Die Macht der Ignoranz – Ein Bild tausend Worte…

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Ignoranz findet sich überall. Im Alltag, auf der Arbeit, in der Schule, der Uni, zwischen Nachbarn, in der Politik, in den Medien, unter Freunden, unter Liebenden, zwischen Feinden…

… die Liste lässt sich mit unendlichen Worten fortsetzen 🙂

In einem Zitat dessen Urheber ich leider nicht kenne, heißt es:

„Ignoranz ist ein Gift, das Liebe, Freundschaft und alle guten Gefühle tötet.“

Dalai Lama wählte diese Worte:

„Wo Ignoranz der Herrscher/Meister ist, gibt es keine Möglichkeit auf wahren Frieden.“

Ich bezeichne Ignoranz als Henker der Realität. Warum? Wie kann Ignoranz ein Henker sein und was hat es mit der Realität zu tun? Das ergibt doch keinen Sinn oder doch?

Aber bevor all diese Fragen beantwortet werden schauen wir uns die Ignoranz näher an 🙂 Vorneweg falls jetzt ein wissenschaftlich aufgebauter Beitrag über Ignoranz erwartet wird… Beeep. Falsch… Jetzt kommen ganz viele Geschichten und Beispiele aus dem Alltag…

Die leichtfertige Ignoranz

In der achten Klasse standen eine Freundin und ich auf einen Mitschüler unserer Stufe. In einer Mathe Stunde, wie soll es auch anders sein, sprachen wir über unseren Schwarm in der ersten Reihe. Auf dem Platz neben ihm sein bester Freund Alex. Irgendwie entwickelte sich das Gespräch in eine Diskussion über den eigentlich bedeutungslosen Alex. In diesem Zuge flüstere meine Freundin flüchtig: „ Ja den Maik finde ich ja schon toll! Aber der Alex, ja der…

… der ist mir gleichgültig. Ich hasse ihn nicht, liebe ihn nicht er ist einfach egal.“ Paradoxer Weiße war er mindestens zwei Schulstunden an diesem Tag  unser Gesprächsinhalt.

Damals stimmte ich ihr zu, ohne ihrer Aussage einer Bedeutung zu schenken.

Die automatische Ignoranz

Menschen gibt es wie Sand am Meer. Na ja fast. Schon allein im Bahnhof begegnen mir unzählige Gesichter. Es ist unmöglich für EINEN Menschen jeden vorbeigelaufenen Menschen als wichtig einzustufen. All die Informationen, die wir in einem Moment gleichzeitig aufnehmen würden.  Unser Gehirn filtert unsere Eindrücke um nicht zu überladen.

Betrachte das Bild für einen Augenblick.

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 Abstrakte Kunst eines mir noch Unbekannten Malers
(Wer seinen Namen kennt kann ihn mir gerne schreiben, dann kann ich ihn hier einfügen 🙂 )

Was ist dir als erstes aufgefallen?

Hast du die zweite Frau auf dem ersten Blick erkannt? Kannst du die Schrift des Malers lesen 🙂 ?Wie viele Fenster sind zu erkennen? Wie viel Straßenlaternen leuchten? Die Farbe des Regenschirms der hintern Person ist welche? In welcher Farbe ist das Zimmer im dritten Stock, das dritte Fenster von links? Kannst du die Farbe des vorderen Regenschirms nennen?

Meine Lösungen findest du am Ende des Blogs.

Beim ersten Betrachten wirst du wohl nicht alle Fragen beatworten können oder doch? Wenn ja schreib es mir 🙂 Erst als du Teile des Bildes ausgeblendet hast und dich auf den Regenschirm konzentriert hast, konntest du sagen das er rot ist. Wenn du jetzt hinschaust weißt du es, weil du es ja genauer betrachtet hast.

Du legst während du etwas betrachtest deinen Fokus auf bekannte und unbekannte. Dabei sortiert dein Gehirn. Es gleicht die aufgenommen Informationen mit Gefühlen, Erinnerungen und Erfahrungen ab. Auch wenn dein Auge alle Informationen des Bildes schon in den ersten hundertstel Sekunden die Einzelheiten des Bildes aufgenommen und an das Gehirn weitergeleitet hat, nimmst du bewusst lediglich die gefilterte Version wahr.

Demnach betreiben wir, in jedem Moment an dem wir Leben, Ignoranz?

Ja, aber nein. Und warum?

Was wir nicht kennen nehmen wir nicht wahr, was uns nicht interessiert nehmen wir nicht wahr. Deswegen wird Ignoranz auch gerne mit Unwissenheit oder Desinteresse gleichgesetzt.

Um sein Blickfeld zu erweitern braucht es also eine Motivation. Etwas das dir den Antrieb gibt auch Dinge zu betrachten die du vielleicht bisher für unmöglich gehalten hast. Oder für etwas das dich bisher nicht interessiert hat. Den beim näheren Betrachten findet man oftmals etwas das einem dann doch gefällt.

Die gleichgültige Ignoranz

Ignoranz kann auch mit fehlendem Interesse gleichgesetzt werden. Lethargie beschreibt allerdings nicht den vollen Umfang der Ignoranz. Es ist lediglich ein Teilaspekt.

Aber was bedeutet Gleichgültigkeit?

gleichgultigkeit

Gleichgültigkeit bedeutet für etwas oder jemanden kein Interesse aufbringen. Es beinhaltet Desinteresse, löst das Gefühl von Wertlosigkeit aus. Die Gleichgültigkeit lässt nachlässig und teilnahmslos werden, wodurch der eigene Schutz nicht mehr gewehrleistet werden kann. Nicht nur das, Gleichgültigkeit kann sich auch in Missachtung verwandeln die zur Abneigung und Intoleranz heranwächst.

Ein dauerhafter Zustand in der Gleichgültigkeit kann zum Zerfall führen durch mangelhafte Versorgung von lebenswichtigen Bedürfnissen.

Ein Beispiel:

Ihr kennt doch diese klassischen Teenie Filme?! Wenn, nein schaut euch  „Juno“, „30 über Nacht“, „Lol“ oder „Einfach zu haben“ an. Falls dein Herz Action begehrt: „Hakers im Netz“ eignet sich hierfür hervorragend J  So, euer Kopf ist nun frisch mit Teenie Problemen gefüllt, dann kann es mit dem Beispiel losgehen.

Ein graues Küken wird von den beliebten High -School- Kids gemobbt. Durch irgendeinen glücklichen Zufall verwandelt sich der unbeliebte Charakter nach einigen Strapazen in einen selbstbewussten beliebten Star.

Da ich das Gefühl habe, das in solchen Filmen der Schwerpunkt auf dem Erfolg ist, durchleuchten wir den neuen Star an der Schule vor seinem Aufstieg. Als er noch der unbedeutende Schüler war, der nichts zu sagen hatte. Der nicht attraktiv und anziehend wirkte. Etwas unbeholfen und tollpatschig.

Wie schaut es wohl im Inneren eines solch jungen Menschen aus?

Wie fühlt es sich an nicht wertgeschätzt zu werden? Was geht in einem Missachteten vor? Wie fühlt es sich an wenn sich jedes Wort in Luft auflöst, weil es kein Gehör findet?

Um zu verstehen wie sich jemand fühlt der Ignoranz erfährt ist es hilfreich es nachzuempfinden. Stelle dir folgendes Szenario vor:

Es gibt da eine Sache, die dich seit Wochen plagt. Es ist beinahe unmöglich nicht an diese Sache, zu denken.  Versuchst du dich abzulenken und nicht an deine bedrückende Angelegenheit zu denken, erinnern dich alltägliche Momente ständig daran. Es wird von Tag zu Tag stärker. Du möchtest es loswerden und dich jemanden anvertrauen. Anstatt ein Gehör oder Hilfe erhältst du Ignoranz. „ Es ist nicht an der Zeit. Es ist nicht wichtig genug. Morgen, morgen klären wir die Sache.“ Bekommst du von deinem Umfeld zu hören. Stell dir das Gefühl von Ablehnung vor, dass sich langsam vom Magen in den Körper verteilt. Spüre den leichten Stich ins Herz. Nicht gravierend und auch nicht stark schmerzend allerdings spürbar. Du stehst mitten in deinem Zimmer und bist mit deinen Gedanken und Gefühlen alleine. Dein Problem ist nicht geschrumpft. Du findest keine Lösung. Durch dein Gehirn schießen tausend Gedanken willkürlich hin und her, mal ergeben sie einen Sinn, mal wunderst du dich selbst über ihre Herkunft. Doch das ist nicht alles. Du bist immer noch alleine. Nicht etwa weil du es so wolltest. Nein du bist dazu gezwungen. Am liebsten hättest du jemanden bei dir. Aber da ist niemand. Zu deinem ohnehin schon nerviges Problem, mischt sich Ablehnung und Einsamkeit durch Ignoranz und das lässt Verzweiflung, Wut und Angst aufkommen.

Umso mehr Zeit in diesem Zustand vergeht, umso handlungsunfähiger wirst du. Du wirst unsicher, fühlst dich nicht gut genug, nicht wertvoll genug. Somit passieren dir vermehrt Fehler, du wirst unaufmerksamer. Die unangenehmen Gefühle kompensiert dein Gehirn mit einer Leere, um an dem Schmerz nicht zu zerbrechen. Irgendwann beginnst du dich zurück zu ziehen, deine Stimme wird leiser. Und Voilà eine graue Maus ist geboren.

Ignoranz ist demnach nicht nur mit Desinteresse und Gleichgültigkeit verbunden. Sie löst eine Kettenreaktion von Gefühlen, Bedürfnissen und Zustände aus, welche Einsamkeit, Isolation, Depression, Krankheit und Tod verursachen können.

Das Waisenkinder-Sprachexperiment von Friedrich dem zweiten bekräftigt den Zerfall durch Ignoranz.

Friedrich der II war deutsch-römischer König im 13. Jahrhundert. Aufzeichnungen zufolge, stahl er zwei Müttern ihre Säuglinge und übergab sie Ammen zur Pflege. Diese beauftragte er die Babys ohne Zuwendung und Worte zu erziehen. Anhand dem Experiment wollte er feststellen ob hebräisch, griechisch oder Latein die Ursprache des Menschen ist.  Doch das Experiment scheiterte. Die Säuglinge starben noch bevor sie sprechen konnten. Der Mangel an sozialer Bindung und Austausch von Emotion blieb den Kindern fern wodurch sie verkümmerten.

Die heutigen Studien und Modelle der Psychologie stützen sich unteranderem auf Experimente wie dieses.

Die schützende Ignoranz

Ignoranz verursacht nicht nur Schaden, sie dient auch als Schutzfunktion. Ich unterscheide dabei von destruktiven und konstruktiven Schutz. In anderen Worten der Schutz kann dir schaden oder dir helfen.

Halt, war die Funktion des Schutzes nicht Verwüstungen zu mildern bzw. zu verhindern?  Ja im Grunde schon aber…

… Anhand von zwei Geschichten erkläre ich euch die Unterschiede.

Ignoranz als bereichernder Schutz (konstruktiv)

Rachels (36 Jahre berufstätig) Vater starb. Sie liebt ihn sehr. Um mit dem Verlust zu Recht zu kommen meidet sie über einen Zeitraum bestimmte Lokale oder Orte, die sie an ihren Vater erinnern. Bilder aus vergangen Tagen drängt sie sofort weg. Sie beginnt ihr Arbeitspensum zu erhöhen, lenkt sich mit Abenden mit Freunden ab und versucht so wenig wie möglich alleine zu sein und auf andere Gedanken zu kommen. Sie blendet ihren Vater vollkommen aus ihrem Leben aus. Kommt irgendwo das Thema Tod auf, verlässt sie den Raum, schaltet auf einen anderen Kanal oder beamt sich in Gesprächen, in ihrer eigenen Welt, dort lässt sie den einen oder anderen Song zehn Mal auf und ab spielen. Sie ignoriert den Tod ihres Vaters und alles was damit in Verbindung steht.

Damit Rachel den Verlust überwinden kann, muss sie zunächst ignorieren was sie verloren hat. Eine permanente Konfrontation mit dem Tod ihrer Vaters würde sie in irgendeiner Form lähmen. Das wiederum bedeutet, dass es ihr unmöglich ist alltägliche Strukturen zu befolgen. Kann Rachel nicht ihre gewohnten Strukturen verfolgen, gerät ihre Balance aus den Fugen.

zahnrad-balance-gesundheit

Ist das Gleichgewicht nicht gegeben, geraten wir Menschen in Stress. Nicht den positiven Stress, den wir zum Überleben brauchen. Nein, der sogenannte Distress tritt ein und sorgt in Rachels und auch in allen anderen Leben, für  Komplikationen. Der negative Stress zeigt sich zu Beginn in vergleichsweise harmlosen Symptome, wie Unruhe, Müdigkeit und so weiter. Chronische negative Belastung kann allerdings zu ernsthaften Schäden führen.

Ganz schön cool, was unser Körper, Hirn und Geist alles so kann und wie es uns hilft selbst mit den schwersten Ereignissen umzugehen.

Doch halt! Nicht um sonst heißt es, jede Medaille weißt zwei Seiten auf. Wie oben schon angedeutet ist Schutz nicht gleich Schutz. Er kann auch schaden. Etwa wie Eltern, die versuchen ihre Kinder vor Unheil zu bewahren, indem sie ihre Sprösslinge in Watte einpacken und sie fernab der Realität leben lassen. Das mag zwar gut gemeint sein, aber das Kind und später der Erwachsene lernt nicht wirklich etwas dabei. Im Gegenteil, er/sie wird später darunter leiden.

auswirkungen-stress

Aus diesem Grund schütz unser inneres Versorgungszentrum mithilfe der Ignoranz. Durch sie gelingt es Rachel nicht alle wichtigen Zahnräder des Lebens lahmzulegen. Das hilft ihr beim Über- bzw. Weiterleben.  Hat sie die Trauer überwunden, wird sich die Ignoranz zurück ziehen und ihr die Möglichkeit zur Verarbeitung geben.

 

Ich ignoriere dich und verschließe mich! – Wie Ignoranz einem selbst schadet! (destruktiv)

Dipl. Ingenieur Steaven Martes leitet seit sieben Jahren ein recht erfolgreiches Kleinunternehmen. Die Firma erbte er von seinem Vater. Eigentlich war es nie sein Wunsch in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Er tat es dennoch. Seine Angestellten bezahlt er nach dem Mindestlohn (eigentlich noch drunter, aber das muss ja keiner Wissen 😉 ). Er legt keinen Wert auf Sicherheitsmaßnahmen und erledigt lediglich die allernötigsten Dinge. Die Einnahmen der Firma investiert er in Risikoreiche Bauunternehmen, um seiner wahren Leidenschaft zu folgen. – Das konstruieren von extravaganten Objekten. Es konnte schon das ein oder andere Mal passieren, dass er sein Geld verzockte. Dabei handelte es sich meist um hohe Summen, die er mit den Firmeneinnahmen abdeckte. Seine Angestellten riefen schon mehrfach Sondersitzungen ein um über die Zustände der Firma zu sprechen und Martes zum handeln zu bewegen. Sogar Gewerkschaftsvertreter erschienen vor seiner Tür. Dipl. Ingenieur Martes ignoriert jedoch die Realität, lebt in Saus und Braus und löst Konflikte über Dritte, wie seinen Anwalt.  Bei der letzten Weihnachtsansprache der Firmenfeier spricht er, von schwarzen Zahlen und höhere Löhne. Zum Beweis seiner Großzügigkeit übereicht er einem langjährigen Mitarbeiter, auf der extra großen Bühne, einen riesen Check in Höhe von vier Bruttomonatsgehältern. Bei einer Befragung für ein Interview der regionalen Zeitung, beichtet der Beschenkte, der Journalistin im Geheimen folgendes:

„Das macht er jedes Jahr. Organisiert eine pompöse Weihnachtsfeier mit allem möglichen Schnick Schnack. Essen vom Feinsten, Bands die ein Vermögen kosten und Deko die selbst die schnulzigsten Frauen-Hochzeitsfilme in den Schatten stellen. Jeder muss sich schick herausputzen. Für die Kamera und das Image versteht sich. So eine Heuchelei. Mann! Wir sind ein traditionelles Handwerksunternehmen. Das ganze Jahr über lässt er uns arbeiten wie Tiere. Ich weiß nicht wann in den letzten sechs Jahren einer unserer Maschinen vollfunktionsfähig war oder ich meine Überstunden bezahlt bekommen habe. Er ignoriert die Wahrheit und Realität. Er glaubt alle würden ihn lieben und die Welt wäre nur für ihn gemacht. Dabei würde keiner eine Träne vergießen wenn, er morgen von einem fetten Daimler überfahren würde!“

Dipl. Ingenieur Steaven Martes ist natürlich frei erfunden aber derartige Formen der Ignoranz finden wir täglich überall.

Wir ignorieren die Wahrheit, die uns offensichtlich sagt, dass wir auf der falschen Spur fahren. All das, weil wir uns nicht mit uns selbst auseinander setzen wollen und uns eingestehen wollen, dass wir Fehler begehen. Also klammern wir uns an eine Illusion die uns schadet.

Das beste Beispiel hierfür ist auch die Ignoranz der Medien, der Bevölkerung, der Politik, der Lehrer, Schüler,____________________, hier kannst du weitere Beispiele einfügen… .

Wir finden Ignoranz überall. Sie lässt sich auch nicht ignorieren oder totschweigen. Sie dient dem Schutz, kann aber auch Zerstreuung verursachen. Sie ist kühl, distanziert und knall hart.

Macht sie das nun zum Henker der Realität?

Ich denke, ja! Ignorieren lässt sich gleichsetzen mit dem Versuch etwas zu löschen oder zumindest vorübergehen auszublenden. Auch wenn, dies im Alltag ständig passiert indem unser Gehirn die aufgenommen Informationen(Gerüche, Geräusche, Bilder und sonstige Eindrücke) filtert, sodass wir nicht überladen.  Ignorieren wie bewusst, machen wir nichts anderes was unsere Gehirn im Alltag automatisch ausübt( allerdings in einer anderen Form). Dadurch selektieren wir die Realität und blenden womöglich wichtige Teile aus, wodurch wir uns im schlimmsten Fall selbst schaden.

In der achten Klasse bin ich leichtfertig mit der Ignoranz umgegangen, denn es schien nicht wichtig. Über die Jahre habe ich Menschen, Zustände, Gefühle und Bedürfnisse Ignoriert. Ganz normal. Macht mal halt so. Denke ich heute darüber nach erstaunt mich die Macht der Ignoranz. Ich blende mit ihr nicht nur Worte, Gespräche, Gegenstände oder Menschen aus, nein, ich bin auch in der Lage mir eine komplett fiktive Welt aufzubauen. Diese ist allerdings äußerst instabil, da sie zerbricht sobald man mit der realen Wahrheit konfrontiert wird.

Aber auch das ist noch nicht alles. Die Verletzungen die in jenen „Ignorierten“ ausgelöst, gefestigt und geformt wird ist enorm und darf nicht vergessen werden.

Jeder kennt das Gefühl, das leere stechende Gefühl, das dir sagt, du bist gerade vollkommen unwichtig. Das was du machst ist unwichtig. Der, der du bist ist unwichtig. Ich denke jedem ist das schmerzende Gefühl klar. Jeder von uns hat bereits in irgendeiner Form Ignoranz erfahren können. Irgendwie erstaunlich, dass wir jeder Zeit die Macht haben, willkürlich solche Gefühle auszulösen oder?

Was haltet ihr von der Ignoranz? Wo begegnet sie euch oder ist euch begegnet?

Sollte die Thematik mehr diskutiert werden oder ist es schlichtweg egal?

Freue mich auf eure Meinung und Kommentare 😉

Habt einen schönen Tag

Liebe Grüße

Eure Sahra :*  ❤

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8 Gedanken zu “Die Macht der Ignoranz – Ein Bild tausend Worte…

  1. Eine wirklich beeindruckende Abhandlung über das Gefühl, welches wohl nicht genug Aufmerksamkeit bekommt. Ich finde es sehr schön, wie du dieses Thema über dieses Gemälde herleitest. Und du hast auf der ganzen Linie recht, Ignoranz wird leichtfertig eingesetzt 🙂

    Liebe Grüße, J

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  2. Ein Großteil unserer Realität ist von uns selbst konstruiert. Je mehr Menschen wir dabei einbeziehen, desto realer wird es. Wenn alle glauben, werden Wünsche wahr. Wenn alle ignorieren, verschwinden Berge. Was einer tut, ist ein Verbrechen. Was alle tun, ist Gesetz.

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