Das höchste Gut die Gemeinschaft

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Was ist das höchste Gut unserer Gesellschaft? Welche Vorstellung von Moral und Ethik müssen wir erfüllen, um Mensch zu sein? Welche Werte sind es, die wir erstreben?
Wo Individuen aufeinandertreffen, ist es wichtig sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, zumal sie die Gesellschaft bestimmen. Nach Ihnen richtet sich die Politik, das Gesundheits- und Krankenwesen, die Nahrungsmittelindustrie, die Bildung, die Bahnfahrt selbst der Gang zum Supermarkt wird durch die Ethik beeinflusst.

Leben wir das, was wir predigen? Können wir unseren Worten Glauben schenken? Oder ist es nichts weiter als heiße Luft die aus unseren Mündern heraustritt?

Rücksichtnahme: Sei dir stets bewusst, dass du nicht der einzige Mensch mit einer Geschichte bist. Deine Interessen & Abneigungen stimmen nicht mit allen überein. Manchmal hilft es, sich ein bisschen zurück zu nehmen, damit sich andere entfalten können. Nimm auch auf dich selbst Rücksicht. Achte deine Grenzen.

Empathie: Fühle was ich fühle. Denke, was ich denke. Handle, wie ich handle und du weißt was Empathie ist. Geh in meinen Schuhen, bevor du über mich sprichst, heißt es in vielen Sprüchen. Die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen ist meiner Ansicht nach eine Schlüsseleigenschaft für eine gesunde Gesellschaft. Sind wir nicht in der Lage zu verstehen, warum mein Gegenüber so ist wie er ist, fallen Interaktionen kurz oder gar aus.

Ehrlichkeit: Sei ehrlich zu dir selbst und deinen Mitmenschen. Es schenkt dir Freiheit. Denn wer ehrlich ist muss sich vor nichts fürchten. Klingt, wie ein Bibelspruch JEhrlichkeit ist eine harte Tugend, denn die Wahrheit ist nicht unbedingt das, was man hören möchte. Von Zeit zu Zeit hilft es sich der Realität/Wahrheit zu entledigen. Hin und wieder dient die Lüge auch zum Schutz.

Respekt: Ich respektiere dich, da du, du bist. Was ich nicht respektiere, achte ich nicht und was ich nicht achte verkommt. Respekt verdient jeder, ungeachtet dessen, welche Fehler er auflisten kann.

Toleranz: „Sein oder nicht sein“, sagte schon Shakespeare. Jeder ist wie er ist und das aus bestimmten Gründen. Bewerte niemanden nur weil er nicht deinen Erwartungen entspricht. Verurteile niemanden wegen seiner Meinung. Lasse sein und schaue hinter den Menschen.

Akzeptanz: Die Dinge sind wie sie sind. Du bist wie du bist. Ich bin wie ich bin. Glücklich bin ich nur wenn ich akzeptiere was ist, war und sein wird.

Solidarität: Dein Feind ist dein Bruder/deine Schwester. Wir brauchen uns, auch wenn wir manchmal glauben, dass wir ohne den ein oder anderen besser dran wären. Jeder Mensch besitzt Stärken und Schwächen, keiner ist in allem Perfekt. Wir ergänzen uns. Finden wir zur Gemeinschaft und beginnen wir uns gegenseitig zu stützen.

Vertrauen: Hab Vertrauen in dich und deine Umwelt.Verlasse dich auf deine Fähigkeiten und erkenne deine Möglichkeiten. Sei zuversichtlich selbst in schweren Zeiten. Gib dich niemals auf und glaube an dich selbst!

Weitere Werte und eine genau Definition und Erklärung hier klicken.

Eine Gesellschaft ist so stark wie ihre schwächsten Rädchen, auch wenn ein paar nach vorne schießen und dadurch an Unabhängigkeit geraten. Aufsicht für jene hinter ihnen bleibt den Unabhängingen dennoch. Selbst wenn, Verantwortung nicht unbedingt eines unserer Lieblingswerte ist.

Von niemanden abhängig sein… So viel Kohle auf dem Konto, dass sparen als soziales Experiment gesehen werden kann… Nie wieder arbeiten und den Tag nach den eigenen Regeln gestalten…

… Was für eine herrliche Vorstellung. Frei von jeglicher Verantwortung! Ist das nicht eine tolle Utopie? Nein?Ja?
Eine Utopie bleibt es. Ein Leben ohne Verantwortung ist kaum möglich. Verantwortung! Warum lehnen wir sie ab? Welches Gefühl gib sie uns, wenn manch einer schon bei dem Wort davon laufen könnte? Wikipedia bezeichnet Verantwortung als eine Pflicht die jemanden zugesprochen bzw. sich selbst auferlegt wurde. Pflicht. Okay, das Wort mag ich auch nicht so gerne. Es steckt ein „MUSS“ dahinter und alles was getan werden MUSS wird aus Prinzip mit einer Abneigung bestraft. Müssen möchte ich schließlich nicht! Möchte ich etwas, dann freiwillig nicht aus dem Zwang heraus. Oder?

Ein Leben ohne Verantwortung ist kaum möglich. Denn dazu müsste man tot oder komplett abgeschirmt von jeglichem Leben sein, auch das ist in der heutigen Zeit schwierig. Vielleicht auf einem Vulkan. Aber auch da…

… Jede meiner Handlungen beeinflusst etwas. Ein Beispiel:

Die Nacht ist länger als geplant geworden. Am nächsten Tag bin ich tot müde und schaffe es gerade noch so mich anzuziehen und zum Bus zu stürmen. Der Busfahrer will gerade losfahren, als er mich um die Seite hetzen sieht. Natürlich winke ich und versuche ihn abgehetzt aufzuhalten. Zu meinem Glück bleibt er stehen. Ich steige ein und brauche etwas um meinen Fahrscheinwunsch zu äußern auch das Kleingeld lässt sich nicht auf Anhieb finden. Bis ich auf einen Sitz gelandet bin sind drei Minuten vergangen.

Wen habe ich auf meinem Weg dorthin eventuell beeinflusst? (Achtung viel Spekulation)
Szene eins: Ich renne zum Bus.

Aus dem Fenster hat mich eine ältere Dame beobachtet. Was hätte sie wohl getan, wäre ich nicht rennend auf den Bus zu? Wäre sie noch länger am Fenster gestanden oder hätte sie sich schon früher entschieden wieder in die Wohnung zu gehen?

Die Menschen im Bus, die das Szenario bemerkt haben, hätten in dieser Zeit ein Gespräch beginnen oder beenden könne, sie hätten einen Artikel lesen, sich in der Nase bohren oder sonstige Handlungen durchführen können.

In den drei Minuten wäre der Bus bereits an der nächsten Station angekommen. Die Fahrgäste an den kommenden Haltestellen mussten länger warten. Dadurch konnte vielleicht jemand der auch zu spät war seinen Bus noch erreichen und dadurch pünktlich in der Arbeit oder Schule ankommen. Vielleicht wurde aber durch die Verspätung der Anschluss eines anderen gefährdet, der auf dem Weg zu einem dringenden Termin war. Dieser musste dann eventuell seinen Fahrplan umdisponieren.
Und so können wir das weiterspinnen, bis wir irgendwann bei den Naturvölkern in Indonesien landen.

Was ich mit diesem Beispiel sagen will, ist, dass unser Handeln immer auch auf andere wirkt, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Nur weil wir uns dessen nicht bewusst sind, bedeutet es keineswegs, dass es nicht passiert.

Eine Gemeinschaft kann stützen, sie kann aber auch zum Untergang von Zivilisationen, Gesellschaften und Werten führen. Leben wir so, wie wir selbst behandelt werden wollen, damit wir, aus dem Wir wachsen können.

Einen schönen Tag euch!

Liebe Grüße Sahra

 Bild von SWNaturalart 🙂

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Ein Gedanke zu “Das höchste Gut die Gemeinschaft

  1. Hey Sarah, wieder mal ein Artikel, dem ich voll zu stimme – Danke dafür 🙂 Wir bauen gerade eine Gemeinschaft von Menschen auf, die Lust haben, die Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen und die Werte, die Du beschreibst ganz konkret im Miteinander zu leben und für ein schöneres Miteinander umzusetzen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mitmachst und unsere Gemeinschaft bereicherst 🙂 http://www.protopia.vision
    Liebe Grüße
    Matthias

    Gefällt 1 Person

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