Stimmen des Hiers, die im Jetzt antworten

Είμαι εδώ! Είμαι εδώ!“, schreit eine tiefe Stimme aus der Ferne. Ich bin hier, lauten die Worte des Unbekannten, der vermutlich schon länger aus voller Leidenschaft heraus die immer selben Worte aneinanderreiht. „Είμαι εδώ!“, brüllt es wieder aus der Ferne. Dieses mal klangen seine Worte gequält und leiser als zu vor. Als würde im die Kraft fehlen. Noch einmal scheint er es versuchen zu wollen, denn nach dem letzten Schrei folgt ein weiteres „Είμαι εδώ!“ Dieses mal endete der Satz schon bei den Worten: Είμαι, die soviel wie ich bin bedeuten. Seite Stimme hat nun vollends kapituliert. Schade, denn nach wenigen Minuten beginnt mir das monotone und dennoch verzweifelnde Gebrüll zu fehlen. Erst jetzt tritt meine Sorge ein und ich wundere mich was mit ihm geschehen ist, dass er nach all den Rufen plötzlich verstummt ist. Vielleicht wurde er von jemanden gefunden, vielleicht ist er aber doch ertrunken? Waren seine Rufe Hilferufe oder dienten seine Schreie der Orientierung für einen Freund oder womöglich seiner Partnerin oder einen anderen Liebenden, der sich auf die Suche nach ihm machte? Egal, die Stimme ist verstummt, nun ist alles ruhig. Einzig allein die Meereswellen sind noch zu hören. Als seien sie dauerhaft wach. Ja, so ist es, alles verstummt einmal. Doch am Ende, wenn ich so das Meer betrachte, wie es Wellen schlägt und auf den Steinen aufschlägt, erkenne ich das niemals nichts los ist. Das nichts vergessen ist und alles von Dauer.

Peace and Love und einen wunderschönen Tag euch<3

Sahra-Latifa Warrelmann

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