Die alten Geschichten ihre heutigen Kriege!

Wenn ich mir früher alte Geschichten von vergangenen Tagen anhörte, dann handelten sie von kalten Kriegen, deprimierten Rationen, harter Wiederaufbau, der Mauer und die verfeindeten Ostdeutschen.

Heute sitze ich in einem Zimmer und lausche einer anderen Geschichte, aus vergangenen Tagen zu. Dort sind die Zeiten ebenso deprimierend gewesen. Frauen wurden legal vergewaltigt und bei einer Schwangerschaft getötet. Die Kinder, dieser Frauen, wurden als Sklaven gehalten, die Männer ausgepeitscht und wie Vieh zum Arbeiten getrieben und in den meisten Fällen schrecklich getötet. Erst im Jahre 1994 endete diese Geschichte, die mit 20 Jahren noch in der nahen Vergangenheit liegen.

In beiden Fällen handelt es sich um starke Völker, die versuchten für Ihre Rechte einzustehen und Frieden für ihre Bevölkerung zu schaffen. Auch wenn sie sich gegenseitig durch Gewaltakte auslöschten, wohnte in allen Mut, Disziplin und der Will zu überleben inne.

Durchaus positive Eigenschaften, wäre da nicht die naive Ablehnung einander kennen zu lernen. Der Grund im gegenseitigen Hass ist verschieden. Für die einen ist ihr Glaube eine Barriere, die anderen fürchten den Kontakt zu fremden Personen und wieder andere halten den Jahrhunderte alten Groll aufrecht, ohne selbst so Recht zu wissen, was dahinter steckt.

So werden Kriege geführt, wo der Grund für ein Großteil der Bevölkerung noch immer unbekannt ist. War es in geplatzter Scheck, der das Fass zum überlaufen brachte? Oder sorgte der Fall von irgendwelchen imaginären Zahlen, auf irgendeinem ebenso befremdlichen DAX für Aufregung. Es könnte auch das Gedicht, einer Person im öffentlichen Leben sein welches, eine Kriegserklärung rechtfertigen könnte.

Warum wer, was macht ist meistens unklar, eines ist allerdings spürbar, das jeder von uns die Konsequenzen trägt, ob er/sie nun möchte oder nicht.

Wir sehen in Europa eine von Korruption gesteuerte stolze Arbeitergesellschaft, wo schon Kinder in der 4. Klasse einen Nervenzusammenbruch bekommen, wenn sie die zwei im Mathematik auf Chinesisch-Leistungskurs nicht packen. Wo auf der einen Seite der Straße eine Packung Nudeln zehn Euro kostet, dennoch des Status wegen noch einen 5-er drauf gezahlt wird. Läuft man dann auf die andere Straßenseite kann man eine Dame im Rentenalter dabei beobachten wie sie in die Mülltonnen greift um Pfandflaschen zu sammeln. Wahrscheinlich für das Essen am Abend.

Wir Leben in einem Land, wo scheinbar alles möglich ist, wenn man nur genug leistet und ausreichend gebildet ist. Schauen wir allerdings genau hin ist uns bewusst, dass nicht Fleiß und Willenskraft Indikatoren für Erfolg sind, sondern die Fülle des Geldbeutels oder aber die Zahlen auf dem Konto.

Wenn es schon nicht in Europa rund läuft und einiges geleistet werden muss, um Standards zu schaffen, die für Gleichberechtigung, Frieden und Humanität stehen, wie sieht es dann in den sogenannten Entwicklungsländern aus. Den bereichen der Erde, wo Geld ein seltener Begriff zu sein scheint und der Großteil der Bevölkerung die Neuzeit in Ketten begonnen hat.

Afrika, Teile aus Asien, Südamerika und unabhängig Inselgruppen wie Jamaika und Haiti, ist das Leben ebenso mit Konflikten der anderen Sorte gefüllt.

Noch immer von Europa und den USA besetzt, geleitet oder geführt, was auch gerne mal unter den Namen Entwicklungshilfe fällt, versuchen die Einheimischen Gruppen ihre Unabhängigkeit, zu gewinnen und die tägliche Korruption, zu minimieren. Was schwer fällt im Anbetracht der Tatsache, dass in den meisten Ländern immer noch die Sprache und Kultur der ehemaligen Kolonisten gefordert wird. Eine eigene Gesellschaftsstruktur kann kaum eines der ehemalig besetzten Ländern entwickeln oder ausüben. Sie müssen sich an die Bedingungen „fremder“ Völker halten. Als wäre es nicht schon anstrengend genug eine Marionette eines Marionettenstaats zu sein, fehlt es den ressourcenreichen Ländern an Ressourcen(für die eigene Bevölkerung). Wie soll es auch anders sein, liegt das Recht die eigenen Mittel zu nutzten bei Menschen mit Hilfebedarf nicht vor. So schuften Farmer, Handwerker, Studenten und andere berufstätige jeden Tag stundenlang unter harten Bedingungen, zu einem mickrigen Lohn für die Supermärkte in Europa und den USA.  Familien versuchen ihren Kindern eine Ausbildung oder wenigstens den Schulabschluss zu finanzieren, damit diese nur den Hauch einer Chance haben, aus der Armut zu entkommen. Doch im Grunde wissen auch sie, dass sie maximal einem Kind eine Ausbildung garantieren können und das selbst diese wertlos ist. Denn auch in diesem Teil der Welt, ist nicht Leistung und harte Arbeit entscheiden für Erfolg, sondern die Fülle des Geldbeutels.

In allen Teilen der Welt glauben wir unsere Probleme im Fremdenhass zu finden. Denn würden wir aufeinander zugehen und unsere Anfeindungen beiseite legen, würde sicherlich der ein oder andere Krieg vermieden werden. Die Vermutung rechts vs. links, schwarz vs. weiß wäre erneut ein Problem unserer Zeit, scheint im rechtsorientierten Präsidenten und im zunehmenden Wachstum von patriotischen Sympathisanten des Nationalsozialismus bestätigt zu sein.

Doch schauen wir genauer hin, ist die Rassentrennung eine vorgeschobene Begründung, gleich wie die Angst vor dem Islam, die unsere Angst vor der Veränderung kaschieren soll.

Alles verändert sich, rasant und vollkommen unübersichtlich. Das Straßenbild, ist jeden Tag anders und die Anforderungen an den modernen Menschen wachsen stündlich. Der Konkurrenzkampf in der Zivilisationen führt zum Burn-Out der Menschheit. Während die einen angespannt durch den Tag rennen und davon überzeugt sind, die nächste Kriese wartet bereit hinter der Ecke, wollen die anderen Stur an alten Werten festhalten. Wieder andere glauben nun endlich ihre Rechte einfordern zu müssen und ein anderer Teil versucht das ganze Weltgeschehen zu verdrängen und sehnt sich schon nach dem Tod.

Es scheint als wäre keiner mit den Zuständen zufrieden, dennoch sind die Bemühungen in eine gemeinsame Richtung einzuschlagen immer noch sehr gering.

Welch eine Verschwendung wenn ihr mich fragt. Wo wir doch alle voneinander lernen können. Wir könnten all die Erfahrungen, die jede Nation über die Generationen gesammelt hat, verbinden und das Wissen nutzen um Strategien zu finden, die Brücken schaffen und nicht einreisen. Vielleicht lernen wir irgendwann, dass wir alle gleich sind und die Vergangenheit nicht mehr rückgängig machen können. Keine Nation ist unschuldig, daher sollten wir aufhören nach Fehlern zu suchen und anfangen Stärken zu finden.  Wir haben nun lange bewiesen, dass wir in der Lage sind etwas zu finden, was uns stört, vielleicht sollten wir nun herausfinden wie gut wir darin sind, etwas zu finden was uns zusammen bringt.

Adaption anstatt Separation

Love and Peace

Sahra L. Warrelmann

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Die Welt, die ich nicht verstehe!

Sieben Uhr morgens, alles sollte noch schlafen. Schlaf. Ich sehe die Sehnsucht nach einem warmen Bett in den Augen der Menschen die mit mir ein Schicksal teilen, berufstätig (Schüler, Studenten, Ehrenamt und andere beschäftigte mit eingeschlossen).

Leer Blicke kreuzen sich, die starr in der Luft ausharren. Was wohl die junge schwarzhaarige Frau, mit meiner Meinung nach viel zu leichter Bekleidung für diese Jahreszeit, auf dem Sitz gegenüber denkt? Meine Haltestelle wird aufgerufen. Ich muss aussteigen. Zügig erklimme ich den Berg auf meinem Arbeitsweg, dabei kreisen meine Gedanken um meine Mitfahrer in der Bahn. Nur die wenigsten schienen erfreut über den frühen Beginn Ihres Tages. Warum sitzen wir eigentlich im frühen Boot? Was treibt uns an? Sollten wir diesen Zustand nicht schon längst gewohnt sein? Schließlich ist es der frühe Vogel, der den Wurm fängt. Zumindest behaupten das die Verfechter des frühen Morgens.

Ich verstand nie, warum wir Dinge ausführen, die wir gar nicht wollen, um etwas zu sein, was wir nicht sind.

„Es ist so! Du wirst niemals eine Veränderung erwirken! Nichts wird sich ändern, die Menschen sind so!“, das sagte mir heute ein Kollege, während wir über Gesellschaftsthemen diskutierten. Zu oft durchdrängten Worte wie seine mein Ohr. Als wäre es unmöglich sich vorzustellen, wie es anders laufen könnte. „Wie willst du das anstellen? Wie willst du dafür sorgen, dass wir ohne Geld leben oder in Frieden? Da macht doch keiner mit. Keiner würde ohne Geld arbeiten gehen oder seine Zeit für etwas investieren, wenn er dafür nicht entlohnt wird. Wir brauchen Geld, wir brauchen das System, weil es anders nicht möglich ist. Es funktioniert einfach nicht.“ Meine Antwort darauf viel knapp aus, denn ich bin nicht im Besitz einer Musterlösung für die Probleme der Welt und gewiss nicht in der Lage den perfekten Entwurf zu erstellen. Zumal ich mir das auch nicht anmaßen möchte. Doch wie schön wäre es wenn, wir mehr Interesse für gesellschaftliche Fragen aufbringen könnten.  Natürlich sind Umstellungen in den aktuellen Systemen unserer Zeit schwierig bis unmöglich. Deswegen sollten wir weiter denken. Ist es, nicht möglich Bestehendes zu verändern, kann man es so lassen oder Alternativen finden! Eine unbefriedigende Situation muss nicht dauerhaft ausgehalten werden.  Keiner muss darin verharren und unglücklicher werden.

Aber was soll´s? uns geht es doch gut oder? Konflikte treten nicht auf, Kriege sind nichts weiter als eine Erfindung der Gamingindustrie, Ungerechtigkeit eine Fabel, Gewalttaten sind Märchen und Dokumentationen über Hungersnöte nur die wahnwitzigen Ideen eines Fantasy-Autors. Es ist doch alles gut. Warum etwas ändern?

Ich verstehe die Menschen nicht und schon gar nicht den Lauf der Welt. Ich verstehe nicht, wie man täglich in seinem Trott leben kann, ohne nach rechts uns links zu schauen, um mit dem Eintritt in die Schule seinen Verstand in der Schultüte verrotten zu lassen. Beschweren ohne etwas zu Leisten unser täglich Brot. Die von uns geschaffene Einfachheit muss in vollen Zügen genutzt werden, ob das nun sinnvoll ist oder nicht, ist eine andere Frage.  Wir sehnen uns nach Freiheit, Unabhängigkeit und der Möglichkeit die eigenen Interessen ausleben zu können, doch dafür zu arbeiten… Nö! Die Sehnsüchte müssen schon auf einem Silbertablett präsentiert werden, damit ich mich bewege. Einfach soll es sein, ohne Anstrengung und Mühen.

Wann sehen wir ein, dass unsere Art zu leben für niemanden einfach ist. Nur ein kleiner Teil der Weltbevölkerung zieht einen Nutzen aus unserem derzeitigen Verhalten. Dass, die Vielen die keinen Profit von den Politischen und Gesellschaftlichen Strukturen tragen stumm das Ganze ertragen, ist für mich noch immer ein Mysterium.
„Sprich mit den Politikern darüber oder geh zu den Firmenchefs“, wurde mir vorgeschlagen. Typische Aussagen. Die Bevölkerung möchte sich beschweren, Verantwortung möchte sie allerdings keine übernehmen. Wir (Bürger, Mensch, Politiker, CEO`S. Lehrer, ALG2 Bezieher und so weiter)sind Teilnehmer des Lebens, wir können nicht so tun als würde es uns nicht angehen und wie stille unbeteiligte Beobachter am Rand stehen. Gesetze, Politik, Wirtschaft, Humanismus, Ethik, etc. betrifft jeden von uns. Wie können wir sagen, dass Politik eine Sache der Politiker ist oder die Gründung eines neuen Systems die Angelegenheit der Obrigkeit?

Ich bin den ganzen Tag ausgelastet. Arbeit, Kind/er, Schule, Studium, Freizeit, Papierkrams und/oder sonstiges nimmt mich ein. All das beansprucht Zeit, da kann ich mich nicht noch mit der Welt befassen. Außerdem, was geht es mich an wenn, die Bevölkerungen der „Entwicklungsländer“ ausgebeutet werden. Ist ja nicht meine Schuld. Es sind die Entscheidungen der Politiker, CEO`s und anderen patriarchalischen Personen. Ich mache da doch gar nicht mit. Ich will einfach nur günstige und qualitativ hochwertige Konsumgüter. Wie das Zeugs her kommt, ist mir egal. Hauptsache ich kann in den Laden gehen und das Kaufen was ich möchte oder?

Zumindest ist das die Meinung ZU vieler Personen! (Ich weiß, jeder Deutschlehrer bekommt jetzt ein Anfall)

Was wollen wir eigentlich? Was sind unsere persönlichen Ziele? Etwa jeden Tag überleben? Schaffen bis zum Umkippen? Einmal im Jahr Urlaub oder doch das neue Auto oder Smartphone?

Interessiert uns das Leben und dessen Bedeutung so wenig? Ist uns all das egal? Soll wirklich nur das eigene Ego von Bedeutung sein?

Mir scheint als wären wir Anhänger einer suizidalen Gemeinschaft. Alle laufen blind auf den Abgrund zu, selbst jene die aufgewacht sind, werden mitgerissen. Was für ein ernüchterndes Trauerspiel, in dem wir alle Akteure und Kritiker zugleich sind.

Macht etwas aus eurem Leben und zeigt, dass ihr nicht länger fremdgesteuerte Marionetten seid. Tragt Verantwortung für euch und das Leben.

Liebe Grüße und viel Erfolg beim Sein 🙂

Sahra

Das sinnlose Sterben

Vor ein paar Tagen kam eine junge Frau durch Gewalt ums Leben.

Das Opfer war keine nennenswerte Person und ihr Tod, ist jetzt nicht unbedingt spektakulär, weshalb ihre Geschichte eigentlich nicht der Rede Wert ist – oder? Schließlich sind wir es im Alltag gewohnt Erzählungen von Mord und Totschlag zu hören. Täglich fallen rund 1900 Menschen einem Gewaltdelikt zum Opfer mit der Folge: Tod! Daher fällt meine Verwunderung flach über die Erkenntnis, dass kaum einer mit dem „Tankstellenopfer“ ist.

Das Tankstellenopfer

Die oben genannte Frau trägt den Namen Marie. Sie starb in Folge eines Raubüberfalls. Zwei Männer hatten am späten Abend ihre Stammtankstelle ausgeraubt. Sie streckte gerade dem Kassierer die Geldscheine zu, als zwei maskierte Männer hereinstürmten. Hektisch faselten sie etwas über einen Überfall. In der Zeitung sprach man von blutigen Anfängern. Männer, die aufgrund sozialer Isolation und wirtschaftlichen Defiziten eine grausame Tat begehen die mehr aus Affekt zu Stande kam. Der eigentliche Plan bestand darin die Tankstelle so schnell wie möglich auszurauben und ohne Aufsehen wieder zu verschwinden, doch sie hatten, wie so viele Menschen nicht bedacht, dass es nichts gibt was sich vorhersehen lässt. In der Panik fing das zukünftige Opfer an zu schreien. Pausenlos fast singend bat sie um die Verschonung ihres Lebens. Dies wiederum löste in einem der Täter Überforderung aus. Sie sollte schweigen. Ohne nachzudenken zückte er seine Waffe und feuerte 3 Kugeln in den Körper der jungen Frau. Der Tankstellenwart beschrieb dieses Ereignis wie folgt: „Es ging unglaublich schnell. Trotzdem kann ich mich an ihre Laute erinnern. Schließe ich meine Augen, kann ich sehen und hören, wie die Kugeln ihren Körper durchbohrten. Wie in Zeitlupe schlug ihr Körper auf. Ich kann noch immer das Knacken ihres Kopfs vom Aufprall hören. Sie starb schnell doch nicht schmerzlos. Den Job habe ich gekündigt. Eine Tankstelle werde ich vorerst nicht betreten können.“
Die Täter sind leider noch nicht gefasst.

Warum führe ich den Mord auf?

Tagtäglich sterben Tausende von Menschen. Ich würde sagen, dass mehr als 80 % komplett sinnlos verschieden sind. Hungersnöte, Rivalitäten, finanzielle Aspekte, Eifersucht, Liebe, Wut, Langeweile, fehlende Achtsamkeit und und und… , sterben ohne Grund.
Natürlich können wir alle begründen, mehr noch legen wir uns die Gründe zurecht, weshalb manch einer den Tod verdient und ein anderer nicht. Schon allein dieser Satz macht mich wahnsinnig. Wer sind wir, das wir glauben entscheiden zu können wer ein Recht auf Leben besitzt und wer nicht.

Geht es um Leben und Tod handeln wir, als würden wir uns zwischen Popcorn und Chips entscheiden können. Mag für den einen ziemlich hart sein, während ein anderer nicht mal eine Sekunde für die Entscheidungsfindung bräuchte.
Das Gesicht passt mir nicht, also schlage ich solange drauf ein bis es unkenntlich wird… Hallo! Der hatte es verdient…Er/Sie ist Ausländer (hier geh ich nicht davon aus, das Deutschland das Heimatland ist…) oder hat mich einfach nur schräg angeschaut. Oh ich bin soo wütend auf das System also starte ich einen flächendeckenden Bombenangriff… Die Richtigen wird es schon treffen und wenn, nicht nennen wir es Kollateralschaden. Aus einstiger Liebe bringen sich Paare gegenseitig um und in manchen Fällen ihre Kinder gleich mit. Warum auch nicht?…Wenn man schon dabei ist. Noch immer werden in manch Ritualen Menschen geopfert…warum? Samal hat der Mensch den Schuss nicht gehört oder zu oft? Wir begehen Gräueltaten und Leben damit, weil wir es gewohnt sind.

Nehmen wir Europa im Jahr 2016. Wie dumm können wir Europäer eigentlich noch werden. Wie weit wollen wir die ganze Situation noch auf die Spitze treiben? Bis es tatsächlich zum Krieg kommt. Na ja Krieg ist schon ausgebrochen, nur spüren wir es nicht. Und ich glaube das ist das Problem. Wir wollen es so. Wie ein Junkie der sich nach dem nächsten Schuss sehnt, sehnt sich der Großteil der Menschen irgendwie nach Chaos, Zerstörung und Gewalt. Wäre dem nicht so würden wir schon längst spürbar gegen all die Ungerechtigkeit vorgehen. Mir brauch keiner sagen Gewalt läge im Naturell des Menschen. Wir können nicht anders. Die Politik, das System und die Monster sind an all dem Übel schuld. Mann, wacht auf! Die Politik spiegelt doch nur die Auffassungen der mehrheitlichen Bevölkerung wider.

Ein Beispiel… Die Linke wollen seit Jahren unsere Interessen vertreten doch wir wählen jedes mal wieder dieselbe Hand die uns in den Boden drückt. Macht wohl Spaß Masochist zu sein. Ich muss uns allerdings unseren Sinn nach Veränderung anrechnen. Wir haben es tatsächlich geschafft zu begreifen, dass die bisherige Politik nennen wir sie mal… Bescheiden waren. Das allerdings hält uns nicht davon ab dem nächsten falschen Lächeln die Stimme zu schenken. Wir rennen von einer Scheiße(Kraftausdrücke verleiten der Aussage nochmal den gewissen Flair) in die Nächste und glauben tatsächlich das sie sich voneinander unterscheiden.
Wir belügen und betrügen uns letztendlich nur selbst. Aber was soll’s. Wenn’s Spaß macht. Ich weiß nicht, mir persönlich ist das viel zu stressig. Mich jeden Tag so aufzuregen, zu beschweren sodass ich irgendwann nur noch funktionieren kann indem ich andere nieder machen muss. Egal in welcher Form. Das reicht schon wenn, Person X mit Person Y über Person Z herzieht. Kurzes Abschweifen…???!!

Was denkt man sich eigentlich dabei wenn man über andere herzieht. Macht ihr euch Gedanken? Habt ihr euch mal gefragt wie ihr euch fühlen würdet wenn, ihr das was ihr anderen antut selbst spüren würdet. Also ich bin da ganz ehrlich, wenn ich mir das antun würde, was ich getan habe.. Puh..also ich, würde mich schon längst in den Wind schießen. Das ist doch bescheuert, wie wir Menschen miteinander umgehen.

Wir machen uns kaputt und verrückt wegen nichts und wieder nichts. Wir zerstören uns wegen Geld. Leute, wegen Geld. Man, ernsthaft jetzt! Geld, vom Menschen erschaffen. Das kann der Mensch dann doch rein theoretisch wieder rückgängig machen oder? Neeeein… Nein also nein… Das können wir nicht. Eine Welt ohne Geld, das soll sich einer mal vorstellen. Das geht doch gar nicht. Man muss ja arbeiten und ja wie soll das funktionieren? Auch hier… Ernsthaft?? Nehmen wir an und damit stelle ich eine große Herausforderung, das Geld existiert ab jetzt nicht mehr. Okay. So. Kein Geld. Und jetzt. Was machen wir den jetzt? Na ja wir können verzweifeln oder denken. Verlieren wir unsere Fähigkeiten? Hören wir plötzlich auf Arzt, Erzieher, Ingenieur, Bauer oder was weiß ich was zu sein? Steht die Welt dann still? Können wir dann nicht mehr produzieren? Sind wir dann nicht mehr in der Lage Auto zu fahren? Sterben wir dann plötzlich?

Nein, das Leben geht weiter. Es bedeutet nur das man umdenken muss. Doch das ist anstrengend und das will doch keiner. Also gehen wir immer weiter den Weg der Zerstörung. Es werden weiterhin Menschen täglich sinnlos sterben, gefoltert, leiden, missachtet, schlecht behandelt…

… Bis wir einen Chip in unserem Kopf tragen der es uns ermöglicht einen IQ von 5000 aufzubringen und alles wissen der Welt aufzunehmen und zu speichern, damit wir dadurch herausfinden was zum Weltfrieden führt. … Wird wahrscheinlich eher so ablaufen das wir uns in Borgs verwandeln… Ah wer bei 7 of 9 nicht mit den Ohren wackelt sollte bitte „Star Trek“ durch seine Suchmaschine jagen… und weiter geht’s im Text…..

…wir erlangen Menschlichkeit nicht indem wir künstlich werden. Wir werden dadurch weder besser noch friedlicher. Wir stumpfen ab. Verlieren Werte. Wir sind an einem Punkt angelangt an dem uns Tode (es sei denn es sind Menschen die wir lieben – Natürlich! 😉 ) nicht nur nicht mehr stören, sondern schon lange nicht mehr berühren.

Liebe Grüße

Eure Sahra

Ps.: Die Geschichte über das Tankstellenopfer ist von mir erfunden. Aber ich bin mir sicher, dass es irgendwo solch ein Opfer gegeben hat. Wow, meine Deutschlehrerin wird sich freuen… Hat,.- Tut– Hat und Tut… Hat und Tut…

Naja egal… Lebt in Frieden und versucht es doch mal mit glücklich sein 🙂

 

Belohnung gegen Wohnung?! – Der Weg zum Zuhause?

Auf der Suche nach einer Wohnung durchstöberte ich die Kleinanzeigen.
Nachdem die Filter eingestellt waren, spuckte die Seite eine Reihe an Anzeigen aus.Die ersten Beiträge sind Gesuche. Ich musste ein wenig scrollen um ein Angebot zu finden, aber das ist ja bei den Kleinanzeigen üblich. Leider fand ich kein passendes Objekt, also bewegte ich mich wieder zum Anfang der Seite um die Suchparameter zu verändern. Erst jetzt stachen mir die Titel der Anzeigen ins Auge.

„250€ Belohnung für eine erfolgreiche Wohnungsvermittlung!“ 

„200€ gegen Wohnung- BELOHNUNG“

Neugierig klickte ich auf die Überschrift und fragte mich: Werden die Leute jetzt schon tatsächlich Belohnungen verteilen müssen um Zuhause sein zu können? Oder handelt es sich hierbei um einen Trend?


… Jetzt, nachdem die „Maklergesetze“ verändert wurden, hat sich wohl doch nichts geändert. Zahlen sollte man dennoch?!

Na ja, aber wie sollte denn auch etwas anders sein?

Die Mietpreise steigen immer noch in die Höhe. Die Voraussetzungen werden immer anspruchsvoller. Die Nachfrage groß. Überall wird gebaut, doch überall existiert Mangel. So viel, dass man sich gezwungen fühlt eine Belohnung auszusetzen um ein Dach über dem Kopf zu wissen.

Warum wird eigentlich so viel für das Recht jedes einzelnen Menschen verlangt? Warum sollen einige zu zweit oder alleine 4 Häuser mit 30 Zimmern verdient haben und andere den Tod auf den Straßen?

Warum ist der Geldbeutel wichtiger als der Mensch. Was macht dieses Papier, Metall und die Zahlen auf einem Monitor so mächtig, dass es über tot oder Leben entscheidet?

Wir zahlen für Wasser, Strom, Lebensmittel und Obdach… Ich bin gespannt wann wir auf die Idee kommen unsere Luft zum Atmen zu besteuern. Auch wenn wir jetzt vielleicht sagen: „Nein! Nicht mit uns“,braucht es nur die richtige Person und die richtigen Momente und auch das kann möglich sein. Und selbst dann werden wir mitziehen. Weil wir es immer das immer machen. Wir ziehen mit und beschweren uns dann das es so ist.

Wir setzen sogar Belohnungen aus, werden immer mehr zu dem was uns zerstört. Anstatt zu sagen: Hey, jetzt reicht´s!

Wir arbeiten, wir besitzen kaum noch Zeit für Familie, Freund und uns selbst, hetzen von A nach B, immer in Bewegung um das Schlimmste zu verhindern. Den Abstieg, der Existenzminimum. Trotz der ganzen Bemühungen können wir uns nie sicher sein. Nie wissen ob nicht auch wir mal zum „Penner“ auf der Straße werden. Schließlich muss man ja über die Runden kommen. Also passt man sich an, der immer verrückt werdenden Gesellschaft.

Warum machen wir das mit? Warum zeigen wir nicht endlich das es so nicht funktioniert. Und wenn wir uns nicht auf das System verlassen können warum agieren wir dann nicht selbst? 

Warum fördern wir das System in dem wir es zulassen?

Warum behandeln wir uns selbst, als hätten wir keine andere Möglichkeiten, als dem Ganzen zu folgen und mit schwimmen im Strudel nach unten?

 

Welche Missstände sind dir in Sachen Wohnung aufgefallen und wo siehst du Erfolge? Wie bist du an dein Zuhause gekommen? Was wäre deine Vorstellung vom „perfektem“ wohnen für alle? Wer hat welche Form des Wohnen deiner Ansicht nach verdient und wodurch?

Wie ist der Wohnungsmarkt in deiner Region?

Liebe Grüße & Freue mich schon auf eure Antworten 🙂

Eure Sahra

… Falls ihr einen Tipp für die zwei Wohnungssuchenden habt gleich folgen die Links…

…Wäre toll, wenn sie auch ohne Belohnung etwas finden.

– 200 Euro Belohnung

* Sry, die andere Anzeige ist nicht mehr da 😦

Selbstsabotage! – Mein Feind, das Geld!

Zeit ist Geld und Geld ermöglicht den Kauf von Zeit. Ist es nicht paradox, dass wir uns beinahe totarbeiten, um genug Geld generieren zu können, um sich Freizeit leisten zu können?

Wer kennt nicht die typischen Gedanken wie: Wenn ich noch drei vier Jahre arbeite, dann kann ich mir das und das kaufen. Nicht mehr lange und mein/e Haus/Wohnung ist abgezahlt. Ich brauche noch einen neuen PC und einen besseren Fernseher, um abends einfacher abschalten zu können. Ach, der Urlaub steht bald an, da brauchen wir noch so und so viel Geld.

Damit wir so viel wie möglich in einer Woche erleben. Doch zufrieden sind wir nicht. Auch wenn wir uns all die alltäglichen Ventile leisten. Uns wird nach zwei Wochen Urlaub, dem neuen Elektrogerät oder der Mitgliedschaft in einem Verein bewusst, dass unsere Versuche einen Ausgleich zu schaffen nicht ausreichend sind.
Das Geld begleitet uns täglich. Wir brauchen es zum Überleben. „Bist du im Besitz von Geld, bist du frei.“ Zumindest denken wir das. Geld ermöglicht uns es von einem zum anderen Ort, zu gelangen. Geld schenkt uns Strom und Wasser. Geld gibt uns Obdach und Kleidung. Geld lässt uns nicht hungern und verdursten. Geld schenkt uns unglaubliche Momente, die wir mit unseren gekauften Elektrogeräten festhalten können. Geld zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht, wenn wir die Karten eines Konzerts, eines Freizeitparks, einer Vereinsmitgliedschaft, etc. unser nennen können. Geld sorgt für Gemeinschaft und hilft einer Gesellschaft zu wachsen. Geld. Unserer ständiger Begleiter. Für welchen wir bereit sind, alles zu tun.
Das streben nach Geld und den damit Verbunden Annehmlichkeiten, erblindet uns. Sodass wir nicht bemerken, dass wir uns selbst versklaven. Unser Fortschritt beruht auf der Zerstörung.
Ist also das Geld das Produkt unserer Angst vor dem Alleinsein, dem Tod, dem Krieg, dem Hunger, dem Durst, der Schutzlosigkeit, der Disharmonie, des Verlusts und der Ablehnung? Ist es nicht paradox, dass wir uns etwas erschufen, dass genau diese Ängste fördert und bestätigt. Sind es nicht wir selbst, jeder im Einzelnen und im Ganzen, die das Verursachen was wir im Grunde ablehnen?
Irgendeine traumatische Katastrophe in unserer Vergangenheit bringt uns dazu, dass wir gegen unseren eigentlichen Wunsch des Friedens handeln. Vor lauter Angst sabotieren wir uns selbst. Natürlich wollen wir uns das nicht eingestehen und schieben die Schuld des eigenen Unglücks auf andere. Da ist es, egal ob der Jugendliche seiner Mutter vorwirft, schuld an seinen schlechten Noten zu sein, denn sie hätte ihm ja mehr Taschengeld für ein neues Smartphone geben können. Oder der Bürger dem Politiker vorwirft schuld an der Unzufriedenheit eines ganzen Volks zu sein. Wir finden immer jemanden der Schuld an dem eigenen Versagen ist. Wir finden immer jemanden, der uns unser Glück stehlen will. Den wir somit auslöschen müssen.
Weil es uns zu mühsam ist, einen anderen Weg einzuschlagen rechtfertigen wir das mit Aussagen wie: „Das war doch schon immer so! Das kann man auch nicht ändern. Ach, ich bin schon zu alt um mich zu ändern. Das ist doch alles schon so festgefahren, da kann man nichts mehr machen. Ach, es gibt so wenige Menschen die wirklich was ändern wollen. Das böse kommt doch sowieso immer wieder an die Macht. Es ist doch egal, was man macht. Es wird eh nicht anders. Wir können doch sowieso nichts tun, und wenn jemand etwas versucht, wird er vor dem Erfolg „behindert“.“

Für mich klingt das alles wie billige Ausreden.
Wir nutzen jede Möglichkeit dazu, um darüber zu diskutieren, was man tun müsste, um eine bessere Welt zu schaffen. Wir berichten permanent in Nachrichten über Zerstörung, Gewalt, Verbrechen, Ungerechtigkeit, Fehler anderer und Krieg. Dabei suhlen wir uns schon fast in unserer Angst. Wir fürchten uns viel zu sehr davor uns unserer Angst zu stellen, sodass wir lieber alles um uns herum versuchen zu kontrollieren. Veränderungen sind immer mit Mühe und Ungewohntem verbunden. Das wiederum schafft Unsicherheit und sie ist unserer bekanntliche Schwäche.

All die Systeme wurden von uns erschaffen, gepflegt und am Leben gehalten. All die Ungerechtigkeit geschieht, weil wir sie zulassen. Der Frieden könnte noch heute entstehen. Ohne einen Verlust. Dazu müssten wir uns allerdings bewusst werden, dass jeder Einzelne seinen Teil dazu beiträgt. Dazu müssten wir in uns selbst hören, so abstrakt es auch klingt. Dazu müssten wir lernen, aufeinander einzugehen und zu zugehen. Dazu müssten wir Geduld entwickeln. Wir müssten aus-und durchhalten. Wir müssten uns darauf einstellen, dass wir zumindest in der ersten Zeit mit der Unsicherheit konfrontiert werden. Denn, Alte schon lange in uns bestehende Muster müssten aufgegeben und neu strukturiert werden. Das verursacht zunächst innere Destabilität und somit nur schwer auszuhaltendes Chaos.
Es klingt vielleicht utopisch, dennoch ist es für jeden jederzeit möglich.
Man muss nur ins Tun kommen. Man muss seine Ängste ablegen.

Was denkt ihr darüber?  Denkt ihr, Frieden wäre sofort möglich? Was würde eurer Meinung nach fehlen, um Frieden zu schaffen? Wer verhindert den Frieden? Was wäre euer „perfektes“ System.

Liebe Grüße Sahra 🙂

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