Künstliche Gebärmutter- Vom Mensch zum Nichtmenschen!

Wann sind die Grenzen erreicht?

Wozu heutzutage noch etwas selbst erledigen. Der Mensch gibt alles was in menschlich macht ab um etwas zu sein was er gar nicht ist. Um das Ego zu stärken. Wir essen schon nicht mehr gemeinsam, kochen unsere Mahlzeiten nicht mehr selbst, wir wissen nicht mehr was es bedeutet unsere Kleidung am Körper herzustellen. Wir erziehen unsere Kinder nicht mehr selbst und auch das denken haben wir vor einiger Zeit der Obrigkeit überlassen. Bei Beschwerden lassen wir uns operieren, nehmen gefährliche Medikamente ein und lassen den Arzt beurteilen was uns fehlt, anstatt unseren Körper wahrzunehmen und nach der Ursache selbst zu suchen. Es gibt kaum noch menschliche Handlungen die wir ausüben. Kein Wunder das es uns zunehmend an Menschlichkeit fehlt und wir gar nicht mehr wissen was es bedeutet Mensch zu sein. Wir verwandeln und freiwillig in eine Spezies, die von Technologie abhängig ist, weil wir glauben so endlich die Zeit zur Selbstoptimierung zu gewinnen.

In Wirklichkeit heucheln wir uns selbst nur etwas vor, denn Zeit für die Suche nach unserer Bestimmung finden wir nicht, sondern nur mehr freie Stunden, die wir mit Nichtigkeiten verbringen können. Mit Ausbeutung, Rücksichtslosigkeit, egoistischer Selbstverwirklichung und der eigenen Versklavung. Wir lassen uns von Geld regieren, gehen für anderer Leute Probleme in den Tod und zerstören ganze Landflächen, die ausreichend wären um unzählige Familien zu ernähren. Und nun nehmen wir uns noch einer der kostbarsten Dinge, die uns ausmachen, das Austragen der eigenen Nachkommen.

Schlimm genug, dass wir es nicht mehr Mutternatur überlassen welches Genmaterial in der nächsten Generation steckt, sondern schon die Befruchtung im Reagenzglas abläuft, aber nun auch ein künstlicher Uterus? Sollen die künftigen Generationen, mit dem Menschen nichts mehr am Hut haben? Was ist der Plan, für die Zukunft der menschlichen Rasse? Wollen wir uns selbst zu Aliens machen?
Irgendwann sollte der Mensch feststellen, das er Grenzen überschreitet, die sein eigenes Genick brechen werden!

Was denkt ihr, über die neuen Errungenschaften wie Biobag und den Brutkasten für zu Hause?

 

Liebe Grüße und euch noch ein schönes Wochenende 🙂

Peace and Love

Sahra- Latifa Warrelmann

Das Beitragsbild stammt von Science ORF

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Die alten Geschichten ihre heutigen Kriege!

Wenn ich mir früher alte Geschichten von vergangenen Tagen anhörte, dann handelten sie von kalten Kriegen, deprimierten Rationen, harter Wiederaufbau, der Mauer und die verfeindeten Ostdeutschen.

Heute sitze ich in einem Zimmer und lausche einer anderen Geschichte, aus vergangenen Tagen zu. Dort sind die Zeiten ebenso deprimierend gewesen. Frauen wurden legal vergewaltigt und bei einer Schwangerschaft getötet. Die Kinder, dieser Frauen, wurden als Sklaven gehalten, die Männer ausgepeitscht und wie Vieh zum Arbeiten getrieben und in den meisten Fällen schrecklich getötet. Erst im Jahre 1994 endete diese Geschichte, die mit 20 Jahren noch in der nahen Vergangenheit liegen.

In beiden Fällen handelt es sich um starke Völker, die versuchten für Ihre Rechte einzustehen und Frieden für ihre Bevölkerung zu schaffen. Auch wenn sie sich gegenseitig durch Gewaltakte auslöschten, wohnte in allen Mut, Disziplin und der Will zu überleben inne.

Durchaus positive Eigenschaften, wäre da nicht die naive Ablehnung einander kennen zu lernen. Der Grund im gegenseitigen Hass ist verschieden. Für die einen ist ihr Glaube eine Barriere, die anderen fürchten den Kontakt zu fremden Personen und wieder andere halten den Jahrhunderte alten Groll aufrecht, ohne selbst so Recht zu wissen, was dahinter steckt.

So werden Kriege geführt, wo der Grund für ein Großteil der Bevölkerung noch immer unbekannt ist. War es in geplatzter Scheck, der das Fass zum überlaufen brachte? Oder sorgte der Fall von irgendwelchen imaginären Zahlen, auf irgendeinem ebenso befremdlichen DAX für Aufregung. Es könnte auch das Gedicht, einer Person im öffentlichen Leben sein welches, eine Kriegserklärung rechtfertigen könnte.

Warum wer, was macht ist meistens unklar, eines ist allerdings spürbar, das jeder von uns die Konsequenzen trägt, ob er/sie nun möchte oder nicht.

Wir sehen in Europa eine von Korruption gesteuerte stolze Arbeitergesellschaft, wo schon Kinder in der 4. Klasse einen Nervenzusammenbruch bekommen, wenn sie die zwei im Mathematik auf Chinesisch-Leistungskurs nicht packen. Wo auf der einen Seite der Straße eine Packung Nudeln zehn Euro kostet, dennoch des Status wegen noch einen 5-er drauf gezahlt wird. Läuft man dann auf die andere Straßenseite kann man eine Dame im Rentenalter dabei beobachten wie sie in die Mülltonnen greift um Pfandflaschen zu sammeln. Wahrscheinlich für das Essen am Abend.

Wir Leben in einem Land, wo scheinbar alles möglich ist, wenn man nur genug leistet und ausreichend gebildet ist. Schauen wir allerdings genau hin ist uns bewusst, dass nicht Fleiß und Willenskraft Indikatoren für Erfolg sind, sondern die Fülle des Geldbeutels oder aber die Zahlen auf dem Konto.

Wenn es schon nicht in Europa rund läuft und einiges geleistet werden muss, um Standards zu schaffen, die für Gleichberechtigung, Frieden und Humanität stehen, wie sieht es dann in den sogenannten Entwicklungsländern aus. Den bereichen der Erde, wo Geld ein seltener Begriff zu sein scheint und der Großteil der Bevölkerung die Neuzeit in Ketten begonnen hat.

Afrika, Teile aus Asien, Südamerika und unabhängig Inselgruppen wie Jamaika und Haiti, ist das Leben ebenso mit Konflikten der anderen Sorte gefüllt.

Noch immer von Europa und den USA besetzt, geleitet oder geführt, was auch gerne mal unter den Namen Entwicklungshilfe fällt, versuchen die Einheimischen Gruppen ihre Unabhängigkeit, zu gewinnen und die tägliche Korruption, zu minimieren. Was schwer fällt im Anbetracht der Tatsache, dass in den meisten Ländern immer noch die Sprache und Kultur der ehemaligen Kolonisten gefordert wird. Eine eigene Gesellschaftsstruktur kann kaum eines der ehemalig besetzten Ländern entwickeln oder ausüben. Sie müssen sich an die Bedingungen „fremder“ Völker halten. Als wäre es nicht schon anstrengend genug eine Marionette eines Marionettenstaats zu sein, fehlt es den ressourcenreichen Ländern an Ressourcen(für die eigene Bevölkerung). Wie soll es auch anders sein, liegt das Recht die eigenen Mittel zu nutzten bei Menschen mit Hilfebedarf nicht vor. So schuften Farmer, Handwerker, Studenten und andere berufstätige jeden Tag stundenlang unter harten Bedingungen, zu einem mickrigen Lohn für die Supermärkte in Europa und den USA.  Familien versuchen ihren Kindern eine Ausbildung oder wenigstens den Schulabschluss zu finanzieren, damit diese nur den Hauch einer Chance haben, aus der Armut zu entkommen. Doch im Grunde wissen auch sie, dass sie maximal einem Kind eine Ausbildung garantieren können und das selbst diese wertlos ist. Denn auch in diesem Teil der Welt, ist nicht Leistung und harte Arbeit entscheiden für Erfolg, sondern die Fülle des Geldbeutels.

In allen Teilen der Welt glauben wir unsere Probleme im Fremdenhass zu finden. Denn würden wir aufeinander zugehen und unsere Anfeindungen beiseite legen, würde sicherlich der ein oder andere Krieg vermieden werden. Die Vermutung rechts vs. links, schwarz vs. weiß wäre erneut ein Problem unserer Zeit, scheint im rechtsorientierten Präsidenten und im zunehmenden Wachstum von patriotischen Sympathisanten des Nationalsozialismus bestätigt zu sein.

Doch schauen wir genauer hin, ist die Rassentrennung eine vorgeschobene Begründung, gleich wie die Angst vor dem Islam, die unsere Angst vor der Veränderung kaschieren soll.

Alles verändert sich, rasant und vollkommen unübersichtlich. Das Straßenbild, ist jeden Tag anders und die Anforderungen an den modernen Menschen wachsen stündlich. Der Konkurrenzkampf in der Zivilisationen führt zum Burn-Out der Menschheit. Während die einen angespannt durch den Tag rennen und davon überzeugt sind, die nächste Kriese wartet bereit hinter der Ecke, wollen die anderen Stur an alten Werten festhalten. Wieder andere glauben nun endlich ihre Rechte einfordern zu müssen und ein anderer Teil versucht das ganze Weltgeschehen zu verdrängen und sehnt sich schon nach dem Tod.

Es scheint als wäre keiner mit den Zuständen zufrieden, dennoch sind die Bemühungen in eine gemeinsame Richtung einzuschlagen immer noch sehr gering.

Welch eine Verschwendung wenn ihr mich fragt. Wo wir doch alle voneinander lernen können. Wir könnten all die Erfahrungen, die jede Nation über die Generationen gesammelt hat, verbinden und das Wissen nutzen um Strategien zu finden, die Brücken schaffen und nicht einreisen. Vielleicht lernen wir irgendwann, dass wir alle gleich sind und die Vergangenheit nicht mehr rückgängig machen können. Keine Nation ist unschuldig, daher sollten wir aufhören nach Fehlern zu suchen und anfangen Stärken zu finden.  Wir haben nun lange bewiesen, dass wir in der Lage sind etwas zu finden, was uns stört, vielleicht sollten wir nun herausfinden wie gut wir darin sind, etwas zu finden was uns zusammen bringt.

Adaption anstatt Separation

Love and Peace

Sahra L. Warrelmann

Das verlassene Kind

Eine Trennung ist für niemanden einfach und schon gar nicht wenn ein Kind im „Spiel“ ist.

Ich weiß noch als ich klein war, glaubte ich für die Probleme meiner Eltern verantwortlich zu sein. Gab es einen Konflikt war ich meist davon überzeugt die Schuld zu tragen. Gäbe es mich nicht würden Mama und Papa sich nicht streiten.  Frieden würde herrschen, wenn ich artiger wäre.

Wie sollte es auch anders sein? Die Erwachsenen sind schließlich unfehlbar. Von ihnen lerne ich. Sie sagen mir wie ich mich beim Essen benehmen soll, welche Kleidung ich tragen sollte um mich vor dem Wetter zu schützen. Sie brachten mir die Nahrungsaufnahme und das Laufen bei. Auf beinahe jede Frage wussten sie eine Antwort. So gab es für mich nur eine logische Konsequenz, meine Eltern waren unfehlbar und ich ein Störfaktor.

Als ich älter wurde verstand ich, dass auch meine Eltern und all die anderen Erwachsen, die für mich lange wie allwissende Riesen wirkten, auch nur Menschen sind. Menschen die Fehler begehen und Konflikte zu lösen hatten. Dabei war es vollkommen egal ob es sich um die leere Haushaltskasse, die Urlaubsplanung oder die Bewältigung des Alltags handelte. Ich verstand das mit dem Älter werden auch Probleme dazu kommen, die man als Kind nicht begreifen konnte.

Was es heißt „Erwachsen“ zu sein und welche Verantwortung das mit sich brachte begriff ich erst als ich selbst Mutter wurde.

Mit 15 stand ich da, schwanger und plötzlich trug ich Verantwortung. Die Tragweite konnte ich bis zur Geburt meines Sohnes nicht erblicken, doch eines war mir schon von Anfang an klar, mein Sohn sollte ohne Angst aufwachsen. Er sollte nie in den Genuss einer Bindungsstörung oder Verlassensängste kommen. Er sollte Liebe erfahren und sich nicht verantwortlich für meine Fehler fühlen.

Die ersten drei Jahre schien es als würde sich mein Vorhaben erfüllen. Ich ging in meiner Rolle als alleinerziehende Mom auf. Kurz nach der Geburt meines Sohnes bestand ich meinen Hauptschulabschluss, zog mit meinem Sohn durch die Welt, schenkte ihm Aufmerksamkeit und Liebe. Ich besuchte die Realschule und bestand als Jahrgangsbeste meine mittlere Reife. Mein Sohn wuchs zu einem glücklichen und aufgeschlossenen Kleinkind heran. Das Abitur und unsere gemeinsame Entwicklung war mein nächstes Ziel. Ich war glücklich. Zumindest sollte ich es sein. Die Rechnung hatte ich allerdings ohne meine Vergangenheit aufgestellt.

Wenige Wochen vor dem dritten Geburtstag meines Sohnes veränderte sich unsere heile Welt! Das Gefühl von Einsamkeit breitete sich in mir aus. Es war zwar alles irgendwie toll aber nicht perfekt. Um alles abzurunden fehlte der Mann an meiner Seite. Ich selbst kenne meinen leiblichen Vater nicht und mein Ersatzvater war nicht unbedingt ein akzeptabler Ersatz im Gegenteil.

Mein Sohn sollte diese Lücke nicht kennen, schließlich braucht ein Junge einen männlichen Part. Auch wenn, ich versuchte ihm Vater & Mutter gleichzeitig zu sein. Vor Fußball, Kräftemessen in Form von „Spielkämpfen“ schreckte ich nicht zurück. Mir war es auch vollkommen egal, ob ich auf dem Spielplatz dreckig werde oder in die Rutsche passte, für meinen Sohn machte ich mich zur Hampelfrau. Auch wenn kein Mann in meinem Leben zu finden war, sollte mein Sohn dennoch Erfahrungen machen, die er eigentlich mit seinem Vater teilen konnte. Dass dies ein schwieriges Unterfangen war Begriff ich erst später.

Nun war ich 18 in der „Blüte“ meines Lebens, alles sollte nun steil aufwärts gehen.

Mein Wunsch nach einer stabilen Partnerschaft wurde immer stärker, mit ihm auch meine Depressionen, die sich von meiner Sehnsucht bis zur Erblindung (Blind im übertragenem Sinne) nährte. Scheinbar schlagartig veränderte sich mein Weltbild. Überall zogen glückliche Familien durch die Straßen. Alle waren glücklich nur ich nicht (glaubte ich in meiner blinden Unwissenheit). Dies musste sich ändern! Ein Partner musste her. Durch meine Sehnsucht verlor ich den Überblick und den Sinn für jegliche Vernunft und Verantwortung. Ich nahm keine Rücksicht auf die Gefühle meines Sohnes, denn letztendlich wollte ich alles zum Guten wenden, obwohl mein Leben schon perfekt war. Ich glaubte richtig zu handeln.

Nachdem ich mir in den Kopf gesetzt hatte das Projekt Mutter-Vater-Kind in Angriff zu nehmen vergingen zwei Monate bis ich die zweite Beziehung meines Lebens aufnahm. Die Gefühle spielten verrückt, Schmetterlinge im Bauch und die Euphorie überfraute mich. Mein Ziel schien erreicht zu sein. Gegen jegliche Vernunft und allen Bedenken von Freunden und Familie stürzte ich mich in eine Beziehung, die für mich und meinen Sohn gravierende Folgen mit sich trug. So schnell wie sie begann endete sie auch. Ich war noch nicht bereit und selbst unzufrieden. Wodurch die Beziehung von Anfang an zum scheitern verurteilt war. Wie sollte ein Mann, die Kluft in mir füllen, die ich nur selbst wieder schließen konnte? Nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass ich einen großen Fehler beging. Fernab von Familie und Freunden mussten mein Sohn und ich uns an ein neues Leben gewöhnen. Für meinen kleinen Wurm schien es kein Problem zu sein, im Gegenteil er freute sich an der zusätzlichen Aufmerksamkeit. Ein Mann, der mit ihm Zeit verbrachte, der ihn mochte und ihn gerne um sich hatte, der sich liebevoll um ihn kümmerte. Wunderbar.

Auf Grund meiner Probleme ging die Beziehung in die Brüche. Ich fühlte mich schuldig und schämte mich nicht auf die mahnenden Worte gehört zu haben. Da war ich nun, verlassen in einer fremden Stadt mit Kind. Eine komplette Veränderung zu meinem vorherigen Leben.  Von Sekunde zu Sekunde wuchsen die Schuldgefühle in mir heran. Wie konnte ich nur so etwas tun? Wie konnte ich meinen Sohn und mich in solch eine Lage bringen? Warum habe ich meinen sicheren Hafen für eine wage Liebe aufgegeben? Das Abenteuer wurde zum Albtraum.

Die Depressionen wurden schlimmer, es fiel mir schwer mich um meinen Sohn zu kümmern obwohl ich ihn überalles liebte, also dachte ich, ich würde das einzig Richtige tun indem ich ihn vor mir und meiner Zerstörung schütze. Ich brachte ihn in eine Wochenendobhut und legte somit den Grundstein seiner Bindungsstörung. Nachdem ich ihn abgegeben hatte prasselte alles ein. Vergangene Emotionen kamen ans Tageslicht und die Wut gegen mich verwandelte sich in Hass, wodurch ich nichts anderes als den Freitod im Kopf hatte und es somit unmöglich war meinen Sohn wieder zu mir zu holen. Dieser kleine Junge der innerhalb kürzester Zeit so viele Veränderungen und Schmerzen durchleben musste, von welchen ich ihn von Anfang an bewahren wollte…

… Weg von Mama irgendwo unter Menschen die er nicht kannte, ungewiss wann er seine Mutter wieder sehen konnte. Es zerriss mir das Herz in Einzelteile. Doch anstatt zu handeln vergrub ich mich in meiner Schuld. Zum Glück schritt meine Mutter ein und schenkte ihm Obhut und vertraute Gesichter. Ich ging zurück in meine Heimat und beschloss erneut mich meinen Fehlern zu stellen und Verantwortung zu übernehmen.

Mein starker kleiner Wurm hatte sich durch den liebevollen Umgang meiner Familie von den Traumatas erholt. Auch ich fand nach ein paar Downs wieder an Stärke und nahm mein Leben wieder in die Hand. Job, Ausbildung Wohnung und zu meinem zwanzigsten Geburtstag sollte mein Sohn wieder bei mir sein!

Wie das Leben so spielt geschah alles anders. Ich verliebte mich drei weiter Male bis heute und musste jedes Mal feststellen, dass ich nach den falschen Dingen suchte. Die „emotionalen Löcher“ sollten gefüllt werden. Mein krankhafter Wunsch nach einer intakten eigenen Familie trug zu weiteren Verletzungen im Leben meines Sohnes bei. Drei weitere Männer die er liebte, die er mochte und sich an sie gewöhnte waren genauso plötzlich da wie sie wieder weg waren. Keiner hatte auch nur eine Nachricht oder einen Anruf für ihn hinterlassen. Natürlich konnte ich verstehen, dass meine Ex-Partner nach dem heftigen Beziehungsaus, den ich verursachte keine Muse aufbringen konnten mit mir oder meinem Sohn Kontakt zu halten. Ich verstand es und sah auch keine Notwendigkeit darin sie auf meinen Sohn anzusprechen. Sie hatten genug um die Ohren, musste ihre eigenen Scherben wieder aufsammeln.

Die letzte Trennung war für meinen Sohn ein Schlag ins Gesicht. Ich habe Stunden damit verbracht ihm alles zu erklären. Er verstand es und schien irgendwie damit zu Recht zu kommen. Doch in Wahrheit ignorierte ich die Anzeichen, da ich es nicht ertragen konnte meinen Sohn leiden zu sehen und mich selbst nicht mit der Realität auseinander setzen wollte.  Die vermehrten Wutausbrüche, die Fragen über das Wohlergehen meines Verflossenen, die Versuche mich an die gemeinsame Zeit zu erinnern, mit Aussagen wie: „Mama, weißt du noch als wir hier waren und das und das gemacht haben?“ , ließen mich aufwachen. Also stieg ich in meine Mutterrolle, setzte mich mit meinen Sohn hin und fragte ihn nach seinen Gedanken und Gefühlen. Wie Elektroschocks durchzog es mich als mir die Realität ins Auge sprang. Er glaubte er sei für die gescheiterten Beziehungen verantwortlich! Er sah sich als Schuldigen. Wäre er nicht, dann hätte ich all die Probleme nicht.  „Niemand interessiert sich ob ich nicht mehr da bin! Ich vermisse deinen EX! Wie geht es ihm? Warum meldet er sich bei mir nicht?“, fragte mich mein Sohn. Mit diesen Worten begriff ich, dass in meinem Sohn ein Gefühl inne wohnt, das sich erst wieder lösen würde, wenn er alt genug ist um es zu verstehen. Doch bis dahin wird ihn immer wieder das Gefühl plagen im Stich gelassen zu werden.

Die Folgen einer Entscheidung können negativ und sehr gravierend sein wenn, man sich der Verantwortung nicht bewusst ist. Ich habe geglaubt das Richtige zu tun und meinen Sohn vor etwas zu bewahren. Ich wollte ihm eine intakte Familie schenken und meine Fehler nicht wiederholen. Er sollte andere Erfahrungen machen, er sollte vom Leid bewahrt werden.  Mit meinem krankhaften Versuch alles richtig zu machen habe ich Entscheidungen gefällt die zu Gegenteil führten.

Die Fehler sind passiert und lassen sich nicht rückgängig machen. Jedoch kann ich aus ihnen lernen. Das bedeutet, anstatt nach Perfektion zu streben, sollte ich mir der Realität und den Folgen meines Handelns bewusst werden. Agieren anstatt reagieren. Sehen was ich habe/bin und nicht was fehlt. Ich hätte, hätte, hätte…

… Nein ich kann. Ich kann jetzt die Wunden lecken und für ihre Heilung sorgen. Ich akzeptiere, dass ich mit meinem Sohn die beste Familie bin und nichts weiter brauche. Niemand kann mir das geben was  ich brauche und meinem Sohn das geben was ihn leben lässt- Meine Liebe! Darum nehme ich die Laster der Vergangenheit, packe sie in ein Bilderrahmen und hänge es an die Wand, als Mahnmal, das mich daran erinnert mein Ziel nicht aufzugeben…

… Das Ziel meinen Sohn glücklich zu sehen.

Es ist nicht immer einfach als Elternteil und natürlich kann man sein Kind nicht von all dem Unglück bewahren.

Aber liebe Eltern, macht euch bewusst, dass ihr für eure Kinder Götter seid und ihr die Grundsteine für ihre Zukunft legt. Auch die Frauen und Männer, die eine Partnerschaft mit einem Vater oder einer Mutter eingehen oder bereits in einer befinden, ihr habt das Kind nicht gezeugt, allerdings habt ihr es in eurer Leben gelassen.

Seid euch bewusst, dass auch ihr einen entscheidenden Beitrag leistet und die Entwicklung des Kindes beeinflusst. Ihr seid nicht nur Partner! Ihr geht nicht nur eine Beziehung mit einer Frau oder einem Mann ein! Nein es ist auch eine Beziehung zu einem kleinen Menschen, der die Probleme der Erwachsenen noch nicht verstehen kann. Für das Kind bedeutet es Ablehnung ganz egal, wer schuld an der Trennung oder den Konflikten trägt! Ein Kind ist ein Kind, unschuldig, unwissend und verdammt verletzlich! Es lernt von uns, den Erwachsenen. Es nimmt unsere Fehler auf! Es weiß noch nicht, wie es mit den Problemen umgehen soll und muss sich mühselig Skills erarbeiten. Wenn ihr leidet fragt euch, wie es wohl eurem Kind/euren Kindern ergeht!

Passieren Fehler, versucht ein offenes und ehrliches Gespräch zu führen, ganz egal wie unangenehm und anstrengend es ist. Lernt daraus und seid ein Vorbild! Zumindest versucht es!

Seht meine Geschichte als Beispiel dafür wie es nicht laufen sollte. Vielleicht könnt ihr somit Fehler verhindern, die ihr eventuell später bereuen werdet.

Zeigt euren Kindern, dass ihr sie liebt und sie keine Schuld an euren Problemen tragen!

Auf die Verantwortung und Veränderung!

Liebe Grüße

Sahra

Was brauchen unsere Kinder?

Bei dem Wort Kita fällt uns sicher einiges ein. Angefangen von den Kindheitserinnerungen bis hin zu den Konflikten zwischen Erzieherinnen und Eltern, Staat und Einrichtungen, Sparmaßnahmen an den falschen Ecken, fehlende qualifizierte Fachkräfte, hohe Erwartungen und so weiter.

Eigentlich ist der Kindergarten ja etwas Schönes. Seit Jahrzehnten bemühen sich Pädagogen unterschiedlicher Herkunft, Ausrichtung und pädagogischen Ansätzen um das Wohlergehen der nächsten Generation. Sie entwickeln Strategien die, die Motorik fördern, Spiele die das Sozialverhalten stärken und Methoden zum Verständnis der Umwelt, all das um sie mit den besten Grundsteinen zu versorgen. Und die Kleinen, schließen in den KIGA´s und KITA´s Freundschaften, bauen Bindungen auf und lernen in einem strukturierten und sicheren Umfeld sich selbst zu entfalten.

Nach Friedrich Fröbel dem Gründer des ersten Kindergartens (1840) sollte ein Ort der Entfaltung für Kinder zugänglich sein. Der Kindergarten, auch Kinderparadies ( Garten=Paradies) dient dem Kind als Akteure, mit der Möglichkeit seine schöpferischen Fähigkeiten zu erforschen. Hierbei meine ich nicht den religiösen Aspekt. Wir schaffen täglich, notieren wir uns ein paar Zeilen auf ein Blatt Papier, haben wir Worte geschaffen, kümmern wir uns regelmäßig um unsere Blumen schaffen wir leben, jedes mal wenn wir kochen zaubern wir aus unterschiedlichen Zutaten etwas Essbares, wir nehmen Leben und wir geben…

aber das geht wieder in eine andere Richtung 🙂

Manch einer glaubt, dass wir nie wieder den Entwicklungszustand eines Kindes erreichen. Das heißt, Kinder entwickeln innerhalb kürzester Zeit ihre Fähigkeiten. Ein Baby ist hierfür das beste Beispiel. War es vor zwei Wochen noch nicht einmal in der Lage sich selbständig zu drehen, wird es in einem halben Jahr schon eigenständig sitzen und womöglich robben können. Für mich als Mutter sind die Sprünge oftmals unglaublich. Manchmal blicke ich zurück und denke mir, noch vor ein paar Monaten sah er jünger aus und konnte dies und das noch nicht und jetzt steht er da und läuft selbstsicher durch die Straßen.

Durch unsere aktuelle Gesellschaftsstruktur haben wir uns leider das genommen. Unsere Kinder aufwachsen zu sehen, sie zu begleiten und gegenseitig voneinander zu lernen. Für uns als Eltern sind es Erfahrungen die fehlen. Schade. Doch wie ist es anders möglich? Der Lebensunterhalt muss bestritten werden, da muss es in Kauf genommen werden, dass die Sprösslinge einen großen Teil des Tages im Kindi verbringen. Natürlich, müssen sich unsere Kleinen auch irgendwann abnabeln und können nicht immer am Rockzipfel hängen. Teilhabe am Leben des Kindes bedeutet ja schließlich keine 24/7 Betreuung und Überwachung. Aber sind wird doch mal ehrlich. Im Alltagsstress gehen Dinge unter, auch wenn diese Dinge wichtige Momente waren. Manchmal steht einem der Kopf einfach woanders. Arbeit sitzt im Nacken, ein Konflikt muss noch geklärt werden, die Schwiegermutter die plagt oder das Auto welches einfach nicht anspringen möchte. Es kann immer wieder etwas geben, dass den Blutdruck in die Höhe schießt.

Dass, Eltern da auf Entlastung angewiesen sind, ist selbstredend. (Meiner Meinung nach total bescheuert. Niemand sollte darauf verzichten müssen* seine Kinder aufwachsen zu sehen und an ihrer Entwicklung teilhaben zu können.)
* Wer nichts mit Kindererziehung am Hut hat und es gerne abgeben kann und will, ist davon natürlich ausgeschlossen 🙂

… Weiter im Text…

Für die Gewährleistung der Entlastungen eigenen sich KITA´s, KiGa´s, Ganztagsschulen, Tagesmütter und weitere Betreuungsformen. Was wir wohl tun würden, wenn sie wegfallen würden. So schlimm denke ich kann es aber nicht sein, denn schließlich erhalten Menschen die sich weitaus weniger in die Gemeinschaft miteinbringen, wesentlich mehr Gehalt. Na ja ist ja auch nicht so schwer Kinder zu erziehen. Die sitzen ja die ganze Zeit nur da.
… Mist schon wieder abgeschweift.

Wie dem auch sei, würden Eltern, Organisationen, Staat, Region, Träger, Gesellschaft*, und viele mehr endlich Transparenz schaffen, Verantwortung übernehmen und den Wert der frühkindlichen Pädagogik anerkennen, müssten wir uns nicht über die „schlimme“ Jugend aufregen. Da wir erkennen würden, dass sie nicht weniger gut oder schlecht waren als wir es in ihrem Alter waren. Bei vielen von uns ist das gar nicht so lange her. Wir passen uns an die Gegebenheiten unsere Zeit an. Wir und unser Umwelt verändert sich, auch wenn wir das nicht immer wahr haben wollen.

*hier sind auch alle daran beteiligt die sich gegen Kinder entschieden haben, die Kinder anderer werden euch dennoch im Alter versorgen. Eine Gemeinschaft beruht immer auf Unterstürzung. Auch wenn ich denke etwas betrifft mich nicht, wird es das meist dennoch, auf irgendeine Art und Weise.

Problem der utopischen Anforderungen

Glauben wir wirklich, dass wir unseren Kindern mit den tausend verschiedenen AG’s, den ständig wechselnden Lehrplänen, der Einführung von am besten 10 Sprachen in Kindergärten, die permanente Förderung-Eher Überforderung etwas Gutes tun?
Mann, wir sehen es doch an den Schülern die gerade ihre Prüfungen absolvierten. Gib ihnen 3 Wochen spätestens nach den Ferien ist das „Wissen“ wieder weg. Ist ja auch klar, wenn man den ganzen Tag von Morgens bis Abends mit zig unterschiedlichen Informationen geballert werden, macht unser Gehirn irgendwann dicht. Als ob das drin bleibt! Als ob davon etwas verstanden wird. Wie soll man es auch verstehen lernen? Es bleibt ja gar keine Zeit die Information in Wissen umzuwandeln. Das geschieht in der Regel erst durch Übung. Wir müssen es wiederholen und verinnerlichen, bis das Gehirn das gelernte automatisch wiedergibt. Alles andere ist kein Wissen, sondern das Abspeichern von Informationen. Nur weil eine Information gespeichert ist, heißt das nicht dass ich nicht verloren gehen kann. Sie kann gelöscht und beschädigt werden. Vor allem kann sie überschrieben werden. Das passiert immer dann wenn, eine neue Information wichtiger erscheint. Daher Informationen rein jagen bringt gar nichts. Es bringt auch nichts wenn Kinder im Alter von 4 Jahren einen volleren Terminkalender als unsere Politiker. Das lernt nichts außer Stress und Überforderung.

Ich bin täglich überrascht. Durch meine Arbeit erlebe ich Kinder die frei von jeglichem Druck ihre Eltern freie Zeit nutzen. Wow. Es fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Ich war lange Zeit der Ansicht Kinder bräuchten eine freie Erziehung und Entfaltung. Ist alles schön und gut, es waren allerdings die falschen Beweggründe. Ich dachte Kinder müsste man erst formen. Sie sind zu beginn so klein und so unbeholfen, sie müssen die Welt noch kennen lernen und erforschen, sie brauchen Schutz und können gefahren nicht einschätzen, humane Wert müsste man ihnen noch beibringen. Würde ich mein Sohn nach diesem Vorbild erziehen, würde er durch die erfahrenen Werte wohl auch eine Persönlichkeit in diese Richtung bilden. Doch falsch gedacht. Schon mit ihrer Geburt besitzen sie ihren eigenen Willen. Ich glaube sie können sich nur noch nicht richtig äußern, sie müssen sich anpassen an die Vorstellung der Erwachsenenwelt. Die für sie wahrscheinlich grau ungerecht unlogisch und seltsam wirkt. Wie oft bin ich darüber erstaunt über die Sätze die mein Sohn raus haut.

Zwei kleine Beispiele:

Das Erste ist ein bisschen länger her. Wir saßen im Park und spielten. Irgendwann kamen zwei Männer in einem Gärtnerwagen. Sie waren dabei einen Baum zur Fällung vorzubereiten. Mein Sohn fragte mich, wie Kinder so sind: „ Mama, was macht er da?“ Ich erklärte ihm das sie dabei sind den Baum zu fällen. Er war verwundert und meinte nur: „Warum machen die das? Wir brauchen die Bäume doch. Da bekommt man doch Luft!“
Ich stimmte ihm zu und wir sprachen noch ein wenig darüber. Ja warum machen wir das? Zerstören das was wir brauchen, nur damit ein Park schöner aussieht? Naja…. Immer diese anderen Themen.

Das zweite Beispiel…
… Ich habe meine Haare geschnitten und beschlossen einen Afro zu tragen. Mein Sohn kennt mich nicht mit dieser Frisur und war dann dementsprechend erst mal angeekelt. Hat mir auch deutlich vermittelt wie blöd er sie findet. Nun denn, ich war stolz auf ihn, dass er seine Meinung geäußert hat, ich habe mich gefreut. Am nächsten Tag kamen wir wieder auf seine Frisur… Genau, weil ich in seine Haare herumgewurstelt habe, irgendwann sind sie so abgestanden wie meine. Ich meinte dann zu ihm, dass er ja auch oft mit abstehenden Haaren rumläuft. Da war erst mal still, ich dachte er war beleidigt. Doch er verblüffte mich. „Mama, ich bin es nicht gewohnt dich so zu sehen. Wenn ich dich länger mit den Haaren sehe, ist es irgendwann toll.“ Okaaaaaaayyyyyyyyy…dachte ich mir. Cool.

Jetzt könnte man sagen das ist nur ein Kind von wie vielen?! Und dann auch noch das eigene Kind. Ich habe gerade das Glück durch meinen Job Kinder im Alltag zu erleben.

Der Konflikt
Vor kurzem habe ich eine Auseinandersetzung zwischen zwei Jungs im Alter von 3 und 4 Jahren mitbekommen. Zwei Kinder die sich um ein Spielzeug stritten. Ein Klassiker. Der jüngere der beiden spielte mit einem Spielzeugpferd womit sich zuvor der Ältere beschäftigt hatte. Der Einfachheit halber nenne ich den 4 jährigen Stefan und der 3 jährige erhält den Namen Eric.
Stefan drehte sich erst interessiert dem Pferd zu als Eric dabei war sich damit in seine Fantasiewelt zu stürzen. Mit den Worten: „Ich will das haben!“ griff Stefan an die Beine des Kunstpferdes. Eric konterte: „Du bist weggegangen, ich hab es jetzt!“ und zog das Objekt der Begierde zu sich. Die Situation artete schnell in einen Konflikt aus. Beide standen kurz davor in Tränen auszubrechen und mindestens einem hätte ich einen Wutanfall zugetraut. Gerade als ich den Entschluss traf einzuschreiten, stieg ein anderes Kind in Szene ein. Der ebenfalls 3-jährige Marin schlichtet den Streit mit Bravur. „Stefan, du bist weggegangen. Jetzt hat Eric das Pferd. Du kannst mit dem Krokodil spielen.“ und dabei zeigte Martin auf die andere Spielzeugfigur. Am Ende spielten die Kinder weiter.

Das erstaunliche an diesem Moment war für mich folgendes:

– Sie lösten ihren Konflikt alleine ohne die Hilfe eines Erwachsenen

– Es kam nicht zur Eskalation

– Martin wählte scheinbar intuitiv die richtigen Worte, Tonlage und Körpersprache
(Seine Stimmlage wurde sanfter. Während dem Sprechen legte er seine Hand auf Stefans Rücken)

– Stefan ging auf Martins Worte ein und verstand seine Argumente

– Martin war gerecht und objektiv

– Stefan nahm Martins ernst und ging respektvoll mit ihm um obwohl er älter als Martin ist

(Ein derartiger Konflikt unter Erwachsenen endet oft im Rechtsstreit 🙂 übertrieben gesagt. Ne, ne wir Erwachsenen können auch anders. Wir können durchaus unsere Konflikte lösen.)

Anhand der Beispiele könnte der Aspekt der Erziehung zur Sprache kommen. Ja Erziehung macht ganz schön viel aus. Legt man beispielsweise Wert auf gewaltfrei Kommunikation, selbständiges agieren, Freundlichkeit, Aufklärung und Respekt werden die Kinder das natürlich aufnehmen und speichern. Dennoch bin ich der Ansicht, dass Umwelteinflüsse, Erziehung und die Persönlichkeit genauso starke Rollen einnehmen, wie die elementaren „Umgangsformen“ die schon von Grund auf in uns verankert sind.
Ich glaube das bei einer Gruppe von Kindern unterschiedlichster Herkunft, „sozialen“ Schichten, Einkünfte oder Religionszugehörigkeit, die alle dieselbe Menschlichkeit aufweisen, nicht nur von äußeren Einflüssen gesprochen werden kann. Ich denke eher, dass es hierbei tatsächlich um die Humanität dreht, die in uns allen steckt. Die logischen Umgangsformen, noch frei von Manipulation die auf verletzenden Erfahrungen basieren. Wir Erwachsenen verlieren im Laufe unseres Lebens oft unsere Fähigkeit objektiv zu denken. Wir handeln meist ohne darüber nachzudenken und reagieren, durch Impulse gesteuert die auf dem aufbauen was wir kennen. Was sich über die Jahre in uns einbrannte.

Der Song der die Erziehung verdeutlicht
Unsere Erwartungen an unser Kinder und ihre Betreuung sollten nicht dein eigenen unerfüllten Werten und Bedürfnissen entsprechen. Wenn wir uns über die fehlenden Angebote ärgern, die mangelnde Förderung, sollten wir nicht jene dafür verantwortlich machen die alles darauf ansetzen der nächsten Generation das beste zu vermitteln, sondern beginnen die zu kritisieren die es zu verhindern versuchen.
Beginnend mit uns selbst. Wollen wir unseren Kindern die beste Erziehung gewährleisten, ist es ein Maßstab den wir selbst festlegen. Dem kann keiner entsprechen aus man selbst. Sind wir allerdings durch den Beruf oder sonstige Dinge eingeschränkt, dann ist das nicht die Schuld der Erzieher oder des Staates. Als Eltern dieser Zeit ist es kaum noch möglich diese Entscheidung zu treffen. Will ich mein Kind selbst erziehen und wenn nein, wo werden meine Vorstellungen umgesetzt? Sollte es keine Einrichtung mit meinen Maßstäben geben, finde ich eine Möglichkeit eine zu schaffen? Bilde ich eine Gemeinschaft mit anderen Eltern? Wende ich mich an die Regierung? Geh ich in den Protest? Oder rege ich mich weiterhin nur auf und lasse meinen Frust an den Pädagogen aus?

Wir sollten uns die Frage stellen weshalb wir noch immer viel zu wenig Zeit, Geld und Mühe in die zukünftige Generation stecken. Seien wir dankbar für all die Betreuungsangebote, die uns zur Verfügung stehen, denn sie geben unseren Kindern die Möglichkeit in einem sicheren Ort ihre Persönlichkeit spielend zu entdecken.

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Die Fehler unserer Eltern

Wer hatte sich nicht gewünscht, seine Eltern austauschen zu können. Nervig, peinlich, unaufmerksam, verständnislos oder evtl. auch gewalttätig.

Unsere Eltern können wir nicht aussuchen und nicht immer sind wir zufrieden mit ihnen. Ein sensibles Thema. Denn, schließlich sind sie es die uns am meisten prägen. Sie legen Grundsteine und teilen ihre Gene. Ihr Einfluss auf unseren Werdegang und sein ist enorm.

Verletzungen und Enttäuschungen, die in der Kindheit gebildet werden, spielen im Erwachsenenalter eine große Rolle. Oftmals fällt es schwer zu verzeihen, sodass wir uns noch heute verletzt fühlen. Manchmal glauben wir sogar, dass sie Schuld am eigenen Versagen tragen. „Hätten sie sich anders verhalten, wäre ein erstklassiges ME entstanden..“

Ich habe lange lange einen Hass gegen meine Mutter gehegt. Einiges war für mich nicht entschuldbar. Ich hatte sie für ihr Scheitern verabscheut (Aus der Sicht eines Teenies). Schon früh beschloss ich, alles anders zu machen als sie. Ich wollte ihr beweisen, dass es besser geht. Dass ihre Art und Weiße das Leben anzugehen gänzlich falsch sei. Trotz meiner Wut liebte ich sie an jedem Tag und das missfiel mir. Ich wollte sie hassen, denn schließlich hatte sie mich gekränkt. Sie war an meiner Erkrankung, meinen Traumata, meinem Niedergang, komplett an allem schuld. Ich hätte niemals das Leid erfahren müssen, wäre sie eine bessere Mutter gewesen. So lief ich durch den Alltag. Habs mir dadurch ziemlich einfach gemacht.

Irgendwann begriff ich, dass meine Mutter auch nur ein Mensch ist. Eine Frau mit einer Vergangenheit und der Daseinsberechtigung. Diese Erkenntnis führte nicht etwa zu dem Verlust meines Grolls, mehr zu dessen Wachstum. Jetzt musste ich Verständnis aufbringen. Betrachtete ich mein Leben aus der Perspektive meiner Mutter, konnte ich nachvollziehen warum sie war wie sie war. Einsicht mochte ich dennoch nicht zeigen. Denn, sie oblag letztendlich der Mutterolle, nicht ich. Sie sollte MICH verstehen und nicht andersrum.

Der Gedanke hatte sich gefestigt. Es wuchs eine Sensibilität für die Geschichte meiner Mom heran. Sie hatte die ganze Zeit über nach besten Absichten gehandelt. Sie hatte ihre Möglichkeiten ausgeschöpft und täglich alles gegeben, was sie konnte. Für mich war es leider nicht immer genug. Aber das ist nicht ihr Fehler gewesen. Ich kann es ihr nicht verübeln. Warum auch? Ich kenne es selbst. An manchen Tagen ist mir einfach nach nichts. Ich habe keine Kraft oder Lust. Genauso ist mir nicht ständig nach Nähe. Als Kind ist man seltenst in der Lage das zu begreifen. Man empfindet es als pure Ablehnung seiner selbst und glaubt, das die Gott gleichen Wesen, bewusst einem schaden wollen, denn schließlich sind sie ja makellos.

Jeder der selbst in den Genuss gekommen ist Mutter oder Vater zu sein, weiß wie ambitioniert es ist, Fehler zu umgehen. Der Versuch das Kind frei großzuziehen ist schwer. Wir nehmen uns vor, nach anderen Werten zu messen, geraten aber schnell in die Wiederholung der geprägten Muster.

Deshalb seid dankbar für eure Eltern, trotz des Schadens, den sie hinterließen. Deine Eltern hauchten dir Leben ein und steckten den Grundstein. Ihr Einfluss muss nicht immer angenehm sein, doch wir können daraus wachsen. Ihre Aufgabe war es nicht uns zu perfekten Menschen zu machen. Das müssen wir alle selbst erreichen. Glaube nicht, dass du das Opfer der Missgeschicke deiner Eltern bist!

Es hilft, zu verzeihen. Denke daran, dass sie dich lieben egal, wie hasserfüllt ihr eigenes Herz zu sein mag. Du bist ein Teil von ihnen.

Eine Frage an all jene die den Genuss der Elternschaft erfahren: Hat sich die Beziehung zu euren Eltern seit eures Sprösslings verändert?

Liebe Grüße
Eure Sahra

Freu mich eure Meinung/Geschichte zu lesen 🙂
Bin gespannt 🙂

 

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