Durch Religion zum Unglück?

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Fortwährend stellen wir uns die Frage nach der Handhabe mit der Religion. Sollte sie verboten werden? Welche Religion ist okay, welche nicht? Glaube und Staat? Religionslehre an der Schule? Religion eine Privatsache? Konfession ein Relikt aus vergangen Tagen?

Schon immer gab es Konflikte mit den Anschauungen, ganz egal ob sie auf nun auf religiöser, politischer, ethnischer oder wirtschaftlicher Hintergründe basierte.

Was ist Religion? Wikipedia definiert sie wie folgt:

Religion (von lateinischreligio ‚gewissenhafte Berücksichtigung‘, ‚Sorgfalt‘, zu lateinischrelegere ‚bedenken‘, ‚achtgeben‘, ursprünglich gemeint ist „die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften.“)[1] ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente (überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte[2] und damit verbundene heilige Objekte ist,[A 1] die nicht im Sinne der Wissenschaftstheorie bewiesen werden können, sondern auf intuitiver Erfahrung beruhen.

Klingt doch gar nicht mal so schlimm. Eine einfache Anschauung nichts weiter. Warum bringt sie dann so viel schaden mit sich? Sie ist doch eigentlich etwas sehr Friedliches und da spielt es keine Rolle, auf welche man sich da beruft. Im Grunde fordert jede Gemeinschaft, Nächstenliebe, weg vom Haben zum Sein, Vergebung, Vertrauen und so weiter. Alles Werte die wir eigentlich selbstredend in uns tragen und auch leben sollten.
Ich denke, das Problem liegt nicht in der Religion, sondern an unserem Umgang. Es ist nichts weiter als eine Meinung. Eine Betrachtungsweise nach jener jemand lebt und glaubt. Was ist daran verwerflich oder tragisch? Nichts. Es wird erst dann zur Schwierigkeit wenn, man …

    a) Seine Überzeugung nutzt, um anderen zu schaden.
    b) versucht, seine Sichtweise anderen aufzuzwingen.
    c) nicht damit umgehen kann, das es eben noch andere Ansichten gibt.

Wir nutzen unsere Mittel oftmals zur Rechtfertigung unseres Fehlverhaltens. Doch unser Egoismus in manchen stellen ist nicht unser einziges Problem. Wo Individuen auftreten, existieren Meinungen und diese können zu Konflikten führen. Allerdings nur dann wenn, wir keinen Sinn für Akzeptanz und Toleranz vorweisen können. Sonst wäre es rechtherzlich egal, wer sich wie kleidet und was er anbetet. Es kann doch mir egal sein, ob sich jemand zur Verhüllung entschließt. Wenn, es der Person gefällt, sie zufrieden ist, ja Mensch, ist doch mir egal. Ich muss es doch nicht tragen. Warum sollte mich dann die bloße Anwesenheit stören? Mich stört es doch nur dann, wenn ich unzufrieden bin oder? Es ist mir auch rechtherzlich egal wenn, jemand sich entschließen würde, die eine Hälfte seines Körpers rot zu tätowieren und mit ner Unterhose auf dem Kopf durch die Gegend läuft. Das ist nicht mein Problem und schaden tuts mir auch nicht. Also mal einen Gang herunterschalten.

So jetzt geht es gehoben weiter 🙂

Eine andere Anschauung muss nicht bedeuten, dass die eigene falsch ist oder das es nicht möglich ist voneinander abweichende Ansichten parallel laufen zu lassen. Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Realität und Wahrnehmung. Das ist einfach so. Durch unsere unterschiedlichen Erfahrungen wachsen auch diverse Werte und Sichtweisen und wie wir wissen beeinflusst unsere Perzeption die Wirklichkeit. Real ist nur das, wovon wir glauben, dass es substanziell ist. Deshalb ist es unmöglich, dass zwei Personen dasselbe denken und fühlen können. Man ist sich nie zu 100% in allem einer Meinung. Es gibt immer wieder Diskrepanzen. Aber das ist ganz normal und auch vollkommen okay.  Jemand, der beispielsweise jahrelang Gewalt erlitt, kennt nichts anderes. Er wird es nicht glauben, dass es auch ohne geht. Genauso sieht es mit der Religion und anderen Haltungen aus. Manchmal können wir vergessen, dass wir mit verschieden Persönlichkeiten zusammenleben, die mit ihrer Art erfolgreich sind, auch wenn, sie im Gegensatz zu der eigenen Anschauung stehen. Ich habe mich letztens beim Einkauf mit einer Freundin wieder festgestellt, dass nicht alle so öko sind wie ich. Und das war echt kurz hart für mich. Ich habe mich gefragt: Hä? Wie kann sie das und jenes kaufen und das und das machen. Weiß sie denn nicht das es schädlich ist? Und das ist doch selbstverständlich. Bis ich dann realisiert habe, ja logisch … Das ist meine Welt geworden aber nicht ihre oder von sonst wem. Und dafür muss ich sie weder kritisieren noch von irgendwas überzeugen. Ich habe mich für diesen Weg entschieden nicht sie und was für mich gut ist, muss es nicht für jemand anderen sein und andersrum.

Es ist schade, dass wir nicht erkennen, wie viel Gutes in der Vielfalt steckt. Wir sollten aufhören, Dingen eine Dramatik zu verleihen die sie gar nicht besitzen und sie somit zu einer Last zu machen.

Glaube egal welcher Art kann etwas Bereicherndes sein, wir sollten endlich anfangen ihn richtig zu nutzen.

Ich bin schon gespannt auf eure Meinung zur Religion.

Liebe Grüße

Sahra

Inspiriert wurde ich durch den Blog von Alice. Super Frau und super Beitrag. Schaut doch mal bei ihr vorbei. 🙂 Wie viel Religion verträgt der Saat von Alice

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