Stress? – Kein Problem, sei kreativ!

Fuck, Scheiße, Mist, Ohhhhh Fuck und nochmal Scheiße!
Nein, ich leide nicht unter dem Tourette-Syndrom. Zum Glück. Na ja irgendwie auch nicht, denn ich bin vom Stress befallen!

Mir bleiben noch 3 Tage. 72 Stunden in welchen ich 10 Artikel für meine Prüfung schreiben darf, eine Website designen und noch 1000 Euro verdienen möchte. 4320 Minuten, in welchen ich das Unmögliche meistern soll. Okay, nachdenken, wie kann ich etwas schaffen, das aussichtslos scheint?

Themen für Artikel gibt es zu genügen, doch kann ich auch so schnell tippen, formatieren, redigieren, den Text auf Leserlichkeit prüfen, die passenden Bilder schießen, bearbeiten und einfügen? Normalerweise benötige ich für einen druckfertigen Artikel ohne Recherche zwei bis drei Stunden, je nach Thema. Mit Recherche, Interview, Telefonat oder sonstigem vergehen gerne mal 1-3 Tage bis zum lesbaren Artikel. Wie soll ich da noch zehn journalistische Artikel schreiben?

Dasselbe gilt für die 1000 Euro. Diese Woche noch Kundentermine vereinbaren, wäre zwar möglich, doch dann schaffe ich meine Projektarbeit nicht. Davon mal abgesehen, müsste ich 4 mal Haare flechten, 6 mal professionelle Fotos schießen oder 6,7 Klienten in ihren Lebenskrisen unterstützen, um die notwendige Summe zu verdienen. Wie ich schon sagte utopisch! Unmöglich! Wie soll das funktionieren?

Jetzt ist doch sicherlich Verzweiflung angebracht? Darf ich nun im Kreis laufend schreiend auf und ab rennen?

Nein, sagte eine innere Stimme, noch stehen Optionen zur Verfügung.

Aktiviere dein inneres Kind!
Alles ist machbar mit der Kraft des inneren Kindes. In den jungen Jahren steckt der Mensch nur so vor Energie. Stundenlang können wir als Kinder spielen, rennen, entwerfen, tanzen und uns verausgaben. In der Kindheit passiert das Leben mit so viel Leichtigkeit, sodass ein Kind am Ende des Tages fast eine ganze Welt erkundet. Wie machen Kinder das?

Sie denken nicht. Sie leben einfach!
Kinder leben aus, wonach ihnen der Sinn steht. Mit Fantasie, Neugier und Willenskraft treten sie an eine Aufgabe heran. Tausendmal fallen sie und stehen wieder auf, nur um die Herausforderungen des Lebens zu meistern. Indem sie sich frei ohne bremsende Gedanken oder Ängste bewegen, entwickeln Kinder spielend Strategien, um selbst das Unmögliche zu meistern.

Also Step 1: Lege deine Angst an. Schaue nicht darauf, was noch alles vor dir liegt, sondern konzentriere dein Augenmerk, auf die Dinge, die du erreichen kannst.

Step 2: Schritt für Schritt. Erledige das eine und danach das andere. Fang ja nicht zehn Dinge auf einmal an, weil du dich fürchtest sonst gar nichts zu leisten. Falsch! Vollende lieber eine Sache, als zwei Dinge offen zu lassen.

Step 3: Nutze nur die Fähigkeiten, die dir bereits liegen. Stehst du unter Strom, so vermeide es neue Dinge zu lernen oder dir noch weitere Aufgaben aufzuladen! Dein sowieso schon überfordertes Gehirn kann und will sich nicht noch mit neuem auseinandersetzen. Das führt nur zum totalen Blackout, sodass du am Ende zu gar nichts mehr imstande bist.

Step 4: Lebe als wäre die Welt ein Spiel.
Wenn ich morgens aufstehe und eine Menge auf meinem To-Do Zettel steht, gehe ich kurz in mich und stelle mir vor, ich sei heute Faryra. Eine Nekromantin – natürlich Level 80 – eines Online-Rollenspiels. Meine Realität stellt dabei die Realität eines Spiels da. Wie in jedem Spiel gilt es Quests zu erfüllen, Fähigkeiten ausbauen und in Events den Endgegner so richtig fertig zu machen. Zu einfach wäre es, könnte ich mit meinem Charakter einfach durch eine Welt rennen, alles einsammeln was ich brauch und den Boss zerstören. Natürlich entwickeln sich Hürden und Schwierigkeiten treten auf, wie auch im realen Leben. Deshalb stelle ich mir vor, die einzelnen Tagesaufgaben gleich Quests in einem Spiel. Habe ich eine Quest oder in meinem Fall eine Alltagsaufgabe bestanden, wartet eine Belohnung auf mich. Manchmal ein Eis, manchmal tanzen am See und ein andere Mal ein tolles Skin für meine Rüstung, also ein Kleid für meine sexy Kurven. In 90 % der Fälle hilft mir die Vorstellung, um hohe Anforderungen zu bewältigen, vielleicht auch dir?

Last Step: Mach dir kein Stress! Du handelst, lernst und lebst für dich. Nicht für Prüfungen, nicht für irgendwelche Deadlines. Dein Leben, deine Verantwortung. Setze dir Prioritäten und gehe stets nur soweit, dass es mit deinen Überzeugungen, deinem Willen und deinen Zielen übereinstimmt. Und, vielleicht sollen manche Dinge einfach nicht sein, auch wenn man sie sich so sehr wünscht. Vielleicht darf man etwas ganz anderes aus der Situation lernen, anstatt den Erfolg zu genießen?
Wer weiß, in jedem Fall, viel Glück mit all deinen Aufgaben.

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