Verdienst du Liebe?

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Diejenigen, die Liebe und Zuwendung am meisten ablehen und am wenigsten verdienen, sind meist jene, die sie am meisten brauchen.

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Wir kommen oftmals schnell zu dem Entschluss, dass Leistung X vorrausgesetzt wird im Liebe zu empfangen. Schließlich verdient nicht jeder Liebe, zumindest sagt dies der Volksmund.
So sollte der Mensch, der Liebe mit seinen Anhängern ( Aufmerksamkeit, Wertschätzung & Geborgenheit) erfahren möchte gewisse Attribute vorweisen. Letzendlich dürfen nur jene in den Genuss der Liebe kommen, die offenherzig, liebevoll und ehrlich sind.

Jemand der sich nichts zu Schulden kommen lässt, darf sich stolz Liebender oder Geliebter nennen, wo doch Liebe bedingungslos ist?!
Da kann schon mal die Frage aufkommen was mit all den Menschen ist, die aus Unwissenheit handeln oder niemals lernten zu lieben aber dennoch den Wunsch danach pflegen. Haben sie keine Liebe oder gar Respekt verdient?

Ein Kind was in einem Umfeld aufwächst, wo der grobe Umgang miteinander zum Alltag gehört, wo körperliche und seelische Verletzungen an der Tagesordnung sind und Liebesentzug eine Form der Motivation darstellt, hat nie gelernt aufrichtig zu lieben oder es zu zu lassen. Später wenn es selbst Erwachsen ist, führt es das Sozialverhalten des Umfeld fort. Wie soll es auch anders sein ohne konstruktives Vorbild?
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Für Menschen, die unter derartigen Verhältnissen aufgewachsen sind, ist Liebe geben wie auch nehmen ein Fremdwort, auch wenn die Liebe paradoxerweise in ihnen steckt.
Wir werden alle mit einem Herz voller Liebe geboren, in uns allen steckt das Gute.

Daher bedenke immer, wenn dir ein distnzierter oder gar gefährlich wirkender Mensch begegnet, dass auch er nur ein liebendes Kind ist, welches vergessen hat sich selbst und seine Mitmenschen zu lieben oder schlimmer noch es nie erfahren und gelernt hat.

Urteile nicht über andere oder bewerte sie, da du nicht in ihren Schuhen steckst und selbst nicht fehlerfrei bist. Selbst deine ehrenwertesten Handlungen können einen anderen verletzen.

Wir stecken alle in einem lebenslangen Prozess der Weiterentwicklung und sind somit niemals perfekt, aber dennoch sind wir immer in der Lage aufrichtig zu lieben, wenn wir wollen und offen mit uns selbst und unseren Mitmenschen umgehen.

In diesem Sinne

Love❤ and Peace✌

Sahra Latifa Warrelmann

Fragen an die Philospohen unserer Zeit

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Hallo meine Lieben,

ich habe vor zwei Tagen eine E-Mail an die Philosophen unserer Zeit gesendet, mit der Hoffnung Antworten auf meine Fragen zu bekommen. Ich habe zwar zwei Rückmeldungen erhalten, mit welchen ich nicht gerechnet habe und mich sehr gefreut haben. In diesem Zuge auch danke an Herrn Vittorio Hösle, ein deutscher Philosoph der an der Universität in Indiana lehrt. Danke für die Rückmeldung und den tollen Tipp 🙂

Trotz der Meinung der Philosophen, interessiert mich auch die Meinung der Bevölkerung. Deshalb veröffentliche ich nun einen Auszug meiner E-Mail und hoffe auf Denker und Mitdenker die sich den Fragen annehmen. Ich freue mich auf Anregungen und Diskussionen. Auf Ideen und Antworten. Dann viel Spaß euch beim Lesen.

Einen wunderschönen Tag euch allen. Genießt die Sohne draußen und zeigt euren Liebenden wie toll Sie sind. In diesem Zuge… Ich liebe euch :* (Das ist nicht nur so daher geschrieben)

Hallo liebe Philosophen unserer Zeit :) :)

Vorweg, fühlen Sie sich nicht persönlich betroffen, dass ich Sie im Einzelnen nicht persönlich Anrede. Ich möchte Sie alle damit nicht abwerten. Es ist mehr ein Ausdruck meiner Faulheit. Angesichts dessen, das ich hoffe auf meine Fragen Antworten zu erhalten, ist es einfacher wenn, ich die E-Mail-Adressen einfach kopiere. Fühlen Sie sich dadurch nicht angegriffen. Ihr Namen habe ich aber nicht einfach kopiert und eingefügt. Ich habe mich im Vorfeld nach Ihnen erkundigt. (Klingt das nach einem Starker? 🙂 )

So nun komme ich auf den Punkt. Sie wissen ja noch immer nicht worum es sich handelt. Ich muss Sie allerdings warnen, ich denke sehr chaotisch. Es tut mir also leid, sollten Sie etwas nicht nachvollziehen können. Ich habe versucht mich zu strukturieren, was in Anbetracht der Fülle an Fragen in meinem Kopf und dazugehörigen Gedanken schwierig war. Aber ich denke das verstehen Sie.

Ich besuche seit 3 Monaten wieder die Schule um mein Abitur nachzuholen. Meine Lehrer und ich finden uns häufiger in Diskussionen wieder, die leider schon zu Beginn ihr Ende finden und meine Fragen unbeantwortet bleiben. Was mich etwas frustriert, weil ich die Schule besuche um etwas zu lernen und nicht um mir schnell Informationen einzuhämmern, die ich allerdings nach kurzer Zeit wieder vergesse, da mein Gehirn keine Zeit hat sie zu verarbeiten. Als ich meine Lehrer darauf ansprach, meinten sie: „Das ist halt das Bildungssystem. Das ist halt so, nur wer schnell lernt gehört zur Elite, kann mitmachen.“

Was hat lernen mit Schnelligkeit zu tun? Es ist ein Prozess, der auf Wiederholungen beruht und ich weiß nicht wie wiederkehrende Wiederholungen schnell ausgeführt werden können. Das, was da in der Schule passiert, hat meiner Meinung nach nichts mit lernen zu tun. Doch, das ist ein Thema das ich jetzt nicht ausführen möchte, ich schreibe Ihnen ja schließlich wegen meiner Fragen.

Also dann mal los:

Warum glauben wir, wir können nicht gegen unsere menschliche Natur handeln wenn, wir uns täglich wider unseres Seins verhalten?
Warum gehen wir unachtsam mit uns und unserer Umwelt um wenn, wir nicht wissen wie wir Alternativen schaffen können?
Warum versklaven wir uns selbst, indem wir destruktive von uns geschaffene Systeme verteidigen?
Warum glauben wir an Geister, Aliens, Drachen, Gott und Götter aber nicht an die Möglichkeit die Lösung unserer Probleme in uns selbst finden zu können?
Warum wehren wir uns gegen Dinge, die wir nicht verändern können?
Warum beschäftigen wir uns mit Fragen wie: Welche Kleidung trägt der oder das? Der hat das und das gesagt und getan Warum beschäftigen wir uns nicht mit unseren Fehlern und versuchen selbst die Veränderung zu sein?
Warum kritisieren wir andere und meinen Allwissend zu sein, wobei wir bei der Frage nach unserem wahren befinden und warum wir handeln wie wir handeln, ins Stottern kommen?
Warum leben wir für Geld anstatt für das Leben?
Warum befinden wir uns Global in einer Opferrolle? Jeder meint er wäre am ärmsten dran und jeder um ihn herum hätte es verdient unter zugehen, den alle anderen sind schuld, das es mir schlecht geht und deswegen darf ich so handeln, wie ich handele

Wir glauben an Wahrsager, wir schaffen technische Höchstleistungen um die Bevölkerung zu überwachen. Wir hören Gespräche ab und wenn, uns nicht jemand gegen unseren Willen abhört, dann geben wir selbst private Einblicke in unser Leben, durch das Internet. Innerhalb Sekunden können wir wenn, wir wollten und das richtige Know How haben, alles voneinander wissen, dennoch sind wir, uns alle vollkommen fremd. Zumindest empfinde ich es so. Kaum einer weiß eine richtige Unterhaltung zu führen. Wir fühlen uns verloren, wenn wir sagen müssen was in uns vorgeht, was wir denken und was wir wirklich wollen. Wer wir sind und wonach wir tatsächlich streben. Wir können Wissen ansammeln, Geschichten schreiben, doch nur selten schaffte es einer sich selbst zu erkennen.

Ich fühle mich manchmal dem Chaos erlegen und frage mich, warum ich über all das meinen Kopf zerbreche. Eigentlich könnte es mir egal sein, ob mein Nachbar wählen geht oder nicht. Ob in China einer umgebracht wurde, ob in den USA gerade jemand wieder unschuldig bei einer Gang-Schießerei ums Leben gekommen ist, ob Frauen in Indien vergewaltigt werden, Firmen in Bangladesch einstürzen, Medien das präsentieren, was das Volk hören will, ein junger Mann in Syrien oder im Irak gerade enthauptet wird, ob ein kleines Kind gerade an Hunger elendig verreckt, ob gerade irgendein Mensch auf dem Weg, in die Freiheit, im Meer ertrinkt. Es könnte mir alles egal sein, denn ich bin doch hier und bei mir ist doch alles okay. Manchmal frage ich mich auch, ob ich verrückt bin. Wie könnte ich mich sonst mit so etwas auch wenn, widerwillig befassen?

Ich habe mir mal sagen lassen man muss erst verrückt werden um klar sehen zu können. Vielleicht stimmt es, vielleicht auch nicht. Ich glaube nur wenn, sich mein Weltbild verrückt, habe ich eine neue Perspektive erkannt und bin zur Erkenntnis erlangt.
Das Denken bin ich gewohnt und macht mich nicht wirklich verrückt. Es mehr die Ignoranz gegenüber der Fragen die mich stört.
Ist es tatsächlich wichtiger den Schülern Informationen einzuhämmern, seine Zeit in Konsum zu ertränken oder den Haushalt zu erledigen, als sich Gedanken darüber zu machen, wie ich in der Welt lebe, welchen Einfluss ich habe, ob ich zerstörerisch lebe oder tatsächlich in meinem Wohle und im Wohle aller lebe? Ist es nicht wichtiger sich zu fragen, wie es möglich ist glücklich zu sein, als sich zu fragen wie viele Rechnungen zu begleichen sind? Ist es richtig sich in die Gesellschaft einzufügen wenn, man eigentlich das Meiste davon verabscheut? Aber schon bei der Frage nach dem Richtig und Falsch scheitern wir. Wir glauben oftmals richtig zu handeln, obwohl wir nicht einmal eine gemeinsame Definition finden können. Trotzdem leben viele in dem Glauben richtig zu handeln, auch wenn daraus destruktive Folgen resultieren.

Ich frage mich: Ist es wichtig jeden Morgen aufzustehen und einen Beruf nachzugehen, der nichts von alledem vertritt, wofür ich einstehe aber mich am Leben hält, wodurch ich gleichzeitig immer schön im Strom schwimme? Ist es das? Gibt es mir tatsächlich Sicherheit? Was aber wenn, der Strom in eine Richtung fließt, die ich nicht für richtig halte und beim besten Willen nicht nachvollziehen kann auch wenn, ich durchaus in der Lage bin zu verstehen, warum und wieso der Strom diese Richtung eingeschlagen hat? Es bleiben also nur wenige Optionen um dem ganzen zu entfliehen, sofern man es für falsch hält, mit im Strom zu schwimmen. Entweder ich kämpfe dagegen an, was dazu führt, dass ich wahrscheinlich trotz maximalen Aufwands scheitere. Der Mythos einer allein, kann die Welt verändern, hat einen kleinen Hacken. Ja einer alleine KANN es schaffen, wenn er nicht davor an der Last zusammengebrochen ist. Also eher destruktive Option. Also wäre da noch die Option etwas komplett anderes als der „Mainstream“ aufzubauen. Machen viele aber Ist auch eher joa Man gehört nicht richtig dazu, ist aber voneinander abhängig, so ne geduldete Co-Abhängigkeit. Macht auch nicht glücklich, ist allerdings besser als im Kampf unterzugehen. Der Großteil wählt dennoch die Option „Mitschwimmen“. Warum auch immer. Und so kommen wir wieder zu meinen Fragen

… die Menschen scheinen keine glücklichen Lebewesen zu sein. Sie zerstören, wüten und interessieren sich nicht für den Morgen, obwohl sie mehr im Morgen als im Jetzt leben. Wir verleugnen uns täglich am laufenden Band und handeln wider unsere Natur, unseres Rhythmus. Durch Technologie wollen wir Evolution erreichen, beispielsweise durch einen Chip der das Gehirn mit einem IQ von 1000 ausstattet. Und dann? Was soll dann passieren? Werden wir dann intelligenter? Verstehen wir uns dann besser? Finden wir dann den Sinn unseres Lebens und unserer höheren Bestimmung, zu der, der Mensch angeblich auserkoren sei? Kommen wir dann endlich in das lang ersehnte Paradies, da es die Utopie auf Erden nicht gibt? Werden wir dann einsehen, dass Krieg nicht durch Waffen lösbar ist, sondern durch Verstand, durch Einsicht? Sind wir dann in der Lage zu verstehen, dass wir mit dem Hass nichts anderes schaffen, als unsere eigene Vernichtung? Nicht etwa eine dieser schrecklichen apokalyptischen Szenen durch Tod und Gewalt. Denn irgendwas lebt immer, selbst wenn wir noch keine Mikroskope haben um es sichtbar zu machen. Wir lähmen uns, denn wir verursachen Stillstand. Und was ist wohl das Schlimmste für ein Lebewesen? Stillstand. Wie sollen wir wachsen, wie sollen wir lernen ohne Bewegung?

Eine schon seit Jahrhunderte andauernde Schleife von der wir glauben, dass sie für unsere Entwicklung notwendig sei. In der Psychologie spricht man von einer Art Zyklus des Wachstums, der besagt das, unser Leben daraus besteht immer wieder dieselben Erfahrungen zu machen, auf anderen Ebenen und mit anderen Mitspielern. Dadurch sollen wir wachsen und uns entwickeln. Ja wir entwickeln uns. Aber für das was wir könnten, viel zu langsam. Wir könnten in Frieden leben, wir könnten jedem „natürliche“ Sicherheit garantieren und wenn wir wollten, könnten wir heute dem Hunger ein Ende setzen. Hallo! Wir sind in der Lage zum Mond zu fliegen, wir können innerhalb Tage Einkaufspassagen errichten, Gesetze verabschieden und in Sekunden mal eben 1 h Wald abholzen, wir können unglaubliche Kräfte und Zeit darin aufwenden andere zu demütigen

Wir sind Tiere wie alle anderen auch. Der Vogel hat seine Flügel. Wir werden niemals fliegen können auch wenn, wir unsere Zeit damit verschwenden es uns zu wünschen. Die Fische haben ihre Kiemen, was Ihnen ermöglicht unter Wasser zu leben. Jedes Tier besitzt Fähigkeiten, dem es ermöglicht seine Umgebung zu verstehen, mit ihr umzugehen und darin zu leben und zu überleben. Wir Menschen, die auch nur Tiere sind, haben den Verstand. Unsere Einzigartigkeit. Wobei es auch sein könnte, das es nur der aufrechte Gang ist. … Spaß beiseite. :)

Wir haben also unseren Verstand. Jenen, den wir erst seit einer kurzen Zeit erforschen. Hin und wieder gab es Zeiten, in welchen sich Bevölkerungen, mit dem Verstand auseinandersetzten. Aber diese erloschen immer wieder. Auch verständlich, die Forschung des Menschen ist zäh und immer wenn, man meint, man hätte die absolute Erkenntnis, tritt eine neue Frage in den Raum die alles Vorherige über Bord wirft.

Doch möchte ich, auf meinen vorigen Gedanken eingehen. Der Mensch und sein Verstand. Was ist mit ihm alles möglich. Wir können, verstehen, begreifen, wir können logische und unlogische Zusammenhänge erkennen, wir können mitfühlen, wir können uns Dinge vorstellen, die nicht da sind und mittels unseres Verstands, in etwas Greifbares verwandeln. Wir sind Meister der Sprache und können mit Anstrengung sogar mit einer andern Spezies kommunizieren. Aber ich möchte jetzt nicht auflisten zu was wir mittels unseres Verstandes fähig sind.

Also werden wir doch auch in der Lage sein, unsere Energie in eine andere Richtung zu investieren? Oder sind wir tatsächlich dem Animalischen, in uns erlegen? Sind wir doch nur Marionetten unseres Selbst, geschaffen durch unsere Gedanken und kontrolliert von unseren Gefühlen, unfähig zu entscheiden? Sind wir Opfer höherer Gewalten und leben ein bereits vorbestimmtes Leben, weshalb es keine Rolle spielt, sich um wahre Werte wie, Ehrlichkeit, Toleranz, Reflexion, Respekt, Nächstenliebe, Realismus, Gerechtigkeit, Empathie und so weiter Gedanken zu machen. Würde das dann bedeuten, das Leben ist bedeutungslos und dient nur der Verschwendung, der Verletzung, der Gleichgültigkeit, der Ignoranz und Grausamkeit und ist ein endloser Kampf, basierend auf unserem Ego? Spielt es dann eine Rolle irgendetwas zu wünschen oder sein zu wollen, wenn man es eh nie erlangt, da es einen vorbestimmten Weg gibt? Weil es halt alles einfach so ist? Sind wir deswegen alle müde und vegetieren vor uns hin und versuchen Phasenweise auszubrechen? Sind wir deswegen nur zufrieden und nicht glücklich?

Aber vielleicht ist auch all das unwichtig, weil wir tatsächlich einfach nur Menschen sind. Trotz unseres Könnens versuchen wir nicht uns selbst zu erforschen, nein wir erforschen alles andere und wollen uns darin finden. Und somit setzen wir Puzzleteile zusammen um die Antwort nach dem Ich, dem Leben und des Seins zu finden und das obwohl wir nicht mal wissen, ob diese Puzzleteile ein Teil unserer Selbst widerspiegeln. Anhand von Affengehirnen wollen wir zu uns selbst finden. Was kann uns ein Affe, der zwar unser nächster Verwandter ist, über uns sagen? Wir können nur annehmen aber wissen, wissen werden wir von solchen Forschungen nichts. Haben wir uns einmal gefragt, wer wir sind? Diese Gedanken in unserem Kopf, woher kommen sie? Warum sendet mein Gehirn gerade jetzt dieses Signal aus? Warum verknüpft es diese Ereignisse und andere nicht? Warum, tippe ich jetzt gerade diese Worte auf meiner Tastatur? Natürlich, weil ich eine Intention habe. Die treibt mich an. Doch, warum habe ich diese Intention? Na ja, ich hoffe mir dadurch Antworten auf meine Fragen aber gleichzeitig, wünsche ich mir auch Anerkennung für meine Gedanken und Verständnis für meine Worte. Und warum möchte ich das? Weil es mich überleben lässt. Ich brauche eine Form von Bestätigung um zu überleben. Die Art der Bestätigung, hängt ganz von meinen Bedürfnissen und Prioritäten ab. Aber warum reicht es, ein paar Worte zu tippen und schon fühle ich mich besser, stärker und ein Stück gewachsen? Und ist es wichtig? Ich frage mich z.B. auch was passiert bei einer Berührung, wenn sich Hände streifen. Sie kennen sicher das Gefühl. Aber was wird da ausgelöst, welche Hormone werden produziert und warum zum Teufel sendet mein Körper ein Signal. Es ist schließlich nur eine Hand die mich streift. Ist es ein Schutzmechanismus der sich automatisch aktiviert? Aber durch was wird er aktiviert und wodurch schaltet er sich wieder ab? Und woher weiß mein Gehirn, dass da eine Hand ist wenn, ich sie nicht mal gesehen habe? Durch das fühlen? Aber woher weiß meine Hand, dass es sich um eine andere Hand handelt. Es mögen zwar alles nur banale Prozesse sein, aber wenn ich mir vorstelle was da alles gleichzeitig passiert, finde ich es schon erstaunlich. Informationen die ich täglich aufnehme aber dennoch nicht bewusst. Was wäre, wäre der Verstand in der Lage all das bewusst zu steuern? Und, ist auch das wichtig?

Soll ich mich also weiterhin im Strom bewegen und versuchen etwas zu sein was ich nie werden kann. Soll ich wie andere die keine Mittel haben, eine bestimme Schule zu besuchen, verdammt sein einer Tätigkeit nachzugehen, die ich weder beherrsche noch mag. Oder soll ich wie der Millionärssohn, in Vaters Fußstapfen treten und Manager werden, obwohl ich lieber mit meinen Händen, Monumente erbaue? Soll ich Kindergärtnerin sein, weil es dem noch immer klassischen Bild, der mittleren Mittelschicht-Frau entspricht? Oder wäre es als Feministin in einer Bank angebrachter? Nein vielleicht, werde ich Model eines Modelabels, das geschützt durch den Mantel des Ruhms Menschen ausbeutet um Papier, Münzen und Zahlen in einem Computer zu generieren. Aber das wäre auf Dauer menschenunwürdig. Vielleicht bin ich lieber Kassiererin, an der Kasse einer Supermarktkette, welche ihre Mitarbeiter ausbeutet, Waren aus Ländern einschifft und damit eine Menge Ressourcen verschwendet? Aber nicht nur das, die bezogene Ware stammt aus sogenannten Entwicklungsländern. Dort wo Menschen, ausgebeutet werden hungern müssen und täglich mehr sterben, als manch ein 9 jähriger hierzulande, an seinem neusten Smartphone zockt. Und während ich mich im Rad drehe, sitze ich abends nach dem Feierabend auf der Couch und lade Bilder von mir, auf allen möglichen Social Network Sites hoch, natürlich tausendfach gefiltert, davor geschminkt. Bevor ich mein Gesicht in Make Up eingehüllt habe, um perfekt auszusehen und weniger ich selbst, habe ich mich in ein enges Kleid eingezwängt, damit mein Körper zur Geltung kommt. Natürlich sitzen meine Haare perfekt, auch wenn sie zu 90 % aus Plastik bestehen. Unter die tollen natürlichen spontanen Aufnahmen schreibe ich dann: Ich nach dem Feierabend. Während ich den Post tausendmal am Abend abrufe, um mich auch zu vergewissern, dass meine künstlich erstellte Welt weiterhin real ist. Ich laufe also durch die Straßen, fernab der Realität unglücklich, in der Illusion alles richtig zu machen. Und da wären wir wieder beim Richtig und Falsch.

Das Problem ist, wir sind keine makellosen Puppen, keine Götter, keine Engel. Ich glaube eher noch daran, dass wir Schauspieler in irgendjemandes Traum sind, als Götter

Wir sind Menschen ganz gleich welcher Welt oder Realität. Wir können denken. Und wieder frage ich mich, zu was wir wohl im Stande wären wenn, wir unsere einzigartigen Fähigkeiten nutzen könnten. Dabei denke ich, nicht an übersinnliche Fähigkeiten oder eine neue Form der Evolutionsstufe.

Es muss ja klein anfangen. Beispielsweise damit, dass wir überhaupt anfangen zu uns selbst zu finden. Zu was wären wir wohl fähig wenn, wir all unsere Talente nutzen würden und sie nicht nur in Castingshows zum Einsatz kommen? Wer könnten wir sein, wären wir keine Sklaven des Geldes? Wie würde die Welt aussehen wenn wir nicht mehr für unser Überleben arbeiten, sondern für unser Leben?
Manchmal stelle ich mir vor, wie wir Menschen jeder, für sich seine Interessen nachgeht. Eine Gruppe oder vielleicht ein Land voller Musiker, die nichts weiter tun, als den ganzen Tag an neuen Songs arbeiten und somit die Welt mit Musik einhauchen oder Physiker, die mit ihren Beweisen und Erkenntnissen neue Möglichkeiten schaffen. Eine Horde Philosophen, die nichts anderes tun, als die Fehler des Jetzts aufzudecken und nach Lösungen zu forschen, die Fragen aufbringen und somit den Menschen immer wieder, in die richtige Richtung schubst, wenn sie vom Weg abgekommen sind. Wie wäre es mit einer Gruppe von Tüftlern, die seit ihrer Jugend nichts anderes außer entworfen und kreiert haben. Stellen Sie sich Schulen vor, an welchen wir lernen zu sein und nicht zu haben. Wir lernen, wie wir miteinander umgehen, welche Talente die eigenen sind und diese verbessern. Wo Lehrer unterrichten, die möchten und nicht müssen und wo Schüler gerne lernen, weil sie Wissen und nicht Informationen vermittelt bekommen wollen. Wo Konflikte als Anreiz zur Verbesserung dienen und nicht als Zeugnis des Scheiterns gewertet werden. Stellen Sie sich Menschen vor, die miteinander über ihre Bedürfnisse und Probleme sprechen, anstatt den Nächsten abzustechen oder sich in die Luft, zu jagen. Stellen Sie sich Menschen vor, die zuhören und verstehen, weil sie interessiert sind, weil sie wirklich zuhören und nicht nur hören, was sie hören wollen. Eine Utopie? Mag sein. Doch wir haben auch nie an das Internet geglaubt, nicht wahr?

Utopie ist es nicht wirklich. Auch wenn, es nicht einfach ist. Denn, es würde bedeuten, wir müssten uns neu definieren und neue Werte zu lassen, altes abstreifen und uns für Veränderungen öffnen. Wir müssten eventuell Abstriche machen und verzichten, um glücklich zu werden. Wir müssten uns eingestehen, dass wir auf dem falschen Trichter sind als auch das ein oder andere an harter Arbeit erfordert. Es ist nicht so leicht seine Wahrnehmung zu verändern. Es ist schwer etwas abzulegen, was lange zu einem selbst zählte. Zumal es auch Unsicherheit hervorruft. Es ist ein Kampf und weitaus schwieriger, als den alten Gewohnheiten treu zu bleiben. Wissentlich, das es einem selbst schadet. Also sind wir wieder an dem Punkt und in dem Kreis, indem wir schon vorher waren. Wir schwimmen mit im Strom und geben uns selbst auf.

Man hat mir mal gesagt, Depressivität sei die schlimmste Erkrankung, da der Mensch seinen Urantrieb verliert, weil er seine natürlichen Instinkte abstellt. Er verliert seinen Überlebenswunsch. Also das was uns am Leben hält. Depressive werden auch gerne als lebende tote bezeichnet. Und wenn ich mir so anschaue wie die Gesellschaften der Welt sich verhalten würde ich sagen, diese Epoche könnte man die Depression nennen.

Doch wie gesagt, ich glaube selbst manchmal verrückt zu sein. Was denken Sie?
Weiter Schwimmen, Kämpfen oder fliehen? Oder ergibt alles drei keinen Sinn? Sind da vielleicht doch mehr als nur drei Optionen?

Ich wünsche Ihnen anlässlich der feierlichen Zeit schöne Tage und einen schönen Jahreswechsel

auch wenn sich nichts verändert oder vielleicht doch? Noch eine kurze Frage, glauben Sie, dass wenn, sich die Erde um die Sonne dreht etwas im Kosmos entsteht und wir deswegen so scharf darauf sind die Jahreswende zu feiern? Gibt es uns vielleicht irgendwelche Kräfte auf irgendwelchen Frequenzen die wir nicht wahrnehmen? Oder irgendwas, außer den Bräuchen, was mir das Verständnis, für die Feierlichkeiten gibt. Was gibt es uns das Jahresende zu feiern? Können wir dann das alte Jahr abschütteln? Gehen wir dadurch das neue Jahr anders an? Zelebrieren wir ganz automatisch wie eine Art weltweite Meditation? Oder dient es der Gemeinsamkeit? Oder sind auch diese Fragen unwichtig?
Nun denn jetzt habe ich Sie genug aufgehalten.

Alles Gute Ihnen und ihren Liebenden und lassen Sie es sich gut gehen, wo auch immer sie gerade sind.
So dann Tschüssi, Ade und alles Gute

… Die gerne Schreibende…

So jetzt habt ihr genug gelesen 🙂 Ich wünsche auch euch allen einen guten Rutsch und freue mich auf eure Antworten. Kommt gut ins neues Jahr 🙂

Liebe Grüße

Eure Sahra

 

Mögliche Konflikte in Deutschland

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Meine Recherche über die möglichen Konflikte in Deutschland startete im Internet. Das WWW sollte mir dabei helfen, DIE Konflikte in Deutschland zu finden. Doch die Ergebnisse  der Suchmaschinen waren ernüchternd. Veraltete Nachrichtenartikel und irgendwelche Länder die in Frieden leben, war das Resultat des Internets.

Nachdem ich meine Suche spezifizierte und den Satz „Probleme in Deutschland“ eingab, präsentierte die Suchmaschine folgende Resultate:

Der Fokus bezeichnete nach einer Umfrage den Arbeitsmarkt mit 52% und die sozialen Aspekte mit 36% zu den Top zwei, der Probleme in Deutschland. Zur Focus Umfrage

Für die Internetseite Statista, die sich unteranderem mit Marktforschung beschäftigt gilt Einwanderung und Terrorismus als Konfliktpunkte.Resultate der Seite Statista

Irgendwie unbefriedigend, dachte ich mir nach meiner zwanzig minütigen Informationsbeschaffung. Erdogan der türkische Ministerpräsident, die Kriege in Syrien und Irak, Flüchtlinge, Terrorismus und soziale Unzufriedenheit, das sollen die Konflikte Deutschlands sein?

Nachrichten und das Internet können viel erzählen. Mich interessiert die Meinung der Menschen. Die Individuen bilden doch das Volk und somit Deutschland. Sie mussten die Konflikte Deutschlands kennen. Ich erstellte eine Onlineumfrage. In verschiedenen Facebookgruppen postete ich mein Anliegen.

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Um eine vertretbare Umfrage zu erhalten entschied ich mich für Gruppen unterschiedlicher Ausrichtungen. Von links* bis rechts*, alternativ und konventionell, alle Meinungen waren gefragt.

Nach kurzer Zeit wurde schnell eines klar, es schien so viele Konflikte zu geben.

* Jedem steht frei zu entscheiden, was er für rechts oder links erachtet.

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  • Mangelnde Transparenz der Regierungsmitglieder
  • Fehlende Einbindung des Volks in Regierungsfragen
  • Bevormundung der Bürger
  • Die Macht der USA
  • EU
  • Aufrechterhaltung des sozialen Friedens
  • Medien
  • Bildung
  • Vertrauen
  • Religion

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Viele Konflikte für ein Land?! Na ja, wo viele Individuen aufeinander treffen, gibt es auch eine menge Konflikte. Die Anzahl der Konflikte in Deutschland erschlug mich. Schon der Bildungskonflikt  beinhaltet viele Aspekte, die wichtig sind und durchleuchtet werden müssen. Wie vermitteln wir Wissen? Welche Themen sollten in Bildungsinstituten vermittelt werden? Wie Fördern wir einzelne Projekte? Selbst die Neurowissenschaft, Psychologie und Philosophie befasst sich mit der Bildung. Forschungen werden betrieben um folgende Fragen zu behandeln.

Wie viel Informationen kann unser Gehirn aufnehmen? Welche Lerntypen gibt es? Welchen psychischen Zustand benötigen um gesund zu lernen?

Mir schien es als bestünde Deutschland lediglich aus Konflikten.

Überall unzufriedene Menschen.

Ich ging durch die Straßen und befragte 25 Menschen im Alter von 16 – 60 Jahren.

Nach meiner online Umfrage war ich überzeugt, dass die meisten, Terrorismus, Flüchtlinge und die Politiker als Ursache bezeichnen werden.

Ich wurde vom Gegenteil überrascht.

Ich dachte die Meinungen variieren je nach Alter, Herkunft und sozialen Stand. Ja, ich bekam verschiedene Antworten.

Fehlende Unterstützung der Regierung, die Wirtschaft und Flüchtlinge wurden immer wieder thematisiert.

„Ich habe Angst, nachts durch die Straßen zu gehen!“, sagte eine Dame mittleren Alters in Stuttgart. Ein weiterer beklagte sich über den großen Einfluss der Firmen. „Sie sind in der Lage Gesetze für uns zu bestimmen. Das darf nicht sein!“

Doch die Mehrheit der Befragten stellte am Schluss fest, dass es eigentlich keine Probleme gibt. Wir meckern einfach zu viel.

Die Möglichen Konflikte Deutschlands, sind wie es scheint unterschiedlicher Natur. Eine große Anzahl der Menschen betrachteten jedoch, die politischen Systeme und deren Mitglieder als Hauptkonflikt Deutschlands.

Der Schrei einer verzweifelten Gesellschaft. In welcher jeder einzelne nach Fürsorge sucht. Wir alle wollen beachtet und respektiert werden. Wir wollen irgendwo dazugehören. Freie Entfaltung ist uns wichtig. Unsere Bedürfnisse sollen gestillt werden. Wir wollen glücklich sein.

Ich glaube unser größter und einziger Konflikt ist der Mensch in sich. Alles anderen Themen, sind nichts weiter als Symptome des Defizits. Wir sind schnell wachsende Individuen, mit Fähigkeiten, die wir bis heute nicht richtig einzusetzen vermögen.

Wir forschen im Weltall, in den Tiefen der Weltmeere und sezieren Tiere, all das für ein Ziel – die Suche nach dem Ich. Wir nehmen Qualen auf und zerstören uns für die Wissenschaft und letztendlich unseren erhalt. Wir rennen durch die Zeit, wie Verrückte und wollen alles jetzt und sofort haben. Es könnte ja morgen vorbei sein. Tod, ohne jemals zu wissen, wer ich gewesen war. Ein trauriges Ende für viele.

Wir haben Angst, in uns hineinzusehen und nach den wahren Konflikten zu schauen. Also konstruieren wir einfach welche. Der Islam verbreitet Hass und ist schuld an unserem Gewaltpotenzial. Die Politiker sind korrupt und erzählen lügen, deswegen können wir alle machen was wir wollen. Die Medien senden keine Informationen mehr, was dazu führt, dass nun jeder meint nur noch seine Wahrnehmung für absolut real und richtig zu halten.

Und so könnte ich nun ewig weiter philosophieren.

Konflikte entstehen dann, wenn wir nicht bereit sind, nach der Ursache zu schauen. Vielleicht genießen wir auch den Zustand.  Das Freilegen der Ursache präsentiert die Wahrheit. Die Wahrheit ist das, was wir am wenigstens verkraften, auch wenn wir laut nach ihr schreien.

Oder was denkt ihr darüber?

Liebe Grüße

Eure Sahra

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Danke Daniel Nemeth für deine Unterstüzung bei der Umfrage 🙂 In Englisch gabs dafür zwar ne 2,5 aber… Es hat trotzdem Spaß gemacht 🙂