenen sind schließlich unfehlbar. Von ihnen lerne ich. Sie sagen mir wie ich mich beim Essen benehmen soll, welche Kleidung ich tragen sollte um mich vor dem Wetter zu schützen. Sie brachten mir die Nahrungsaufnahme und das Laufen bei. Auf beinahe jede Frage wussten sie eine Antwort. So gab es für mich nur eine logische Konsequenz, meine Eltern waren unfehlbar und ich ein Störfaktor.

Als ich älter wurde verstand ich, dass auch meine Eltern und all die anderen Erwachsen, die für mich lange wie allwissende Riesen wirkten, auch nur Menschen sind. Menschen die Fehler begehen und Konflikte zu lösen hatten. Dabei war es vollkommen egal ob es sich um die leere Haushaltskasse, die Urlaubsplanung oder die Bewältigung des Alltags handelte. Ich verstand das mit dem Älter werden auch Probleme dazu kommen, die man als Kind nicht begreifen konnte.

Was es heißt „Erwachsen“ zu sein und welche Verantwortung das mit sich brachte begriff ich erst als ich selbst Mutter wurde.

Mit 15 stand ich da, schwanger und plötzlich trug ich Verantwortung. Die Tragweite konnte ich bis zur Geburt meines Sohnes nicht erblicken, doch eines war mir schon von Anfang an klar, mein Sohn sollte ohne Angst aufwachsen. Er sollte nie in den Genuss einer Bindungsstörung oder Verlassensängste kommen. Er sollte Liebe erfahren und sich nicht verantwortlich für meine Fehler fühlen.

Die ersten drei Jahre schien es als würde sich mein Vorhaben erfüllen. Ich ging in meiner Rolle als alleinerziehende Mom auf. Kurz nach der Geburt meines Sohnes bestand ich meinen Hauptschulabschluss, zog mit meinem Sohn durch die Welt, schenkte ihm Aufmerksamkeit und Liebe. Ich besuchte die Realschule und bestand als Jahrgangsbeste meine mittlere Reife. Mein Sohn wuchs zu einem glücklichen und aufgeschlossenen Kleinkind heran. Das Abitur und unsere gemeinsame Entwicklung war mein nächstes Ziel. Ich war glücklich. Zumindest sollte ich es sein. Die Rechnung hatte ich allerdings ohne meine Vergangenheit aufgestellt.

Wenige Wochen vor dem dritten Geburtstag meines Sohnes veränderte sich unsere heile Welt! Das Gefühl von Einsamkeit breitete sich in mir aus. Es war zwar alles irgendwie toll aber nicht perfekt. Um alles abzurunden fehlte der Mann an meiner Seite. Ich selbst kenne meinen leiblichen Vater nicht und mein Ersatzvater war nicht unbedingt ein akzeptabler Ersatz im Gegenteil.

Mein Sohn sollte diese Lücke nicht kennen, schließlich braucht ein Junge einen männlichen Part. Auch wenn, ich versuchte ihm Vater & Mutter gleichzeitig zu sein. Vor Fußball, Kräftemessen in Form von „Spielkämpfen“ schreckte ich nicht zurück. Mir war es auch vollkommen egal, ob ich auf dem Spielplatz dreckig werde oder in die Rutsche passte, für meinen Sohn machte ich mich zur Hampelfrau. Auch wenn kein Mann in meinem Leben zu finden war, sollte mein Sohn dennoch Erfahrungen machen, die er eigentlich mit seinem Vater teilen konnte. Dass dies ein schwieriges Unterfangen war Begriff ich erst später.

Nun war ich 18 in der „Blüte“ meines Lebens, alles sollte nun steil aufwärts gehen.

Mein Wunsch nach einer stabilen Partnerschaft wurde immer stärker, mit ihm auch meine Depressionen, die sich von meiner Sehnsucht bis zur Erblindung (Blind im übertragenem Sinne) nährte. Scheinbar schlagartig veränderte sich mein Weltbild. Überall zogen glückliche Familien durch die Straßen. Alle waren glücklich nur ich nicht (glaubte ich in meiner blinden Unwissenheit). Dies musste sich ändern! Ein Partner musste her. Durch meine Sehnsucht verlor ich den Überblick und den Sinn für jegliche Vernunft und Verantwortung. Ich nahm keine Rücksicht auf die Gefühle meines Sohnes, denn letztendlich wollte ich alles zum Guten wenden, obwohl mein Leben schon perfekt war. Ich glaubte richtig zu handeln.

Nachdem ich mir in den Kopf gesetzt hatte das Projekt Mutter-Vater-Kind in Angriff zu nehmen vergingen zwei Monate bis ich die zweite Beziehung meines Lebens aufnahm. Die Gefühle spielten verrückt, Schmetterlinge im Bauch und die Euphorie überfraute mich. Mein Ziel schien erreicht zu sein. Gegen jegliche Vernunft und allen Bedenken von Freunden und Familie stürzte ich mich in eine Beziehung, die für mich und meinen Sohn gravierende Folgen mit sich trug. So schnell wie sie begann endete sie auch. Ich war noch nicht bereit und selbst unzufrieden. Wodurch die Beziehung von Anfang an zum scheitern verurteilt war. Wie sollte ein Mann, die Kluft in mir füllen, die ich nur selbst wieder schließen konnte? Nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass ich einen großen Fehler beging. Fernab von Familie und Freunden mussten mein Sohn und ich uns an ein neues Leben gewöhnen. Für meinen kleinen Wurm schien es kein Problem zu sein, im Gegenteil er freute sich an der zusätzlichen Aufmerksamkeit. Ein Mann, der mit ihm Zeit verbrachte, der ihn mochte und ihn gerne um sich hatte, der sich liebevoll um ihn kümmerte. Wunderbar.

Auf Grund meiner Probleme ging die Beziehung in die Brüche. Ich fühlte mich schuldig und schämte mich nicht auf die mahnenden Worte gehört zu haben. Da war ich nun, verlassen in einer fremden Stadt mit Kind. Eine komplette Veränderung zu meinem vorherigen Leben.  Von Sekunde zu Sekunde wuchsen die Schuldgefühle in mir heran. Wie konnte ich nur so etwas tun? Wie konnte ich meinen Sohn und mich in solch eine Lage bringen? Warum habe ich meinen sicheren Hafen für eine wage Liebe aufgegeben? Das Abenteuer wurde zum Albtraum.

Die Depressionen wurden schlimmer, es fiel mir schwer mich um meinen Sohn zu kümmern obwohl ich ihn überalles liebte, also dachte ich, ich würde das einzig Richtige tun indem ich ihn vor mir und meiner Zerstörung schütze. Ich brachte ihn in eine Wochenendobhut und legte somit den Grundstein seiner Bindungsstörung. Nachdem ich ihn abgegeben hatte prasselte alles ein. Vergangene Emotionen kamen ans Tageslicht und die Wut gegen mich verwandelte sich in Hass, wodurch ich nichts anderes als den Freitod im Kopf hatte und es somit unmöglich war meinen Sohn wieder zu mir zu holen. Dieser kleine Junge der innerhalb kürzester Zeit so viele Veränderungen und Schmerzen durchleben musste, von welchen ich ihn von Anfang an bewahren wollte…

… Weg von Mama irgendwo unter Menschen die er nicht kannte, ungewiss wann er seine Mutter wieder sehen konnte. Es zerriss mir das Herz in Einzelteile. Doch anstatt zu handeln vergrub ich mich in meiner Schuld. Zum Glück schritt meine Mutter ein und schenkte ihm Obhut und vertraute Gesichter. Ich ging zurück in meine Heimat und beschloss erneut mich meinen Fehlern zu stellen und Verantwortung zu übernehmen.

Mein starker kleiner Wurm hatte sich durch den liebevollen Umgang meiner Familie von den Traumatas erholt. Auch ich fand nach ein paar Downs wieder an Stärke und nahm mein Leben wieder in die Hand. Job, Ausbildung Wohnung und zu meinem zwanzigsten Geburtstag sollte mein Sohn wieder bei mir sein!

Wie das Leben so spielt geschah alles anders. Ich verliebte mich drei weiter Male bis heute und musste jedes Mal feststellen, dass ich nach den falschen Dingen suchte. Die „emotionalen Löcher“ sollten gefüllt werden. Mein krankhafter Wunsch nach einer intakten eigenen Familie trug zu weiteren Verletzungen im Leben meines Sohnes bei. Drei weitere Männer die er liebte, die er mochte und sich an sie gewöhnte waren genauso plötzlich da wie sie wieder weg waren. Keiner hatte auch nur eine Nachricht oder einen Anruf für ihn hinterlassen. Natürlich konnte ich verstehen, dass meine Ex-Partner nach dem heftigen Beziehungsaus, den ich verursachte keine Muse aufbringen konnten mit mir oder meinem Sohn Kontakt zu halten. Ich verstand es und sah auch keine Notwendigkeit darin sie auf meinen Sohn anzusprechen. Sie hatten genug um die Ohren, musste ihre eigenen Scherben wieder aufsammeln.

Die letzte Trennung war für meinen Sohn ein Schlag ins Gesicht. Ich habe Stunden damit verbracht ihm alles zu erklären. Er verstand es und schien irgendwie damit zu Recht zu kommen. Doch in Wahrheit ignorierte ich die Anzeichen, da ich es nicht ertragen konnte meinen Sohn leiden zu sehen und mich selbst nicht mit der Realität auseinander setzen wollte.  Die vermehrten Wutausbrüche, die Fragen über das Wohlergehen meines Verflossenen, die Versuche mich an die gemeinsame Zeit zu erinnern, mit Aussagen wie: „Mama, weißt du noch als wir hier waren und das und das gemacht haben?“ , ließen mich aufwachen. Also stieg ich in meine Mutterrolle, setzte mich mit meinen Sohn hin und fragte ihn nach seinen Gedanken und Gefühlen. Wie Elektroschocks durchzog es mich als mir die Realität ins Auge sprang. Er glaubte er sei für die gescheiterten Beziehungen verantwortlich! Er sah sich als Schuldigen. Wäre er nicht, dann hätte ich all die Probleme nicht.  „Niemand interessiert sich ob ich nicht mehr da bin! Ich vermisse deinen EX! Wie geht es ihm? Warum meldet er sich bei mir nicht?“, fragte mich mein Sohn. Mit diesen Worten begriff ich, dass in meinem Sohn ein Gefühl inne wohnt, das sich erst wieder lösen würde, wenn er alt genug ist um es zu verstehen. Doch bis dahin wird ihn immer wieder das Gefühl plagen im Stich gelassen zu werden.

Die Folgen einer Entscheidung können negativ und sehr gravierend sein wenn, man sich der Verantwortung nicht bewusst ist. Ich habe geglaubt das Richtige zu tun und meinen Sohn vor etwas zu bewahren. Ich wollte ihm eine intakte Familie schenken und meine Fehler nicht wiederholen. Er sollte andere Erfahrungen machen, er sollte vom Leid bewahrt werden.  Mit meinem krankhaften Versuch alles richtig zu machen habe ich Entscheidungen gefällt die zu Gegenteil führten.

Die Fehler sind passiert und lassen sich nicht rückgängig machen. Jedoch kann ich aus ihnen lernen. Das bedeutet, anstatt nach Perfektion zu streben, sollte ich mir der Realität und den Folgen meines Handelns bewusst werden. Agieren anstatt reagieren. Sehen was ich habe/bin und nicht was fehlt. Ich hätte, hätte, hätte…

… Nein ich kann. Ich kann jetzt die Wunden lecken und für ihre Heilung sorgen. Ich akzeptiere, dass ich mit meinem Sohn die beste Familie bin und nichts weiter brauche. Niemand kann mir das geben was  ich brauche und meinem Sohn das geben was ihn leben lässt- Meine Liebe! Darum nehme ich die Laster der Vergangenheit, packe sie in ein Bilderrahmen und hänge es an die Wand, als Mahnmal, das mich daran erinnert mein Ziel nicht aufzugeben…

… Das Ziel meinen Sohn glücklich zu sehen.

Es ist nicht immer einfach als Elternteil und natürlich kann man sein Kind nicht von all dem Unglück bewahren.

Aber liebe Eltern, macht euch bewusst, dass ihr für eure Kinder Götter seid und ihr die Grundsteine für ihre Zukunft legt. Auch die Frauen und Männer, die eine Partnerschaft mit einem Vater oder einer Mutter eingehen oder bereits in einer befinden, ihr habt das Kind nicht gezeugt, allerdings habt ihr es in eurer Leben gelassen.

Seid euch bewusst, dass auch ihr einen entscheidenden Beitrag leistet und die Entwicklung des Kindes beeinflusst. Ihr seid nicht nur Partner! Ihr geht nicht nur eine Beziehung mit einer Frau oder einem Mann ein! Nein es ist auch eine Beziehung zu einem kleinen Menschen, der die Probleme der Erwachsenen noch nicht verstehen kann. Für das Kind bedeutet es Ablehnung ganz egal, wer schuld an der Trennung oder den Konflikten trägt! Ein Kind ist ein Kind, unschuldig, unwissend und verdammt verletzlich! Es lernt von uns, den Erwachsenen. Es nimmt unsere Fehler auf! Es weiß noch nicht, wie es mit den Problemen umgehen soll und muss sich mühselig Skills erarbeiten. Wenn ihr leidet fragt euch, wie es wohl eurem Kind/euren Kindern ergeht!

Passieren Fehler, versucht ein offenes und ehrliches Gespräch zu führen, ganz egal wie unangenehm und anstrengend es ist. Lernt daraus und seid ein Vorbild! Zumindest versucht es!

Seht meine Geschichte als Beispiel dafür wie es nicht laufen sollte. Vielleicht könnt ihr somit Fehler verhindern, die ihr eventuell später bereuen werdet.

Zeigt euren Kindern, dass ihr sie liebt und sie keine Schuld an euren Problemen tragen!

Auf die Verantwortung und Veränderung!

Liebe Grüße

Sahra

Wach auf! Die Veränderung beginnt mit dir!

Haben wir die Krise vergessen? Was sind unsere wahren Probleme?

Die Flüchtlinge und die Einwanderer mögen kulturelle Probleme mit sich bringen, die natürlich schwer sind. Klar ist es ungewohnt und beängstigend wenn, sich das gewohnte Umfeld verändert. Andere Sprachen werden auf den Straßen gesprochen, das macht Angst, denn wir können sie nicht „verstehen“ weil, wir sie nicht einschätzen können, wissen wir nicht, ob sie uns schaden oder uns wohlgesonnen sind.

Selbstverständlich löst das Unsicherheit aus. Hinzu kommt, dass die Einwanderer sich ganz anders verhalten als wir. Und das, ja das löst noch mehr Verunsicherung aus. Wenn man es jahrelang gewohnt ist, dass das Straßenbild eher ruhig ist und alles geradlinig läuft und plötzlich, andersaussehende sich wild auf den Bahnhöfen unterhalten, ist das sicherlich komisch…

… Oder der Umgang unter den Neuankömmlingen. Er scheint so brutal, so laut und so aggressiv, doch wenn man genauer hinschaut sieht man dass sie sich eigentlich freuen.

Wir kennen ein solches Verhalten halt nicht. Wir haben ja auch eine ganz andere Kultur. Das führt selbstverständlich zu Konflikten. Doch diese lassen sich ganz einfach lösen.

Der Schlüssel:

Akzeptiere, dass sich die Welt verändert!

Mann! Wir leben im Jahr 2016. Wir sind alle miteinander vernetzt. Können innerhalb eines Tages am Ende der Welt sein. Wir erschaffen in wenigen Monaten neue Städte. Die Menschen wachsen immer schneller. Was gestern noch die allerneuste Technologie und der hipste Trend war, kann am Morgen schon so veraltet sein, sodass es nicht mehr nutzbar ist.

Es prasseln täglich zig Informationen in uns ein.

Die vielen Menschen, auf dem Weg zur Arbeit. Die Bahn, die nicht kommt. Das Auto, das nicht anspringt. Der Fußgänger, der einfach über die Straße gerannt ist und beinahe einen Unfall verursacht hat. Die 300 Facebookfreunde, die mindestens 500 Eindrücke, ihres Lebens mitgeteilt haben. Nachrichten. Terror. Flüchtlinge. Lügen. Wahrheit. Realität. Wahnsinn. Trump. Arbeit. Das neue Dungelcamp. Angela Merkel. AFD. Russland. Die Kinder. Familie. Freunde. Eltern . Die Fliege, die mich schon den ganzen Tag nervt. Der Nachbar, der wiedermal seinen Hund laut bellen lässt. Mein Geschirr im Spülbecken und und und. Ich könnte noch ewig so weiter aufzählen aber dann bekomme ich schon beim  Schreiben Herzassen vom ganzen Stress.

Das ist doch nicht mehr normal was wir alles an Input haben. Und da sollen wir ruhig und ausgelassen sein und den Überblick bewahren können?

JA! Auf jeden Fall! Schmeißt das unwichtige Zeugs raus und fokussiert euch auf die wichtigen Dinge im Leben! Akzeptiert, dass ihr die Dinge eben nicht ändern könnt.

Wo Krieg ist flüchten Menschen! Wo Krieg ist, kommt es zu Traumatas und wo Traumatas sind, treten auch ungesunde Verhaltensmuster auf, die natürlich zu Konflikten und oftmals zu Gewalt führen. Gewalt ist jedoch ein dehnbarer Begriff, denn Gewalt kann die Übertretung einer kleinen Grenze sein. Beispielswiese, einem zu nahe bei einer Begrüßung kommen. Ihr kennt das bestimmt, so Menschen die ganz nahe sind, beinahe dich schon küssen, wenn sie mit dir sprechen. Und dann sieht man nur noch ein Auge, weil die Augen so nahe am Gesicht sind, dass man nur noch eines sieht… Aber egal, das tut nichts zur Sache 🙂

Wer keine Flüchtlinge oder Gewalt möchte, sollte demnach einfach aufhören Krieg zu führen.

Ja, klingt so einfach und vielleicht auch zu einfach. Aber es ist einfach.

Möchte ich etwas nicht, sollte ich es auch nicht tun. Das heißt nicht, dass man sich vor allem drücken soll und jetzt denken soll:  Ne, ich will jetzt nicht das Geschirr spülen. Nie wieder. Lass dann deswegen meine Wohnung vergammeln. Nein. Manche Dinge muss man halt machen. Auch wenn es jetzt nicht unbedingt… ja.. man macht’s halt. Man kann beim Geschirr spülen übrigens sehr viel Spaß haben. Entweder man schnappt sich seine Familie, Partner, Mitbewohner oder imaginären Freund und fängt dann an sich zu unterhalten. So was geht. Einfach Mund auf machen und reden. Ich will niemanden dumm halten 🙂 Ich stell mir das nur gerade vor…

…. Weiter im Text… Oder man kann Musik hören und dabei tanzen. Mach ich immer und dann bin ich enttäuscht wenn ich kein Geschirr mehr habe weil das so Spaß macht zum Beat die Teller ins Wasser rein zu klopfen und so… Ja ich mach halt aus allem ein Spiel. So werden unangenehme Dinge schön und so habe ich immer was zum Lachen.

Nichts desto trotz, wer gegen seine Willen handelt, indem:

…  Er seine Freunde anbrüllt obwohl er einen schönen Tag mit ihnen haben möchte…

 … Wenn ich zu Hause bleibe, obwohl ich noch die letzten Sonnenstrahlen genießen möchte…

…  Für Krieg und antihumanistische Parteien stimme obwohl ich meine Ruhe haben möchte…

… Ja, dann brauche ich mich halt nicht wundern, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden und ich somit enttäuscht bin.

Wer unzufrieden ist und ein Gehör für seine Meinung finden möchte, sollte nicht unbedingt auf der Straße rumbrüllen, sich in irgendwelchen Schlägereien beteiligen oder rumballern. Das führt zu gar nichts. Ja, doch! Noch mehr Angst und Verunsicherung. Und natürlich eine Bevölkerung die sich denkt: „ Scheiße! Was ist denn mit der Welt los?!“ 

Ja und halt, Verletzungen, Chaos, kaputte Gegenstände (übrigens eine vollkommene Verschwendung der Ressourcen), Straftaten, Menschen die, die ganze Scheiße wieder aufräumen können, Bahnen die zu spät kommen, Baustellen auf der Straße und somit Stau. Ach die Toten nicht zu vergessen. Ja, und das alles für die Meinung, die man eh nicht vertrat.
Aber jetzt, jetzt hat man etwas bewirkt.

Wieso sagt man nicht einfach was man denkt und fühlt? Also was man wirklich denkt und fühlt? Was ist so schwer daran?

Warum kann ich nicht sagen…

„Hey mir macht das hier alles verdammt Angst! Trump an der Macht, täglich neue Tote. Die Politik ist sich so uneinig wie schon lange nicht mehr, die Preise werden ständig erhöht. Firmen wollen jetzt meine Gesetze entwerfen und auch festlegen, Firmen, die die doch eh nur Profit wollen…

… Fuck, ich muss immer besser und schneller sein. Mehr leisten, weil sonst ich auf der Straße lande oder Harz-4 Empfänger bin! Dann gehöre ich zur sozialen Unterschicht! Aber, das möchte ich nicht, denn ich will ja sicher und glücklich leben.

  • Genug Freizeit
  • Eine gute Bildung
  • Spaß mit meinen Freunden oder überhaupt Freunde?!
  • Mehr Zeit für meine Familie

Ich will die Dinge tun die mir Spaß machen. An Computern tüfteln, Spiele entwerfen, das perfekte Skatebord kreieren, die schnellsten Raketen bauen, das geschmackvollste Essen zubereiten, das beste Theaterstück fantasieren, das modernste Auto entwickeln, Häuser bauen die der Kunst ähneln und Technologien entwickeln von welchen wir bisher träumten. Ich will den Menschen verstehen und die Welten entdecken, ich möchte sehen was am Meeresgrund lauert und die Geheimnisse des Dschungels erkunden. Eigentlich. Ja eigentlich möchte ich leben.

… Aber ich muss arbeiten, mich an die Zeit anpassen, Politiker dulden die ich nicht vertreten kann. Kriege führen die ich nicht nachvollziehen kann und Menschen hassen, die ich nie wirklich kennen lernen konnte.“

Irgendwie traurig oder nicht? Warum macht man Dinge die man nicht tun will? Man kann es ja nicht mal vertreten. Man macht’s einfach. Eine kleine Marionette die denkt, sie sei frei!

Wir haben die wahren Probleme vergessen, verdrängt und ignoriert.

Was ist mit NSA?

Was ist mit der Schere zwischen Arm und Reich?

Was ist mit fairen Gehältern oder dem bedingungslosen Grundeinkommen?

Freie Grenzen, weltweite Vernetzung?

Kostenlose und maximalle Bildung für alle?

Die Stärkung des Individuums und somit der Gruppe?

Was ist mit unserem Vorhaben die Natur zu schützen die Arten zu erhalten und für unseren Schaden, den wir verursacht haben Verantwortung zu übernehmen?

Was ist mit Gleichberechtigung?

Toleranz und Akzeptanz und verdammt wo ist die Solidarität?

Wir waren wach und sind wieder eingeschlafen und glauben, unser Albtraum ist die wahre Realität!

Aber das, ist nur meine Meinung.

Ich bin auch nur eine besorgte Bürgerin.

Was sind eure Ängste?

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Liebe Grüße und Peace Out :*

Sahra

Mögliche Konflikte in Deutschland

Meine Recherche über die möglichen Konflikte in Deutschland startete im Internet. Das WWW sollte mir dabei helfen, DIE Konflikte in Deutschland zu finden. Doch die Ergebnisse  der Suchmaschinen waren ernüchternd. Veraltete Nachrichtenartikel und irgendwelche Länder die in Frieden leben, war das Resultat des Internets.

Nachdem ich meine Suche spezifizierte und den Satz „Probleme in Deutschland“ eingab, präsentierte die Suchmaschine folgende Resultate:

Der Fokus bezeichnete nach einer Umfrage den Arbeitsmarkt mit 52% und die sozialen Aspekte mit 36% zu den Top zwei, der Probleme in Deutschland. Zur Focus Umfrage

Für die Internetseite Statista, die sich unteranderem mit Marktforschung beschäftigt gilt Einwanderung und Terrorismus als Konfliktpunkte.Resultate der Seite Statista

Irgendwie unbefriedigend, dachte ich mir nach meiner zwanzig minütigen Informationsbeschaffung. Erdogan der türkische Ministerpräsident, die Kriege in Syrien und Irak, Flüchtlinge, Terrorismus und soziale Unzufriedenheit, das sollen die Konflikte Deutschlands sein?

Nachrichten und das Internet können viel erzählen. Mich interessiert die Meinung der Menschen. Die Individuen bilden doch das Volk und somit Deutschland. Sie mussten die Konflikte Deutschlands kennen. Ich erstellte eine Onlineumfrage. In verschiedenen Facebookgruppen postete ich mein Anliegen.

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Um eine vertretbare Umfrage zu erhalten entschied ich mich für Gruppen unterschiedlicher Ausrichtungen. Von links* bis rechts*, alternativ und konventionell, alle Meinungen waren gefragt.

Nach kurzer Zeit wurde schnell eines klar, es schien so viele Konflikte zu geben.

* Jedem steht frei zu entscheiden, was er für rechts oder links erachtet.

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  • Mangelnde Transparenz der Regierungsmitglieder
  • Fehlende Einbindung des Volks in Regierungsfragen
  • Bevormundung der Bürger
  • Die Macht der USA
  • EU
  • Aufrechterhaltung des sozialen Friedens
  • Medien
  • Bildung
  • Vertrauen
  • Religion

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Viele Konflikte für ein Land?! Na ja, wo viele Individuen aufeinander treffen, gibt es auch eine menge Konflikte. Die Anzahl der Konflikte in Deutschland erschlug mich. Schon der Bildungskonflikt  beinhaltet viele Aspekte, die wichtig sind und durchleuchtet werden müssen. Wie vermitteln wir Wissen? Welche Themen sollten in Bildungsinstituten vermittelt werden? Wie Fördern wir einzelne Projekte? Selbst die Neurowissenschaft, Psychologie und Philosophie befasst sich mit der Bildung. Forschungen werden betrieben um folgende Fragen zu behandeln.

Wie viel Informationen kann unser Gehirn aufnehmen? Welche Lerntypen gibt es? Welchen psychischen Zustand benötigen um gesund zu lernen?

Mir schien es als bestünde Deutschland lediglich aus Konflikten.

Überall unzufriedene Menschen.

Ich ging durch die Straßen und befragte 25 Menschen im Alter von 16 – 60 Jahren.

Nach meiner online Umfrage war ich überzeugt, dass die meisten, Terrorismus, Flüchtlinge und die Politiker als Ursache bezeichnen werden.

Ich wurde vom Gegenteil überrascht.

Ich dachte die Meinungen variieren je nach Alter, Herkunft und sozialen Stand. Ja, ich bekam verschiedene Antworten.

Fehlende Unterstützung der Regierung, die Wirtschaft und Flüchtlinge wurden immer wieder thematisiert.

„Ich habe Angst, nachts durch die Straßen zu gehen!“, sagte eine Dame mittleren Alters in Stuttgart. Ein weiterer beklagte sich über den großen Einfluss der Firmen. „Sie sind in der Lage Gesetze für uns zu bestimmen. Das darf nicht sein!“

Doch die Mehrheit der Befragten stellte am Schluss fest, dass es eigentlich keine Probleme gibt. Wir meckern einfach zu viel.

Die Möglichen Konflikte Deutschlands, sind wie es scheint unterschiedlicher Natur. Eine große Anzahl der Menschen betrachteten jedoch, die politischen Systeme und deren Mitglieder als Hauptkonflikt Deutschlands.

Der Schrei einer verzweifelten Gesellschaft. In welcher jeder einzelne nach Fürsorge sucht. Wir alle wollen beachtet und respektiert werden. Wir wollen irgendwo dazugehören. Freie Entfaltung ist uns wichtig. Unsere Bedürfnisse sollen gestillt werden. Wir wollen glücklich sein.

Ich glaube unser größter und einziger Konflikt ist der Mensch in sich. Alles anderen Themen, sind nichts weiter als Symptome des Defizits. Wir sind schnell wachsende Individuen, mit Fähigkeiten, die wir bis heute nicht richtig einzusetzen vermögen.

Wir forschen im Weltall, in den Tiefen der Weltmeere und sezieren Tiere, all das für ein Ziel – die Suche nach dem Ich. Wir nehmen Qualen auf und zerstören uns für die Wissenschaft und letztendlich unseren erhalt. Wir rennen durch die Zeit, wie Verrückte und wollen alles jetzt und sofort haben. Es könnte ja morgen vorbei sein. Tod, ohne jemals zu wissen, wer ich gewesen war. Ein trauriges Ende für viele.

Wir haben Angst, in uns hineinzusehen und nach den wahren Konflikten zu schauen. Also konstruieren wir einfach welche. Der Islam verbreitet Hass und ist schuld an unserem Gewaltpotenzial. Die Politiker sind korrupt und erzählen lügen, deswegen können wir alle machen was wir wollen. Die Medien senden keine Informationen mehr, was dazu führt, dass nun jeder meint nur noch seine Wahrnehmung für absolut real und richtig zu halten.

Und so könnte ich nun ewig weiter philosophieren.

Konflikte entstehen dann, wenn wir nicht bereit sind, nach der Ursache zu schauen. Vielleicht genießen wir auch den Zustand.  Das Freilegen der Ursache präsentiert die Wahrheit. Die Wahrheit ist das, was wir am wenigstens verkraften, auch wenn wir laut nach ihr schreien.

Oder was denkt ihr darüber?

Liebe Grüße

Eure Sahra

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Danke Daniel Nemeth für deine Unterstüzung bei der Umfrage 🙂 In Englisch gabs dafür zwar ne 2,5 aber… Es hat trotzdem Spaß gemacht 🙂

 

Stress und Ruhe

Es ist wieder soweit. Ich bin gestresst. Mein Körper ist müde und straft mein Verhalten mit einer Bronchitis die zu einer Lungenentzündung heranwächst. Eine Auswirkung des Stresses.

Ich bin müde. Alles in mir schreit danach mich unter die kuschelige Decke in meinem Bett zu legen. Meine Augen werden immer schwerer, mein Körper liegt nur noch lätschig da. Alle zehn Minuten zieht sich mein Zwerchfell zusammen und ein Geräusch das einem alten sterbenden Hahn gleicht, entflieht meinen Lippen. Ein Hustenanfall. Yeah. Das Gute ist, nach der Bronchitis werde ich stählerne Bauchmuskeln besitzen. Wie dem auch sei. Der Punkt ist, ich sollte mir Ruhe gönnen, doch ich sitze am PC und schreibe. Schwachsinnig nicht wahr? Warum handle ich entgegen meiner Bedürfnisse?

Was sollte schon passieren wenn, ich mich ins Bett lege. Ich verpasse doch nichts und es fördert den Heilungsprozess. Eine Win-Win Situation. Eigentlich. Wäre da nicht mein innerer übertriebener Ehrgeiz. Ich stelle ihn mir als kleine Version meiner selbst vor. Ich im Alter von dreizehn. Total nervig, eine Furie, zickig, stur und dickköpfig. Natürlich konnte ich damals auch lieb sein, doch das wollte ich nicht. Wer will mit dreizehn schon nett sein? Da will man rebellieren. Grenzen austesten. Die Welt entdecken, anders denken. Sich selbst finden. Frei sein. Man glaubt man könnte alles und man wüsste alles. Obwohl jeder Jugendliche im Grunde doch weiß, dass er nicht alles weiß und auf die Hilfe der Erwachsenen angewiesen ist. :) Oh, wie schön, Ehrgeiz, eine pubertierende dreizehn Jährige. Klingt nach verdammt viel Spaß. Ja und das ist es auch.
Mir fällt es schwer mich auszuruhen und an Schlaf zu denken, wenn ich weiß dass um mich herum noch 20 Dinge erledigt werden „müssen“. Das verzwickte an einem Haufen von Dingen die erledigt werden müssen ist, dass sie sich in einer wahnsinnig kurzen Zeit verdoppeln, wenn man sie liegen lässt. Ich hab echt keine Ahnung wie das passiert, aber es passiert. Einmal was liegen lassen und es ist am nächsten Tag doppelt so viel, das abgearbeitet werden muss. In derselben Zeit. Was nicht möglich ist! Wie soll das gehen?
Also müsste demnach immer dieselbe Leistung erbracht werden um nicht in überlasst zu geraten. Quasi rotierende Zahnräder. Immer im selben Takt laufend. Solange alle Zahnräder sich bewegen ist alles super. Ein kaputtes würde den Kreislauf unterbrechen und es würde zum Stillstand oder Chaos führen. Eine schreckliche Vorstellung. Denn das würde bedeuten dass, das Model nur besteht wenn ein ständiger Austausch der Zahnräder möglich ist. Nach dem Motto: „Der kann nemmer also muss er halt weg. Fertig. Geht halt net anerscht. Wenn, er net will kann er a net.“ Auf Deutsch: „Wer sich nicht an die Anforderungen der Gesellschaft anpassen kann und möchte wird selektiert!“

Weil ich kein Fan davon bin andere Schuld für meine Probleme zu geben bin, habe ich mich nach meinen Anteilen gefragt. Dabei kam ich auf die Frage wie viel Zeit bräuchte ich eigentlich, wenn ich tatsächlich bewusst nach meinen Bedürfnissen leben würde. Ich fing an mir aufzuschreiben was mein Körper alles so braucht und was die optimale Ausführung wäre. Siehe da, ich kann ja gar nicht innerlich ausgeglichen sein, denn die Zeit, die ich bräuchte um allem gerecht zu werden, steht mir nicht zur Verfügung. Wenn ich nur die Zeit bedenkte, die meine Haare benötigen. Ey das kostet bei mir Zeit!!! Ich wäre echt dafür, dass Menschen mit Locken spätere Arbeitszeiten bekommen. 🙂 Echt wenn ich meine Harre mal einen Tag nicht richtig kämme und das bedeutet bei mir 2 Stunden kämmen ja, 2 Stunden. Das ist hart. Echt hart. Und wenn, ich das dann mal nicht mache, was jeden Tag der Fall ist, dann sind die so verknotet, dass ich sie auch gleich abscheiden könnte. So nervig und total schwachsinnig. Mann, ich will mir doch net meine Haare abschneiden können, aufgrund mangelnder Zeit für die Pflege meines Körpers. Ziemlich dumm oder? Mir geht’s hier nicht um die Optik. Mir ist es egal wie das aussieht. Aber es ist doch voll unnötig. Die Leute die sich die Arbeitszeiten ausgedacht haben, haben die sich davor über ja Menschen Gedanken gemacht? Hat man sich gefragt, was wichtig ist. So, keine Ahnung, Ruhe, keinen Zeitstress, Pausen und so Zeugs
Ist nicht so dass der Mensch nicht 24h durcharbeiten kann. In Kombination mit Ruhe, Spaß und Abwechslung könnte ich mir durchaus vorstellen den ganzen Tag zu arbeiten*.)

*Kommt ganz auf die Definition und die persönliche Einstellung an. Jede von mir erbrachte Leistung ist durch das Arbeiten entstanden, da ich mich gerne Entwickle und somit „leiste“, empfinde ich arbeiten nicht als belastend. Was nichts bedeutet, dass ich jeder Handlung für sinnvoll erachte.

Oh Mann, wir erzeugen echt zu viel Stress. Vieles könnte so einfach sein.
Ich halte vieles einfach für so unnötig. Wie einfach wäre das Leben, würde man es einfach leben.
Beispiele. Joa. Das fängt damit an:

Wofür die ganze Bürokratie und die Papiere? Wozu drucken wir Geld? Weshalb werden unsere Kinder nicht von uns selbst erzogen? Warum verrotten unsere alten Menschen im Altersheim? Warum gehen wir alle arbeiten, obwohl es kaum einer möchte? Um dann in Facebook Montag morgens Bilder zu posten mit dem Spruch: „Ich hasse Montage“? Weshalb veranstalten wir Frühjahrsputz? Warum gehen wir wählen? Warum bekriegen wir uns? Warum hetzen wir uns in die Bahn? Warum schaffen wir nicht Autos ab und bauen ein gigantisches weltweites umweltfreundliches öffentliches Verkehrsnetz so ala Futurama oder mit Jetpacks? Warum dröhnen wir uns mit Zeugs zu welches uns vergiftet? Weshalb gefällt es uns auf kosten andere zu bespaßen? Warum lügen wir? Warum setzen wir uns unter Druck? Warum lassen wir Menschen vor unseren Grenzen ertrinken? Warum mobben wir uns? Was sollen all diese verstörenden Serien? Warum gibt es Castingshows? Was fasziniert einen an RTL und Co? Warum darf Donald Trump reden? Wie kommt es das Frauke Petrie von Frauen geschätzt wird? Warum regen wir uns über falsch Parker auf? Warum werden die Leute immer depressiver? Warum sind Medikamente schon Nahrungsergänzungsmittel? Weshalb suggeriert mir die Werbung eines berühmten Schmerzmittels das arbeiten selbst krank möglich ist, wenn nur die richtige Packung zur Hand ist? Warum werden Verpackungen mit Verpackungen verpackt? Was hat es eigentlich mit den heutigen Weihnachten auf sich? Weshalb glauben wir Europäer, das wir arm sind wenn ein Edeka, Rewe oder Kaufland in Deutschland locker ein Dorf in einem dritte Weltland ernähren könnte? Warum interessieren wir uns viel zu wenig für Politik, für die Gesellschaft und am allerwichtigsten für den Menschen und uns selbst? Warum reden wir uns ein das wir ja alle nur im Wohle der Gemeinschaft und der Umwelt handeln, wenn wir doch sobald wir hinter die Tür schauen sehen, dass wir uns doch nur selbst belügen. Die Welt ist nicht grausam und sie war es auch nie. Wir setzen uns selbst unter Strom mit Anforderungen die selbst den leistungsstärksten Menschen auf die Dauer umhaut. All das passiert, weil wir das selbst wollen. Weil wir es nicht in Erwägung ziehen auch andere Möglichkeiten zu betrachten.

Wenn eine rasende Zeit nicht zum Erfolg führt, wäre da nicht ein Umdenken angesagt? Zeit und Veränderung.
Sitze ich in der Schule frage ich mich oft, wie soll ich all diese Informationen verarbeiten. Um die Prüfungen bestehen zu können und damit meinem Ziel näher zu kommen, sollte ich im Stande sein sie abrufen zu können. Ein schwieriges Unterfangen. Denn um eine Information in Wissen zu verwandeln benötigt es Übung. Übung bedarf Zeit. Ist Zeit nicht gegeben, kann aus der Information kein Wissen werden und Weisheit niemals erlangt. Also, wenn ich gelerntes nicht wiederholen kann, bildet mein Gehirn keine Verbindungen. Die aufgenommene Information verpufft wieder. Mit ein Grund weshalb sich die meisten nach geschriebener Klausur nicht mehr an den Unterrichtsstoff erinnern. Liegt auch daran, dass unser Gehirn bei der Informationsflut gezwungen ist immer wieder mal auszumisten und das rausschmeißt was wir nicht brauchen. Oder was es denkt, dass wir es nicht brauchen.

Ja Stress ist eine wirklich komplexe Angelegenheit oder nicht? Eigentlich nicht. Es ist simpel. Stress und Ruhe gehören zusammen. Die lassen sich nicht voneinander trennen, auch wenn wir das heute mit aller Gewalt versuchen. Das Resultat der Trennung ist Revolte. Zu viel Ruhe führt zu Stillstand, Müdigkeit, antriebslos, Schlafstörungen und so weiter. Zu viel Stress ist auch nicht so der bringen, Erschöpfung, Schlafstörungen, Überreizung, psychosomatische Erkrankungen und vieles mehr. Die Kunst ist, alles in Waage zu halten. Wir brauchen den Stress er ist unser Antrieb aber wir brauchen gleichermaßen Ruhe um den Stress aushalten zu können.

Die Auswirkungen von Stress in unserem Körper

Die Waage zu halten und die innere Balance zu finden ist nicht immer einfach. Zu viel, was sein muss. Auch wenn, es selbst auferlegt wurde. In einer Gesellschaft wie die westliche scheint es nahezu unmöglich die Ruhe zu finden. Zumindest glauben wir das.

Stress, ein Ausdruck der Überforderung, ganz egal in welcher Hinsicht. Wer sich gestresst oder überfordert fühlt, sollte ein Schritt zurück gehen und den Ursprung des Zustands hinterfragen.

Seit wann fühle ich mich gestresst?
Befinde ich mich schon länger in der Überlast?
– Kann ich den Stress vermeiden? – Wenn, nein: Wie kann ich ihn aushalten oder einen       Ausgleich schaffen? (Durch Hobbys, Gespräche, Sport, etc.)
– Warum fühle ich mich gestresst? Liegt es an meiner Arbeit, meiner Beziehung oder meinem wirtschaftlichen Status? Sind meine Bedürfnisse befriedigt oder lassen sich Defizite finden?
– Kenne ich diese Art von Stress?
– Brauche ich den Stress weil ich mich sonst leer fühle, antriebslos oder/und unausgelastet?

Kenne ich den Grund der Ursache, kann ich auch gegen die Symptome und den Ursprung vorgehen. Systematisch kann der Stressfaktor aufgelöst werden.
Beispielweise durch das Einbauen von Ruhephasen im Alltag, Veränderungen im Freundeskreis, neue Zielsetzung und so weiter.
Dabei ist es immer wichtig, auf sein eigenes Gefühl zu hören. Was tut MIR gut und wie belastbar bin ich?

Falls es dir schwer fällt, wende dich an deine Mitmenschen und bitte sie um ein Feedback. Frage sie zum Beispiel nach der Art und Weise, wie du dich im Zeitraum X aus ihrer Sicht verändert hast. Was ist ihnen aufgefallen? Was würden sie verändern oder empfehlen?

Hast du einen Plan ausgestellt und dir einen Überblick über dein Leben verschafft, kannst du ins Handeln übergehen. Beginne damit deine Vorsätze umzusetzen. Das ist nicht immer leicht. Denn, dass eigene ICH ist der stärkste Widersacher.

In dem Sinne bedeutet das für mich, schlafen gehen, ausruhen und Kräfte generieren. Auch wenn, es in mir schon wieder nach Aufbruch schreit. Ich weiß genau was ich brauche, aber irgendwie fürchte ich mich mir das zu nehmen, denn schließlich werden defekte Zahnräder ausgetauscht.

Die Frage ist, werde ich durch mein eigenes verschulden zum ramponierten Zahnrad oder ist es doch die Gesellschaft die den Verschleiß durch ihren unersättlichen Antrieb fördert. Oder ziehen wir alle an einem Strang und ziehen uns mit gleicher Kraft in die Erschöpfung?

Wie geht ihr mit Stress um? Wann merkt ihr, dass es zu viel war? Was sind eure Ruhepole?

Habt einen ruhigen und stressfreien Sonntag.

Liebe Grüße

Sahra

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Beschleunigte Welt Doku

Das Böse… Ich trage keine Schuld!

Ob Satan, Teufel, Leviathan und Luzifer oder Dracula (rumänisch), Emm-o (japanischer Herrscher der Hölle), Nisha (indianischer Teufel) oder doch der berittene Reiter Cimeries der Afrika beherrscht, das Böse trägt viele Namen.

Die Darstellung und Geschichte des Schreckens zeugt von Kreativität und zeigt, dass wir keine Mühe scheuten.

Ob als gefallener Engel, der die Krone der Schöpfung auf ewig in Versuchung stürzt oder in Gestalt eines Geistes, einer Ziege oder einer Schlange, verbreitet der Der Leibhaftige bzw. die böse Kraft in uns Zweifel, Angst, Zerstörung, Leid und Chaos.

In jeder Kultur, zu jeder Zeit und in jeder Zivilisation finden wir eine mythische Gestalt, die das Böse verkörpert. Für manch einen mag es der Beweis für die Existenz einer grauenhaften „übernatürlichen“ Kraft sein, für mich ist es die Erkenntnis, dass wir Menschen noch nicht gelernt haben mit unserer Persönlichkeit umzugehen.

Ich kann verstehen, dass wir zu Beginn unserer Entwicklung Götter, Geister und Dämonen brauchten, da wir die Welt nicht verstehen konnten. Dazu fehlte uns schlichtweg das Wissen. In der heutigen Zeit sehe ich den Antichrist als Manifestation der Finsternis oder auch in der Wissenschaft die Gene, die für böses verantwortlich sind, als Verdrängung der eigenen Fehler an.

Um zu verstehen, was ich damit meine, reisen wir in die Geschichte zurück. Ich wähle bewusst die christlich geprägte Anschauung des Bösens. Einfach weil ich mich noch nicht mit den anderen Ausrichtungen in der Tiefe auseinandergesetzt habe und weil sich die westlichen Staaten auf das Christentum berufen.

Der Teufel, der Widersacher Gottes, der gefallene Engel und der König der Menschen war der Erste, der Sünde begann. Ein einst reines Wesen gab sich dem Verlangen hin und erlag dem Frevel. Verstoßen und in Zorn regiert Luzifer seither die Welt mit dem Ziel, die Menschheit auf ewig in Versuchung zu bringen und sie in den Abgrund zu stürzen. Wir Menschen waren also verdammt und dem Bösen erlegen. Gott hatte uns verlassen. Mit der Geburt Jesus zeigte sich Gott. Ein menschliches Wesen, dass doch nicht ganz fleischlich war, unschuldig und frei von Vergehen, mit dem Auftrag das Menschengeschlecht auf den richtigen Pfad zu führen. Die Kinder Jahve waren nicht erfreut über den Einfluss des Halbgottes und so behielt Fürst dieser Welt recht, als er meinte, die Menschen würden nicht in der Lage sein die Göttlichkeit zu verstehen. Jesus starb am Kreuz, ermordet von jenen die er zu retten versuchte. Mit seinem Tod nahm er die Verfehlungen aller auf und besiegte Mephisto. Von nun an sind wir Menschen in Freiheit!? Na ja Satan beansprucht die Erde immer noch. Die Macht des Tötens verlor er allerdings. Es blieb ihm lediglich die Verlockung zur Zerstörung der Weltbevölkerung. Die Aufgabe unseres Daseins ist nun dem Teufel zu widerstehen und zu Gott zu gelangen. Zumindest laut der christlichen Auffassung.

Wir finden in jeder Religion und in jeder Mythologie auch in der Wissenschaft ein ähnliches Muster das besagt, das wir nichts für das Böse in uns können. Es sind die Gene, der Gehörnte, die Dämonen, die Geister, das Umfeld, die Politik, die Gesellschaft, die Eltern. Die Chance sich zu verändern und sich von den Tiefen Abgründen seiner Selbst zu befreien ist demnach gering.

In der Bibel heißt es:

Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst! Du aber gedachtest in deinem Herzen: ‘Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf dem Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.’” Jesaja 14,12-15.

In einem Blog der Jesus gewidmet ist, erklärt der Autor die Bibelstelle wie folgt:

Das Problem begann mit “Ich will”. Satan beschloss, nicht mehr auf Gottes Stimme zu hören und fing an, seinen eigenen Willen zu suchen. Stellt man einen anderen Willen über Gottes Willen, so behauptet man damit, dass Gottes Willen nicht vollkommen ist. Als Satan sagte “Ich will”, war dies der Beginn der Sünde. Gott gibt sich selbst den Namen “Ich bin” (2. Mose 3,14). Er leiht diesen Namen niemand anderem. Darum: Wer etwas in sich selbst sein möchte, steht im Konflikt mit Gott und wird verworfen.

Als Satan sagte “Ich will”, war dies der Beginn der Sünde

( Link zum Blog: http://jesus-glauben.de/sagt-die-bibel-ueber-satan/ )

Diese Interpretationen verdeutlicht das, worauf ich hinaus möchte. Ich denke, wir machen es uns zu einfach! Wir schieben die Verantwortung für unser Handeln, unser Denken und unsere Sein auf alles, was wir finden können. Sind wir nicht im Stande es an handfesten Dingen zu beweisen, kreieren wir uns Geschichten. Wir Menschen sind dabei äußerst erfinderisch. Ich glaube nicht daran das irgendwer oder irgendwas dafür verantwortlich ist, dass ich bin, wie ich bin.

Du aber gedachtest in deinem Herzen: ‘Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen, ich will mich setzen auf dem Berg der Versammlung im fernsten Norden. Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.“

Diese Stelle veranschaulicht unser Problem. Satan viel nicht in Sünde weil er wagte etwas in sich selbst zu sein und somit in Konflikt mit Gott zu stehen. Er wurde gierig, er war neidisch und wollte um jeden Preis seinen Willen durchsetzen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Luzifer bemächtigte sich einer Lüge, um seinen Krieg zu rechtfertigten und gab ihm eine heilige Absicht. Er wollte doch schließlich Gott nur vor den Sterblichen beschützen, die es gar nicht verdient hatten zu existieren, weil sie alles nur zerstörten. Und wenn Gott nicht sehen will, dann muss Satan den Platz einnehmen, um die Welt zu retten. Tief in sich wusste er, dass es nicht die Menschen waren, die ihn anpissten und er auch nicht die tollsten Vorsätze hatte. Er war gekränkt wegen irgendwas, zu wenig Aufmerksamkeit, vielleicht Mobbing bei den Engeln?.. Keine Ahnung. Aber irgendwas machte ihn stinksauer. Und jetzt verrotet er auf der Erde, weil er sich seine eigentlichen Probleme nicht eingestehen will und seine Wut wächst auf Ewigkeit.

Was hat das jetzt mit Heute zu tun?

Satan ist nicht der einzige, der sich eine Lüge zurechtlegt um das eigentliche Problem zu verdrängen und dann noch andere für sein Scheitern und Handeln verantwortlich macht.

Wir erleben es tagtäglich. In der Politik, in den Medien, in Beziehungen, in der Arbeit einfach überall. Wir regen uns darüber auf, dass immer mehr Menschen aus von uns ausgebeuteten Ländern nach Deutschland strömen und rechtfertigen unser abscheuliches Verhalten, mit dem Rechte des Europäers, Amerikaners oder sonst was. Menschen werden versklavt, getötet, ausgeschlachtet, missbraucht, verletzt, verschlagen, belogen, und vieles mehr. Aber das ist ja alles okay. Denn es ist ja für den guten Zweck. Zur Beseitigung des Terrors, um uns vor den Ungläubigen zu schützen, im Namen der Kirche, weil sie es verdient haben, weil sie es nicht anders kennen, weil sie gewalttätig aussehen, weil sie einen dumm angeschaut haben, weil sie einen verletzt haben, weil sie gerade zur falschen zeit am falschen Ort wahren, weil sie eine Gefahr darstellen, weil……

…es gibt zig Gründe und jeder hat seine eigenen.

Wir legen uns das zurecht, was wir sehen, hören und denken wollen und rechtfertigen somit unser Handeln.

Ich hatte vor kurzem, ein Gespräch mit einer Frau Mitte fünfzig. Sie ist seit circa 6 Monaten obdachlos. Der Grund ihrer Obdachlosigkeit war laut ihrer Aussage die Asylanten. Als ich nachfragte, kam heraus, dass ihr Vermieter beschloss, die Wohnungen an Flüchtlinge vermieten wollte, da er damit mehr Geld einnahm. Er ekelte seine Mieter raus, was zu ihrer Misslage führte. Nun ist sie seit einem halben Jahr in einer Obdachlosenunterkunft. Sie sprach über die schlimmen Zustände dort und das sie da unbedingt raus will, denn die ganzen Ausländer da sind ja total schlimm. Sie würde aber keine Wohnung finden. Wer will sie schon in diesem Alter und außerdem kann sie ja nichts vorweisen. Keine Arbeit nichts. Es ist immer jemand der ich alles weg schnappt. Der sie hintergeht. Die Regierung müsste doch mehr Wohnung zur Verfügung stellen und weniger Ausländer rein lassen dann würde es ihr besser gehen. Dann hätte sie noch bessere Chancen.

Ich fand es sehr interessant, ihr zuzuhören, und hatte die ganze Zeit das Gefühl, das ihr Problem nicht die Einwanderer, der Vermieter oder die Regierung ist, sondern sie selbst. Sie stand sich selbst im Weg weil sie sich in die Opferrolle manifestiert. Sie gibt allen anderen die Schuld für ihr Versagen und nimmt sich somit jegliche Motivation um zu agieren. Sie empfindet alles als ausweglos solange die Situation noch so ist wie sie ist. In ihren Augen ist der einzige Weg zu einem glücklichen Leben die Veränderung des Umfelds. Dabei erkennt sie nicht, dass sie selbst sich nicht mit dem Umfeld verändert.Sie wird etwas anderes finden, das Schuld an ihrem Ruin trägt.

Es ist nicht das Böse, welches uns daran hindert friedlich zu leben. Es sind nicht die Gräueltaten, die wir täglich verrichten. Wir verlieren unsere Menschlichkeit weil wir uns selbst belügen, weil unseren Emotionen erlegen sind, weil wir nicht dahinter schauen wollen…

Wir sollten aufhören an dem Aberglauben festzuhalten, das wir nichts erreichen können. Hören wir auf, uns einzureden, nur unbedeutende Existenzen zu sein, die keinerlei Einfluss auf die Zukunft haben. Dass unser Handeln jederzeit zu Konsequenzen führt, auch wenn es nicht immer spürbar ist. Dass wenn wir weiterhin blind durch die Gegend rennen erneut uns zerstören und wenn wir Pech haben mit Erfolg.

Ich möchte keinen Krieg! Ich möchte keine Toten! Ich möchte nicht, dass auch nur ein Lebewesen auf dieser Welt Qualen erleiden muss nur weil wir es nicht auf die Reihe bekommen menschlich miteinander umzugehen. Ich möchte das jeder auf dieser Welt die Möglichkeit hat zu leben. Jeder sollte sich frei entwickeln sollen. Keiner sollte sich um irgendetwas fürchten müssen. Wir sollten sicher sein. Immer und jeder Zeit. Man wie wahnsinnig müssen wir denn sein? Denn, all das können wir erreichen.

Ich frage mich wirklich, ob wir das alle wollen. Sind wir glücklich über den Zustand der Welt? Stimmt es uns fröhlich, dass täglich unnötig Menschen sterben, obwohl es nicht sein muss? Haben wir keine Probleme damit dass unser Konsumwahn die Ressourcen verschwendet die uns am Leben erhalten?

Na ja ist ja nicht unser Problem oder? Betrifft ja nicht uns? Nach mir die Sintflut…?

Wollen wir wirklich im Chaos versinken oder anfangen uns gegenseitig davon zu befreien?

Liebe Grüße

Eure Sahra

 

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