Kein Hass im Netz

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No-hate-Speech ist eine vom Europarat gegründete Initiative, die sich gegen Mobbing im Internet einsetzt.

Ich halte es an und für sich, für eine gute Sache. Mit dem Profil, das über den Cybermobber erstellt wurde, stimme ich allerdings nicht überein. Es sind nicht unbendingt Gefühlskalte Menschen, eher mit zu vielen Emotionen. Sie wissen nicht wohin damit und haben auch nie gelernt damit richtig umzugehen. Das Internet bietet jedem Menschen jeglichen Emotionen nachzugehen ohne mit ernsthaften Konsequenzen rechnen zu müssen. Das ist für das Sozialverhalten eher kontraproduktiv, weil wir nicht sehen was wir bei einem anderen auslösen. Die Sprache der Schrift ist relativ tot. Emotionen darüber zu vermitteln eher schwer. So entstehen leicht Missverständnisse und damit Konflikte. Bei dieser Art von Kommunikation und gesellschaftlichem Leben ist es wichtig das wir lernen damit umzugehen. Uns im Hinterkopf bewahren dass an der anderen Seite ein Mensch steckt mit Gefühlen. Wir müssen wenn wir auf die Digitalisierung nicht verzichten wollen unsere Emphatie stärken.

Ich denke die Initiative geht einen Schritt in die richtige Richtung, dennoch ist es nichts weiter als ein Kampf gegen die Symptome und nicht der Ursache. Wir sollten uns nicht mit den Auswüchsen des Mobbings befassen sondern uns fragen warum wir überhaupt andere Menschen schaden.

Warum lassen wir es in Facebook, Twitter und Co zu, dass es überhaupt zu solchen Kommentaren kommt und greifen nicht eher ein? Indem wir das zu lassen signalisieren wir doch, das es eigentlich okay ist. Wir können uns nicht gegen Mobbing aussprechen und wunderen das es passiert, wenn wir weg sehen und uns daran beteiligen. Warum verurteilen wir beispielsweise Menschen die wir nicht kennen? Nur weil wir ein paar Zeilen über sie erfahren haben die mit unserer Haltung nicht übereinstimmt muss es kein schlechter Mensch sein. Trägt jemand eine bestimmte Frisur oder eine bestimmte Kleidung vertritt eine politische Haltung die der eigenen widerstrebt wird die Person schon in Gedanken abgewertet. Wir glauben schnell das jeder der selben Ansicht sein muss, die selben Werte und Moralvorstellungen besitzen muss wie man selbst. Ist auch natürlich. Schließlich befinden wir uns immer nur in unserer eigenen Realität. Also wäre es wichtig Empathie zu lernen. Wie handhaben andere etwas. Könnnte auch die Meinung richtig sein? Was könnte bei dem anderen passieren wenn ich das und das sage…? Verstehen kann man einen anderen allerdings nur dann wenn wir wissen wie wir uns selbst fühlen wenn wir uns beispielsweise abgegriffen fühlen.

Die Gesellschaft sollte meiner Meinung nach aufhören Veränderung über Kontrolle und Zwänge zu schaffen. Das geht meist nach Hinten los.

Was denkst du über No-Hate-Speech?

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