Warten auf…

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… ein besseres Leben!

Wie viel Zeit haben wir bereits mit warten verschwendet? Hier meine ich nicht die Zeit, die im Stau, auf dem Bahnsteig oder in überfüllten Wartezimmern verbracht wurden. Selbst wenn, ich zugebe, diese Zeit könnte sinnvoller genutzt werden.
Ich spreche von den Stunden, Monaten und Jahren in welchen wir vergeblich auf den Sechser im Lotto gewartet haben, um die Millionen zu ergattern, die zu dem beschwerdefreien Leben führen, nachdem sich der ein oder andere sehnt. Natürlich ist nicht jedermann an einem Leben in Reichtum interessiert. Unzählige einsame Seelen streifen durch den Tag, wartend auf die eine richtige Person. Den Seelenverwandten, der einen ganz und gar versteht und die Lücke im Herzen schließt.

Ist es nicht Liebe oder Reichtum dem wir wartend, verzweifelnd hinterher trauern, leiden wir wegen den unerfüllten Träumen.

Irgendwann wenn, wir nur genug Geduld aufbringen und lange genug warten kommt das Glück in unsere Arme gesprungen und belohnt uns mit der Erfüllung unserer Sehnsucht.
Während die Zeit vergeht, das Verlangen mehr und mehr in den Hintergrund rückt, nimmt die anfängliche Hoffnung und Euphorie ab. Was einst mit Vorfreunde geduldig erwartet wurde, verblasst. Enttäuschung und Frustration breitet sich aus. Unzufriedenheit füllt das Warten.

Mit den verstrichenen Tagen kehrt auch das Bewusstsein der Sterblichkeit ein. Das Leben ist endlich. So auch die zur Verfügung stehende Zeit. Sind wir uns dessen im Klaren, betrauern wir unser vergangenes Verhalten. Um sonst gewartet, ist das Resultat. Für nichts die Zeit verschwendet. Die Lebenszeit im Wartezimmer verbracht. Die zukünftige Zeit ist wage, nicht klar und womöglich knapp.

Erkennen wir unsere kostbare verstreichende Zeit, müssen Stunden füllen, was Jahre nicht konnten. Also erwachen wir aus unserem geistigen Koma und versuchen jede Sekunde zu füllen. Möglichst viele Sexpartner und Beziehungen aller Art aber kaum Freundschaften, Tiefe und Nähe. Viel kaufen, besitzen und konsumieren, schließlich MUSS alles mal durch die Finger geglitten sein. Orte werden bereist, die Welt wird entdeckt aber nicht gesehen.

Am Ende unserer Expeditionen stellen wir fest, das Glück hat uns noch immer nicht geküsst. Die Lücke schließt und öffnet sich ganz gleich, ob wartend durch die Zeit oder rennend. Die Tage vergehen wie im Flug, das Leben bleibt noch immer endlich. Während wir warten, hoffen wir auf kommende Tage, die uns das Leben spüren lassen. Sind wir am rennen, warten wir darauf die absehbaren Tage in Ruhe verbringen zu können. Erholung im Kreise der Liebenden.

Warten Warten Rennen Warten Rennen Kopflos herum irren Warten

Wann leben wir? Wann nehmen wir unser Leben in die Hand und erkennen, dass uns nichts bleibt als das Jetzt? Den jetzigen Augenblick, der schon morgen vorbei sein kann! Wann, hören wir auf nach dem Leben anderer zu trachten? Sein wie jemand anderer ist Alles, nur nicht man selbst!

Wann hören wir auf, Sprüche wie:„Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter!“, als Vorwand der Bedeutungslosigkeit dem Leben gegenüber zu sehen?

Wir laufen durch unsere Leben, bedauern nie erlebte Ereignisse, bejammern missglückte Geschehnisse und trauern um eine Zukunft die es nie geben wird, anstatt zu leben!
Sprüche schmücken Profile. Jeder stimmt ihnen zu aber keinen lebt nach ihnen. Wir zitieren Philosophen, heilige Bücher, Politiker und sonstige Vorbilder, doch verhalten uns entgegen der weisen Worte.

„Jeder will die Wahrheit hören, doch wenn, sie gesprochen wird kann sie keiner verkraften!“

Ja, ja die Wahrheit, ist ein Gut mit dem wir nicht umgehen können. Selbst wenn, wir sie fordern. Denn Wahrheit bedeutet den Lügen seiner eigenen Realität und verschobenen Wahrnehmung entgegenzutreten. Der Wahrheit ins Auge zu sehen ist für niemanden einfach. Schließlich weist der Abgleich immer Differenzen auf. Meine Wirklichkeit stimmt niemals hundertprozentig mit der eines anderen überein und schon gar nicht mit der Realität. Natürlich verunsichert das. Es führt zu Selbstzweifeln. Klar, wo zu viele Variable aufeinander treffen fehlt Klarheit und dies verunsichert. Doch Achtung, Unsicherheit ist bekanntlich der Tod der eigenen Persönlichkeit.

Wissen wir nicht was wir wollen, wohin wir eigentlich in unserem Leben wollen, welche Interessen wir verfolgen oder was wir als eigene Talente bezeichnen können, wandeln wir durch das Leben. Entweder wartend auf dem Abstellgleis oder im Eiltempo zum niemals haltenden Zug.

Also worauf wartest du? Darauf, dass alles einfach wird? Es wird nicht einfacher. Das Leben ist nicht einfach. Es ist hart. Aber gerade das macht es doch wahnsinnig spannend. Höhen und Tiefs, Auf und Abs, die uns weiter bringen, die uns stärker und schlauer machen, wodurch wir Wissen erhalten und in Weisheit verwandeln können.

Worauf wartest du? Auf irgendjemanden oder irgendwas? Etwas, dass dir einen Grund zum Leben gibt? Jemand der für dich kämpft oder aufsteht? Irgendjemand der deinen Weg bestreitet und es dir einfacher macht?

Worauf wartest du? Auf die Chance deines Lebens?
Sei kein Suchender, Wartender oder Rennender! Sei ein Reisender deiner eigenen Geschichte und erforsche dich und dein Leben! Erkunde dich und entdecke deine Talente und dich selbst!

Es wird niemand kommen und dein Leben für dich in die Hand nehmen!
Lege deinen Stress und alles was dich Nerven und Zeit kostet beiseite. Nutze deine Energie für dein Wachsen! Baue dein Können aus und entwickle deine Fähigkeiten für DEIN Leben! Für dein Glück!

Also raus aus deinem imaginären Sofa, beiße deine Zähne zusammen und ziehe dich aus deiner Unzufriedenheit heraus. Steige ein in den Zug deines Lebens!
Mach was draus und verschwende deine Zeit nicht mit warten! Du bist der Ingenieur deiner Welt!

Hab eine schöne Bauzeit 🙂

Liebe Grüße
Sahra

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